The Passion of the Christ: Resurrection (Passion of the Christ 2)

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    Es gibt 21 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Wucki.

      The Passion of the Christ: Resurrection (Passion of the Christ 2)

      Diesen Threadtitel wollte ich schon immer mal schreiben. :D

      Aber ja, kein Scherz. Es ist ein Sequel zu Mel Gibsons berühmt-berüchtigtem "Passion of the Christ" in der Mache. Der damalige Autor Randall Wallace sitzt dran. Dieses wird sich mit der Wiederauferstehung beschäftigen. Gibson gibt derzeit zu seiner Beteiligung keinen Kommentar ab.

      Quelle: TheHollywoodReporter.com

      "You're fighting a war you've already lost."
      "Well, I'm known for that."
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      Die Gerüchte gab es schon vor knapp 10 Jahren mal, der Titel wird wahrscheinlich in die Richtung "The Resurrection of Christ" gehen und die Zeit nach der Auferstehung behandeln.

      Es wundert mich nicht ganz, dass das Projekt jetzt wieder ins Rollen kommt, aktuell feiert ja der Bibelfilm ein Comeback im Kino, erst Son of God, dann Exodus, anschließend Noah und zuletzt Risen, demnächst noch Last Days in the desert und The young Messiah.
      Flops waren diese Filme nicht unbedingt, Risen hat als Beispiel ungefähr das doppelte seiner Produktionskosten eingespielt, die anderen Major-Studio Filmen waren noch erfolgreicher.

      Was man an all diesen Filmen sieht, sie wollen neue Ansätze für die Bibelstoffe finden, die Bibelfilme dieser Generation sind vom Stil her eher düster gehalten und auch teilweise brutaler, Gibson hat da maßgeblich den Weg bereitet

      Ich glaube jedoch, wer jetzt wirklich eine Fortsetzung von Mel Gibsons "Skandalfilm" erwartet, der wird sicherlich enttäuscht werden, da einer der Haupt- und Kritikpunkte in der Fortsetzung sicherlich nicht so stark ausgeprägt sein wird: Die Gewalt.

      Ist zwar sehr lange her, dass ich das kirchliche Märchenbuch in der Hand hielt, aber nach der Auferstehung passiert doch relativ wenig:
      Unser Kumpel Jesus erscheint seinen Jüngern, der ungläubige Thomas darf mal in die Wunde fassen und JC hat wieder Angeltipps parat.
      Also eigentlich keine Bestandteile, die Brutalität nahelegen.

      Ich werd den Film mal im Auge behalten, jedoch nicht wegen der Handlung, sondern wegen seiner Ästhetik, Gibson hat mit Caleb Deschanel (der Vater von Zoey und Emily Deschanel) wunderbare Bilder geschaffen, dazu der Soundtrack von John Debney, der perfekt damit harmoniert.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Black“ ()

      Black schrieb:


      Ist zwar sehr lange her, dass ich das kirchliche Märchenbuch in der Hand hielt, aber nach der Auferstehung passiert doch relativ wenig:
      Unser Kumpel Jesus erscheint seinen Jüngern, der ungläubige Thomas darf mal in die Wunde fassen und JJ hat wieder Angeltipps parat.
      Also eigentlich keine Bestandteile, die Brutalität nahelegen.


      Kommt darauf an, wie weit die Handlung reicht. Die Steinigung des Stephanus könnte man beispielsweise auch in einer halbstündigen Todesszene darstellen. :)
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      TheKillingJoke schrieb:

      Black schrieb:


      Ist zwar sehr lange her, dass ich das kirchliche Märchenbuch in der Hand hielt, aber nach der Auferstehung passiert doch relativ wenig:
      Unser Kumpel Jesus erscheint seinen Jüngern, der ungläubige Thomas darf mal in die Wunde fassen und JJ hat wieder Angeltipps parat.
      Also eigentlich keine Bestandteile, die Brutalität nahelegen.


      Kommt darauf an, wie weit die Handlung reicht. Die Steinigung des Stephanus könnte man beispielsweise auch in einer halbstündigen Todesszene darstellen. :)


      Sicher, dass das in die 40 Tage fällt oder ob man sich da gewisse Freiheiten nimmt, oder man greift auf die nicht-kanonischen Evangelien wie das Petrusevangelium zurück.

      Black schrieb:


      Sicher, dass das in die 40 Tage fällt oder ob man sich da gewisse Freiheiten nimmt, oder man greift auf die nicht-kanonischen Evangelien wie das Petrusevangelium zurück.


      Das wäre auch eine Möglichkeit. Und auch der Erstling (klingt nun irgendwie komisch) hat sich ja die ein oder anderen Freiheiten genommen. Ich glaube, mit Gibsons Brutalitäts-Ansatz komme ich nicht sonderlich gut zurecht, aber es ist eben seine Interpretation und sein Zugang zu Figur. Ich denke, dass man das respektieren kann. Und wenn man bedenkt, dass jedes einzelne Evangelium ja auch lediglich eine Interpretation eines bestimmten Schreibers oder eine Gruppierung ist, relativiert sich das mit dem "Freiheiten nehmen" eh. :)

      Aber mal ein klein wenig off-Topic: Wenn man schon die Geschehnisse nach der Kreuzigung thematisiert, dann würde ich noch ein paar Jahrzehnte später ansetzen. Gibt es denn überhaupt einen Film zum jüdischen Krieg, der um 70 n.Chr. stattfand? Gut, ich bin natürlich eh schon in der Materie drin, also finde ich das grundsätzlich spannend. Aber diese Auseinandersetzung zwischen Römern und Juden liest sich großartig. Und mit dem Überläufer und Geschichtsschreiber Flavius Josephus hätte man noch dazu einen interessanten Protagonisten. Da gibt es Rebellion, Fanatismus, Belagerung, Inzest, Zerstörung, Völkermord - eigentlich doch perfekt für einen Spielfilm. Und es würde der breiten Masse nahe gebracht werden, warum die Klagemauer dem Judentum heute so wichtig ist, oder was das da überhaupt für eine Mauer ist.
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      @TheKillingJoke
      Eine der wenigen Freiheiten, die mir spontan einfällt, ist der Ausbau der Rolle des Teufels, den Gibson mit der Besetzung von Rosalinda Celentano einen Volltreffer gelanden hat, den Teufel als androgyne Frau darzustellen, perfekt.
      Ansonsten hält sich der Film fast komplett an die Evangelien.
      Obwohl, mir fällt noch gerade die Rückblende ein, wo Jesus als Tischler arbeitet, und mit seiner Mutter scherzt

      Kurz nach der Veröffentlichung von "Die Passion Christi" gab es Gerüchte, dass Gibson sich als nächstes dem Aufstand der Makabäer annehmen wollte, eines der brutalsten Kapitel im alten Testament, okay, spielt jedoch vor Jesus.

      Filme, die den Krieg um 70 n. Chrs. behandeln...ich bin nicht sonderlich tief in der Bibelfilmmaterie drin aber so spontan fällt mir keiner ein...Gibson wäre nach seinen antisemitischen Äußerungen in der Vergangenheit da aber sicherlich kein Kandidat
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Black“ ()

      @Black

      Also ich erinnere mich noch an die ein oder andere "Ausuferung" von Gewaltszenen. Jesus fällt bei der Gefangennahme von einer Brücke und wird bereits da fast wegen dem Strick um seinen Hals erdrosselt. Judas wird von Kindern gejagt, bevor er sich erhängt. Krähen hacken dem einen Verbrecher am Kreuz die Augen aus. So etwas in der Art, einfach so drastische Brutalitäts-Szenen. Man kann das nun mögen oder nicht, aber es fällt einfach in Gibsons Auslegung und dann ist das so.

      Makkabäer wäre mal interessant und neu. Wobei man beim jüdischen Krieg vielleicht auf ein noch größeres Publikum hoffen könnte. Die Zerstörung des zweiten Jerusalemer Tempels ist neben dem Holocaust und ein paar weiteren Katastrophen dieser Größenordnung ein einschneidendes Geschehnis in der jüdischen Geschichte. Außerdem spitzen sich die gesellschaftlichen Konflikte, die es zur Zeit Jesu gab, 70 n.Chr. zu. Sämtliche Evangelien wurden vor dem Hintergrund dieses Krieges geschrieben, also sollten da auch die Christen im Kino sitzen.

      Aber ja, Gibson ist dafür wohl nicht der richtige Kandidat. :) Antisemitismus ist in "Die Passion Christi" nicht von der Hand zu weisen. Allerdings geht Gibson da im Grunde auch mit den Evangelien mit. Je später das Evangelium geschrieben wurde, desto stärker ist von der Anfeindung zwischen Christen und Juden zwischen den Zeilen zu lesen. Und warum sich die Christen von ihren Wurzeln abschotten und sich gegenüber Heiden öffnen, hat wiederum etwas mit dem jüdischen Krieg zu tun. Insofern: Spannende Epoche!
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „TheKillingJoke“ ()

      @TheKillingJoke
      Stimmt, die anderen Sachen hatte ich jetzt vergessen.

      Zu der Antisemitismus-Debatte, durch Gibsons Backround ist das ja naheliegend, hab mir mal den Wikipedia-Artikel durchgelesen, da heißt es u.a. durch die Auswahl der Stoffe sei der Vorwurf belegt, da Passagen, die u.a. die Hohepriester teilweise in ein anderes Licht gerückt hätten, weggelassen wurden.

      Black schrieb:

      @TheKillingJoke
      Stimmt, die anderen Sachen hatte ich jetzt vergessen.

      Zu der Antisemitismus-Debatte, durch Gibsons Backround ist das ja naheliegend, hab mir mal den Wikipedia-Artikel durchgelesen, da heißt es u.a. durch die Auswahl der Stoffe sei der Vorwurf belegt, da Passagen, die u.a. die Hohepriester teilweise in ein anderes Licht gerückt hätten, weggelassen wurden.


      Ja, das stimmt. Also es gibt genug Elemente, die man aus den Evangelien verwenden könnte, um den jüdischen Hohen Rat zumindest differenzierter darzustellen. Ich erinnere mich jetzt beispielsweise an die vierteilige Jesus-Verfilmung von Zeffirelli. Für mich ja immer noch die beste Verfilmung unter den "bibeltreuen" Werken. Da ist es beispielsweise so, dass im Hohen Rat auch Pro-Stimmen laut werden. Sie sind nur eben nicht die lautesten oder einflussreichsten, aber es sorgt auf jeden Fall für ein differenziertes Bild des Hohen Rates. Man sollte dabei aber auch nicht vergessen, dass es damals nicht "das" Judentum gab. Es waren gesellschaftlich sehr unruhige Zeiten mit vielen verschiedenen Parteien und Ansichten. Jesus war nicht der einzige, der dabei gegen die einflussreichen und reichen Tempelpriester stand.

      Allgemein kann man in den Evangelien aber folgende Tendenz erkennen: Der jüdische Rat wird immer stärker belastet, während die Römer unter Pilatus immer stärker entlastet werden. Da die Juden 70 n.Chr. den Krieg verloren hatten und im römischen Reich quasi auf einer roten Liste standen, wäre jede andere Entscheidung aus der Sicht einer aufstrebenden und expandierenden Religion unklug gewesen. Man hat die neuen Christen unter Heiden gesucht, auch unter den Römern. Und da kann man nicht mit einem Buch daher kommen, wo ein römischer Befehlshaber als das dargestellt wird, was er in der Realität war: Kühl und brutal. Ein Pilatus, der Mitleid hat und zweifelt, ist aus historischer Sicht absolut undenkbar. Allerdings ist die These, dass die Verurteilung ohne jüdische Beteiligung zustande kam, auch nicht wirklich stichfest. Der historische Ablauf liegt wohl irgendwo zwischen den Extremen. Wenn man dem Thema gerecht werden will, muss man den Prozess zwar differenziert darstellen, aber man sollte sich auch nicht aus Angst vor dem Vorwurf des Antisemitismus die Beteiligung des Hohen Rates gänzlich ausklammern.
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      Mel Gibson bestätigt Sequel, und den Titel: "The Passion of the Christ: Resurrection".



      „Wonder Woman 2“

      1. November 2019