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Once Upon a Time in Hollywood (Tarantino)

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    Es gibt 519 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Basti Bargeld.

      Komme gerade aus dem Kino.

      Was eine Hollywood Parade. Für mich als Jungspund sicher alles etwas schwer zu greifen aber es motiviert sich mal mehr in die damaligen Begebenheiten, sowohl personell als auch kulturell, reinzulesen.

      Once Upon a Time in Hollywood Ist ein dialoglastiger Film. Nur die letzten 20 Minuten münden in einer Gewaltspirale wie nur Tarantino sie bei so einer Art Film als Stilbruch nutzen darf. Die Dialoglast tut dem Film aber keineswegs Abbruch. Das soziale Geflecht in Hollywood, die Charaktere, die eben ihren typischen Tag in dieser Welt verbringen, werden glaubwürdig rübergebracht. Sei es die Polanski Gattin, die sich gerne selbst auf der Leinwand sieht, um ihren einsamen Alltag zu bestreiten oder Di Caprios abgehalfteter Schauspieler Dalton mit seinen Versagensängsten. Gerade der Aspekt ist ganz gut rübergekommen: Die Hollywood Flamme kann schnell verglühen und du kannst nichts dagegen tun.

      Und bei dem Punkt war es dann doch eine Überraschung Michael Madsen in einer kleinen Nebenrolle zu sehen. Hier wage ich zu behaupten, dass Nebenrollen bei Tarantino von Begehr sind. Eine Hippy Dakota Fanning (man ist die attraktiv geworden), Kurt Russell und war das Walton Goggins als Reiter? Ja, selbst Uma Thurmans Tochter Maya Hawke ist im Film. Beim Cast muss ich sagen, dass Tarantinos Mentalität auf seine "Familie" zu setzen sympathisch ist. Und was gibt's noch zum Cast zu sagen? Brad Pitt und Di Caprio liefern. Und für Di Caprio hoffe ich auf den Oscar. Das Schauspiel war eine Bombe. Der Mann ist eine Größe. Allein aus diesem Grund sollte man Once Upon A Time in Hollywood gesehen haben.

      Aber ich schweife ab - in etwa wie es der Film tut (was aber legitim ist, denn es geht um das Märchen Hollywood und das Leben der Menschen in diesem Märchen). Die Dialoglast ist kein Problem. Der Film strotzt vor skurrilen Szenen. Die Flashbacks zu den Filmdrehs Rick Daltons sind erfrischend und bringen einen Charme des alten Kinos und Fernsehens auf die Leinwand, die man heute in ihrer Überzeichnung nur noch komisch finden kann und belachen muss. Das alles gespickt mit der Szenerie LAs dieser Zeit: Leuchtreklame, Kinos an jeder Ecke und dem Vietnamkrieg, der als Bedrohung des Lebens nur jenen im Kopf hängt, die nicht in der Traumfabrik stecken.

      Once Upon a Time in Hollywood bringt den Zeitgeist eines vergangenen Jahrzehnts mit allen Sinnen auf die Leinwand. Vom kriselligen Bild, alter Schriftfonts, platter Marketing Sprüchen ('She's Top of Banana - Joanna'), bis zum Soundtrack, Alkohol- und Tabakkonsum (den nur die 'Mad Men' übertrumpfen können). Aber eine Besonderheit sind die Straßen: Was dort fährt sind Pontiacs, Mustangs, Cadillacs in all ihrem Glanz. Der Fuhrpark zu diesem Film war gigantisch und der Aufwand einer jeden Straßenszene enorm. Ich will nicht wissen, wie viele schlaflose Nächte die Producer hatten, um diese Absperrungen für die gut 6 Dutzend Szenen zu bekommen. Denn jede Szene mit einer Straße hat einen authentischen Fuhrpark der Zeit.

      Liebe zum Detail gab es ohnehin: Da ist die Sekunde, in der man einen Flammenwerfer aus 'The 14 Fists of McCluskey' im Schuppen sieht, der später eine ganz besondere Bedeutung erhält. Es ist mir direkt aufgefallen am Anfang des Films und für dieses Detail-Spotting wurde ich belohnt. Tarantino weiß, wie man den Zuschauer eben auszahlt.

      Eine fantastische Story mit sympathischem Cast und grandiosem Schauspiel. Tarantino hat hier einen Zauber abgeliefert, der Spaß macht. Ein Spaß der drauf hoffen lässt, dass wir wirklich eine deutlich längere Netflix Fassung erhalten.


      Ohnehin werde ich den Film nochmal auf Englisch schauen, denn stellenweise war es auffällig klangvoll bei Dialogen, dass ich glaubte deutschen O-Ton zu haben.

      10/10

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      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „Kaibear“ ()

      Das ging mir exakt genauso. Mit dem ersten Viertel des Films konnte ich überhaupt nichts anfangen. Dann erst hat es Klick gemacht. Interessanterweise hab ich den Film ein zweites mal gesehen - und da war er ab der ersten Sekunde klasse. Habe total abgelacht, während die Leute im Publikum NOCH still waren. Man muss sich eben erst an den Film gewöhnen. Ging mir übrigens bei Jackie Brown genauso.
      "Everything good that has happened to me has happened as a direct result of helping someone else, everything."
      Danny Trejo
      Ich mag eigentlich alle Tarantino Filme, auch wenn ich nie ein Tarantino Jünger war, der sämtliche seiner Streifen als Meisterwerke ansieht. Aber dieser hier kommt schon nahe dran. Wüsste ehrlich gesagt nicht, wann mich ein fast 3 Stunden Film durchweg so unterhalten hat. Noch dazu einer mit wenig (bzw. gar keiner richtigen) Story. Es hat aber einfach nur unglaublich Spaß gemacht, den beiden Buddies durch die 60er Jahre zu folgen. Garniert mit einem Ende, welches zu den witzigsten und besten der letzten Jahre gehört.

      8,5/10 Punkte

      Mir hat der Film eigentlich ganz gut gefallen.
      Das Publikum im Kino in dem ich war sah das allerdings anders.

      Bei der Pause ist ca. die Hälfte gegangen :D

      Der Film plätschert schon krass vor sich hin. Es gibt keine wirkliche Zielspannung.
      Dennoch sind die Figuren und Dialoge wiedermal genial.

      Sehr, sehr schwer zu bewerten. Viel besser als The Hatefull Eight, aber kein ganz großer Wurf wie Pulp Fiction...
      Ich finde es sehr schade, wenn die Leute aufstehen und den Kinosaal verlassen. Speziell bei einem Tarantino. Denn gelangweilt hat mich noch keiner seiner Filme. Selbst wenn es mal zäh werden sollte ("Death Proof"), dann hilft einem die musikalischen Begleitung immer ein wenig darüber hinweg.
      e.V.
      Selbst wenn ein Film noch so beschissen wäre, würde ich nie vorzeitig das Kino verlassen. Ich hab doch schließlich bezahlt.

      dann guck ich mir den Film auch zu Ende an, sei es nur um danach ordentlich zu lästern.

      aber gerade bei Filmen wie Tarantino ist mir das bei hateful 8 auch schon vorgekommen. Da sind auch welche in der Pause gegangen.

      Ich denke das halt auch viele unwissende Rei gehen in einen Tarantino, eben weil alle Medien darüber berichten und dann mit völlig falschen Vorstellungen ins Kino gehen
      Mein Most Wanted dieses Jahr gerade gesehen und ich muss sagen, ich war selten so zwiegespalten. Es ist halt Tarantino, er pfeift auf filmische Gesetze etc. und macht sein Ding. Bisher hat das immer funktioniert. Aber irgendwas fehlt hier.
      - Ja, der Film hat einige echt klasse Szenen mit Kult-Garantie.
      - Ja, Pitt und Di Caprio sind vielleicht das beste Gespann seit Jahrzehnten (und bei Tarantino ist vielleicht höchstens Travolta und Jackson noch ebenbürtig bzw. überlegen) und beide liefern hier auch eine Leistung ab, die mehr als denkwürdig ist
      - Ja, irgendwo ist das alles im Film mit tollem Flair

      Aber man braucht zu lange um in den Film reinzukommen. Die Querverweise sind von Filmen, die sind oftmals zu unbekannt und das raubt den Film nicht selten den Spass weil genau das etwas essenzielles ist um am Film Spass zu haben. Dadurch wirkt es mehr als plätschert er vor sich hin, ohne aber wohlgemerkt langweilig zu sein. Und irgendwie habe ich das Gefühl, die Dialoge sind einfach nicht mehr das was sie früher mal waren.

      Aber irgendwo glaube ich auch, ist das so ein Film der erst mit mehrmaligen sehen reift. Und genau das wird auf BR passieren. Und vielleicht habe ich einfach nur den falschen Zeitpunkt erwischt wo ich den Film gesehen habe. Denn ungeachtet dessen, hat der Film merklich Qualität.
      Nicht der große Wurf. Tarantino muss das Drehbuch aus einer Laune heraus entworfen haben. Währe seine Dialogform nicht so einzigartig, wäre sein jüngstes Werk in der Versenkung verschwunden. Ja, Kulisse, Atmosphäre, Querverweise und Millisekunden-Auftritte von vergangenen bis noch aktiven Branchengrößen, die eigenwillige Bruce Lee Hommage und der natürlich fein selektierte Soundtrack geben eine wohliges Bild ab. Margot Robbie hingegen sieht meist nur gut aus. Sharon Tate scheint keine Signifikanz zu besitzen, zumindest erinnere ich mich an keine gewichtige Szene. Ähnliches passiert mit der Charles Manson Figur. Ich bin mir nicht sicher ob Tarantino die Geschichte nachträglich auf Dalton fokussiert hat, zumindest wirken beide Handlungsstränge auf das nötigste reduziert, fader Beigeschmack inklusive. Und Dalton selbst - der schwimmt dahin. Ja, fast beliebig taucht er auf. Das hat keine Zugkraft und wirkt ideenlos auf mich. DiCaprio empfiehlt abermals, ganz großartige Darstellung. Brad Pitt ist wie so oft in letzter Zeit Brad Pitt. Nein, kein Großwerk und in meinen Augen ein Platz im unteren Drittel seiner Vita.

      knappe 7 / 10
      Ich war jetzt locker schon seit Jahren nicht mehr im Kino. Aber wenn es einen Grund gibt diese "Abstinenz" nochmal zu brechen, dann wenn DiCaprio und Tarantino auf dem Plakat stehen. Und so bin ich gestern in der OV-Fassung gelandet, die glücklicherweise selbst bei uns in der Kleinstadt angeboten wurde. Find' ich toll. Ich hatte zwar zuerst Schiss, dass ich ohne englische Untertitel als "Absicherung" bei einem fast dreistündigen, sehr dialoglastigen Film den Faden verliere - aber ich glaube, es hat trotz Müdigkeit gut geklappt und bis auf eine handvoll gemurmelte Sätze, müsste das Meiste angekommen sein.

      Film war absolute Klasse, vielleicht einen kleinen Tick zu lang. Hat zwar nicht gestört und ich hätte auch gerne noch ne Stunde weitergeguckt aber hier und da hätte man vielleicht im Nachhinein auch ein paar Minuten straffen können: Es wird teilweise schon etwas auffällig lang getanzt und Auto gefahren. Am Anfang super unterhaltsam, irgendwann nach zwei Stunden eben ein kleines, bisschen zäh.

      Hab' gestern nach dem Besuch noch eine FAZ-Kritik zu dem Film gesehen, die den Streifen als Film für "alte, weiße, bierbäuchige Männer mit schlechten Musikgeschmack, die Gewalt gegen Frauen zelebrieren" abstempelt. Vielleicht soll's ein wackliger Satireversuch sein aber irgendwie schalte ich bei so einer, fast schon wahllosen Aneinanderreihung von Krampfbegriffen ab. Denn ich glaube, wer hier wegen "starken, dominanten Männern" reingeht, ist relativ fehl am Platz. DiCaprio spielt eine alkoholabhängige Figur auf dem absteigenden Ast, kriegt am Set und im Trailer einen Heulkrampf und wird von einem kleinen Mädchen "in die Schranken gewiesen". Also vom toughen, strahlenden Typen sehe ich nicht viel. Apropros: Das Mädchen am Set (Julia Butters) war absolute Klasse, top gespielt.

      Welche Kritik ich schon eher nachvollziehen kann, ist das Margot Robbie leider wirklich nicht viel zu tun bekommt. Da hatte ja Til Schweiger in "Basterds" fast schon mehr Dialog ^^ Schon etwas schade, wenn eine Oscar-nominierte Hauptdarstellerin den größten Teil des Films nur auf der Ersatzbank hocken muss. Natürlich isses genauso behämmert, sich wie manch Kritiker mit Stoppuhr und Notizblock mehrmals in den Film zu hocken und die Wörter zählt, wieviel Frauen und Männer jeweils sprechen. Eine 50/50-Lösung wäre vollkommener Bullshit, weil es auch situations- und charakterabhängig wortkarge wie quasselige Figuren gibt. Das wäre absurd, einer Figur dann deswegen unnötig mehr oder weniger Dialog zu geben. Aber hier ist es eben wirklich irritierend auffällig und gerade nach "I, Tonya" habe ich mich sehr auf Robbie in nem Tarantino-Film gefreut.

      Mal etwas zum Ende, bzw. der "Auflösung" des Films in Spoiler:

      Spoiler anzeigen

      Ich hab' im Vorfeld nichts über den Film gelesen und bis auf einen Trailer und 1-minütigen Clip auch nichts gesehen. Deswegen war's relativ witzig, dass ich vor'm Besuch meiner Begleitung unfreiwillig, das Ende "gespoilert" habe, weil ich mit meiner Vermutung bzgl. des Endes richtig lag: Ich hab' noch mit ihm gewettet, dass niemals im Leben der Film damit endet, dass eine schwangere Sharon Tate wie in der tragischen Realität abgestochen wird und dann einfach der Abspann kommt - sondern das es wahrscheinlich wie in "Inglourious Basterds" gemacht wird mit einem "Was wäre wenn?"-Szenario. Praktisch die "Let's kill Hitler"-Variante ^^

      Und irgendwie bin ich bei dieser Auflösung etwas zwiegespalten: Auf der einen Seite hat es zwar mittlerweile etwas sehr voraussehendes und hat nicht mehr den selben "Überraschungseffekt" wie vor zehn Jahren bei "Basterds". Da wurde ich zwar leider durch eine "Spiegel"-Kritk gespoilert damals aber trotzdem hat' mich das Ende absolut begeistert. Mal abgesehen von der offensichtlichen Befriedung zu sehen, wie Hitler einfach bis zur Unkenntlichkeit zerschossen wird, war es einfach ein "Twist", der so simpel wie genial war: Einfach auf der Leinwand das ermöglichen, was in der unerträglichen Vergangenheit leider nicht geschafft wurde.

      Dann kam der selbe "Kniff" auch bei "Django Unchained" und auch hier: Wenn Jamie Foxx am Ende alle Sklavenhalter niedermäht in einem Blutballett und die Plantage im Anschluss gleich mit in die Luft jagt, hat es etwas sehr befreiendes und man möchte einen solchen Film gar nicht anders ausgehen lassen.

      Selbes eben nun auch in "Once upon a Time in... Hollywood": Der "Kniff" kommt überraschungsarm, ja fast schon wie auf Bestellung. Und trotzdem liebe ich den Schluss und würde auch hier den Film niemals anders enden sehen wollen. Die Alternative zur grauenvollen Realität der Manson-Morde, die uns Tarantino anbietet, ist die wesentlich schönere Pille zum Schlucken: Die Vorstellung, der Abend der Manson-Morde wäre in Wirklichkeit so geendet, dass ein zugekiffter Stuntman mit seinem Kampfhund die Manson-Mörder zu Brei schlägt und ein betrunkener Schauspieler hätte zum krönenden Abschluss die letzte Killerin noch mit einem Flammenwerfer gegrillt und wäre im Anschluss einfach zu Sharon Tate und ihren Freunden zu ein paar Drinks rübergegangen - ja, so hätte man sich das lieber gewünscht und Tarantino erfüllt uns diesen "Wunsch". Also wie könnte man trotz der fehlenden Überraschung böse sein?

      Es steht also, Katharsis kontra Überraschung. In dem Fall nehme ich gerne die Katharsis ^^

      Achja, der Abschlussdialog als DiCaprio Hirsch erzählt, dass er eine der Angreiferinnen mit dem Flammenwerfer aus seinem alten Film "gegrillt" hat, war auch ein Highlight des Films. ^^

      Das der Fim Gewalt gegen Frauen zelebriere, finde ich auch ziemlich aus der Luft gegriffen: Der Großteil der Mörder beim Tate-Mord waren nun mal Frauen und wenn das Konzept des Films eben ist, dass der Spieß umgedreht wird und die Tate-Mörder gekillt werden, dann kann man ja jetzt schwer aus irgendwelchen Empfindlichkeiten die Mörder schnell noch durch Männer austauschen, nur damit es "kein Problem" darstellt, wenn Männer zu Brei geschlagen werden. Den Schluss findet doch kein normaler Mensch toll, weil dort Frauen geschlagen werden, sondern weil da die TÄTER geschlagen werden und eben nicht zum Zug kommen.



      Um nicht noch ausufernder zu werden, der Rest noch als Stichpunkte:

      + DiCaprio wieder absolute Klasse. Kenne keinen Schauspieler mit so einer Präsenz auf der Leinwand.
      + Brad Pitt war für mich eine tolle Überraschung. Zähle wahrscheinlich zu der handvoll Leuten, die nicht viel mit ihm als Schauspieler anfangen können aber hier war er richtig toll. Für mich sein bester Auftritt seit "Snatch". Diese aufrichtige Freundschaft zu DiCaprios Figur kam super rüber. Ähnlich wie in "Snatch" hat er mich auch deswegen so überrascht, weil er hier eben nicht der offensichtliche Hauptdarsteller ist, sondern sich auch in die zweite Reihe stellen kann und mal eine Alternative zum "Brad Pitt Leading Man" zeigen kann. Vielleicht hier und da ein paar mal zu oft Sonnebrille-auf-und-absetzen aber ansonsten wie gesagt: Sehr toll. Sollte nicht ursprüngliche seine Figur von Tom Cruise gespielt werden? Hatte zuerst die Befürchtung, die ganze Zeit zu denken "Shit, Cruise hätte soviel besser gepasst" aber nee: Fehlanzeige. Jetzt war's sogar so, dass ich froh war das es eben aus Terminschwierigkeit an Pitt ging ^^
      + Kamera/Arbeit/Inszenierung natürlich 1A, wie man es von Tarantino erwartet und auch gewohnt ist. Natürlich geb' ich mir nicht die Illusion, ich hätte auch nur einen Bruchteil aller Referenzen entdeckt ^^ Ein Genuss natürlich auch wieder einen Film zu sehen, in dem noch soviel echte Sets und handgemachte Requisiten benutzt werden.


      - Musik war überraschenderweise diesmal für mich gar nicht soooo überragend, obwohl gerade die Ära bei mir funktionieren hätte müssen. War von der Auswahl wohl einfach weniger für mich dabei und leider werden die zwei besten Stücke sehr abrupt mittendrin abgebrochen, einmal sogar noch vor dem Refrain. So war zwar viel Musik wieder mit dabei aber eben für meinen Geschmack etwas seltsam eingesetzt.
      - wie gesagt ein paar kleine Längen.
      - ebenfalls oben erwähnt: Zu wenig Screentime für Margot Robbie.

      Ansonsten, wie im am Anfang geschrieben: Hätte für mich keinen besseren Film geben können, um nach Jahren wieder den "Kinofluch" zu brechen. War zwar wieder ein halbes Vermögen für unter der Woche aber es war wirklich sehr, sehr schön. Kann mir zwar schwer vorstellen, dass jetzt wieder öfters zu tun aber wer weiß: Beim nächsten DiCaprio oder Tarantino zieht es mich vielleicht wieder hin. :)

      Achja eine kleine Bemerkung noch: Ich war sehr erleichtert, bzgl. des Publikums. Leider ist unser Kino bekannt für ein teilweise echt ekelhaftes Klientel, das sich nur zur Langeweile in irgendwelche Filme reinhockt und wirklich alle "Klassiker" vom Stapel lässt: Handy pausenlos an, reinrufen, rumgrunzen, manchmal sogar mit Nachos inkl. Soße rumwerfen, eine absolute Bankrotterklärung in menschlichem Verhalten eben. Das war gestern glücklicherweise anders, ist aber wohl auch der OV-Fassung zu verdanken. Das besagte Klientel, dass noch vor dem Kino hing, war wahrscheinlich im Kinosaal 1 in der deutschen Fassung. ^^

      Sorry, wenn das alles etwas zu lose zusammengetragen wurde. Ist schon irre lang her, dass ich mal in nem Forum eine Meinung zu Filmen geschrieben habe. Lese zwar schon seit 2007 hier mit im Forum aber jetzt hatte ich eh den Account und wollte auch mal meine Cents abgeben. ^^
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      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Snipes“ ()

      Eine Netflix-Miniserie ist sehr wahrscheinlich, deutet Brad Pitt an.

      "Es ist fast das Beste aus beiden Welten. Du hast die Kinoerfahrung, die es gibt, aber du kannst tatsächlich mehr Inhalte in das Serienformat bringen."




      „Wonder Woman 2“

      5. Juni 2020


      freido schrieb:

      Also wie man bei dem Film den Saal verlassen kann, will mir nicht in den Kopf. Aber letztendlich spiegelt es nur wieder, wie das Blockbusterkino momentan aussehen muss, damit man die Masse bei Laune halten kann.


      Ne daran lags nicht. Also das waren jetzt nicht irgendwelche Blockbuster Kiddies.
      Ein paar Leute davon kannte ich, da sie in unserem Team waren. Kamera Leute, Beleuchter usw.
      Aber denen war ihre Freizeit dafür zu Schade.
      Man muss allerdings dazu sagen das die Tickets nur 4,99€ gekostet haben. Warum auch immer. Das wünschte ich mir für die Kinos in meiner Gegend auch :D