Macbeth (Fassbender, Cotillard)

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    Es gibt 36 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Emily.

      Shakespeare Sprache ist nicht für Film gemacht. Sondern für das Theater. Man hat sich sehr alter englischer Sprache bedient, was Szenen sehr stagey wirken lassen hat. Die Verwendung an Versarten im Wechsel mit Prosa erfordert einiges an Konzentration. Um dahinter zu steigen was Was bedeutet braucht es eine Kombination aus Duden, Sprachverständnis und dem Text. Schlimm sehe ich es überhaupt nicht. Das hat schon seinen Zauber ^^
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      Ich war ja auch drin und fand es mehr als anstrengend. Das Englisch war unverständlich, die Untertitel zu verwirrend und auch viel zu schnell wieder weg. Ehe man darüber nachdenken konnte, was eigentlich gemeint ist, kam auch schon der nächste Text. Da hätte man den Text auch original belassen können.
      Die Pressevorführungen sind meistens auf Englisch, ab und zu auch mit Untertiteln. Und genau das war bei Macbeth der Fall. Ohne die Untertitel hätte ich nichts verstanden, aber auch mit war es alles andere als einfach. Auf die Synchronisation wäre ich mal gespannt. Vielleicht kann ja demnächst mal jemand was dazu sagen.
      Konnte mir den Film gestern zu Gemüte führen. Die raue Atmosphäre ist klasse. Die Optik und die Musik sind auch einsame Spitze und die Darsteller noch mehr.
      Allerdings zwei Kritikpunkte:
      1) Ich hatte teilweise Probleme den Dialogen/Monologen zu folgen (hab die deutsche Fassung gesehen). Bei Filmen wie "Hamlet" und "Henry V" von Kenneth Brannagh kam mir das nicht so schwer vor.
      2) Der Schluss kam mir ziemlich abgehetzt vor als ob Teile davon fehlen würden. Ich kenne das Stück nicht wirklich, ich habe nur die Zusammenfassung auf Wikipedia gelesen.
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      Hier im Film kam mir der Schlusskampf zu schnell.
      hab den Film auch endlich gesehen. man muss sich schon echt drauf einlassen. vor allem auf die Sprache und die ganze Symbolik. im Nachhinein wünschte ich, ich hätte mich vorher mal schlau gemacht, wie genau die Story geht. hatte ich aber nicht und so fiel es mir echt schwer, dem Ganzen zu folgen. zu schwierig verständlich (dt. Synchro), trotz großem Mühe geben von mir, und sehr sehr abgehackt erzählt. konnte der Story kaum folgen und hab immer wieder meinen Kumpel gefragt, ob er dieses oder jenes jetzt auch so verstanden hat. schon komisch, dass die dt. sprechen und ich trotzdem nur 1/3 verstehe.
      aber daneben sah alles wunderschön aus! optisch blieben da echt keine Wünsche offen! danke für die atemberaubenden Slow motions! danke für die Farben und das Licht! danke für die wunderbar unaufdringlichen Settings und die tollen Kostüme! danke für diesen Cast!

      7/10
      Ein Film der leider etwas untergegangen ist, obwohl hier Fassbender eine herausragende Leistung zeigt. Der Mann spielt meist immer am Limit in MacBeth dreht er nochmal das Level höher. Schwerer Film aber wunderbar gespielt. Unbedingte Empfehlung. Von der Sprache nicht abschrecken lassen am Anfang, mit der Zeit wird es interessant.

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      Starke und stilvolle Verfilmung von Shakespeares Meisterwerk. Regisseur Justin Kurzels wunderschöne und hypnotische Bilder und der Originaltext von Shakespeare sind ein audiovisuelles Fest. Michael Fassbender zeigt eine gewohnt starke Performance. Einzig die etwas zu hastigen Entwicklungen stören das Gesamtbild leicht.
      Ein toller und definitiv empfehlenswerter Film für alle, die sich darauf einlassen können.

      8,5/10


      LETTERBOXD

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      dieKritik
      Puh, schwierige Kiste.

      Definitiv berauschend ist der visuelle Stil. Ich finde es okay, wenn man das Stück ein wenig uminterpretiert und andere Orte wählt. Ich mochte die Weite der Landschaft, die Kulissen, den Score. Optisch wirklich großartig. Auch die Atmosphäre ist wirklich gelungen. Und dass man hierfür kleine Änderungen vornimmt, ist auch okay. Und einige Änderungen fand ich wirklich großartig, die Darstellung der weird sisters beispielsweise.

      Was absolut gar nicht okay ist, ist dass man die Figur des Macbeth absolut nicht verstanden hat. Von der Figurenzeichnung war dies eher Hamlet. Damit sind Motive und einige Entwicklungen innerhalb des Stücks ein wenig unterm Tisch gefallen. Ich weiß nicht, ob es an Fassbender oder dem Regisseur gelegen hat, aber dies wird es für manchen Zuschauer noch schwieriger gemacht haben, dem Ganzen zu folgen.

      Und da wären wir auch beim nächsten Punkt: Vieles wurde nur angedeutet. Ich kann mir vorstellen, dass es hier für Nicht-Shakespeare-Kenner schwierig ist, zu folgen. Einige Entwicklungen, bspw. die von Lady Macbeth, gehen viel zu schnell voran (und sind nicht einmal wirklich nachvollziehbar). Alles etwas zu fragmentiert.

      Die Sprache finde ich noch nicht einmal das Problem, wobei man sich rein sprachhistorisch und literaturwissenschaftlich betrachtet darüber streiten kann, ob ein schottischer Akzent notwendig ist. Normales Early Modern English hätte meiner Meinung nach auch gereicht. Immerhin wurde mein Lieblingsmonolog getreu in iambic pentameter wiedergegeben. Ich finde es auch legitim, die Monologe als innere Stimme zu zeigen, das ist ja durchaus eine moderne Herangehensweise.

      So sehr ich den Film mögen wollte, so kann ich es leider nicht. Die Optik und Atmosphäre waren echt ne Wucht, und ich kann mir vorstellen, was es hätte werden können. Am Ende wird der Film für Nichtkenner zu sperrig sein, sprachlich hätte man sich auch mal festlegen müssen, ob man nun beim iambic pentameter bleibt oder nicht, und eigentlisch ist es echt schade. Zuviel Potenzial verschenkt. Man hätte einfach eine klare Linie finden müssen: Getreue Verfilmung oder radikalere Neuinterpretation? Originaltext in Early Modern English ohne Akzent oder Blank Verse mit schottischem Akzent? Charaktere gemäß der Vorlage oder neue Motive (dann aber bitte auch Motive)? Das war hier leider etwas zu schwammig.

      Schaut lieber Kurosawas Throne of Blood.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Emily“ ()