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Ein Toter spielt Klavier (Hammer, 1961)

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    Es gibt 4 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Olly.

      Ein Toter spielt Klavier (Hammer, 1961)

      Ein Toter spielt Klavier



      Alternativ: Scream of Fear / Taste of Fear
      Produktion: UK 1961
      Genre: Horror / Mystery / Thriller
      Veröffentlichung: 12. Januar 1962 (Kinostart - GER)
      Laufzeit: ca. 78 Minuten
      Freigabe: FSK ab 16 Jahren

      Regie: Seth Holt (War es wirklich Mord?, Das Grab der blutigen Mumie)
      Drehbuch: Jimmy Sangster
      Studios: Hammer Film Productions, Falcon Films
      Produzenten: Jimmy Sangster, Michael Carreras
      Besetzung: Susan Strasberg, Ronald Lewis, Ann Todd, Christopher Lee u.a.

      Die an den Rollstuhl gefesselte Penny Appleby will zum ersten Mal seit zehn Jahren ihren Vater an der französischen Riviera besuchen. Vor Ort wird sie von ihrer neuen Stiefmutter Jane empfangen und erfährt, dass sich ihr Vater auf einer überraschenden Geschäftsreise befindet. Umso schockierter ist Penny, als sie nachts die Leiche ihres Vaters im Gästehaus zu sehen glaubt. In den nächsten Tagen trifft sie wiederholt auf die Leiche, ohne dass eine Spur von ihr zurückbleibt. Der Arzt Dr. Gerrard verkündet, dass Penny unter Halluzinationen leidet, doch in dem attraktiven Chauffeur Bob scheint sie einen Verbündeten zu haben.

      Thriller, mit dem die vor allem auf Horrorfilme spezialisierten Hammer Studios in den Fußstapfen von Alfred Hitchcock wandelten. Regisseur Seth Holt und Drehbuchautor Jimmy Sangster, die später auch bei "War es wirklich Mord?" zusammen arbeiteten, gelingt es, die Spannung schrittweise wachsen zu lassen, bis sie im letzten Akt eine überraschende Auflösung aus dem Ärmel ziehen, die selbst diejenigen beeindrucken sollte, denen die vorangegangenen "überraschenden" Handlungsentwicklungen zu vorhersehbar waren. Außergewöhnlich auch die Besetzung von "Dracula" Christopher Lee in einer positiven Rolle.

      >> imdb.com <<

      >> video.de <<



      Hintergrund:
      # Gedreht wurde Ein Toter spielt Klavier vom 24. Oktober 1960 bis zum 7. Dezember 1960 in Black Park, Iver Heath, Buckinghamshire, England, und an Originalschauplätzen in Südfrankreich, darunter dem Flughafen von Nizza. Verliehen wurde der Film von Columbia Pictures. Die deutsche Erstaufführung fand am 12. Januar 1962 statt. Die FSK gab den Film ab 16 Jahren frei. In den Vereinigten Staaten lief der Film unter dem Titel Scream of Fear.

      # Laut Christopher Lee ist der beste Hammer-Film der je gedreht wurde. Und Seth Holt sei der beste britische Regisseur (Doku The Films of Christopher Lee).

      >> wikipedia.org <<


      Grandios gefilmt und geschnittenes Meisterwerk der Hammer Studios. Beim Namen Jimmy Sangster muss man aufhören, denn keiner konnte / kann so viele Wendungen quer durcheinander kreuzen, sodass es auch noch funktioniert. Turbulenter Showdown. Es sind auch die Kulissen dieser Produktionsschmiede, die einen immer wieder faszinieren. Plus Christopher Lee in der Rolle eines Guten. ^^

      9 | 10 Leichensuchenden

      "Carpenter!"
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Olly“ ()

      Für mich einer der am meisten unterschätzten Filme die ich kenne. Obwohl es "unterschätzt" wohl nicht ganz trifft. Der Film besitzt leider nicht den Bekanntheitsgrad den er eigentlich verdient hätte.
      Ich vergleiche ihn hier und da ganz gern mal mit Klassikern wie "Psycho". Zumindest den Vergleich hat der Film sich mehr als verdient.
      Der Film besitzt eine exzellent aufgebaute Dramaturgie, hat tolle Darsteller und die gewohnt stimmige Atmosphäre der Hammer Film Studios.
      Warum und wieso der Film es trotz allem nie geschafft hat zu den ganz großen Klassiker gezählt zu werden und eher unbekannt geblieben ist erschließt sich mir leider nicht. Das Potential ist jedenfalls riesig.

      Was mich jedoch immer wieder aufs neue auf die Palme bringt ist die DVD von Sony. Wer den Film nicht kennt und sich nicht einen grandios spannenden Film verderben lassen möchte, der sollte es tunlichst vermeiden sich den Klappentext der besagten DVD durchzulesen. Der spoilert nämlich so ziemlich jeden (wirklich jeden!) Twist und jeden Spannungsmoment des Films. Weiß nicht welcher Trottel das verzapft hat, aber ich weiß, dass er seine Beruf verfehlt hat. X( Also Finger weg von der Rückseite der DVD. Einfach mal darauf vertrauen, dass der Film ein Meisterwerk ist, denn das ist er wirklich, so sehr ich diesen inzwischen abgedroschenen Begriff verachte, aber hier trifft er voll und ganz zu.

      10/10

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Dein Vater“ ()

      "Scream of Fear" mal wieder gesehen und bin immer noch richtig fasziniert von dem Streifen. Wie schon geschrieben wurde ist es leider ein extrem unbekannter und unterschätzter Film der Hammer-Schmiede. Generell sind diese s/w-Thriller des britischen Horror-Studios wie "Der Satan mit den langen Wimpern" und auch "Haus des Grauens" sehenswerte Stücke, fernab ihrer Gothic-Grusler. Eigentlich schon absurd wie unbekannt die sind, 1961 müssten gerade diese Twists in "Ein Toter spielt Klavier" (der deutsche Titel, fast noch besser als "Dracula jagt Mini-Mädchen") doch jeden Zuschauer aus dem Sessel geschmissen haben. ^^

      Schaurig-schöner Thriller mit einem "guten" Christoper Lee. Ja, die hat er ab und zu auch mal gespielt.

      9 / 10
      "Carpenter!"
      Alle drei, viel Jahre landet dieses Kleinod im Player. Und immer wieder aufs Neue unterhalten die etwas mehr als 80 Minuten perfekt, auch wenn die Geschichte und die 3 Twists nun bestens bekannt sind. Denn so verhält es sich mit diesen phantastischen Filmen welche man liebt, sie verlieren einfach nichts von ihrer Faszination. Als "​Taste of Fear" im April 1961 in Großbritannien anlief dürfte in den Kinosälen ordentlich an den Fingernägel geknabbert worden sein. Quasi ein "Conjuring"-Film aus alten Tagen, aber von einem absolut keinem Meister des Fachs inszeniert. Für Regisseur Seth Holt war es nach dem gemischt aufgenommen Noir-Drama "Gejagt" sein zweiter Film. Der wahre Meister war Autor Jimmy Sangster, der Schreiber von u.a. "Frankensteins Fluch", "Dracula", "Die Rache der Pharaonen" oder auch vom "Schnorchel". Man warf ihm doch so gerne vor er sei ein äußert mangelhafter Autor (beispielsweise von Peter Cushing). Aber mit diesen Mini-Hitchcocks wie man sie liebevoll nennt, also diese mit Twist überhäuften Thriller in s/w, hat er es vielen gezeigt. Denn das waren wunderbar konstruierte Geschichten.

      Und Christopher Lee schafft es sogar als "Guter" auch unsympathisch zu wirken. :tongue: Schauspielerisch gibt es hier allerdings recht wenig zu erwähnen. "Haus des Grauens", ein weiterer Mini-Hitchcock, hatte einen grandiosen Oliver Reed zu bieten. So eine Performance findet man hier allerdings nicht.

      Ich hoffe der Titel schafft es auch noch in die Anolis-Hammer-Mediabook-Reihe. =)

      9 / 10 mysteriösen Klavierklängen
      "Carpenter!"