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Once Upon a Time in Hollywood (Tarantino)

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    Es gibt 532 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Gambit.

      solider film - sogar was besonderes ... aber einfach zu langatmig und ehrlich gesagt kann ich tarantinos stil seit jahren nicht mehr sehen.

      hat viele highlights ... aber als film hat der mich kaum überzeugt.

      ich weiss nicht ein jarmusch macht ja noch slowere filme.

      ka warum ich so enttäuscht bin - vielleicht weil das der mann ist der pulp fiction gemacht hat

      bin auch nur rein weil ich iwie verpeilt hab dass joker noch nicht im kino ist.

      ich geb mal gut gemeinte 7/10 Pkt.

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      Mit viel Verspätung habe ich den Film nun auch endlich gesehen... Die Zeiten, in denen ich einen Tarantino am Starttag schaue, sind seit Django Unchained eigentlich vorbei. Ja, ich nehme ihm diesen Film immer noch übel.

      Aber umso mehr erfreut es mich, dass Tarantino mit Once upon a time in Hollywood einfach mal das gemacht hat, worauf er Bock hatte. Fernab von Konventionen, also das, was er immer schon gut beherrschte (aber manchmal aus den Augen verlor). Hateful Eight ging schon in die Richtung, aber das war mir dann doch zu viel Gelaber. Kam ich nicht ran. Aber dieser jetzt war schon besser. Ja, wir schauen dann mal etliche Minuten zu, wie Sharon Tate Auto fährt. Oder sehen gefühlt eine halbe Stunde lang einen Film im Film, der eigentlich niemanden interessiert. Aber ich kann auch jemanden minutenlang beim Fegen in einer Serie zuschauen und finde es beruhigend. Man muss aber erstmal reinkommen.

      Nichtsdestotrotz verlangt der Herr T. hier einem einiges ab. Stilistisch war der Film großartig, dieses Film-im-Film-Dinge ist hochgradig postmodern, und postmodernes Kino konnte der gute Quentin schon immer gut. Wenn man mit den Bezügen nichts anfangen kann der das "Tarantino-Darsteller-Bingo" nicht kennt (ich persönlich freute mich besonders über Madsen und Bell), mag man sich echt langweilen. Ich habe auch ab und an gedacht, er müsse nun nicht übertreiben. Aber nachdem ich den Film nun sacken ließ, finde ich ihn immer besser. Ja, etwas kürzer wäre okay gewesen, aber was dann? Was hätte man kürzen können? Wäre es danach gegangen, hätte man den Film nicht drehen brauchen, ist einfach so ;-).

      Das Hauptcharakterduo hat für mich gut funktioniert, sie waren mir dank der Darsteller auch absolut sympthisch. Di Caprio war großartig, wie schnell er da teilweise umschaltete, und Pitt wirkte auch glaubhaft und toll, auch wenn ich den Eindruck hatte, dass er ein bisschen sich selbst spielte (so zumindest stelle ich ihn mir irgendwie vor). In den 90ern hatte ich einen Crush auf Pitt, und Mann, sieht der noch toll aus :-p.

      Sonst ist noch der Schnitt besonders hervorzuheben, gerade zu Beginn des Films war dieser großartig. Ich tippe auf mindestens eine Oscarnominierung, für Di Caprio eventuell auch, aber den kriegt er nicht.

      Dennoch fehlte mir ein wenig was. Mir fehlten die wirklich tiefgründigen Dialoge (Bill am Ende von Kill Bill Vol. 2, anyoneß Oder Hans Landas Monolog zu Beginn von IB?), der Grad an Schwachsinn war jetzt auch nicht so ausgeprägt. Die Bruce Lee-Sache fand ich eher zum fremdschämen. Das war albern und nicht das abgefahrene Tarantino-Dingen. Und der Gore am Ende war jetzt auch nicht so meins. Da gab es bei ihm schon wesentlich besseres.

      Was ich mir am Ende auch überlegt hatte,
      Spoiler anzeigen
      die Manson Family kam ja in Wirklichkeit an dem ersten Abend und am zweiten Abend nochmal, um die Nachbarn abzuschlachten. Ich habe im Film auf die Tragik gewartet, dass später nochmal einige kommen und das Werk vollenden, während sich Dalton freut, endlich bei Tate Fuß gefasst zu haben. Solch eine Tragik wie bei Abraham Lincoln Vampirjäger, als er ins Theater fuhf und der Film endete. Wo Gebildete wussten, was passieren wird. Hier hat Tarantino dem ganzen einen Strich durch die Rechnung gemacht, indem er die Manson Family vorher krepieren ließ. Da wäre aber eine Andeutung, dass die Morde dennoch stattfinden, irgendwie sehr imposant gewesen.


      Wenn man sich mit den Tate-Morden gar nicht auskennt und auch keine Referenz versteht, dürfte es ziemlich schlecht aussehen. Ja, es sind einige Leute aus dem Kino gegangen. Aber es war noch gut gefüllt und die paar, die gingen, waren ein recht guter Schnitt. Doof, wenn man geht, wenn die letzte halbe Stunde beginnt und es gerade erst richtig losgeht :-D.
      Ich kann aber verstehen, wenn man mit diesem Film nicht klarkommt. Man muss in etwa wissen, was einen erwartet und mit sowas was anfangen können. Und auch ich habe dann doch ab und an gedacht, dass bestimmte Szenen nun auch mal reichen.

      Once upon a time in Hollywood hat mich nicht umgehauen, aber er war okay. Punkte? Keine Ahnung.
      China wird Berichten zufolge Quentin Tarantinos "Once Upon A Time" aufgrund der Darstellung von Bruce Lee nicht länger zeigen.

      Link(Quelle): hollywoodreporter.com/news/chi…-a-time-hollywood-1248652


      „Wonder Woman 2“

      5. Juni 2020


      Kaibear schrieb:

      Oh man... Dieses Land...

      Fun Fact: Die IHKs in Deutschland beratschlagen mittlerweile darüber, ob man den dt. Unternehmen verbieten sollte, Anteile an chinesische Investoren zu verkaufen, da diese entsprechenden Einfluss ausüben. Das ist also näher, als man denkt. Und dass die Chinesen mittlerweile zunehmend Druck auf Hollywood ausüben, lässt sich ja an "Top Gun 2" schon sehr gut sehen. Oder auch aktuell: Die LeBron James-Sache der NBA.

      Und damit dieser Post nicht nur politisch ist: Tarantino weigert sich, den Film umzuschneiden.

      "You're fighting a war you've already lost."
      "Well, I'm known for that."
      Tarantino sitzt irgendwo und grinst sich einen wegen der Geschichte. Natürlich wird er nicht happy sein, dass sein Film dort nicht im Kino gezeigt wird, aber die Story an sich ist doch ulkig. Denn als Künstler geht es ja darum die Leute auch durch Kontroverse zu erreichen. Dass diese Szene teilweise so hohe Wellen schlägt zeigt doch, dass er als Künstler eine Aussage getroffen hat, welche nicht allen schmeckt. Schlimmer wäre es doch, wenn der Film nach 1 Woche aus dem Kino fliegt, weil kein Schwein im Saal sitzt. Ein Gaspar Noé beispielsweise atmet die feindselige Luft, die ihm entgegen gehaucht wird. :D
      Und mal unter uns:
      Ich liebe Bruce Lee und seine Filme. Wer aber immer so arrogant auftritt. Wer Filmkämpfe macht und Hollywood-Stars "trainiert". Wer dann vom wahren Kämpfer redet. Wer in Interviews und TV andauernd mit Pseudo-Weisheiten um sich wirft. Wer denkt, er wäre der Allergrösste... Also der MUSS auch mal einen in die Fresse bekommen. :)
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      The Fiend schrieb:

      Ich weiß gar nicht, was alle gegen die Bruce Lee Szene haben. Die war witzig ;) Bisschen Humor muss man schon haben und irgendwie passte die Szene zu Tarantino.


      Neben dem brutalen Ende die beste Szene im gesamten Film. Und der Film war für Tarantino Verhältnisse schon schwach. Sein schwächster Film muss man sogar sagen. Aber die Bruce Lee Szene war doch geil. Naja Asiaten und ihr Sinn für Humor ^^