Oscars 2017

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    Es gibt 202 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Scholleck.

      Nur um die Punkte für die Threaderstellung abzugreifen, fangen wir diesmal mit den Diskussionen für die Oscars '17 schon im Juni an. Übrigens glaube ich, dass die extrem von den Präsidentschaftswahlen in den USA abhängen werden. Sollte Trump gewinnen, bekommen mit Sicherheit "Birth of a Nation" und "Loving" einen Schub nach Vorne; sollte Clinton gewinnen, bekommt "Billy Lynns Long Halftime Walk" einen Schub. Übrigens will ich von dem mal dringend das 120 FPS-Material sehen.

      So. Und jetzt ihr. :P

      "You're fighting a war you've already lost."
      "Well, I'm known for that."
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      Scorsese und Villeneuve gewinnen alles, der Rest wird bitter weinen.

      Ne, keine Ahnung. Nach dem "Skandal" dieses Jahr, werden mit Sicherheit viele Afroamerikaner nominiert, also hat "Birth of a Nation" mit den entsprechenden Kritiken sicherlich gute Chancen. Ansonsten mal sehen. Ich hoffe aber wirklich auf Scorsese und Villeneuve. Auch "Manchester by the Sea" spielt hoffentlich eine Rolle (vorausgesetzt der ist wirklich so gut).

      Oh ein Oscar Thread :D

      Grundsätzlich auf dem Zettel habe ich:
      Spoiler anzeigen

      Allied
      A United Kingdom
      Beat-Up Little Seagull
      Billy Lynn's Long Halftime Walk
      Birth of a Nation
      Bleed for This
      Café Society
      Christine
      Deep Water
      Denial
      Everybody Wants Some
      Fences
      Florence Foster Jenkins
      HHhH
      Hidden Figures
      Jackie
      La La Land
      Lion
      LBJ
      Loving
      Manchester By The Sea
      Moonlight
      Nocturnal Animals
      Passengers
      Silence
      Snowden
      The Day They Arrived (SOYL, Arrival)
      Sully
      The Founder
      The Girl on the Train
      The Light Between Oceans
      The Zookeeper's Wife
      Wakefield
      Weightless
      Wilson


      Wenn ich heut tippen müsste würde es folgendermaßen aussehen:
      Spoiler anzeigen

      Bester Film:
      1. Silence
      2. Billy Lynn's Long Halftime Walk
      3. Birth of a Nation
      4. Manchester By Sea
      5. Story of your Life
      6. La La Land
      7. Loving
      8. Five Seconds of Silence
      Hauptdarsteller:
      1. Denzel Washington - Fences
      2. Woody Harrelson - Wilson
      3. Nate Parker - The Birth of a Nation
      4. Andrew Garfield - Silence
      5. Joe Alwyn – Billy Lynn’s Long Halftime Walk
      Hauptdarstellerin:
      1. Viola Davis - Fences
      2. Ruth Negga - Loving
      3. Meryl Streep - FFJ
      4. Amy Adams - Story of Your Life (The Day They Arrived)
      5. Emma Stone - La La Land
      Nebendarsteller:
      1. Liam Neeson – Silence
      2. Armie Hammer - The Birth of a Nation
      3. Aaron Eckhart - Sully
      4. Michael Shannon - Nocturnal Animals
      5. Marshehala Ali - Moonlight
      Nebendarstellerin:
      1. Michelle Williams – Manchester by the Sea
      2. Naomi Harris - Moonlight
      3. Annette Bening – The 20th. Century Women (wahrscheinlich doch Lead)
      4. Laura Dern - Wilson
      5. Kristen Stewart - Billy Lynn's Long Halftime Walk

      Drehbuch Original:
      1. Manchester by the Sea
      2. The Birth of a Nation
      3. Loving
      4. Everybody Wants Some
      5. Cafe Society
      Drehbuch Adaptiert:
      1. Billy Lynn's Long Halftime Walk
      2. Fences
      3. Silence
      4. Story of Your Life
      5. Wilson

      Natürlich alles ungesehen und rein spekulativ vertrauend auf: Drehbuch Reviews, Screenings, Cannes, Narrativen usw.

      Mit Fences, Loving, Hidden Figures, Moonlight, A United Kingdom und Birth of no Nation sind nach der #Oscarssowhite Debatte in diesem Jahr einige vielversprechende "POC" Filme dabei.


      "No form of art goes beyond ordinary consciousness as film does,
      straight to our emotions, deep into the twilight room of the soul.
      "
      Ingmar Bergman
      Wohl wahr, aber er hätte es ruhig noch ein paar Jahre machen können.

      Deutschlands Shortlist für die Oscars:

      - Nebel im August
      - Er ist wieder da
      - Auf Augenhöhe
      - Power to Change
      - Der Staat gegen Fritz Bauer
      - Das Tagebuch der Anne Frank
      - Toni Erdmann
      - Vor der Morgenröte

      Am 25. August wird bekanntgegeben wer ins Rennen geschickt wird. Höchstwahrscheinlich 'Toni Erdmann'.


      "No form of art goes beyond ordinary consciousness as film does,
      straight to our emotions, deep into the twilight room of the soul.
      "
      Ingmar Bergman

      Wucki schrieb:

      Am 25. August wird bekanntgegeben wer ins Rennen geschickt wird. Höchstwahrscheinlich 'Toni Erdmann'.

      Zu 99 Prozent. Ade ist mittlerweile Academy-Mitglied und das nicht ohne Grund. Hoffentlich zumindest nicht schon wieder ein Nazi-Film. ^^ Aber eine Nominierung dürfte das höchste der Gefühle werden und auch das wäre schon m.E. über jeder Erwartung.

      "You're fighting a war you've already lost."
      "Well, I'm known for that."
      Den schickt man, wenn man mit den Oscars nichts zu tun haben will :D

      Bei Toni Erdmann bin ich mal gespannt obs nur ein Critics Pick bleibt, oder ob der auch so in den USA relativ gut angenommen wird. Würde dem dann schon ein bisschen was ausrechnen.

      Kenne sonst nur den Fritz Bauer Film, der war auch OK. Aber alles außer Toni Erdmann wäre schon ne Überraschung.


      "No form of art goes beyond ordinary consciousness as film does,
      straight to our emotions, deep into the twilight room of the soul.
      "
      Ingmar Bergman
      Ja, vielleicht wäre "Er ist wieder da" schon irgenwdie ein Stinkefinger Richtung Oscars. Nazis mal lustig, und noch dazu aus Deutschland. ;) Wobei ich echt sagen muss, dass der Film alles andere als verkehrt ist. Ich empfand ihn als tolle Satire mit einigen interessanten Denkanstößen, gerade, was die momentane Lage in Deutschland so angeht.
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      freido schrieb:

      "Fences" passt thematisch besser zur aktuellen Situation als "The Birth of a Nation." Kann mir vorstellen, dass das auch ne Rolle spielt.

      So weit ich weiß, spielen auch die Vergewaltigungsvorwürfe gegen Nate Parker ne Rolle. Schuldig gesprochen wurde er nicht, aber die Sache hat im Moment ne Menge Beigeschmäcker. Und die Academy wird sich wohl nicht drauf einlassen, den Film groß zu feiern.

      "You're fighting a war you've already lost."
      "Well, I'm known for that."
      Wer sich demnächst unter Filmfreuden blamieren will, weil ich mal wieder großen Quatsch erzähle. Here we go. Es geht rein um die Möglichkeit einer Nominierung. Einen Sieg jetzt schon voraus zu sagen ist relativ unmöglich (ich werde es trotzdem machen ^^ ), bis auf eine Kategorie ist alles noch viel zu offen. Vermeintliche Top Contender können sich als Flops herausstellen, auf 2017 verschoben werden usw.

      Bester Film:

      Top Kandidaten:
      Arrival -- Billy Lynn's Long Halftime Walk -- Birth of a Nation -- Fences -- La La Land -- Loving -- Manchester by the Sea -- Moonlight -- Silence -- Sully

      Es ist relativ ungewöhnlich dass man zu dieser Zeit nicht zumindest einen Film als klaren Favoriten benennen kann. Silence und Billy Lynn's Long Halftime Walk böten sich da eigentlich an, aber von Silence war noch gar nichts zu sehen, zumal ihm auch immer noch ein Startdatum fehlt. Allerdings ist Silence auch das Herzensprojekt von Scorsese und braucht deswegen wohl so lange in der post. Ich erwarte einen späten Dezember Start, evtl. erst limited und im Januar dann wide (letztes Jahr war es bei The Revenant ähnlich). Mit einer sehr guten Rezeption (Metascore 85+) einer der Favoriten. Allerdings kann es natürlich trotzdem passieren das Silence auf 2017 verschoben wird, gerade weil Paramount mit Arrival, Fences und Allied noch drei weitere potentielle Anwärter im Herbst anlaufen lässt. BLLHW könnte von Megahit bis Flop alles sein. Wurde von vielen im Lineup des NYFF erwartet, war dann aber doch nicht dabei. Update: Billy Lynn feiert seine Weltpremier nun doch beim NYFF. Beide Filme Nur Silence hat keinen Festivalstart, dass muss nichts heißen, gerade bei Billy Lynn kann das auch mit dem 120FPS Material zusammenhängen, allerdings gab es seit The Hurt Locker keinen Best Picture Gewinner mehr, der nicht auf mindestens einen der Herbst Festivals (Venedig, Toronto, Telluride, New York) lief.

      Sundance Jury und Publikumspreis Gewinner The Birth of a Nation wäre der logische dritte im Bunde. Fox Searchlight (Wild, 12 Years a Slave, Black Swan)ist eine der besten Anlaufstellen wenn es um Filme geht die bei den Academy Awards ein Wörtchen mitreden wollen. Für $17,5 Millionen US Dollar hat sich FSL im Januar die Vertriebsrechte gesichert und TBOAN galt bisher als einer der Frontrunner, was sich allerdings innerhalb der letzten 2 Wochen geändert haben dürfte. Das Nate Parkers Vergangenheit ein Thema werden würde war abzusehen, aber das FSL selbst die Offensive sucht scheint nicht aufzugehen. Er wurde der Vergewaltigung beschuldigt: klick; klick; klick und freigesprochen, inzwischen wurde auch bekannt, dass sich das vermeintliche Opfer 2012 selbst das Leben nahm. Wie die Academy darauf reagiert wird man abwarten müssen, aber mMn hat der Film schon jetzt beim schreiben dieser Zeilen keine Chance mehr. Eine Nominierung ist noch drin, es sind schließlich noch einige Monate hin und Fox Searchlight kann die Kampagne noch ändern, aber gewinnen wird Birth of a Nation nichts.

      La La Land eröffnet am 31. August die Filmfestspiele in Venedig, hat mit seiner Thematik gute Chancen den Publikumspreis in Toronto zu gewinnen und läuft höchstwahrscheinlich auch beim Telluride Festival. Der erste Trailer konnte viele überzeugen, und mit Emma Stone (Birdman) und Ryan Gosling (Half Nelson) besetzen zwei bereits zuvor oscarnominierte Schauspieler die Hauptrollen. Damien Chazelle hat sich bereits mit seinem zweiten Film Whiplash einen Namen gemacht und könnte bereits mit seinem dritten Film die nächste Nominierung als bester Film einfahren. Von allen wohl im Moment der sicherste Tipp auf eine Nominierung, gerade wenn Filme wie Birth of a Nation und Silence evtl. noch wegbrechen werden.

      Ohne Nate Parkers Film in der engeren Auswahl, dürften nach #oscarssowhite zwei andere POC Filme mehr und mehr in den Fokus geraten. Loving konnte in Cannes nicht völlig überzeugen (Metascore: 71), was aber auch am Publikum gelegen haben dürfte. In Nordamerika hat der Film deutlich mehr Chancen auf positive Kritiken, gerade weil seine Thematik die US-Amerikaner mehr ansprechen wird. Focus Nummer 1 wird in Toronto laufen und bei guter Rezeption einiges an Momentum mitnehmen. Jeff Nichols eher subtile, beobachtende Art Filme zu inszenieren könnte dem Film unter Umständen ein wenig schaden. Nichtsdestotrotz einer der Favoriten, auch weil man mit Cynthia Swartz eine der bekanntesten Kampagnenmanagerin auf seiner Seite hat. Fences ist der andere. Die Adaption des Theaterstücks von August Wilson, der sein Stück gleich selbst für den Film adaptierte [allerdings später durch Tony Kushner (Drehbuch Oscar für Lincoln) überarbeit], ist ein Herzensprojekt von Denzel Washington. Er wird seine Chance zu nutzen gewusst haben und trieb die Produktion nach der Kontroverse sehr schnell voran. Eigentlich sollte Fences erst 2017 starten, wird jetzt aber am 16. Dezember anlaufen. Beide Hauptdarsteller (Denzel Washington und Viola Davis) spielten die Rollen bereits am Broadway und wurden auch da schon mit dem Tony Award ausgezeichnet. Ob der Film mehr als ein Acting Showcase wird, bleibt noch abzuwarten, denn Denzel Washington als Regisseur konnte bisher noch nicht vollends überzeugen.

      Kommen wir zu den beiden Filmen, bei denen ich denke dass sie am Ende des Jahres die besten Kritiken auf ihre Seite haben werden. Den Anfang macht Moonlight, eine weitere Adaption eines Theaterstücks (In Moonlight Black Boys Look Blue). Der Film wird von allen die ihn schon sehen konnten mit Lob überschüttet. Moonlight wird in New York, Toronto und höchstwahrscheinlich in Telluride laufen, deckt also die wichtigen Festivals am Anfang der Awardseason ab. Er ist die klare Nummer 1 von A24 (Room) und wurde von Plan B (Oscar für 12 Years a Slave) co-produziert. Vielleicht ist die Thematik eines schwarzen, homosexuellen Jugendlichen am Ende für die immer noch überwiegend alte, weiße Academy doch zu progressiv, ich hoffe es allerdings nicht. Manchester by the Sea hat bereits einen sehr hohen Kritiken Schnitt (Metascore: 91). Amazon hat sich während des Sundance Festivals für $10 Million US Dollar die Verleihrechte gesichert und macht offenbar einiges besser als zuletzt Netflix mit Beasts of no Nation. Sie haben den erfahrenen Producer Ted Hope und den Kritiker Scott Foundas engagiert und kooperieren mit verschiedenen Verleihern um den Film vor dem Start auf der Online Plattform ein paar Wochen im Kino zu zeigen. Regisseur Kenneth Lonergan ist auch kein unbeschriebenes Blatt, er war bereits zweimal für einen Oscar nominiert, allerdings beide Male als Autor (Gangs of New York & You Can Count on Me).

      Bleiben die beiden Fragezeichen in den Top 10. Arrival ist ein Sci-Fi Film und die haben es generell eher schwer bei der Academy. Die beiden Trailer waren auch nicht unbedingt ein klares Zeichen Richtung Oscars, aber auch das muss nichts bedeuten. Die Story hat neben den Sci-Fi Anteilen einen klaren emotionalen Kern und könnte am Ende damit überzeugen. Mit Amy Adams hat man zusätzlich eine 5-fach! oscarnominierte Schauspielerin in der Hauptrolle. Denis Villeneuves letzter Film Sicario war schon im Dunstkreis der Nominierten (PGA Nominierung), dieses Mal könnte es soweit sein. Toronto, Telluride und Venedig haben Arrival im lineup. Er ist neben Silence, Allied und Fences allerdings auch der vierte Film von Paramount. Vier Filme in das Best Picture Aufgebot zu bringen wird schwer. Dann wäre nur noch Sully von Clint Eastwood. Mich konnte der Trailer noch nicht so wirklich überzeugen, aber wenn eine Schauspiel- und Regielegende einen Film über einen amerikanischen Helden inszeniert, muss man ihn immer auf dem Schirm haben. Die Thematik dürfte viele der älteren Academy Mitglieder ansprechen und mit Tom Hanks hat man das nächste Hollywood Schwergewicht als Hauptdarsteller. Warner Bros. einziges ernstzunehmendes Pferd im Stall ist mit 90 Minuten relativ kurz, bekommt auch keine Festivalstarts, dürfte aber am Boxoffice erfolgreich sein.

      Long Shot:
      20th Century Woman -- Allied -- Miss Sloane -- Nocturnal Animals -- Passengers -- Live by Night

      20th Century Woman, zweiter Film von A24 feiert seine Weltpremiere auf dem New York Film Festival. Gute Chancen bei den Globes in der Comedy/Musical Sparte, aber mehr ist wahrscheinlich nicht drin. Allied bekommt keinen Festivalstart, der neue Film von Robert Zemeckis hat offenbar ein sehr starkes Drehbuch als Grundlage. Sein letzter Film (The Walk) war aus meiner Sicht aber alles andere als gut. Das Waffen-Lobby Drama Miss Sloane mit Jessica Chastain in der Hauptrolle könnte aufgrund der aktuellen Thematik einiges an Interesse auf sich ziehen. Ohne Festivalstart wird’s allerdings schwer. Nocturnal Animals von Tom Ford (A Single Man) ist ein R-Rated Thriller mit starkem Cast (Amy Adams, Jake Gyllenhaal, Michael Shannon), die literarische Vorlage gilt allgemein als schwierig umsetzbar. Läuft in Toronto und Venedig. Passengers ist eine Wundertüte, am Boxoffice wirds trotz Jennifer Lawrence und Chris Pratt gegen Rogue One natürlich schwer. Das Drehbuch bekommt aber von allen Seiten großes Lob, aber da weiß Greg bestimmt ein bisschen mehr. Der Film startet sehr spät, aber Drehbuch und einige technische Kategorien sind durchaus drin und verhelfen dem Film am Ende vielleicht sogar zu einer Best Picture Nominierung. Ben Afflecks neuer Film Live By Night wurde eigentlich auf 2017 verschoben, bekommt jetzt aber wohl doch noch seinen qualify run im Dezember. Eine Nominierung würde mich allerdings stark überraschen.

      Unwahrscheinlich (aber nicht unmöglich):
      A United Kingdom -- Bleed for This -- Gold -- Hidden Figures -- LBJ -- Lion -- The Accountant -- The Founder -- The Bleeder -- The Girl on the Train -- The Light Between Oceans -- Una

      Es gibt natürlich noch weitere Filme (z.B.: The Yellow Birds oder Jackie) die potentielle Chancen hätten, aber Filme die jetzt noch keinen Verleih haben und auch nicht in Toronto laufen werden, kommen zu 99% erst nächstes Jahr ins Kino.

      Venedig - 31.August - 10.September:
      Arrival, Jackie, La La Land, Nocturnal Animals, The Light Between Oceans, The Girl on the Train

      Toronto
      - 08.September - 18.September:
      A United Kingdom, Arrival, Birth of a Nation, Bleed for This, Jackie, La La Land, LBJ, Lion, Loving, Manchester By The Sea, Moonlight, Nocturnal Animals, Una

      Telluride - 02.September - 05.September(Telluride ist kein offizielles Lineup, die Filme wurden aber mehr oder weniger inoffiziell bestätigt):
      Arrival, Bleed for This, La La Land, Manchester By The Sea, Moonlight, Nocturnal Animals

      New York - 30.September - 09.Oktober:
      20th Century Woman, Billy Lynn's Long Halftime Walk, Manchester By The Sea, Moonlight

      Wer gewinnt den Academy Award: Billy Lynn's Long Halftime Walk

      Beste Regie:

      Ang Lee (Billy Lynn’s Long Halftime Walk) -- Barry Jenkins (Moonlight) -- Clint Eastwood (Sully) -- Damien Chazelle (La La Land) -- Denis Villeneuve (Arrival) -- Denzel Washington (Fences) -- Jeff Nichols (Loving) -- Kenneth Lonergan (Manchester by the Sea) -- Martin Scorsese (Silence) -- Nate Parker (The Birth of a Nation) -- Tom Ford (Nocturnal Animals)

      Es ist hier ähnlich wie bei den Filmen, sollten Billy Lynns Long Halftime Walk und Silence überzeugen, dann sind Ang Lee und Martin Scorsese klare Frontrunner. Hinter den beiden ist das Feld dann relativ offen. Lonergan und Jenkins könnten am Ende von den Kritikern auszeichnet werden, aber bei den TV Awards (Globe, BAFTA usw.) leer ausgehen. Bei Nichols und Villeneuve wird man schauen müssen wie stark die Filme generell aufgenommen werden. Wenn La La Land so ein Volltreffer wird wie ich annehme, dann dürfte Damien Chazelle seine erste Regie Nominierung bekommen. Denzel Washington wird als Schauspieler deutlich bessere Chancen haben und Nate Parkers Chancen dürften ohnehin jeden Tag schwinden. Tom Ford wirkt wie der typische Snub am Morgen der Nominierungen und Eastwood ist eben Eastwood, der kann eigentlich immer passieren. Wie gesagt, nach Lee und Scorsese ist das Feld ziemlich weit offen und auch die beiden müssen erst noch liefern.

      Wer gewinnt den Academy Award: Martin Scorsese

      Bester Hauptdarsteller:


      Andrew Garfield (Silence) -- Casey Affleck (Manchester by the Sea) -- Denzel Washington (Fences) -- Joe Alwyn (Billy Lynn’s Long Halftime Walk) -- Joel Edgerton (Loving) -- Michael Keaton (The Founder) -- Miles Teller (Bleed for This) -- Nate Parker (The Birth of a Nation) -- Ryan Gosling (La La Land) -- Tom Hanks (Sully)

      Die letzten 6 Gewinner in dieser Kategorie hatten Rollen in Filmen, die gleichzeitig für den besten Film nominiert waren. Der letzte der es ohne BP Nominierung geschafft hat war Jeff Bridges (Crazy Heart). Dieses Jahr gibt es auch keinen DiCaprio, der schon ein halbes Jahr vor der Verleihung als Sieger feststeht. Nate Parker war seit dem Sundance sicherlich der Frontrunner. Er hatte in dieser Kategorie die größte Chance, dass seine Arbeit an Birth of a Nation in einem Sieg kulminieren würde. Einen sehr großen Teil der Academy machen Schauspieler aus und die Stimmen der Frauen wird er wohl auf keinen Fall bekommen. Die Kontroversen um Nate Parker und #oscarssowhite sollten beide Denzel Washington helfen. Er ist der renommierteste Schwarze Schauspieler in Hollywood und gerade unter Academy Mitgliedern sehr beliebt. Außerdem ist seine Rolle pures bait. Danach wird es schwierig. Garfield hat die Rolle des leidenden, körperlich strapazierten. Seit The Social Network kam von ihm allerdings nicht mehr viel (Spiderman mal außen vor). Joe Alwyn ist ein Newcomer und noch sehr jung. Anders als bei den Frauen ist der Altersschnitt bei den Männern relativ hoch. Edgerton und Afflecks Filme wurden schon gezeigt und beide bekamen gute Kritiken. Miles Teller ist das größte Talent seiner Generation, aber mit Creed gab es erst letztes Jahr ein Boxerdrama und ob Bleed For This stark genug sein wird, ist fraglich. Ryan Gosling wird es schwer haben, idR werden bei Musicalfilmen eher die weiblichen Darsteller nominiert. Keaton und Hanks könnten beide typische Afterglow (Keaton: Birdman, Spotlight,…) bzw. Compensation (Hanks übergangen für Cpt. Phillips) Nominierungen einfahren.

      Wer gewinnt den Academy Award: Denzel Washington

      Bester Hauptdarstellerin:


      Amy Adams (Arrival) -- Annette Bening (The 20th. Century Women) -- Emily Blunt (The Girl on the Train) -- Emma Stone (La La Land) -- Isabelle Huppert (Elle) -- Jessica Chastain (Miss Sloane) -- Meryl Streep (FFJ) -- Natalie Portman (Jackie) -- Ruth Negga (Loving) -- Viola Davis (Fences)

      Viola Davis und sonst keine. Es ist bei ihr nicht #OscarsSoWhite, es ist die Rolle. Mit dieser Art von Rolle gewinnt man Preise. Beide Male am Broadway wurden die Darstellerin (Mary Alice + Viola Davis) mit dem Tony und dem Drama Desk Award ausgezeichnet. Die Rolle beinhaltet eine Menge Monolog inklusive Schreien, Heulen usw. Davis ist außerdem auf dem Höhepunkt ihrer Karriere, sie gewann letztes Jahr als erste schwarze Frau einen Emmy als beste Hauptdarstellerin in einer Drama Serie und wird dieses Jahr höchstwahrscheinlich wieder gewinnen. Sie ist die klare Hauptrolle in Fences (Kushner hat ihre Rolle vom Broadway deutlich ausgebaut, lt. ihrer Aussage ist sie in jeder Szene) und sie wird wie keine andere ihre Kampagne vorantreiben. Das Timing könnte besser nicht sein. Und wenn man mich fragt, dann soll sie ihn auch bekommen. Sie hätte ihn ohnehin schon 2011 verdient gehabt.

      Keine andere Darstellerin hat annährend so eine Narrative. Ja, Amy Adams hat bereits fünf Nominierungen, aber mit Arrival gewinnt sie nicht über Davis. Emma Stone und Annette Bening dürften den Comedy Globe unter sich ausmachen. Ruth Negga bekam in Cannes sehr, sehr positive Kritiken. Blunt, Streep, Huppert, Chastain und Portman stehen Schlange für den fünften Slot. Das ist aber ohnehin alles hinfällig, wenn Fences keine Vollkatastrophe wird.

      Wer gewinnt den Academy Award: Viola Davis

      Die Supporting Kategorien halte ich kurz.

      Bester Nebendarsteller:

      Aaron Eckhart (Bleed for This/Sully) -- Armie Hammer (The Birth of a Nation) -- Jeff Bridges (Hell or High Water) -- Jake Gyllenhaal (Nocturnal Animals) -- Liam Neeson (Silence) -- Marshehala Ali (Moonlight) -- Michael Shannon (Nocturnal Animals) -- Steve Martin (Billy Lynn’s Long Halftime Walk) -- Warren Beatty (Rules Don't Apply)

      Wer gewinnt den Academy Award: Liam Neeson

      Beste Nebendarstellerin:

      Amy Adams (Nocturnal Animals) -- Greta Gerwig (20th Century Women) -- Kristen Stewart (Billy Lynn's Long Halftime Walk) -- Michelle Williams (Manchester by the Sea) -- Naomi Harris (Moonlight) -- Nicole Kidman (Lion)

      Wer gewinnt den Academy Award: Naomi Harris

      Es gibt sicherlich noch einige, von mir nicht bedachte Schauspieler, aber zum jetzigen Zeitpunkt lassen sich die Supporting Kategorien nur schwer voraussagen. Einen JK Simmons oder eine Patricia Arquette hat man dieses Jahr nicht. Die restlichen Kategorien lasse ich erst mal aus und werde Ende November, nach dem die Festivals größtenteils vorbei und die meisten Filme in den USA bereits angelaufen sind, wieder etwas schreiben. Ohnehin sollte es dann mehr Klarheit geben.


      "No form of art goes beyond ordinary consciousness as film does,
      straight to our emotions, deep into the twilight room of the soul.
      "
      Ingmar Bergman

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „Wucki“ ()

      Also ich werde immer ungeduldiger, was "Silence" angeht. Einerseits wäre es natürlich schön, wenn er möglichst bald kommt und bei den Oscars am Start ist. Andererseits wäre es blöd, wenn Scorsese wegen einer Deadline anfängt zu hetzen und der Film nicht so wird, wie er das eigentlich will - wobei man da bei Scorsese glaub weniger Sorgen haben muss, oder?