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The Mandalorian [Disney+]

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    Es gibt 572 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Gambit.

      Ich meine mal gelesen zu haben, dass die echte Zeit zwischen Epi 6 und 7 auch der im SW-Universum vergangenen Zeit entsprechen soll... Das wären dann glaub ich so um die 30 Jahre (wollte jetzt nicht nach den Produktionsdaten schauen... Fauler Joerch)

      Hupengröße ... die ja essenziell für eine Rolle wie die der Wonder Woman ist.

      GregMcKenna schrieb:

      joerch schrieb:

      Ich hab die Befürchtung, dass früher oder später auch so Sachen wie der Bau der Starkiller-Base aufgegriffen werden....

      Wurde sogar schon. Wenn auch ...

      Spoiler anzeigen
      ​... "nur" in einem Videospiel: "Star Wars: Jedi - Fallen Order".


      Beim nächsten mal bitte vor den Spoiler schreiben wofür er Spoilert. Dachte es geht um Mando S1... Sonst hätte ich natürlich nicht drauf geklickt...
      Da ich von der Telekom Disney+ 6 Monate Gratis bekommen habe (sonst würde ich keinen Cent für den Dienst zahlen), konnte ich mir The Mandalorian ansehen.
      Das erste was bei der Serie auffällt ist, wie gut sie einfach aussieht. Die Sets und die vielen practical effects können sich definitiv sehen lassen. So hat The Mandalorian optisch definitiv Kinoqualität und ist zusammen mit Westworld, die vielleicht am besten aussehende Serie im TV. The Mandalorian unterscheidet sich somit deutlich von Disney’s letzten Blockbustern, die nur noch hässlicher CGI Brei waren. So wirkt die Serie anfassbarer und echter.

      Die erste Star Wars Live-Action-Serie, ist das beste was der Mäusekonzern seit Jahren produziert hat (naja die Messlatte war ja auch nicht hoch), was aber nicht heißt, dass The Mandalorian eine Top-Serie geworden ist. Sie ist unterhaltsam, größtenteils gut inszeniert und bietet tolle, handgemachte Action. Hin und wieder schleicht sich sogar eine für Disney Verhältnisse mutige Szene ein. Aber leider schwächelt die Serie in den wichtigsten Disziplinen und zwar der Handlung und den Charakteren. Jon Favreau beweist ein weiteres Mal, dass er einer der langweiligsten und unkreativsten Personen ist, die sich aktuell in Hollywood rumtreiben. Seine Drehbücher sind recht schwach und jede Episode folgt dem gleichen Schema. Jede Episode fängt mit einem Problem an, auf das eine Suche folgt, die dann in einer mehr oder weniger großen Actionszene im Finale mündet. Wenn man die letzten beiden Folgen als eine zählt, gibt es über die gesamte Staffel keine Abweichung von diesem Schema.
      Auch wenn die Regisseure, besonders Deborah Chow und Taika Waititi, versuchen dramaturgisch etwas auszubrechen, sind sie doch eng an dieses Korsett gebunden.Außerdem verbindet die äußerst dünne Rahmenhandlung die Episoden nur lose und wird in den Folgen 4-6 auch noch vernachlässigt, sodass sich diese wie „der Fall der Woche“ anfühlen.

      Der titelgebende Mandalorian ist gut getroffen und erhält soweit es möglich ist, eine solide Charakterisierung. Jedoch fehlen der Serie interessante Nebenfiguren, die dem Zuschauer als emotionale Verbindung dienen und die Handlung vorantreiben. Bei „Mando“ ist dies nicht immer möglich. Zwar trifft der Söldner in der glänzenden Rüstung immer wieder auf Charaktere, aber die sind kaum charakterisiert oder schneller weg als man Mandalorian sagen kann. Hier muss die zweite Staffel sich definitiv steigern.

      Die einzelnen Episoden schwanken in ihrer Qualität. Die Episoden 3,7 und 8 sind definitiv die stärksten, sowohl inszenatorisch als auch erzählerisch. Im Finale ist in einer ziemlich witzigen Szene Waititi’s Handschrift deutlich zu erkennen. Im Gegensatz ist der mäßige Pilot schwach inszeniert und mit Episode 6 „The Prisoner“ hat die Staffel ihren absoluten Tiefpunkt + unheimlich nervender Twi’lek, die ein Harley Quinn verschnitt für arme ist.

      The Mandalorian ist nahezu über die gesamte Staffel unterhaltsam, was besonders an der Optik, der Action, der Inszenierung und dem Hauptcharakter liegt. Inhaltlich ist die Debütstaffel jedoch größtenteils belanglos. Außerdem braucht die Serie dringend interessantere Nebencharaktere, die die Serie mittragen. Zudem fehlt ganz klar ein richtiger Antagonist (den es jetzt vermutlich in der zweiten Staffel geben wird).
      The Mandalorian muss sich in der zweiten Staffel auf jeden Fall steigern, hoffentlich dient Season 1 nur als Prolog um alles einzuführen, damit es mit den neuen Folgen richtig losgehen kann. Falls dies nicht passiert, wird sich auch The Mandalorian im belanglosen Disney Einheitsbrei wiederfinden. Das klingt alles viel negativer, als es am Ende wirklich war. Zumindest hatte ich kurzzeitig meinen Spaß, da die Action und die Effekte wirklich gut sind.

      6,5 – 7/10