The Witch

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    Es gibt 32 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Burning.

      Deine Bewertung für "The Witch"? 11
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      The Witch
      USA 2015

      Regisseur: Robert Eggers
      Drehbuch: Robert Eggers
      Darsteller: Anya-Taylor Joy, Ralph Ineson, Kate Dickie
      Genre: Horror
      Datum: 2016
      Auszeichnungen: Directing Award für Robert Eggers beim Sundance Film Festival 2015




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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Bavarian“ ()

      Puh, alleine der Trailer wirkt vom Farbspiel und der Atmosphäre bereits super authentisch und strahlt etwas äußerst verstörendes aus. Die Kritiker sind übrigens begeistert und bestätigen letzteres, so dass mein Interesse definitiv geweckt ist. Wäre ein Kandidat für eine Spätvorstellung ...

      "It's hard to describe how spectacularly creepy and perverse it all feels in the last half hour."

      "This is Robert Eggers' first feature and it's a knockout in terms of visual flair and dread-filled potenc
      y."

      "One of the most captivating and thought-provoking horror films in years."

      "Beautifully made, bone-chilling horror."

      Meine größte Hoffnung im Genre, bereits seit ich den Trailer vor ´nem guten halben Jahr gesehen habe. Das Hexen-Sub-Genre bietet ordentlich Potential, doch leider wird es zu selten subtil und atmosphärisch, sondern oftmals eher fantastisch oder gar komödiantisch ausgelegt.

      Bei "It follows" oder "The Babadook" habe ich mich zuletzt nicht von sonderlich hohen Erwartungen anstecken lassen, aber hier erwarte ich durchaus ein Genre-Highlight..
      Neuer Trailer.



      „Wonder Woman 2“

      1. November 2019

      Werde mir den neuen Trailer nicht ansehen und freue mich weiterhin sehr auf "The Witch". Ist der einzige Horrorfilm, den ich dieses Jahr (bisher) auf meiner Liste habe. Werde es nur leider nicht zu den FFF Nights schaffen und muss wohl auf die Blu-ray warten, falls der hier nicht doch zufälligerweise im O-Ton laufen wird.

      Mein Problem mit The Witch: die vielen Vorschusslorbeeren, die ich im Vorfeld aufgegriffen hatte, ließen mich einen gruseligen, spannenden und vielleicht auch verstörenden Gruselfilm erwarten.
      The Witch ist jedoch sehr speziell, hat tolle Schauspieler, ist aber ziemlich sperrig und besitzt leider kaum Gruselpotential. Es ist eher ein böses Arthouse-Märchen und Familiendrama der damaligen, dunklen Zeit.

      The Witch wird sicherlich seine Liebhaber finden, mich haben vor allem die religösen Dialoge, die sicherlich sehr authentisch sind, auf die Dauer genervt. Ein paar einzelne Szenen erzeugen auch etwas Spannung und vor allem Atmosphäre, hat aber leider nicht gereicht, um mich in die Geschichte ziehen zu können.

      5/10 Ziegenböcken
      Ui, das klingt jetzt aber wirklich nicht berauschend. Ich hab auch auf einen gruseligen Film gehofft, aber durch deine Meinung schraube ich meine Erwartungen mal besser etwas nach unten. Sonntag gehe ich rein, die Review folgt dann kurz darauf.
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      patri-x schrieb:

      Ui, das klingt jetzt aber wirklich nicht berauschend. Ich hab auch auf einen gruseligen Film gehofft, aber durch deine Meinung schraube ich meine Erwartungen mal besser etwas nach unten. Sonntag gehe ich rein, die Review folgt dann kurz darauf.


      Es gab aber auch einige auf dem FFF, die den Film sehr gut fanden! Ich würde nur keinen Horrorfilm erwarten, dann funktioniert The Witch glaub ich besser.
      Das war der Hexen-Film, auf den ich gewartet habe. Eine Thematik, die theoretisch so viel hergibt, aber nur selten (gut) präsentiert wird. Mit Bedauern blicke ich auf die bescheidenen Versuche im Serienuniversum zuletzt zurück - ja, ich meine euch, Salem und American Horror Story - doch "The Witch" war exakt das, was ich mir erhofft habe. Kein plumper, aufgesetzter Hexendurchfall, sondern herrlich subtil, bizarr, (arthouse-)dramatisch und "massenuntauglich" - schließlich hat die Hälfte der Leute den Saal verlassen. Das war wohl nicht der routinierte Jump-Scare-Lieferant, den die Leute wollten.

      Der Film ist nicht perfekt, aber zweifelsfrei gelungen. Mit seinem minimalen Budget liefert der Film so viel mehr, als 95% der jüngeren Genre-Werke. Das ausdrucksstarke Acting, die grandiose Kulisse sowie die unbehagliche Musik machen das Werk ungemein atmosphärisch wie ästhetisch. Die Dialoge können durchaus zwischendurch anstrengen und manchmal lehnt sich der Film wohl sogar etwas zu sehr zurück, Anflüge von Langamtigkeit werden aber meist erfolgreich abgewehrt. Generell habe ich mich der Behäbigkeit sehr gerne hingegeben. "Das Böse" bleibt in erster Linie der Rahmen, das aber dennoch geschickt auf das Drama inmitten einwirkt. Und gerade deswegen machte diese Exklusivität die expliziten Szenen so effektiv.

      Schönes Ding.. (sofern man nicht nach typischem Horror giert)

      7 / 10

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Bavarian“ ()

      Neuengland im 17. Jahrhundert: Der strenggläubige William (Ralph Ineson) verlässt mit seiner schwangeren Frau und seinen vier Kindern die Siedlung, da ihm die Menschen dort nicht christlich genug leben. Die Familie baut in der Wildnis einen Hof auf und möchte das Land zähmen bewirtschaften. Katherine (Kate Dickie) bringt schließlich einen weiteren Sohn auf die Welt. Einige Zeit später passt die älteste Tochter Thomasin (Anya Taylor-Joy) auf das Baby auf, doch plötzlich und unerklärlich verschwindet das Kind im Wald. Die trauernde Familie geht zunächst von einem Wolfsangriff aus. Doch dann sprechen die jüngsten Kinder Williams einen anderen Verdacht aus, der immer mehr Fuß fassen kann: Eine Hexe hat das Baby gestohlen.

      Es gibt kaum eine Begebenheit in der Geschichte, die interessanter und erschreckender ist als die der Hexenverfolgung. Zu keinem anderen Zeitpunkt vermischten sich Aberglaube, religiöser Fanatismus, Angst, Machtinteresse und Denunziation zu einem tödlicheren Cocktail. Die düstere Faszination für das Thema hält bis heute an. So werden Hexen auch immer wieder Gegenstand in Film und Fernsehen, allerdings häufig auf einer sehr oberflächlichen und plumpen Ebene. Der Trailer zu "The Witch" versprach mir eine andere Herangehensweise – und ich wurde nicht enttäuscht.

      Allerdings muss ich auch eine Warnung aussprechen: "The Witch" ist alles andere als ein normaler Horrorfilm. Für gewöhnlich arbeitet das Genre ja mit billigen, aber effektiven Jump-Scares und Protagonisten, die mit einer übernatürlichen Macht konfrontiert werden, sich aufgrund ihrer Normalität aber so verhalten, wie es der Zuschauer auch tun würde. All das ist bei "The Witch" nicht der Fall. Wer mit den falschen Erwartungen hinein geht, wird schnell enttäuscht werden. So lautete das Fazit meine Sitznachbarn: "Das war der beschissenste Horrofilm, den ich je gesehen habe."

      Man kann "The Witch" nur genießen, wenn man sich von Anfang an auf einen Fakt einlassen kann: Die Menschen in dieser Zeit waren felsenfest davon überzeugt, dass es einen Teufel gibt, der mit Menschen Bündnisse eingeht und sie zu Hexen macht. Wenn man diese Denkweise nicht annehmen kann, bleibt der Film unnachvollziehbar und wirkt vielleicht sogar stellenweise komisch. Insofern ist der Film in erster Linie etwas für diejenigen Zuschauer, die sich für die tatsächlichen Umstände des Hexenglaubens interessieren – oder in anderen Worten: Etwas für Historiker und Theologen. Und bei diesem Publikum kann "The Witch" so richtig punkten. Egal, ob es sich um Flugsalben, Tierzauber oder Hexensabbat handelt – der Film findet Mittel und Wege, diese abergläubischen Vorstellungen beklemmend und faszinierend zu visualisieren. Dabei vermischt sich die tatsächliche Handlung zunehmend mit der Einbildung der Charaktere. Auch der Zuschauer muss sich die Frage stellen, was nun wirklich geschieht und was nicht. Beziehungsweise bildet "The Witch" gekonnt die Vorstellungen ab, die sich wirklich in den Köpfen der damaligen Menschen abspielten. Auch psychologisch Interessierte dürften auf ihre Kosten kommen, denn der Film lässt sich auch als komplexes Familiendrama verstehen.

      Viele Elemente tragen zur hohen Authentizität von "The Witch" bei. Die Dialoge bedienen sich bei historischen Dokumenten und Protokollen, was die Sprache zwar sperrig, aber auch echt wirken lässt. Die Schauspieler waren mir – bis auf Kate Dickie aus der Serie "Game of Thrones" – gänzlich unbekannt, doch sie waren allesamt gut gewählt. Besonders loben möchte ich die ausdrucksstarke Anya Taylor-Joy, aber auch die jüngeren Kinderdarsteller, die eine absolut glaubwürdige Darstellung ablieferten. Der Look des Films ist düster und dreckig, Kamera und Soundtrack tragen ihren Teil zur unbehaglichen Stimmung bei. Insgesamt ist das Tempo eher gemächlich, für viele vermutlich zu langsam, doch ich empfand es inmitten all der gehetzt wirkenden Blockbuster als angenehme Abwechslung. Dennoch hätte ich mir den Plot an manchen Stellen etwas kerniger und komprimierter gewünscht.

      Fazit: "The Witch" ist kein schneller Schocker, sondern eine Arthouse-Perle, die ihr Publikum unter denjenigen finden wird, die sich gerne mit dem Thema Hexen aus historischer, theologischer oder psychologischer Perspektive beschäftigen. Es gibt ganz starke 8 von 10 Popcornguys!

      Erwinnator schrieb:

      Nach den guten Kritiken hier, ärgert es mich noch mehr, dass The Witch hier nirgendwo im Kino läuft. Fühle mich mal wieder wie am Arsch der Welt...


      Ich musste auch 40 Minuten für den Film fahren. Wir scheinen uns den Arsch der Welt also fast zu teilen. ;)
      In der Weltmetropole Ingolstadt läuft er sogar in (allen) zwei Kinos. Boom. 40 Minuten Fahrtzeit wäre er mir aber auch wert gewesen. ;)

      Ich hoffe jetzt bereits auf ein schickes Mediabook. Werke von diesem Schlag profitieren bei mir meist von einer Zweitsichtung im heimischen Kino. Da kann aus der jetzigen 7 durchaus noch eine 8 werden. :)

      Erwinnator schrieb:

      Nach den guten Kritiken hier, ärgert es mich noch mehr, dass The Witch hier nirgendwo im Kino läuft. Fühle mich mal wieder wie am Arsch der Welt...


      Wobei man hier eher fast ein Familien Drama erwarten wollte, mit kleinen Gruseleinlagen die aber recht unaufgeregt Präsentiert werden bin auch gespannt wo man Anya Taylor-Joy in Zukunft sehen wird sie hat ihre Rolle wirklich gut gespielt.