ANZEIGE

John Wick

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklärst du dich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    Es gibt 53 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Gambit.

      Haja. Schwerfälliger aber okayer Anfang, ab dann gehts im Dauerfeuermodus und mit düsterem Postrock unterlegt von A nach B, zwischendurch schaltet man X, Y und noch mal X aus. Keanu trägt Schwarz, die Stadt trägt Neon und die Bösen sprechen Russisch. Eigentlich ein Film aus den 80ern, ca. 30 Jahre zu spät. Macht aber trotzdem Laune, weil das Action-Ballett gelungen herumtanzt und somit genug Schauwerte bietet. Das Script hat mehr als nur eine Schwäche in Sachen Pacing aber gerade bei der starken Stunt-Arbeit sei das verziehen. Für ein Regiedebüt gar nicht übel, zumal die "Taken"-Reihe ja mittlerweile den Platz der harten Action auf dem Markt freigemacht hat. John Woo trifft Bryan Mills, Topper Harley trifft die schwarze Serie. Neo-Noir trifft Ein-Mann-Armee-Actioner. Belanglos aber unterhaltsam.

      6 von 10 Bleistifte

      :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern2: :stern2: :stern2: :stern2:

      "You're fighting a war you've already lost."
      "Well, I'm known for that."
      ANZEIGE
      Selten so einen geradlinigen Film gesehen: Da gibt's echt nahezu Null Nebenplots oder andere Einschübe.

      Nach Liam Neeson ("Taken 1-8000"), John Travolta ("From Paris with love"), Kevin Costner ("3 Days to kill") und Sean Penn ("The Gunman") darf jetzt auch Keanu Reeves als überlegener Killerprofi nochmal die Abfahrt vor der Leinwand-Versenkung nehmen und im Prinzip dieselbe Figur/Story durchziehen. Wobei man sagen muss, das Keanu Reeves zumindest optisch immer noch locker als Mitt-30-Jähriger durchgehen könnte - keine Ahnung, wie der gute Mann das anstellt.

      Normalerweise ist man es ja zu tausenden Actionfilmen gewohnt, das Frau/Tochter entführt oder getötet wird, um den nachfolgengen Rachetrip-Amoklauf zu rechtfertigen. Deswegen klang die ganze "Hunde"-Story für mich beim ersten Hören schon fast nach einem K.O.-Kriterium aber siehe da: Auch wenn es eigentlich nur dasselbe in bunt ist, kann sogar so eine kleine Variation schonmal etwas "frische" Abwechslung bringen. Zumindest ich fand es im fertigen Film nicht lächerlich und verdammt... der Hund war ja auch mal so verflucht sweet.

      "Taken trifft "Drive": Die Disco-Szene ist auf jeden Fall das Highlight des Films und auch ansonsten hat er ein paar schöne kleine Einfälle:
      Spoiler anzeigen
      Das "Hotel" für Auftragsmörder


      Die Action ist mMn sehr gut eingefangen und ein schöner Mittelfinger an die "Taken"-Fortsetzungen, das man Action nicht per Shaky-Cam suggerieren muss - man braucht eben nur auch einen Darsteller, der entsprechende Einlagen absolvieren kann. Und da merkt man wieder die Qualität von Reeves: Er mag zwar mimisch keine Kunststücke vollbringen (wahrscheinlich deswegen die faltenreie Haut) - aber in Sachen Action liefert er von allen oben genannten Herren am besten ab.

      Rutscht zwar auch in unvermeidliche Action-Klischees:
      Spoiler anzeigen

      -Wenn der Vater so sehr um die Gefährlichkeit von Wick weiß, warum dann wieder das alte James Bond-Klischee rausholen, den gefangen Guten nicht direkt kaltzumachen, sondern erst noch ausufernd mit ihm quatschen?

      -Die Szene mit dem Geld-des-Bösen-Verbrennen hat man eben auch schon in letzter Actionfilm-Zeit häufiger gesehen und verfehlt daher die Wirkung, bzw. wirkt entsprechend ausgelutscht. Dafür war die Idee mit dem Kirchen-Versteck ganz nett.

      - Wenn Willem Dafoe DER Meisterkiller neben Reeves ist, wieso können die Bösen ihn am Ende so "locker-leicht" finden und überwältigen? Klar, sind sie in der Überzahl - aber wenn sie ihn so lässig kaltstellen, wieso stellen sie sich bei Wick dann konträr so dämlich an?


      Und so weiter und so fort - aber hey, das ist auch erzwungenes "Haar in der Suppe"-Suchen. Es ist ein schöner, straighter Actionfilm, der mir in Zeiten von "Fast & Furious 572" absolut zusagt. Fortsetzung kann gerne her, dann aber bitte nicht auf "Taken-Sequel"-Niveau.
      Sehr schönes Fanmade Poster



      Die sollen einfach Fans einstellen, um die Poster zu Filmen zu machen :D

      Scholleck schrieb:

      Gefallen mir persönlich beide ziemlich gut. Werde beim günstigsten zuschlagen. :thumbup:

      Mir gefällt dieses s/w-Cover nicht, weil es nicht zum Film passt. So einen farbenintensiven Film musst du auch entsprechend neonartig einfärben. Das Fanmade-Poster hätte ein hübsches MB abgegeben. Die günstigste Variante ist natürlich das Steel. :D Ich hätte vermutet, dass es bereits vergriffen ist wie bei "The Equalizer".



      Würde ich schauen :rotfl: