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Everest (Brolin, Gyllenhaal, Worthington)

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    Es gibt 50 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von The Fiend.

      mochte ich schon im Kino sehr gern.
      am We nochmal mit der neuen Soundanlage zu Hause geschaut. fetzt immer noch, aber der 3D-Effekt fehlt mir überraschenderweise nun doch ein wenig. im Kino in den Abgrund zu schauen oder mitten im Schneegestöber zu sitzen, hatte schon was.

      ansonsten macht der Film aus klettertechnischer, sportlicher und dramatischer Sicht meiner Meinung nach alles richtig. besonders wichtig sind mir hier immer die Charaktere. wenn die mich anpissen oder langweilen, hat der Film schon verloren. will ja um deren Leben fiebern. und das tat ich. auch ein 2. Mal.

      8/10
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      der 3D-Effekt war im Kino auch echt nochmal ein Gewinn, weil man da die Höhen bzw. Tiefen besser fühlen konnte. war schon schick, auch zwischen den Stürmen zu sitzen. aber das ist verschmerzbar.
      Everest beruft sich auf klassische Tugenden des Abenteuer-Dramas. Und diese Rechnung geht auf. Das namhafte Ensemble konnte die relativ banalen Backgrounds der Figuren auffangen und ihnen genug Profil geben, um zum Mitfiebern anzuregen. Dramaturgisch geht man ebenso bewährte Wege, während das fulminante Berg-Setting den Rest macht. Ein rundum solides Mensch vs. Natur-Spektakel. Kann man so machen.

      7 / 10






      Ich habe mir den Film jetzt zum zweiten Mal angesehen, da er nochmal am WE auf Sky kam. Er funktioniert jetzt für mich besser, als noch vor einem Jahr. Liegt vermutlich daran, dass ich den Film noch etwas aufmerksamer verfolgt habe, als beim ersten Mal und da ich mir in der Zwischenzeit viele Dokus zu dem Ereignis von 1996 angesehen habe. Der Film ist hochgradig besetzt. Hier und da, hätte man noch mehr in die Tiefe gehen können und vlt. nicht so an der Oberfläche kratzen sollen. Das hätte die Menschen, Entscheidungen und die dramatischen Ereignisse noch intensiviert. Um ehrlich zu sein, weiß ich auch nicht, warum ich mich so für den Everest interessiere. Ich habe nix mit Bergsteigen am Hut. Vielleicht liegt es schlicht und ergreifend daran, dass ich nicht verstehe, wie man sein Leben (so sinnlos) in Gefahr bringen kann. Meines Erachtens, hat dort oben eh niemand was zu suchen. Oder anders formuliert, nicht so ein Massentourismus, der seit Jahrzehnten anhält.
      Was ich mir noch gewünscht hätte, dass Kormakur auch den kritischen Zeigefinger gehoben hätte und noch auf die Probleme rund um den Everest hingewiesen hätte, z.B. Massentourismus oder Umweltverschmutzung. Trotz allem, bekommen wir hier ein sehr drastisches Drama, was sich dort oben auf dem Dach der Welt abgespielt hat und seinen Konsequenzen. Die einzige Person, mit der ich nicht so warm werde, ist Jake Gyllenhaall´s Darstellung von Scott Fischer. Da fehlt mir eine gewisse Ernsthaftigkeit seiner Person.

      Ich werde mir irgendwann mal das Buch von Jon Krakauer zulegen und lesen.

      Auf jedenfall empfehlenswert.

      9,0 von 10

      The Fiend schrieb:

      Ich werde mir irgendwann mal das Buch von Jon Krakauer zulegen und lesen.


      Sehr gutes Buch. Habs 2mal gelesen. Allerdings berichtet er stellenweise auch recht einseitig. Seine persönliche positive, fast freundschaftliche Nähe zu Rob Hall läßt ihn parteiisch werden. Hab ergänzend dazu auch das Buch von Bukrejew gelesen, der als Bergführer für Fischer gearbeitet hat. Ebenfalls ein sehr gutes Buch dass die Ereignisse in einem anderen Licht erscheinen läßt.
      Erfahrung ist eine sehr nützliche Sache. Bedauerlicherweise macht man sie immer erst, kurz nachdem man sie gebraucht hätte....
      Ja, allerdings weiß ich nicht mehr wie detailiert. Das Buch las ich vor über 15 Jahren, hab beide dieses Jahr zwar als Urlaubslektüre mit 2 anderen noch in der Hand gehabt, es aber nicht geschafft zu lesen. Ich weiß aber noch, dass Bukrejew von irgendeiner Bergsteigervereinigung für die Rettung an jenem Tag ausgezeichnet worden war. Das wäre wohl nicht der Fall gewesen, wenn er so egoistisch vorgegangen wäre wie in Krakauers Beschreibung.

      Was er auch öfter praktiziert hat, ist in der Vorbereitungsphase mehrere Male vom Basislager ins Tal zu steigen und wieder hoch. Das dient der besseren Aklimatisierung in der Höhe (höhere Sauerstoffanreicherung im Blut glaub ich). Das wurde ihm von Krakauer scheinbar auch negativ ausgelegt. Vielleicht war aber genau das der ausschlaggebende Grund warum er noch die Reserven hatte um die Leute in der Sturmnacht runterzbringen.
      Erfahrung ist eine sehr nützliche Sache. Bedauerlicherweise macht man sie immer erst, kurz nachdem man sie gebraucht hätte....