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Molly's Game (Aaron Sorkin)

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    Es gibt 31 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von The_Ghost.

      Dafür, dass ich die Story hinter Molly's Game eigentlich äußerst unspektakulär und fast langweilig finde, hat Sorkin hier einen ganz netten Film abgeliefert. Der hätte nicht wirklich 140 Minuten lang sein müssen, ist er aber. Größter Pluspunt sind Drehbuch und Chastain. Die Dialoge sind so, wie man das von Sorkin erwartet, also ohne Punkt und Komma Dauerfeuer. Das mag man oder nicht. Mein größtes Problem ist wie gesagt die Story. Reiche Typen spielen Poker um viel Geld. Joa. Klar, irgendwie schon ulkig, wie ein angehender Skistar zum Organisator solcher "illegalen" Events wird und dann auch noch irgendwie ein wenig in Mafiageschäfte hineingerät, aber am Ende sagt
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      der Richter es ja sinngemäß selbst: "Wir sind hier gegenüber der Wall Street und diese Typen begehen in ihrer Mittagspause größere Straftaten als in dieser Anklage zu finden sind." Bleibt noch die gelungene Beziehung zwischen Molly und ihrem Vater, aber das ist insgesamt eher ein kleiner Teil und auch nichts Großartiges.

      Inszenatorisch ist Molly's Game kein Glanzstück. Man bedient sich bei verschiedenen bekannten Stilmitteln, aber das hat man alles schon deutlich hübscher gesehen. Extreme Schnittgewitter, hauptsächlich am Anfang, sind mir auch eher negativ aufgefallen.

      6/10

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „freido“ ()

      Deutscher Trailer:




      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Gambit“ ()

      Von der Profi-Skifahrerin zur "Poker-Königin". Der Plot ist kurz, doch Mollys Weg in die glamouröse Welt ist turbulent und ereignisreich. Wunderbar verkörpert von Jessica Chastain durchlebt man als Zuschauer das schicksalshafte Auf und Ab der Molly Bloom. Der ständige Sprung der Zeitebenen und die starken Dialoge lassen trotz der langen Laufzeit keine Langeweile aufkommen. Aufgelockert wird das ganze durch toll inszenierte Pokermatches und interssante Nebencharaktere. Ein rundum gelungenes Biopic.

      8/10
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      Also ich fand ihn sehr ordentlich! Ziemlich anstrengend und sogar ein wenig langweilend fand ich im Mittelteil das viele Fach-Kauderwelsch. Damit meine ich nicht mal die Poker-Thematik, es ging einfach viel um Geld und Justiz, da bin ich dann ein bisschen ausgestiegen. Aber die Darsteller und die flotte, beziehungsweise frisch wirkende Inszenierung haben mich dann doch am Ball gehalten. Am Ende wurde es sogar dann einigermaßen emotional (Stichwort: Kevin Costner), das hat mir auch gefallen. Letztendlich hätte ich aber glaub ein Drama über eine Skispringerin gesehen. :D Während einem Großteil des Films musste ich mich darauf konzentrieren, wie umwerfend schön eigentlich Jessica Chastain ist.

      7/10
      140 Minuten die im Flug vergehen. Auch die zweite Sichtung hat mir außerordentlich Spaß gemacht. Jessica Chastain, starke Dialoge, unchronologische Erzähltstruktur, unterhaltsame Auflockerungen, Idris Elba und Jessica Chastain sorgen für ein tolles Filmerlebnis. Und ja, Jessica Chastain habe ich bei der Aufzählung bewusst zweimal genannt.

      8/10
      Molly´s Game

      Bei meiner letzten Bestellung hab diesen Film als "Füllmaterial" noch meinen Warenkorb hinzugefügt, damit ich auch tatsächlich 3 Titel zum Preis für 2 haben kann. Dazu möchte ich nicht verschweigen, dass ich dies aufgrund einer Empfehlung von dem lieben Herrn @Scholleck getan habe. Sicher, ein Risikofaktor, aber, und das wird vielleicht einige überraschen, dem Mann kann man vertrauen. ;)
      Habe den Kauf nicht bereut.

      Der Film dauert zwar ca. zwei Stunden und fünfzehn Minuten, dennoch war die Zeit wie im Flug vergangen, was zum einen an dem vorgelegten Tempo lag, und zum anderen an der nichtlinearen Erzählweise, die mir sehr gut gefallen hat. Gefühlte siebzig Prozent spielte sich in der Vergangenheit ab und wurde dabei von Jessica Chastain aus dem Off kommentiert, wofür es von mir ebenfalls einen Pluspunkt gibt, da ich das immer sehr gerne hab.
      Es wird berichtet von ihrem Fall als Skifahrerin, über den Aufstieg in der Pokerszene und über die Komplikationen die es mit sich bringt, wenn man in einer solchen Branche tätig ist. Charaktere werden vorgestellt, Geschichten von Figuren, die Molly´s Werdegang beeinflusst haben, werden erzählt und mal verschwinden diese Menschen wieder, mal bleiben sie ein fortwährender Bestandteil der Story.
      In der Gegenwart werden die Ereignisse analysiert und es wird versucht, Schadensbegrenzung zu betreiben, was anhand des Scherbenhaufen´s, der auch vor privaten Problemen keinen Halt macht, gar nicht so einfach ist.

      Der Film bleibt von Anfang bis Ende äußerst unterhaltsam, da zum einen Molly´s Werdegang ungemein interessant ist, und zum anderen lag das an den gut geschriebenen Dialogen, die sich die Protagonisten in Höchstgeschwindigkeit um die Ohren pfeffern. Und auch wenn ich nie nervös war oder meine Nägel in den Fernsehsessel gekrallt habe, empfand ich den Film doch als relativ spannend, was auch an den Schicksalen lag, das die ein oder andere Nebenfigur getroffen hat.

      Jessica Chastain macht das wie gewohnt sehr gut, gibt die starke Frau mit eisernem Willen und einer gehörigen Portion Zielstrebigkeit sehr gut wider und sie schafft es ohne Mühe, den Film zu tragen. Dazu empfand ich ihre Figur auch trotz mancher Probleme im sozialen Umgang als äußerst sympathisch und ich habe ihr wirklich nichts schlechtes gewünscht. Ab und zu hat mich Chastain etwas zu sehr an ihre Figur aus "Die Erfindung der Wahrheit" erinnert, aber dafür gibt es keinen Punktabzug.
      Idris Elba ist einfach ein extrem cooler Schauspieler und von ihm habe ich noch keine schlechte Leistung gesehen, was sich auch in Molly´s Game nicht geändert hat. Seine Figur ist selbstbewusst, intelligent, hat den Durchblick. Macht Spaß im zuzusehen und gerade die Szenen mit Chastain sind ein wahrer Genuss.
      Dazu möchte ich noch Michael Cera erwähnen, der eine wirklich interessante Rolle spielen durfte und für die ich ihn vermutlich nicht besetzt hätte, wenn ich was zu sagen hätte. Aber man kann nur sagen, dass er sie zum Glück bekommen hat, denn auch er hat mir überraschend gut gefallen.

      Ansonsten fällt mir nicht viel ein, mit was der Film gut punkten konnte und das könnte man jetzt als (kleinen) Kritikpunkt auslegen. Der Rest bewegt sich auf einem durchschnittlichen, man könnte auch sagen, bewährtem Niveau. Musik, Schnitt, Kameraeinstellungen etc. zeigten allesamt nichts besonderes, was aber im Grunde auch gar nicht nötig ist.
      Die handwerklichen Aspekte werden routiniert abgearbeitet und verleiht dem Ganzen, in Kombination mit den Dialogen und der Tatsache, dass kein Humor vorhanden ist, einen recht kühlen Unterton, der allerdings auch nicht fehl am Platz wirkte.
      Ich kam damit klar.

      Alles in Allem kann man Molly´s Game eigentlich jedem Freund von Dramen ans Herz legen, der vor langen Dialogen nicht zurückschreckt, eine nicht-lineare Erzählart zu schätzen weiß und Idris Elba und vor allem Jessica Chastain gerne sieht.
      Spannend, interessant, intelligent und auch das der Film auf wahren Begebenheiten beruht, macht ihn sicherlich nicht schlechter.
      Zwar habe ich ihn am Anfang als "Füllmaterial" bezeichnet, aber das ist er weiß Gott nicht.

      8 von 10 Punkten

      Prunkstück von Molly's Game sind erwartungsgemäß natürlich die Dialoge. Was Sorkin hier wieder abgefeuert hat, ist der pure Wahnsinn. Geschliffen zur Perfektion, schnell, nie ohne Sinn und Zweck, wild springen. Ja, so macht das echt Spaß. Und Chastain brilliert in ihrer Rolle als Molly Bloom halt einfach mal komplett. Würde sagen, dass dies gemeinsam mit "Miss Sloane" ihre bisher beste Leistung ist.

      Aber auch von ihr abgesehen, ist der Film wirklich gelungen. Zwar mit einer Spieldauer von knapp 140 Minuten, aber die merkt man zu so gut wie keiner Sekunde. Es ist echt faszinierend, all diesen Poker-Junkies beim Spielen zuzusehen - und das selbst ohne großartige Pokerkentnisse. Handlungstechnisch bietet der Film vielleicht nicht allzu viel, aber das habe ich nun auch nicht erwartet. Großartiges (Dialog-)Kino.



      7,5/10
      :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :halbstern: :stern2: :stern2:
      Mein Filmtagebuch



      „I think storytelling is all about children. We human beings love to hear stories being told - and it first happens when you're a kid.“
      - David Chase

      Chastain und Elba spielen wie zu erwarten souverän und Sorkin geht sein typisches Tempo, das mit gewohnter Leichtigkeit ein paar Mängel ausbügelt. Eine interessante Verhandlung, irgendwo zwischen einer Ellbogen-, Erfolgs- sowie Prestigegesellschaft und ethischen Fragestellungen. Sehenswert!






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      Aaron Sorkin liefert mit Molly’s Game wieder das ab, was er am besten kann und zwar messerscharfe Dialoge zu schreiben. Pausenlos prasseln unheimlich gute Dialoge auf den Zuschauer nieder, der das Ganze wie ein Tennismatch verfolgt. Es macht sehr viel Spaß die Wortgefechte zwischen diesen talentierten Schauspielern zu beobachten. So bleibt der Film, trotz seiner üppigen Laufzeit von 140 Minuten stets unterhaltsam und wird nie langweilig.
      Jessica Chastain zeigt wie gewohnt eine großartige Performance und verkörpert Molly Bloom mit der nötigen unterkühlten Art aber in gewissen Momenten auch mit einer passenden Emotionalität.

      Zwar kommt Sorkin’s Regiedebüt mit wenig inszenatorischer Raffinesse und einem manchmal unvorteilhaften Schnitt aus, aber dafür bügeln die Dialoge und das gelungene Drehbuch (wenn auch nicht sein bestes) das wieder aus.

      Kurz: Molly‘ Game ist ein toller Film, mit starken Performances und messerscharfen Dialogen. Unbedingt ansehen!

      8/10


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