Sharp Objects (Amy Adams, Gillian Flynn; HBO)

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    Es gibt 38 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Burning.

      Ich habe am Wochenende die erste Folge gesehen. Zunächst vorab: Ich habe das Buch vor ca. 2 Jahren gelesen. Schon im Vorfeld dachte ich mir, dass in der Serie alles gestreckt werden müsste, im Buch geht es doch etwas schneller vorwärts, ist es auch nicht unbedingt das dickste Buch (Gone Girl und Dark Places haben wesentlich mehr Seiten).

      So sieht man Amy Adams auch schon mal etwas länger Auto fahren. Aber man nimmt sich hier Zeit, und das kreide ich der Serie nicht an. Man versucht, den Stoff irgendwie noch tiefgründiger zu machen. Mehr Drama, mehr Psyche usw., was im Buch teils zu schnell geht. Wird nicht jedem gefallen, aber ich kann den Grund nachvollziehen.
      Jemand, der das Buch nicht kennt, wird vielleicht mehr Suspense und Spannung erleben. Dinge werden langsam aufgebaut und angeteasert, was für Buchkenner halt nicht so funktioniert. Von daher: Alles gut.

      Adams passt hervorragend in die Rolle. Beim Buch wollte der Charakter sich mir nie ganz erschließen bzw. gab es die abgefuckte und die starke Persönlichkeit, die nie wirklich zusammenpassen wollten. Adams, ihr Erscheinungsbild uns alles, ist äußerst rund.

      Wir schauen erstmal weiter, auch wenn das Entertainment Paket demnächst ausläuft. Vielleicht verlängern wir ja sogar noch :)
      Bin gerade mit der 6ten Folge durch, ich brauchte ja ein wenig um in die Serie rein zu finden auch weil der Erzzählstil etwas unkonventionell ist. Auch der eigentliche Mordfall wird ja irgendwann eher zur Nebensache dafür erhält man immer mehr Einblick in die düstere Vergangenheit von Camille und ihrer völlig gestörten Familie dabei sticht insbesondere ihre Schwester Amma hervor bei der man aufgrund ihrer Stimmungsschwankungen nie so richtig weiss woran man eigentlich ist.

      Am Intensivsten waren sicherlich die Rückblicke wo Camille in der Psychiatrie war, und man miterleben durfte wie sie sich um ihrer Zimmergenossin kümmerte.
      Spoiler anzeigen
      Der Selbstmord, und Camille die danach dann vollkommen ausflippte waren jedenfalls ein schlag in die Magengrube.


      Jedenfalls eine äusserst intensive Serie, die leider schon bald vorbei sein wird werde dann sicherlich irgendwann noch einmal von vorne schauen. Weil das ist eine Serie die man besser ohne eine grosse Pause guckt, auch streut der Regisseur immer gerne mal etwas ein bin mir sicher bei einem Rerun fällt mir das ein oder andere noch auf.
      Auch wenn Sharp Objects erzählerisch nicht allzu viel auf der Brust hat, hat mir die Miniserie durchaus sehr gut gefallen. Schon alleine vom Setting, der Südstaaten-Atmosphäre und dem überaus gelungenem Cast. Sharp Objects ist wirklich schön anzusehen und mit Amy Adams perfekt besetzt. Sehr schön, dass man sie in satten acht Folgen hintereinander sehen konnte.

      Wie gesagt, von der Handlung her hat Sharp Objects nicht allzu viel zu bieten. Die Geschichte rund um die Mord ist auch nicht unbedingt allzu interessant, geschweige denn spannend und hat auch keine überraschende Auflösung zu bieten. Aber was die Miniserie wirklich sehr gut kann, ist die Geschichte dieser völlig kaputten Stadt und den noch viel kaputteren Menschen zu erzählen. Meistens nur durch Bilder, aber auch mal durch Dialoge. Und genau dies ist auch die Stärke, die Sharp Objects mit jeder Episode mehr auszuspielen beginnt. Man taucht immer weiter in die Psyche von Adams Figur ein, gleichzeitig aber auch in die des Städtchens und erkennt immer mehr, wie dieser Drei-Straßen-Ort einen Menschen negativ prägen kann.

      Sharp Objects mag zwar keine großartige Handlung bieten, ist aber dennoch ein Genuss zu sehen, da hier so gut wie alles miteinander harmoniert und perfekt in Szene gesetzt ist. Ganz große Klasse, die HBO hier wieder mal auf uns losgelassen hat. Eine Serie über Verzweiflung, Wut, Hass, Abscheu, Neid, Missgunst und all die negativen Eigenschaften, die ein Mensch beherbergen kann.
      Deutscher Trailer:



      ANZEIGE
      Geiler Scheiß. HBO liefert mit Sharp Objects massiv ab und lässt damit die jüngsten HBO-Dramen Here and Now und Succession deutlich hinter sich. Nach den ersten zwei oder drei Folgen empfand ich das Drehbuch noch als zu defensiv, wenn auch bereits sehr vielversprechend, doch im Laufe habe ich verstanden und verinnerlicht, was die Show von mir will. Und dann hab ich durchaus Großes erleben dürfen. Wie @Burning bereits schildert: Die Zutaten wirken sehr klassisch. Kleinstadt. Mord. Eine verlorene Tochter kehrt zurück und muss sich mit ihren inneren Dämonen auseinandersetzen. Amy Adams als Reporterin, deren Recherche in einer Entlarvung und Findung ihrer selbst endet. Doch die brillante Bildsprache, eine höchstgradig atmosphärische Inszenierung und das bemerkenswerte Acting katapultieren Sharp Objects in qualitativ ungeahnte Höhen.

      Nach Nocturnal Animals und Arrival beweist der Rotschopf ein weiteres Mal ein goldenes Händchen in ihrer Rollenauswahl und schafft es, die Serie absolut zu tragen, wobei eigentlich das gesamte Ensemble überzeugt. Man inszenierte das Örtchen Wind Gap gekonnt als ein Museum voller Traumata, Unheilvollem, bitterer Pillen und toxischer Erinnerungen, während sich ein mythisch-lethargischer Schleier über den Bildschirm legt, der auf ästhetischer Ebene an ein paar True Detective Season 1-Vibes erinnert. Hinzu kommen starke Metaphern (Modellhaus, Spinne) sowie Allegorien (Weiße Frau), was insgesamt wirklich erfrischende und intelligente Feminismus-Debatten befeuert. Wenn man mir als Schmankerl dann auch noch Töne von Led Zeppelin und The Doors spendiert , dann hat man bei mir gleich ein paar Extra-Sympathien gesammelt. ;)

      Starke Mini-Serie, auf die man sich wohl etwas einlassen muss. Doch dann wird man auch belohnt. Ansehen!
      Ich habe Sharp Objects natürlich gesehen, war nur zu faul irgendetwas dazu zu schreiben :whistling: :D

      Ich fand die Serie gelungen, auch wenn sie zwischen Folge 4-6 einen kleinen durchhänger hat. Aber die langsame Erzählung, die Atmosphäre und die völlig kaputten Charaktere machen die Serie durchaus sehenswert. Mit Folge 3 und dem Finale bietet die Sharp Objects zwei hervorragende Episoden und ein tolles gleichzeitig auch verstörendes Ende. Einzig Jean-Marc Vallée's Regie hat mich (wie schon bei Big Little Lies) ein wenig genervt. Aber Schauspielerisch werden starke Leistungen geboten. Amy Adams kann mit ihre psychisch labilen Figur sehr überzeugen, aber der Star der Serie ist ganz klar Eliza Scanne, die mit ihrem überaus ambivalenten Schauspiel, alle anderen an die Wand spielt.
      Unter dem Strich eine wirklich gelungene Serie, man muss sich nur darauf einlassen können.

      Aber da das berüchtigte Logo mit dem M im Vorspann fehlt, dürfte es wohl für viele uninteressant sein :uglylol: ​​​​​​​


      LETTERBOXD

      Mein YouTube Kanal:
      dieKritik
      My Man! Wusste doch, dass man sich auf dich verlassen kann ^^


      The_Ghost schrieb:

      Aber da das berüchtigte Logo mit dem M im Vorspann fehlt, dürfte es wohl für viele uninteressant sein :uglylol:

      Deswegen können wir hier auch öffentlicht - und dennoch unbemerkt - einfach über diese Unwissenden herziehen :rotfl:

      Burning schrieb:

      The_Ghost schrieb:

      Aber da das berüchtigte Logo mit dem M im Vorspann fehlt, dürfte es wohl für viele uninteressant sein :uglylol:

      Deswegen können wir hier auch öffentlicht - und dennoch unbemerkt - einfach über diese Unwissenden herziehen :rotfl:

      *hustkeuchhust*

      :P

      Ist auch für mich ne interessante Serie aber da ich kein Sky hab, werd ich auf die BR warten. Aber ist durchaus gut zu wissen, dass weder Adams noch Flynn enttäuschen. :)

      "You're fighting a war you've already lost."
      "Well, I'm known for that."