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Who Am I - Kein System ist sicher (Tom Schilling, Elyas M'Barek)

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    Es gibt 24 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Burning.

      Who Am I - Kein System ist sicher (Tom Schilling, Elyas M'Barek)

      Who Am I - Kein System ist sicher



      Kino-Start (D):
      25.09.2014

      Studio/Verleih: Sony Pictures Releasing GmbH

      Regie: Baran bo Odar

      Produzent(en): Max Wiedemann, Quirin Berg, Justyna Müsch

      Drehbuch: Baran bo Odar, Jantje Friese

      Kamera: Nikolaus Summerer

      Musik: Boyz Noize, RoyalBlood

      Genre: Thriller

      Darsteller: Tom Schilling, Elyas M’Barek, Hannah Herzsprung , Wotan Wilke Möhring, Antoine Monot, Jr., Trine Dyrholm

      http://www.whoami-film.de/site/




      Inhalt:

      Benjamin
      (TOM SCHILLING) ist unsichtbar, ein Niemand. Dies ändert sich
      schlagartig, als er plötzlich den charismatischen Max (ELYAS
      M'BAREK) kennenlernt. Auch wenn beide nach außen nicht
      unterschiedlicher sein könnten, so eint sie doch dasselbe Interesse:
      Hacken. Gemeinsam mit Max' Freunden, dem impulsiven Stephan (WOTAN
      WILKE MÖHRING) und dem paranoiden Paul (ANTOINE MONOT), gründen sie
      die subversive Hackergruppe CLAY (CLOWNS LAUGHING @ YOU). CLAY
      provoziert mit Spaßaktionen und trifft den Nerv einer gesamten
      Generation. Zum ersten Mal in seinem Leben ist Benjamin ein Teil von
      etwas. Und sogar die attraktive Marie (HANNAH HERZSPRUNG) wird auf
      ihn aufmerksam. Doch aus Spaß wird plötzlich Ernst, als die Gruppe
      auf das Fahndungsraster von BKA und Europol gerät. Gejagt von der
      Cybercrime-Ermittlerin Hanne Lindberg (TRINE DYRHOLM), ist Benjamin
      jetzt kein Niemand mehr, sondern einer der meistgesuchten Hacker der
      Welt.
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      Hatte den Trailer letztens vor "Lucy" gesehen, und fand den sogar so gut das ich wohl das erste mal seit meiner Kindheit wieder in Erwägung ziehe bei einem Deutschen Film ins Kino zu gehen. Außerdem stehe ich auf die neuartigen Deutschen Filme die ein wenig diesen Hollywood Flair haben. Fand schon Berlin bei "Wir sind die Nacht" als Kulisse toll. Aber auch bei dem ein oder anderen Hollywood Film ist die Stadt als Kulisse Klasse. Auch sagen mir hier die Darsteller zu, auch wenn ich bei dem einen immer an die Werbung denken muss. ;)
      Soho... heut lief "Who Am I" in der Sneak.

      Deutsche Kost ist für mich generell mit starkem Misstraun geprägt aber Who Am I ist deutlich besser gewesen, als meine Erwartung.
      Vorweg: Nach dem Trailer war ich begeistert und habe mich gefragt, ob der Film ähnlich unkonventionell wird, wie der Trailer gemacht wurde. In den derzeit laufenden TV-Trailern sieht man, dass es nicht wirklich immer der Fall ist und da war ich schon abgeneigt, den Film heute zu gucken. Zum Glück irrte ich.

      Die Story ist schnell erklärt:
      Benjamin Engel (Tom Schilling) wird von niemandem beachtet, er ist einfach der Typ, der in der Schule nicht auffällt - höchstens als Nerd. Im Film passenderweise sogar so geschmückt, dass er so unauffällig sei, dass er nicht einmal verprügelt wurde. Langweiliger Job, keine Freundin, kommt nicht aus sich raus, lebt das Leben nicht - aber kann Maschinensprache lesen (oh jeah.... als Informatiker war ich durchwegs beim Film kurz vor der klassischen "Facepalm"). Dann trifft er bei "Arbeiten" auf den jungen Max (M'barek), der ihn in seine Welt der Cyberkriminalität bringt.

      Die beiden arbeiten mit zwei anderen Kollegen Max' zusammen und bilden das Hacker-Netzwerk "CLAY - Clowns Laughing At You", um die Gunst der Hacker-Ikone "MRX" zu erlangen.

      Mehr will ich nicht erzählen, denn der Film hat einen verdammt guten Twist am Ende und der lohnt extrem! Ja, da mag ich sagen, dass diese Idee den Film unter Deutschen Filmen, die eher Twist-Armut aufweisen, deutlich hervorhebt.

      Was mir nicht gefiel: Alle Figuren bis auf Tom Schilling sind extrem blass gezeichnet. Soll heißen: Da hätt der Frauen-Magnet M'barek nicht vor der Kamera stehen müssen. Aber diesen gabs wohl wie gesagt für die Frauen. Der Grund hierfür kann natürlich da drin liegen, dass die Story im Rahmen einer Nacherzählung durch Benjamin stattfindet. Also dann doch irgendwie verkraftbar.

      Sehr gelungen war der progressive Elektro-Soundtrack, der mitunter von Boys Noize gemacht wurde. Die Schnell-Szenen-Wechsel, die es wie im Trailer auch teilweise zu sehen gibt, sind dadurch sehr eindrucksvoll gestaltet. Apropos Gestaltung: Das Darkweb im Form einer U-Bahn darzustellen ist eigentlich genau perfekt gewesen! Und hier gibt's kein "Aber". Die Idee ist einfach kräftig und stellt für den Zuschauer den "Sachverhalt" genial dar.

      Abzüge in der B-Note gibt's nun aber nur deswegen, weil eben stellenweise pseudowissenschaftlich rangegangen wurde und einiges stark konstruiert wirkte. Entweder ist der BND im Film einfach unfähig - okay, war er in neuester Zeit ja auch tatsächlich - oder man wollte den Film nicht unterbrechen, da die Ermittlungen mit genug Mühe doch sehr einfach gewesen wären, um die Bande zu schnappen...

      Jetzt mag sich der geneigte News-Zuschauer fragen, wie es beim Film zum Thema Politik steht. Ich glaube zumindest nicht, dass der Film versucht in irgendeinerweise stark zu polarisieren und/oder zu kritisieren, aber ich kann es dem Film nicht vorwerfen, falls er dies, wie ich denke, nicht tut. Dadurch wird weniger Moralkeule geschwungen, was zumindest bei mir die Unterhaltung steigert.

      Und in genau dieser Hinsicht funktioniert "Who Am I" erstaunlich gut! Gute Spannung, ein guter Hauptdarsteller und eine Priese Humor dazu!

      8/10 ASCII Unicode - Symbole

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von „Kaibear“ ()

      Kaibear schrieb:

      Mehr will ich nicht erzählen, denn der Film hat einen verdammt guten Twist am Ende und der lohnt extrem gut. Ja, da mag ich sagen, dass die Idee den Film unter Deutschen Filmen, die eher Twist-Armut aufweisen, deutlich hervorhebt.

      Darf ich fragen, woraus der Twist besteht? Kannst mir auch ne PN oder so schicken. :)

      "You're fighting a war you've already lost."
      "Well, I'm known for that."
      Zum Twist, für andere Interessenten dieser Info.

      ABER WARNUNG: IHR VERSAUT EUCH WOHLMÖGLICH DEN FILM DAMIT!
      ABER WARNUNG: IHR VERSAUT EUCH WOHLMÖGLICH DEN FILM DAMIT!
      ABER WARNUNG: IHR VERSAUT EUCH WOHLMÖGLICH DEN FILM DAMIT!
      ABER WARNUNG: IHR VERSAUT EUCH WOHLMÖGLICH DEN FILM DAMIT!


      Spoiler anzeigen
      Wie oben gesagt, ist der Hauptteil der Geschichte eine Nacherzählung durch Benjamin beim BND. Dort erläutert er Hanne, Oberste Verantwortliche der Abteilung Cybercrime von Europol, seine Geschichte. CLAY - Benjamin, Max, Paul und Stephan - haben anfangs nur Späße gemacht: Hochhaus hacken und da Schriftzuege durch angeschaltete Zimmer erzeugen, eine Parteiversammlung der NBP (NPD) sabotieren etc. Alles um die Gunst von MRX zu erlangen. Aber das gelingt nicht, also hacken sie den BND. Dabei entwendet Benjamin vertrauliche Daten über einen Hacker namens Krypton bei der russischen Cybermafia "FR13ND5". Diese Daten schickt er an MRX, damit dieser sie beachtet. Leider wird am nächsten Tag eben dieser Hacker tot aufgefunden, da er V-Agent bei FRIENDS war, was aus den Daten hervorgeht. CLAY merken nun, dass sie in eine Domäne abdriften, die zu heiß für sie ist. Plan: MRX und FRIENDS auffliegen lassen, um in Sicherheit zu sein. MRX verlangt von CLAY Europol zu hacken, um bei den Großen Jungs mitzuspielen.

      Unter einem Vorwand gelingt das, doch schafft es MRX die Identität von Benjamin auffliegen zu lassen, welcher nun von zwei russichen Mafia-Agenten durch Den Haag gejagt wird. Um den Rest von CLAY zu informieren, rennt er ins Hotelzimmer und findet die Leichen der anderen Mitglieder vor. Er stellt sich nun dem BND und will MRX für den BND lokalisieren, damit er, Benjamin, ins Zeugenschutzprogramm kommen kann.

      Es gelingt, doch kommen Hanne Zweifel an der Geschichte Benjamins. Sie recherchiert und findet heraus, dass Benjamins Mutter eine multiple Persönlichkeitsstörung hat und Benjamin diese wohlmöglich geerbt hat und Paul, Max und Stephan nur Manifestationen bestimmter Persönlichkeitsbilder sind. Dies wird in einem Flashback ins Hotelzimmer klar, als Benjamin das Zimmer leer vorfindet, anstatt die Leichen, wie erzählt, gesehen zu haben. Da nun der Deal mit dem Zeugenschutzprogramm hinfällig ist, weil Benjamin wohl unter einer Geisteskrankheit leidet, hat Benjamin Angst um sein Leben, da er in einem Gefängnis vogelfrei für die russische Mafia wäre.

      Er appelliert an die Menschlichkeit und das Mitgefühl von Hanne. Diese gewährt im 5 Minuten im Serverraum des BNDs für das Zeugenschutzprogramm und lässt ihn frei.

      Die letzten Szenen finden auf einer Fähre statt. Ein blondgefärbter Benjamin steht an Deck und Paul, Max und Stephan und sogar Marie (diese half bei Rechtsfragen zum Zeugenschutzprogramm) stoßen zu ihm dazu. Es gibt wieder einen Flashback zum Hotelzimmer. Benjamin findet alle noch lebendig vor und warnt sie. Nun hecken alle 4 den Plan aus, dass Benjamin sich als geisteskrank darstellt, um Zugang zum Zeugenschutzprogramm beim BND zu bekommen, um sich dort einzuhacken und jedem eine neue Identität zu verschaffen.


      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „Kaibear“ ()

      Bin mittlerweile ganz überrascht, dass die Deutschen immer öfter interessante Filme ins Kino bringen.

      Der Film hat Spaß gemacht. Gute Story und gut inszeniert. Dazu gut recherchiert. Zumindest größtenteils. Ob jemand wirklich Maschinensprache lesen kann, sei mal dahingestellt. Darsteller haben auch gefallen. Besonders Tom Schilling. Und sogar das Ende war sehr gelungen.

      8.5/10

      sladge schrieb:

      Du wolltest doch nur sichergehen das der Twist nicht der gleiche ist wie bei Eurem Drehbuch, stimmts?

      Die Story klingt vom Grundsatz her relativ nach dem, woran ich im Moment alleine werkle. Allerdings entwickelt sich die Story dann doch ganz anders - ich kann also weitermachen. :)

      "You're fighting a war you've already lost."
      "Well, I'm known for that."
      "WHO AM I" ist ein erfrischender deutscher Genrebeitrag, der einfach nur Spaß macht. Spannung, Witz, skurrile Charaktere, treibender Soundtrack und eine Geschichte zeigt. Die erste Stunde ist so ziemlich das beste, was ich im deutschen Thriller gesehen habe die letzten Jahren. Die Musik ist sehr atmosphärisch und intensiv, wobei klar Trent Reznors Soundtrack von "The Social Network" Vorbild stand. Generell kann man sagen, dass der Film sehr von amerikanischen Filmen beeinflusst ist, aber das positiv benutzt und paar deutsche Eigenheiten zeigt. Eine schöne Symbiose! Das Ende ist auch gelungen, wobei es auch diskussionswürdig ist. Unbedingt anschauen!

      Wer den Film gesehen hat, erkläre mir diese Erklärung des Charakters:

      Spoiler anzeigen

      Es geht um Hanne Lindberg, sie wird als die ultrakalte Badass Cop etabliert und hilft am Ende Tom Schilling? WTF? Kann mir das bitte einer erklären?

      Einzige Erklärung für mich wäre, dass sie unbedingt Gewissheit haben wollte, dass der Trick so ist, wie er auch war. Das die anderen keine Einbildung waren, doch dann verstehe ich nicht. Wieso sie nicht die anderen gesucht hat.

      Mit dieser Entwicklung hab ich ein dickes Problem!



      Außerdem hat man es sich im letzten Drittel zu einfach gemacht mit einigen Szenen:

      Spoiler anzeigen

      In der U-Bahn geht der Mann zwar in seine Richtung, aber schaut nicht um die Ecke.
      Im Büro schaut Lindberg nicht einmal unter die Schreibtische?
      Der Wachmann lässt Tom Schilling einfach so rein und lässt ihn tortz Skepis machen und shcuat nicht mal unter dem Tisch?


      Eigentlich ist mir sowas eher weniger nervend, aber hier wurde das in 20 Minuten so häufig benutzt, dass war mir viel zu einfach.

      Was denkt ihr?
      Mein Letterboxd Profil: letterboxd.com/patrick_suite/

      DerPat schrieb:


      Wer den Film gesehen hat, erkläre mir diese Erklärung des Charakters:

      Spoiler anzeigen

      Es geht um Hanne Lindberg, sie wird als die ultrakalte Badass Cop etabliert und hilft am Ende Tom Schilling? WTF? Kann mir das bitte einer erklären?

      Einzige Erklärung für mich wäre, dass sie unbedingt Gewissheit haben wollte, dass der Trick so ist, wie er auch war. Das die anderen keine Einbildung waren, doch dann verstehe ich nicht. Wieso sie nicht die anderen gesucht hat.

      Mit dieser Entwicklung hab ich ein dickes Problem!



      Außerdem hat man es sich im letzten Drittel zu einfach gemacht mit einigen Szenen:

      Spoiler anzeigen

      In der U-Bahn geht der Mann zwar in seine Richtung, aber schaut nicht um die Ecke.
      Im Büro schaut Lindberg nicht einmal unter die Schreibtische?
      Der Wachmann lässt Tom Schilling einfach so rein und lässt ihn tortz Skepis machen und shcuat nicht mal unter dem Tisch?


      Eigentlich ist mir sowas eher weniger nervend, aber hier wurde das in 20 Minuten so häufig benutzt, dass war mir viel zu einfach.

      Was denkt ihr?


      Spoiler anzeigen
      Nun,

      die Sache mit Hanne und dem Helfen stell mir einmal so vor, dass ja Schillings Figur ja alles über sie herausbekommen hat und ihr das auch vorgehalten hat. Von wegen Einsamkeit und Fehlgeburten. Ich nehme mal an, dass sich hier nach ihren Erkundungen in sein Privatleben - nach dem Verdacht - einfach Empathie gebildet hat. Sie konnte im Nachhinein wohl moralisch nicht mit sich vereinbaren, dass Benjamin sozusagen vogelfrei wird. Dass sie der Spur der anderen nicht nachging, liegt einfach dran, dass Benjamins Geschichte eben so lückenhaft war - er kannte die Namen nicht, keine Leichen im Hotel etc. - dass sie von einer psychischen Erkrankung ausging.

      Das im Nachhinein, nach ihrer Ehrung genannte, dass man sicher rausbekäme, dass Benjamin nicht nur eine neue Identität geschaffen hat, wurde auch auf Deck noch aufgeklärt: Sie hat ihre Rehabilitation und er - Benjamin - ist weg und macht keinen Ärger mehr. Alle gehen nun getrennte Wege. Ende.

      Das was du mit der Ubahn und dem Büchereikram unter den Tischen meinst, ist mir aber auch aufgestoßen. Die Ubahn war da weniger schlimm, da ja gerade der Zug ankam und er dann glaub ich von seinem Kollegen gerufen wurde. Aber das mit der Bücherei... *Facepalm*

      Die Sache mit dem Wachmann fand ich aber trotzdem noch gut inszeniert, wegen eben der Sache mit den "Schlägen vom Vater". Psychologisch gesehen war der Wachmann wohl aufgeregt nicht erwischt zu werden, weshalb wohl nicht unter den Tisch geguckt wurde.

      Nachdem ich aus Müdigkeit die Pressevorführung ausgelassen habe (ja, ich schlafe gerne mal länger als 12:30 Uhr... Student muss man eben sein ^^), bekam ich von den Kollegen geschimpft und habe heute den Film nachgeholt. Und erst mal zur Vorstellung an sich: Meine Güte, lief da viel Werbung. BEstimmt an die 40 Minuten. Das war zwar früher auch schon so, aber ich hatte es nicht so nervend in Erinnerung. Nächstes Mal verzichte ich lieber wieder auf Schlaf. X/

      Zum Film: Bis auf Antoine Monot Jr. (Paul, wirkte wie einer von RTL) fand ich die Schauspieler schon mal super, vor allem Tom Schilling kommt als Benjamin und Außenseiter extrem authentisch rüber. Die Geschichte wird in einem flotten Tempo erzählt und es gibt zum Glück ab und zu ein wenig Humor, der die Spannung, die der Film permanent durchzieht, etwas lockert. Außerdem gefiel mir das Wechselspiel zwischen Erzählung und Gegenwart, was vor allem das Ende viel glaubwürdiger machte.

      Spoiler anzeigen
      Erst war ich genervt, dass es wieder ein Schizofilm ist, doch ich wurde zu meiner Überraschung eines Besseren belehrt.

      Allerdings sind auch mir einige Szenen übel aufgestoßen, aber die wurden hier schon genannt:
      Spoiler anzeigen

      - Typ mit der Knarre guckt nicht um die Ecke, sondern starr geradeaus gegen die Wand, bis letztendlich die Bahn kommt.
      - Benajmin versteckt sich unter dem Tisch und niemand sieht nach.
      - BND ist begehbar und niemand läuft dort herum? Schon arg überzogen.
      - Besucherkarte fällt auf den Boden. Außerdem muss man überall Besucherausweise direkt vor dem Verlassen des Geländes abgeben - erst recht bei Europol. Warum hat man nicht eine normale Zugangskarte geklaut? Wäre besser gewesen.

      Das hat das Gesamtbild ganz schön getrübt, da ich vom Rest echt begeistert war. So kommt "Who Am I" bei mir nur noch auf

      :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern2: :stern2:
      8/10
      Gerade aus dem Kino gekommen.
      Meine Meinung: Sehr positiv überrascht! Der Trailer hat schon gezeigt, in welcher Liga die Inszenierung spielt.
      Und der Film hat definitiv gehalten, was der Trailer versprochen hat.

      Tolle Besetzung, 1A-Spannung, keine Langeweile, verständlich dargestellt und simpler, aber netter Twist.
      Gerade die Veranschaulichung der "Chat-Szenen" war sehr beeindruckend. Auch der Soundtrack von Boyz Noise bleibt einem im Gedächtnis:


      Ich war jemand, der immer mit einem belächelnden Auge auf deutsche Filme geblickt hat. Aber WHO AM I zeigt, dass auch wir hochwertige Produktionen abliefern können. Von meiner Seite aus: Eine dicke Empfehlung.

      :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern2:

      9/10 von mir :)
      Der ADHS-Schüler in der derzeitigen Filmklasse. Muss dauernd irgendwohin gucken, kann nicht stillhalten, macht immer irgendwas und hört dabei Techno und wirft sich Ritalin ein. Allerdings ist dieser Kerl kein besonders guter Schüler. Eigentlich. Denn er ist ... reichlich fremdinspiriert. Reichhaltig bedient man sich bei "The Prestige", "Fight Club", "Social Network", "Watch_Dogs", "V wie Vendetta", die Geschichte um den deutschen Hacker Tron. Fincheresk und Nolanesk will man sein. Originalität sucht man bei diesem Film mit der Lupe. Allerdings muss man sich auch eingestehen: Der Film macht das außerordentlich gut. Die Versatzstücke werden passend aneinandergefügt und ergeben ein stimmiges Ganzes. Man mag sagen "Lieber gut geklaut als schlecht selbst gemacht" und irgendwie trifft das zu. Die Inhalte sind allesamt recht bekannt und nicht neu - dafür aber lässt die Optik einen vergessen, dass wir es hier mit einem deutschen Film zu tun haben. Das kann man schon mal als Errungenschaft gelten lassen. Das Voice-Over nervt zwar teilweise doch mit seiner Beliebigkeit stark und die Nebencharaktere Paul und Stefan könnten deutlich besser ausgebaut sein aber aufgewogen wird das mit dem Mut, ein offenes Ende zu kreieren - und das ist bei Filmen deutscher Natur doch sehr selten. Jedenfalls sollte Odar so weitermachen, sich vielleicht sogar selbst noch etwas mehr (zu)trauen.

      Übrigens - bemerkenswerte Parallele zu "Interstellar" - drückt sich der Film um sein Thema "Hacken" mit vielen Taschenspielertricks geschickt. Anstatt wirklich zu hacken, wird hier "Social Engineering" betrieben. Das wird zumindest schlüssig erklärt und ist daher okay. Es fällt aber trotzdem auf, dass in einem Film um Hacker kaum gehackt wird.

      7 von 10 Zuckerstücken

      :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern2: :stern2: :stern2:

      "You're fighting a war you've already lost."
      "Well, I'm known for that."

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „GregMcKenna“ ()

      Obwohl ich wirklich nicht der größte Fan von deutschen Filmen bin,
      musste ich mir Who am i wegen der positiven Kritiken anschauen und
      wurde nicht enttäuscht

      Anfangs braucht er zwar um etwas in die Gänge zu kommen aber dann wirds
      spannend, was auch größtenteils an der coolen Cyberstory und den gut
      aufgelegten Darstellern liegt

      Allen voran Tom Schilling der den Looser,der zum aufstrebenden Hacker mutiert, sehr überzeugend spielt Elias MBareck gewohnt lässig und charismatisch wie immer ^^ und Wotan Wilke Möhring ist ungewohnt crazy

      Der Soundtrack war ganz ordentlich und überhaupt vom visuellen bzw. Look
      kann sich der Film mit aktuellen Hollywood Produktionen durchaus messen aber zum Schluss gibt's noch einen grossen Knall mit Wtf...Moment der sich gewaschen hat denn wie im Film erwähnt, sieht der Mensch nur das, was er sehen will...

      8/10
      Im Zuge vermehrter, positiver Erfahrungen mit nationalen Produktionen in der letzten Zeit, habe ich mich nun ebenso an "Who Am I" versucht. Zwar kein übermäßiges Highlight in meinen Augen, aber doch sehenswert, denn der Film macht sein Ding soweit ganz gut. Der Film ist schnell, laut und feiert ungeniert seinen auf Hollywood polierten Style. Nicht unbedingt das, was ich unbedingt vom deutschen Film erwarte, aber sofern der Film ein paar Türen öffnet, die womöglich die deutsche Kinolandschaft verändern/aufwerten können, soll mir das mehr als recht sein.

      Die Darsteller lösen ihre Jobs solide und da Geschichte und Inszenierung kaum an Durchschnaufphasen interessiert sind, kehrt man die eine oder andere Schwäche geschickt unter den Teppich. Die großen Adrenalinschübe verpasste mir "Who Am I" nicht (was zudem daran liegen mag, dass ich nun kein großer Freund von Cyber/Hacker-Thrillern bin), doch die Unterhaltung war da, zumal das Ende nicht ohne Effekt blieb. Zwar kein filmisches Update, aber dennoch das Geschehen merklich aufwertend. Kann man sich durchaus ansehen.






      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Bavarian“ ()