Bumblebee - [Transformers Spin-Off] (2018)

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    Es gibt 153 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Burning.

      Im Grunde die Bankrotterklärung für Michael Bay. Was er in 5 Filme nicht geschafft hat, schafft ein anderer Filmemacher mit nur einem Film. Die Kritiken sind ja nicht himmel-hoch-jubelnd. Aber es sei ein guter und sehenswerter Action-Film. War aber zu erwarten, wenn man mal ganz ehrlich ist. Ich halte es auch immer noch für möglich einen grandiosen "Star Wars"-Film zu kreieren. Aber das ist wieder eine andere Geschichte...


      ​​​​​​​Nach den enttäuschenden Transfomers-Filmen wird nun mit dem Solo-Auftritt des beliebten gelben Roboters versucht dem Franchise neues Leben einzuhauchen. Und das haben die Macher auch geschafft. Mit dem Animationsfilm-Regisseur Travis Knight hat man nicht nur eine interessante, sondern auch die genau richtige Wahl getroffen. Denn Knight versteht es endlich auch den menschlichen Figuren Profil zu verschaffen. Mit der großartigen Hailee Steinfeld in der Hauptrolle konnte er allerdings auch jemanden gewinnen, der ihm die Arbeit erheblich vereinfacht. Steinfeld gelingt es ihrer Rolle viele Facetten abzugewinnen und diese punktgenau mit Emotionen zu beleben. Im Zusammenspiel mit der sympathischen Maschine entsteht eine wunderbare Chemie, die die gemeinsamen Abenteuer unglaublich unterhaltsam machen. Dabei werden die aufwendigen Actionszenen in den Hintergrund gerückt und stellen sich fast als schwächste Momente des Films raus, obwohl sie dennoch gelungen sind. Mit Selbstironie, die sich gerade in dem von John Cena verkörperten herrlichen Macho-Soldaten manifestiert, und einem gut dosierten wie platzierten Humor macht das Werk einfach viel Spaß. Durch die gelungene Musikauswahl und die zahlreichen 80er-Referenzen entsteht ein wunderbarer Flair. Knight gelingt es eine berührende Freundschaft zu zeichnen, bei der er ein großartiges Händchen für Humor beweist. Nur der Handlungsstrang um die Decepticons erweist sich als zu ausführlich, auch als am uninteressantesten und scheint nur dafür zu dienen, den Showdown zu rechtfertigen. Hier hätte man etwas mehr Zeit sparen und diese den wunderbaren kleinen Abenteuern von Steinfeld und Bumblebee schenken können, denn die zahlreichen Actionszenen hätte der Film gar nicht nötig gehabt. Ganz im Gegenteil, sie reißen einen ab und an sogar aus dem Geschehen.Trotz der kleinen Kritikpunkte erweist sich Bumblebee als eine der großen Überraschungen in diesem Jahr. Sympathische Figuren, unterhaltsam, berührend und mitreißend - wie gutes Blockbusterkino zu sein hat.

      The_Ghost schrieb:

      Wer hätte das gedacht

      Ich nicht :D
      Werde morgen auch mal meinen Senf zu Bumblebee abgeben ^^

      Origano schrieb:

      Vermutlich der beste der neuen Blockbuster und der einzige den ich leider gestern in der PV verpasst habe. Der wird dann nächste Woche nachgeholt. Freu mich drauf.

      Kommt drauf an, was für dich der Zeitraum für die neuen Blockbuster ist. "Mission: Impossible" fand ich dann doch noch wesentlich besser :D Aber kannst dich wirklich drauf freuen, ich fand Bumblebee auch toll, dürfte was für dich sein.

      Origano schrieb:

      Vermutlich der beste der neuen Blockbuster und der einzige den ich leider gestern in der PV verpasst habe. Der wird dann nächste Woche nachgeholt. Freu mich drauf.


      ​​​​​​​Da kannst du dich wirklich drauf freuen!


      LETTERBOXD

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      dieKritik
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      Faszinierend, was man aus einem Blödel-Franchise wie "Transformers" machen kann, wenn man mal einen fähigen Regisseur auf den Regiestuhl setzt. Travis Knight hat aus Bumblebee so ziemlich alles rausgeholt, was nur geht. Sowohl auf emotionaler Ebene funktioniert der Film ganz wunderbar, als auch in dem zu erwartenden Actionspektakel, welches allerdings angenehm klein ausfällt und fast schon zur Nebensache verkommt.

      Das Hauptaugenmerk legt Bumblebee eindeutig auf die Beziehung der beiden Hauptfiguren, welche unterschiedlicher nicht sein könnten. Hailee Steinfeld macht ihre Aufgabe mehr als gut, ihre Bindung zu ihrem neuen - und einzigen - Freund Bee ist wirklich schön inszeniert, mit einigen herzerwärmenden Szenen, welche fast schon vergessen machen, dass ihr Gegenüber ein CGI-Blechkasten ist. Das liegt zum einen an ihrer Performance, zum anderen aber auch an den gut geschriebenen Dialogen, die niemals platt oder aufgesetzt daher kommen, sondern den Umständen entsprechend authentisch sind. Sie fügen sich gut in das Gesamtbild ein und machen somit Bee's grandiose Mimik noch gelungener. Hier wurde wirklich erstklassig gearbeitet, man erkennt dem Autobot stets an, wie er sich gerade fühlt und was er zum Ausdruck bringen möchte.

      Dem gelungenen Cast gesellt sich auch John Cena überraschend positiv hinzu. Seine Szenen strotzen vor Ironie und Charme, und auch wenn sie nicht immer gelingen, sind sie doch nie nervig oder fehl am Platz. Auch Steinfelds Sidekick fügt gut ins Gesamtbild ein, ist für einige Lacher gut und die Beziehung der beiden verkommt glücklicherweise niemals zu einer dieser kitschigen Liebessequenzen, wie sie in solchen Filmen gerne eingesetzt werden.

      Auch die Lauftzeit ist mit 113 Minuten angenehm kurz ausgefallen und man hat sich endlich von den gefühlten 40 Stunden Laufzeit der Vorgänger verabschiedet. So kommt viel mehr Tempo in den Film, was der Erzählung einfach nur gut tut und so kaum Längen entstehen können.

      Einzig wirklich negativ aufgefallen, sind die Gegenspieler und deren Interaktionen mit den Menschen. Es ist zwar ziemlich angenehm zu sehen, dass diesmal nur insgesamt zwei Gegner existieren und es somit nicht zur vollkommenen CGI-Materialschlacht verkommt, welche auf Dauer ermüdend wäre. Allerdings sind diese Szenen wohl doch eher die langweiligeren des Films und nützen eigentlich so ziemlich gar nichts. Auch ist der gegenseitige Umgang mit den Menschen nicht gerade ein Highlight, da sich diese Szenen zu sehr wiederholen und eigentlich unnötig sind.

      Insgesamt ist Bumblebee ein überaus kurzweiliger, spaßiger Trip in die 80er Jahre, mit vielen Spielerein in der Optik und einer coolen Inszenierung der Actionsequenzen, sowie einer wirklich schönen und fast schon berührenden Geschichte zwischen Mensch und Maschine. Man mag es kaum sagen, aber so kann das "Transformers" Franchise gerne weiter gehen.



      7/10
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