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True Detective - Season 3

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    Es gibt 102 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Payback.

      Zwar bietet Staffel 3 wieder eine richtig gute atmosphärische Dichte und erstklassiges Schauspiel, aber die miese Auslösung schadet dieser [Staffel] doch beachtlich. Nach wie vor bleibt somit S2 meine Nummer 1.


      „Wonder Woman 2“

      5. Juni 2020


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      Season 3 hat´s mir nicht leicht gemacht. Die erste Hälfte erlebte ich noch eher mäßig, dann wurd´s durchaus besser und die hier kritisierte Auflösung fand ich dann wiederum sogar überraschend angenehm.

      S3 bleibt in einigen Facetten der kleine, nicht ganz so beachtete Bruder von S1. Was Bildästhetik, Symbolik, Figuren und Dialoge angeht, eifert man zunächst schon sehr offensichtlich der ersten Staffel nach, die nach wie vor natürlich die beeindruckendste True Detective-Performance bleibt. Da ist man auf der Suche nach ähnlichen Abgründen, Mythen und Stimmungen, was jedoch total verpufft. Diese Orientierung haben sich gewiss viele nach Season 2 erhofft, doch ich muss ganz klar sagen: Auf einer kuntvollen Ebene war Staffel 2 viel eigenständiger und in meinen Augen auch qualitativ besser. Ebenfalls die Figuren fand ich beim Vorgänger bedeutsam interessanter. Der Crime-Plot-Punkt geht aber klar an S3, wobei das auch keine große Kunst ist. Da hat S2 ja völlig versagt.

      Die Figuren sah ich eher mäßig stark ausgearbeitet in S3. Dorff´s Rolle gab mir schauspielerisch wie inhatlich sehr wenig, während Ali zwar stark aufspielt, die Rolle aber teilweise so unnahbar geschrieben ist, dass sie mir belanglos erschien. In Season 1 wirkte die Detektivarbeit lediglich als Mittel zum Zweck, um sich tiefen Themen (existenziellen, kosmischen, philosophischen...) zu widmen, während hier die Detektivarbeit absolut zentral war und man (teils vergeblich) versuchte, die Tiefe einer ersten Staffel irgendwie an diese Standard-Crime-Genre-Handgriffe anzuhängen.

      Doch die Formkurve ging nach oben. Nach und nach wurden durchaus immer wieder Highlight-Szenen geboten und generell ist der Inszenierung und dem Schauspiel natürlich nichts anzukreiden. Eine wirklich gute Crime-Serie, doch von der ersten Ausnahme-Staffel meilenweit entfernt. Die Finalfolge hatte womöglich keinerlei Wow-Effekt, jedoch fühlte es sich angenehm anders und intim an, wodurch man durchaus aus dem riesigen S1-Schatten hervotrat, den man sich selbst zunächst zu offenstichlich auferlegte.

      Ich fand´s insgesamt - trotz der vielen kritischen Worte - sehenswert, doch mMn darf man den Namen True Detective gerne ruhen lassen. Zwar ist ja von ambitionierten und andersartigen Plänen für eine eventuelle S4 die Rede gewesen, doch mir wär´s viel lieber, man würde im HBO-Crime-Sektor andere Pfade beschreiten. Gerne im Stile von The Night Of und so.

      Season 1 bleibt aber freilich ein Meilenstein der Serien-Historie und das kann den Verantwortlichen keiner mehr nehmen. ;)






      Bavarian schrieb:

      während Ali zwar stark aufspielt, die Rolle aber teilweise so unnahbar geschrieben ist, dass sie mir belanglos erschien


      Das habe ich auch überhaupt nicht verstanden das sie diesen Charakter nicht viel intensiver vertieft haben , sie dachten das die Zeitebenen
      ausreichen würde um tiefe zu schaffen, dem war leider nicht so !

      Ich glaube sie sollten ein Fortsetzung zu S1 drehen .....da steck doch noch so viel drin für einen letzten großen Fall mit den zwei alten Männern




      "Ich bin der Dude! Und so sollten Sie mich auch nennen, ist das klar! Entweder so, oder seine Dudeheit, oder Duda, oder ... oder auch El Duderino, falls Ihnen das mit den Kurznamen nicht so liegt."