The Hateful Eight (Tarantino)

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    Es gibt 605 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Akuma.

      Mal ehrlich, wer würde sich freiwillig auf ein 3-stündiges Kammerspiel einlassen? Wohl kaum jemand, wenn der Regisseur zum Film nicht gerade Quentin Tarantino heißen würde. The Hateful Eight hat mich schlicht und ergreifend umgehauen. Ein exzellent präsentiertes Kammerspiel. Ein großartiges Setting mit tollen Schauspielern und einem finsteren Humor, der zwar mit langen Dialogen daherkommt aber einen gespannt der Geschichte folgen lässt. 100% Unterhaltung, 100% Tarantino!






      :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern2:
      9 von 10 Türbrettern
      Ich muss meine Zweifel revidieren, die ich noch bei den Trailern hatte. Es ist wieder ein richtig guter Tarantino geworden. Verblüffend wie er es schafft, knapp 2h lang alles in der Hütte spielen zu lassen und das fast ohne Längen. Die Dialoge sind wieder bockstark geworden. Manches ist so schön überspitzt dargestellt, dass ich immer wieder schmunzeln musste. Walton Goggins hat natürlich von allen die überdrehtesten Dialoge abbekommen :) Das Tim Roth bisschen eine Waltz Kopie ist, hat mich nicht sonderlich gestört. Ansonsten haben Samuel Jackson und Jennifer Jason Leigh ein richtiges Brett hingelegt.

      8,5 von 10
      Ich war soeben drin. Bin zwiegespalten. Zunächst vorab: Django Unchained fand ich zu mainstreamig, hatte zu wenig von Dingen, die ich bei Tarantino schätzte. Und Waltz als er selber wollte ich auch nicht nochmal sehen.

      Hier haben wir eigentlich das genaue Gegenteil. Wir haben wieder mehr Fokus auf (lange) Dialoge, mehr Kameraeinstellungen und vor allem wieder viel Splatter. Und Zitate ohne Ende, vor allem auch wieder bei sich selber. Ist ja nicht nur, dass der halbe Cast schon mal für ihn vor der Kamera stand, sondern habe ich die ganze Zeit an Reservoir Dogs denken müssen.

      Und dann haben wir im Prinzip eine als Western getarnte Detektivgeschichte. Es gibt Hinweise, es gibt Auflösungen bzw, Teilauflösungen. Das war schon interessant und ziemlich Tarantino-mäßig. Und nicht zu verachten waren die wirklich guten Darsteller.

      Mir war es nur irgendwie dann doch zu lang. Ja, das gibt es dann offenbar doch, auch wenn ich QT-Dialoge liebe, aber auch wenn hier manch gute und interessante dabei waren (Themen Rassismus, Vergeltung), so waren sie doch nicht in der Klasse der Lieblingsmenschunterhaltung aus Kill Bill oder Landas Rattenvergleich aus Inglourious Basterds. Gute Dialoge, keine Frage, aber unter meinen Erwartungen.

      Kein schlechter Film, aber wesentlich sperriger. Ich finde es gut, dass QT wieder mehr zu seinen Wurzeln zurückgeht, aber ein bisschen kürzer hätte es mir auch gereicht.
      Break through the surface and breathe.
      Es hieß doch erst, dass es die 70mm Film-Fassung (mit den erweiterten Szenen) nicht in der Heimkino-Fassung geben soll, jetzt taucht bei den Franzosen und eventuell auch bei den Brasilianern eine neue Box auf, auf deren Cover die Worte "Version Longue" aufgeführt ist ... also wird man doch noch die Langfassung zu sehen bekommen ... vielleicht auch noch bei uns, wer weiß.



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      Ein Aprilscherz scheint es wohl nicht gewesen zu sein.

      Amazon Frankreich zeigt seit Freitag ein anderes Cover, gleiches Artwork aber ohne "Version Longue" Schriftzug und wir haben mittlerweile den 4. April. Wird also wirklich stimmen.

      Ich hatte mich zwar gefreut, aber auch gewundert. Tarantino gibt seine Wunschfassungen plötzlich für das Heimkino frei?
      Seit wann das?
      Wir warten immer noch auf die Whole Bloody Affair von "Kill Bill". Seit mittlerweile dreizehn Jahren.
      Und dann kommt die Roadshow-Fassung der Hateful 8 direkt so mit dem ersten Release?
      Eigentlich hätten wir wissen müssen, dass das nur ein Scherz sein kann. :uglylol:

      JosephWilliam schrieb:

      Und dann kommt die Roadshow-Fassung der Hateful 8 direkt so mit dem ersten Release? Eigentlich hätten wir wissen müssen, dass das nur ein Scherz sein kann. :uglylol:


      ja, und trotzdem will man das ja auch nicht so richtig wahr haben.
      ich weiß gar nicht, warum der Tarantino seine Fans so zappeln lässt. als Nerd weiß er doch selbst ganz genau, was wir wollen. und nun gibt´s nix. das is fies.

      mondsuechtiges schrieb:

      ich weiß gar nicht, warum der Tarantino seine Fans so zappeln lässt. als Nerd weiß er doch selbst ganz genau, was wir wollen. und nun gibt´s nix. das is fies.


      Ich weiß was Du meinst.

      Einerseits ist es fies, andererseits aber auch konsequent.

      Tarantino liebt das Kino. Das ist für ihn die Präsentationsart des Mediums Film. Dafür macht er Filme und darin sollten sie genossen werden.

      Mit der Roadshow Fassung von den H8 hat er das in meinen Augen nochmal unterstrichen. Eine extra Fassung für die großen Leinwände und Kinos, die noch mit Herz an die Sache gehen. Mit dieser Vermarktung verleiht er den Kinos wieder eine gewisse Exklusivität. Würde er diese Fassung dann auf Blu Ray veröffentlichen, ginge dieser Effekt flöten. In gewisser Weise ist es ähnlich zur Philosophie von James Cameron. Der macht zwar keine einzelnen Cuts exklusiv fürs Kino, dreht seine Filme aber so, dass sie dort am imposantesten wirken. "Avatar" z.B. hab ich nur zwei Mal auf meinem Fernseher gesehen - sollte er aber mit der Fortsetzung in XYZ Jahren nochmal ins Kino kommen, könnte ich mir durchaus vorstellen, nochmal ein Ticket zu lösen.

      Abgsehen davon ist ein Aspekt der Roadshow Fassung doch auch das 70mm Format. Die Bilder wirken nur im Kino in entsprechender Größe und ich wüsste auch nicht, wie das Bildverhältnis auf meinem Fernseher wirken würde.

      Einerseits find ich es schade, andererseits zolle ich Tarantino Respekt dafür, dass er seinen Beitrag dazu leistet, Kinos zu erhalten.
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      War anfangs ja wirklich skeptisch. Die Trailer haben mir überhaupt nicht gefallen, die Kritiken waren eher durchwachsen oder zumindest nicht so gut wie sonst, aber alle Sorgen umsonst. Tarantino hat mal wieder einen coolen Film abgeliefert, der mir wahrscheinlich sogar besser gefällt als seine beiden letzten. Gelungenes Kammerspiel mit Mr. Obercool Sam Jackson, der mir neben Jennifer Jason Leigh als herrlich durchgeknallte Südstaatlerin (genialer Akzent) am besten gefallen hat. Dem hätte ich sogar eine Oscarnominierung für seine Rolle gegönnt, denn da waren schon ein paar sehr stark gespielte Dialoge und Monologe dabei. Goggins ebenfalls super. Der Typ hat einfach das perfekte Gesicht für dreckige Western. Etwas uninspiriert fand ich dann lediglich die Rolle des Oswaldo Mobray. Meiner Meinung nach allerdings eher dem Drehbuch als Tim Roth geschuldet.

      Die weiter oben bereits mehrfach angesprochene Mischung aus Western und "Detektivfilm" hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. Dialoge schreiben hat Tarantino einfach drauf, so wirken dann drei Stunden auch nicht unbedingt wie drei Stunden. Der Humor saß bei mir nicht immer zu 100%, aber gefiel mir deutlich besser als bei "Django Unchained". Auch der hohe Splatteranteil erschien mir zunächst etwas unpassend (besonders Szene "Kaffee"), aber als ich angefangen habe, diese auch mit einem Augenzwinkern zu sehen, waren sie umso unterhaltsamer. Joa, was noch? Spannend war der Film dann obendrein auch noch. Alles da.

      Ansonsten halt klassisch Tarantino. Das fängt bei der Schriftart für die Credits und Postcredits an und hört mit der Einteilung der Story in Kapitel sowie der nicht chronologischen Erzählweise auf.
      Genial natürlich auch, dass tatsächlich der Maestro die Musik geschrieben hat. Gefiel mir gut, obwohl sie nur sehr dosiert eingesetzt wurde. Der Oscar sei ihm mehr als gegönnt.

      8,5/10

      Hat mir jetzt bei der Zweitsichtung sogar noch ein Tick besser gefallen! Ich empfand diesesmal das erste Drittel nicht so lange und und konnte dieses mal auch auf den O-Ton zurück greifen, was bei Tarantino-Filmen eigentlich immer von Vorteil ist. An Spannung und Witz hat der Film auch nicht verloren. Wertung steigt von 8 auf 9. BluRay-Kauf hat sich also defintiv gelohnt.
      Ich werde sicherlich nicht mehr Tarantino's größter Fan auf Erden, aber seine Filme unterhalten mich stetig und ich kann ihnen immer etwas abgewinnen, wobei er es mit den (langen) Laufzeiten zuletzt mMn etwas übertreibt. Auch machen sich für mich langsam ein paar Abnutzungserscheinungen in seinem Inszenierungs- und Drehbuchstil bemerkbar. Aber das ist trotzdem alles allemal noch besser als gefühlt 80% was sonst noch in einem Kinojahr erscheint.

      :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern2: :stern2: :stern2: - 7/10

      Quentin Tarantino trifft nach einer kleinen Durstrecke wieder voll ins Schwarze. Er erinnerte sich beim schreiben wohl wieder an seine "Reservoir Dogs". Und wie einfach er mal Meisterwerke aus dem Einfachen zauberte. Einflüsse von Alfred Hitchcock (mysteriöse Protagonisten in einem mysteriösen Haus) und Sergio Corbucci (bitterkalte Umgebung, getränkt in viel Blut) kamen noch hinzu. Sein eigener Stil darf auch nicht fehlen (wie beispielsweise die Erklärung wieso Kapitel 4 so heißt oder auch das Auftreten von Kumpel Sam Jackson). Und fertig ist das neue Meisterwerk, der 8. Film von Herrn Tarantino. Schauspielerisch wie eh und je alles weit im grünen Bereich. So richtig herausstechen kann keiner, weil irgendwie alle der Schauspieler ihren Part richtig rüberbringen. Wobei Jennifer Jason Leigh einem Tarantino-Narr so richtig schmecken dürfte. Wäre das Ende noch so radikal wie beispielweise in Corbuccis Meilenstein "Leichen pflastern seinen Weg" ausgefallen hätte ich mich möglicherweise sogar zu 10 Punkten überreden lassen.

      Erwähnenswert natürlich noch Ennio Morricone mit u.a. "L’Ultima Diligenza di Red Rock". Brillant. :thumbup: Jesus friert sich einen.

      9 / 10 schwarzen Riesen in weißen Mündern


      RTL zeigt Tarantinos Western "The Hateful 8" am 17. Dezember 2017 bei zur Primetime.

      ... “Dabei hat sich der Privatsender für den prominenten Sendeplatz um 20:15 Uhr entschieden, geht bei der Ausstrahlung aber einen recht ungewöhnlichen Weg. Denn man wird den Film in 2 Teile aufsplitten, welche dann auch zwei unterschiedliche Startzeiten haben werden.

      So wird man Vol. 1 auf den besagten Sendeplatz zur Primetime zeigen und Vol. 2 im Anschluss um 22:05 Uhr. Volume 1 wird dabei voraussichtlich in einer leicht gekürzten 12er-Fassung laufen. Volume 2 dann ohne Zensuren, welche dann "ab 16 Jahren" sein wird. Zumindest weist es RTL so in seinem Presseportal aus.

      Ohne die Splittung hätte man den mit einer FSK 16 freigegebenen Film ab 20:15 Uhr wohl nur ein einer stark gekürzten Version zeigen können. [...]”

      Link(Quelle): schnittberichte.com/ticker.php?ID=4334


      „Wonder Woman 2“

      1. November 2019

      Ich kann sie verstehen, da sitzen mehr Menschen vor der Glotze.

      Ob man das für sich selber befürwortet, muss man noch entscheiden. Ich hätte da keinen Bock drauf. Aber vielen wird es egal sein.

      Doof ist es für die, die ihn da gerne gesehen hätten, und zwar ganz. Auf die wird RTL dann gerne verzichten.

      Mir tat mein Hintern bei dem Film im Kino weh, also schaue ich ihn eh nicht. Mein Freund würde sich da auch enorm wehren, der fand den Film richtig langatmig (ich aber auch, nur nicht ganz so schlimm).