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The Young Pope/ The New Pope (HBO, Jude Law)

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    Es gibt 33 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von inri999.

      The Young Pope/ The New Pope (HBO, Jude Law)

      "The Young Pope" erzählt die kontroverse Geschichte von den Anfängen des Pontifikats Pius' XIII. Der als Lenny Belardo (Jude Law) geborene Papstzeigt sich einerseits in Form von hochgradig konservativen und aufklärungsfeindlichen Entscheidungen, zum anderen in seiner hingebungsvollen Barmherzigkeit gegenüber den Schwachen und Armen. Ein Machtmensch, der sich hartnäckig den Höflingen des Vatikans widersetzt, ohne sich vor der Konsequenz eines Autoritätsverlustes zu sorgen....

      Die Dramaserie ist eine Produktion von Sky, HBO und Canal+

      Die Produktion von "The Young Pope" beginnt im Sommer 2015 und wird voraussichtlich bis Anfang 2016 dauern.

      Regie aller acht Episoden führt Paolo Sorrentino. Die Hauptrolle übernimmt Jude Law



      serienjunkies.de/the-young-pope/


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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „-Makaveli-“ ()

      James Cromwell ist dem Cast hinzugefügt worden. Er wird einen Kardinal spielen

      serienjunkies.de/news/young-po…mwell-kardinal-69681.html


      Erster Teaser ist online. Sieht wie erwartet gut gefilmt aus:

      Neuer Teaser Trailer.



      „Wonder Woman 2“

      5. Juni 2020


      Puh - die Serie ist definitiv anders. Erwartungen hatte ich zwar nicht im konkreten Sinne, aber das sprengt so ziemlich alles. Es funktioniert zwar nicht jede Szene, aber unterhaltsam ist The Young Pope definitiv. Sechs Episoden habe ich bereits gesehen, fehlen noch vier. Dann melde ich mich nochmal bedeutsam detailierter zu Wort, verlasst euch drauf.

      Als Zwischenfazit hinterlasse ich ein positives Dafuq.






      Gerade Episode 5 geguckt und ich stimme dir soweit mal zu. Interessante und ungewöhnliche Serie, gar keine Frage. Jude Law spielt den schwer durschaubaren Papst super und die Bilder sprechen ihre eigene Sprache. Das ist unverkennbar Paolo Sorrentino. Ich hatte ganz am Anfang die Befürchtung, dass "The Young Pope" zu gewollt provokant sein wollen könnte, aber dieses Gefühl verflog ziemlich schnell. Zwar ist die Serie provokant und die katholische Kirche ist sicherlich not amused, aber da steckt mehr dahinter...

      Episode 5 bot jedenfalls einige Highlights. Natürlich die Bildsprache, zum Beispiel als der Papst Voiello bloßgestellt hat und seine Überlegenheit demonstrierte oder auch als er sich für die Rede angezogen hat. Der größte Lacher war selbstverständlich das Ende.
      Spoiler anzeigen
      "Verehter Herr, was für eine Ehre. Dürfte ich fragen, welchem Umstand ich diesen Besuch verdanke?" "Tonino Petolla, unseren Besuch verdankst du dem Umstand, dass du uns gewaltig auf den Sack gehst :D


      Ich schau jetzt noch die letzten drei Episoden fertig und dann gibt´s nen zünftigen Bericht. Die Show gibt einiges her, aber vor allem Diskussionsstoff.

      Doch eines kann ich schon vorweg nehmen:

      TheKillingJoke schrieb:

      @Bavarian

      Wo würdest du denn sagen, liegen bei der Serie die Sympathien? Bei Jude Laws Charakter?


      Nope. Da nicht. ^^ Es ist zwar eine "Freude" ihm zuzusehen, aber im eigentlichen Sinne kann von Sympathie nicht die Rede sein. Sympathien hatte ich schon zu so einigen moralisch fragwürdigen Protagonisten, von Tony Soprano über Heisenberg bis hin zu Frank Underwood, doch hier existiert nicht mal ein Fünkchen. ^^

      levi schrieb:

      die ersten clips zu you pope hinterliesen einen house of cards eindruck.


      House of Cards im Vatikan ist in mancherlei Hinsicht gar nicht so weit hergeholt. Zumal Kirche ja eigentlich nicht viel weniger Politik inne hat. ^^








      Kürzer ging´s nicht. Sorry. Ich verkneif mir schon das meiste. ^^

      Hab die Serie nun binnen drei Tagen durchgesehen, was zunächst ja schon einmal zweifellos für die Serie spricht. Dabei war mir die Pilotfolge noch etwas suspekt, um ehrlich zu sein. Aber es war klar: Da bleib ich dran. Ich meinte, Potential erkannt zu haben und das wurde teilweise genutzt, teilweise aber auch nicht. Zu The Young Pope fallen mir sehr, sehr viele passend erscheinende Adjektive ein. Widersprüchlich, provokant, kritisch, süffisant und zynisch wären da ein paar Beispiele. Nicht alles funktioniert, manchmal agiert man etwas unbeholfen, da die Show etwas überfrachtet an Facetten daherkommt, doch im Regelfall hat es unterhalten. Zumal es im Laufe pointierter wurde. Unberechenbar blieb die Serie aber über die gesamte Laufzeit.

      House of Cards im Vatikan ist gar nicht mal so weit hergeholt, wobei gennantes Beispiel seinen Weg viel konsequenter geht, während The Young Pope einige Stilbrüche zu verzeichnen hat und etwas schwammig und uneins daherkommt. Das beherbergt wiederum jedoch auch einige Reize und macht die Serie zu dem, was sie ist. Eine mutige Serie, die sich ausprobiert. Ich kann mir bestens ausmalen, dass da einige Szenen sehr spontan entstanden sein dürften.

      Um mal einen der zahlreichen Aspekte herauszugreifen: Etwas problematisch war für mich der Werdegang des Papstes selbst, portraitiert von einem bombastisch aufspielenden Jude Law. Es war vor allem in der ersten Staffelhälfte eine Freude ihm dabei zuzusehen, wie er mit eiserner Faust regiert. Gegen alles. Eine One-Man-Army. Der Schrecken eines jeden Kardinals. Das war schon fast auf einem Antipathie-Level auf Joffrey-Niveau (GoT). Da verschlug es mir in nicht wenigen Momenten den Atem.

      Jedoch hatten die Macher die Ambition, die Figur entscheidend zu entwickeln, gerade in den letzten drei Episoden. Doch nach der derart krassen Inszenierung zuvor, prallten die meisten potentiell empathischen Momente bei mir nahezu ab. Sicher erkennt man die inneren Dämonen der Figur und den tragischen Hintergrund, was situativ durchaus berühren konnte, jedoch war bei mir der Zug für eine nachhaltige Wesensveränderung abgefahren. Dazu hat man zuvor viel zu dick und bewusst plakativ aufgetragen, was diesen Charakter betrifft. Einerseits lebt die Serie vom Extremen, andererseits ist das Extreme nicht binnen so weniger Folgen umkehrbar.

      Die Serie spielt aber auch liebend gerne mit Erwartungen. Von augenzwinkernder Ästhetik über offensiver Kirchen-Kritik bis hin zu himmlisch-kitischigen Szenen, bei denen man sich nicht so wirklich darüber im Klaren ist, wie viel Ernst nun dahintersteckt. Man überlädt den Zuschauer mit ironischer Bildsprache und überfrachtet Szenen an Ausdruck und Symbolik. Gibt sich die Serie dann jedoch in gewissen Phasen etwas kleinlauter und bodenständiger, dann hatte ich so ein wenig meine Probleme. Denn so großspurig, wie man sich zunächst gab - was unheimlich unterhaltsam ist - erwartet man das Spektakel und die Übertreibung.

      Was ich letztendlich defintiv festhalten kann, auch wenn ich in mancherlei Hinsicht etwas uneins mit der Show bin: Die meisten Episoden haben mich definitiv gut unterhalten. Es war teils spannend. Es war teils bitterböse. Teils berührend und teils unheimlich amüsant. Das Vatikan-Setting wirkt unverbraucht wie reizvoll. Selbiges gilt für die Dialoge. Insznatorisch hält man so einige Kniffe bereit, auch wenn nicht alles funktioniert hat. Das Ensemble? Souverän. Kritik muss sich die Serie zwar gefallen lassen, aber letzten Endes bin ich froh, dass es die Serie gibt. Season 2 ist fest eingeplant.

      7 / 10






      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Bavarian“ ()

      Leider kommt ja keine zweite Staffel mit Jude Law. Stadtdessen macht Sorrentino eine Art Reboot (?) und nennt die Serie "The New Pope".

      So ganz blicke ich da momentan noch nicht durch, aber nachvollziehbar klingt das für mich absolut nicht.

      serienjunkies.de/news/new-pope-hbo-kndigt-young-83361.html

      Mhh, okay. Allerdings wirkt die Entscheidung im ersten Moment etwas strange. Eventuell eine Art Schutzmechanismus, da man allein in dieser ersten Staffel den Part von Jude Law schon so radikal und ausgiebig in Szene gesetzt hat? Die Figur hat bereits in dieser ersten Staffel ziemlich viele verschiedene Facetten offenbart. So ein wenig holprig erschien mir die Entwicklung schon damals, wobei mir der Young Pope freilich viele starke Momente beschert hat, keine Frage. Womöglich hat man etwas Bedenken, dass sich dieser exzentrische Charakter, der uns bereits dermaßen geballt präsentiert worden ist, zu schnell abnutzt. Bin mir selbst nicht sicher, ob da noch sooo viel zu holen wäre..

      Aber alles nur Mutmaßung. Reinschauen werde ich nach dieser irren ersten Staffel bestimmt.