Arrival (Denis Villeneuve)

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    Es gibt 212 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von GregMcKenna.

      Hübsch. Das Steel dürfte bei mir auch im Briefkasten liegen. Das Sicario Steelbook habe ich ebenfalls :D Und Enemy ebefalls, aber da hast du ja das schicke Mediabook ^^

      Scholleck schrieb:

      Ich hoffe nur, mein Steel ist nicht defekt, dass wurde nämlich unverständlicherweise vom Amazon als Brief versendet...


      Die Befürchtung hatte ich auch, aber ich bin gerade nach Hause gekommen, und es ist alles heile. Ich hoffe bei dir auch ^^
      Ja ich hab Ende Januar auch für knapp unter 20 € zugeschlagen und dann war es auch eine ganze Weile nicht verfügbar aber gestern oder vorgestern gab es es nochmal kurz für 21,99 €. Ich würde die nächsten Tage aber nochmal danach schauen, vielleicht senden einige Erstbesteller es aus unerfindlichen Gründen wieder zurück.

      Anlässlich der Ankunft des Steelbooks, ließ meine Zweitsichtung nicht lange auf sich warten..

      Den Weg, den Villeneuve mittlerweile beschritten hat, sucht im 21. Jahrhundert wohl seinesgleichen. Seine Vita/Filmografie ist wirklich beeindruckend. LMA. Für mich bewegt er sich mittlerweile in Sphären, in welchen ein Nolan oder Fincher anzusiedeln sind und in manchen Aspekten ist er diesen sogar voraus. Wie bereits in Enemy, Sicario oder Prisioners der Fall, schafft es Villeneuve auch hier, mich bereits in den ersten fünf bis zehn Minuten vollkommen abzuholen und mich am Bildschirm kleben zu lassen.

      Invasionen, Survival und Schlachten gab es im Sci-Fi-Kontext bereits genug. Arrival nimmt die Geschichte primär dazu als Plattform, um das eigene, menschliche Wesen zu ergründen und stellt sich, trotz des ambitionierten Storyrahmens, im Kern einer ganz einfachen romantisch-philosophischen Frage. Arrival lenkt den Fokus in der Erzählung in erster Linie auf die Kommunikation/Interaktion mit den Besuchern und der damit einhergehenden Dramaturgie und Spannung. Und dieser Fokus zahlt sich aus und resultiert in einer konstant subitilen Atmosphäre und diesen gewissen Momenten, die den Zuschauer einfach in den Sessel pressen.

      Da macht es auch nichts, dass die gesellschaftlichen und politischen Reaktionen eher als beiläufige Gedankenspiele abgehandelt werden. Ebenso ein zünftiger Kniff: Der zunächst etwas standardisiert und konventionell erscheinende Storybackground der Protagonistin, entwickelt sich letztendlich zum Kernstück des Films. Darüber hinaus setzt sich das Werk auch in Sachen Design angenehm von Genre-Konventionen ab. Das Acting dabei souverän, der Schnitt feinfühlig wie geschickt und der Sound wuchtig und emotional. Neben Room, The Witch und Der Nachtmahr mein Favorit des Jahres 2016.

      9 / 10
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      Gestern nochmal den besten Film des vergangenen Jahres gesehen, und er hat absolut nichts von seiner Faszination verloren. Die Geschichte, die Villeneuve hier erzählt ist immer noch grandios, und gerade wenn man den Film schon kennt, nimmt man so manche Dialoge und Szenen völlig anders wahr. Dazu die Bildkomposition, der Score, die Darsteller, das Drehbuch, die intelligente Geschichte, der tolle Look innerhalb der Muschel, einfach alles an diesem Film ist nahezu perfekt, meine Begeisterung seit dem Kinobesuch im November 2016 ist ungebrochen und hat sich eigentlich noch verstärkt beim zweiten Schauen. Grandios.



      9,5/10
      :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :halbstern:
      Es gibt ja nicht viele Alieninvasions-/First Contact Filme, die auch etwas Hirn haben. Allerdings mag ich das Ende nicht besonders, weil es irgendwie die ganze Story um die Außerirdisch mehr oder weniger negiert, wie ich finde. Hätte man echt anders lösen können.
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      Ich fand es cool, dass man hier die Alienankunft über die Sprache gelöst hat und fand den Film solange spannend wie es um Linguistik und die (saudummen) Reaktionen der Menschen darauf geht. Aber dieses ganze Ding von wegen "Der Hellseher hat die Menschheit gerettet." fand ich komplett unpassend. Ich zumindest hätte mir einen weniger esotherischen Grund gewünscht warum die Aliens die Menschheit kontaktieren.


      7/10 Muscheln


      I am the Doctor!
      Doctor Who?
      Only the Doctor!




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      ​​​​​​​Ich fand gerade des Ende genial. Ich deute es so, dass die Sprache der Aliens kein einfaches Kommunikationsmittel ist, sondern Raum und Zeit aufhebt und dadurch alles parallel abläuft. So ergibt sich kein esoterischer Hellseherkram. Wer die Aliensprache beherrscht, kann quasi Ereignisse auf 3 Zeitebenen gleichzeitig verarbeiten.
      Geiz ist nicht geil! Kino dafür umso mehr...

      joerch schrieb:

      Daleron schrieb:

      Habe ich einen anderen "Arrival" gesehen? :headscratch: Ich fand da eigentlich so gar nichts esoterisch dran :huh:


      na so einen leicht esoterischen Touch hatte das Ende irgendwie schon - nicht extrem ausgeprägt oder so - aber in Ansätzen vorhanden..


      Ist jetzt bei mir schon etwas länger her, aber ich kann mich da nicht wirklich an Esoterik erinnern. Das war doch alles recht wissenschaftlich, thematisch gar vergleichbar mit Interstellar, wo auf ähnliche/gleiche physikalische Thesen zurückgegriffen wurde.

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      Wenn ich mich Recht erinnere geht es doch letztlich darum, dass die Zeit ja nicht linear verläuft, wir Menschen nehmen diese nur so wahr. Nach der Quantentheorie ist Zeit an sich ja ohnehin keine objektive Größe. Eigentlich existiert Zeit nicht, sie ist eine "Erfindung" der Menschheit. Davon ausgehend ist also Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft nicht zu trennen. Die Außerirdischen liefern letztlich nur den Schlüssel, damit Amy Adams das versteht und erkennen kann.


      Quantenphysik ist ja keine Estoterik, sondern Wissenschaft.

      (Auch wenn das für uns Laien mitunter so wirken kann. Aber für einen mittelalterlichen Menschen wäre auch ein Smartphone reinste Hexerei :D )

      Oder hab ich das Ende von "Arrival" jetzt einfach nicht mehr richtig aufm Schirm?

      Daleron schrieb:

      Ist jetzt bei mir schon etwas länger her, aber ich kann mich da nicht wirklich an Esoterik erinnern. Das war doch alles recht wissenschaftlich, thematisch gar vergleichbar mit Interstellar, wo auf ähnliche/gleiche physikalische Thesen zurückgegriffen wurde.


      Grundsätzlich 100 % richtig (auch ich hab den lange nicht gesehen).
      Aber der Umgang mit Zeit folgt nicht wirklich 100% schlüssig und versucht da schon so einen leichten Eso-Touch zu hinterlassen (also aus der erinnerung - muss den dann wohl doch noch mal gucken :) )

      Wenn ich mich recht erinnere ist auch in der Quantenphysik Zeit eine echte Größe - keine "Erfindung" - nur keine lineare, wie wir sie empfinden.

      Genießt die Stille.....

      joerch schrieb:

      Wenn ich mich recht erinnere ist auch in der Quantenphysik Zeit eine echte Größe - keine "Erfindung" - nur keine lineare, wie wir sie empfinden.


      Ja, deswegen habe ich das auch in Anführungsstriche gesetzt ;)

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      Zeit gesellt sich dabei als vierte Dimension in den dreidimensionalen Raum. Beides ist nicht getrennt zu betrachten, sondern eben die Raumzeit. Dank Einstein wissen wir, dass je nach Position (und Geschwindigkeit) des Betrachters, Zeit eben anders verläuft. Zeit ist relativ ist ja nicht nur ein Spruch, sondern wissenschaftlicher Fakt. Tatsächlich ist die darauf aufbauende, weitergedachte These von einer Nichtexistenz bzw. gleichzeitiger Existenz von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ein Themenfeld, dass Physiker und Philosophen sich teilen (bei Interesse google mal nach "Blockuniversum"). Vielleicht ist es dieser philosophische Beiklang das, was als Esoterik missverstanden wird.


      Aber wie gesagt, müsste den Film ohenhin nochmal sehen, um da jetzt genauer urteilen zu können. Meine Erinnerungen an das Ende sind da nicht mehr die frischsten.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Daleron“ ()