Moonfall (Roland Emmerich)

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklärst du dich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    Es gibt 173 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Schwambo.

      Kaibear schrieb:

      Schwambo schrieb:

      Vielleicht funktionieren sie für viele nicht (mehr) aber für andere funktionieren sie immer noch. Ich gehöre da hoffentlich zu letzteren.
      Ich drück mir mal selbst die Daumen.


      Also wenn du den gut findest, solltest du bei Asylum noch guten Spaß finden. Denn qualitativ stehen die diesem Film in nichts nach.


      Ich kenne The Asylum und habe viele von deren Filmen gesehen. Einige davon funktionieren nach dem Motto "So schlecht und unfreiwillig komisch, dass sie unterhalten können", viele sind dagegen einfach nur schlecht. Aber sie geben so einigen abgehalfterten Schauspielern wenigstens nochmal eine Rolle...

      Ein Emmerich ist da zweifelsohne schon ein ganz anderes Niveau und zwar so ziemlich auf allen erdenklichen Ebenen. Dein Vergleich hinkt meiner Meinung nach also ganz gewaltig und ich kann ihn nicht nachvollziehen. Das ist in meinen Augen reine Polemik.
      Einzig kann man nicht steigern!

      Schwambo schrieb:



      Ein Emmerich ist da zweifelsohne schon ein ganz anderes Niveau und zwar so ziemlich auf allen erdenklichen Ebenen. Dein Vergleich hinkt meiner Meinung nach also ganz gewaltig und ich kann ihn nicht nachvollziehen. Das ist in meinen Augen reine Polemik.



      Ganz ehrlich: Nein. Diesen Eindruck hat der neue Emmerich nicht gemacht.

      Es ist wie ein Asylum Film mit extrem hohem Budget, dass die Effekte und Darsteller stimmen. Aber sowohl Story als auch Dialoge sind zum Haareraufen schlecht. Ich wage sogar zu behaupten, dass selbst Asylum Filme in sich mehr Logik aufweisen. Und mir geht es hier nicht um "Realismus". Ich habe erwartet, hier mein Hirn im Film ausschalten zu müssen. Hirnlose Action, das war meine Erwartung. Aber das was sich mir bot, war einfach schlecht.

      Bitte erkläre mir nach deiner Sichtung, wo Emmerich mit diesem Film mehr Niveau hat.



      Dass "Scream" in seiner 5. Woche in ca. 700 Kinos weniger nur ein paar Dollar weniger einspielt als "Moonfall" in seiner 2. Woche eben in deutlich mehr Kinos, das sollte Roland dazu veranlassen demnächst einen kleineren Film zu drehen. Vielleicht einen Thriller in Deutschland oder hier in Österreich. Ich glaube das würde ihm ganz gut tun.

      Das soll übrigens nichts gegen "Scream" sein. Ganz und gar nicht, ich freue mich riesig für deren Erfolg. Aber die Zahlen betreffend dem Roland sprechen halt eine eindeutige Sprache.
      The most truthful statement on filmmaking: It‘s depressing.
      Megaflop: Moonfall verschwindet aus den Kinos und kommt bereits im Mai auf DVD/Blu-ray


      Roland Emmerichs neuster Film "Moonfall" enttäuscht weltweit an den Kinokassen. Mit einem Budget von 146 Mio Dollar, steht der Film aktuell bei gerade einmal weltweit 39 Mio Dollar Einspielergebnis.

      Bereits in der letzten Woche musste der Film die größte Absetzungswelle seit 4 Jahren in den amerikanischen Kinos hinnehmen. Dort wurde der Film letzten Freitag von 1130 Kinos auf nur noch 238 runtergestuft. Pro Theater spielt der Film durchschnittlich nur noch 47 Dollar pro Tag ein.

      An diesem Freitag dürften es nur noch knapp 100 Kinos sein.

      Insgesamt kamen in Amerika nur 18,9 Mio Dollar an Umsatz zusammen.

      Auch international ist der Film bereits in vielen Ländern aus den Kinos verschwunden.
      Am besten lief der Film neben Amerika, ironischer Weise in Russland, wo er 3,2 Mio Dollar einspielte.
      In Deutschland wollten den Film bisher 274 000 Besucher sehen.

      Experten gehen von einem finanziellen Verlust zwischen 170 und 190 Mio Dollar aus.

      Dafür wird die Heimkinoauswertung vorgezogen. Statt im Juni, wird der Film nuj bereits am 27. Mai auf DVD und Blu-ray veröffentlicht.
      Als Extras sind bisher nur Interviews und Trailer angekündigt.

      Pulpman schrieb:

      Das war´s dann für ihn. Der bekommt kein großes budget mehr. Die Frage ist, ob er noch was anderes kann als Krawumm.

      Also "Anonymus" fand ich gar nicht schlecht.
      Aber ja, die meisten Filme sind Krawumm.

      Ich werde bei Moonfall warten bis er im TV oder kostenlos bei einem Streaminganbieter läuft.
      So sehr interessiert mich die Geschichte nicht, und da habe ich derzeit mehr Filme im Köcher die es eher verdienen angesehen zu werden.
      Moonfall gelingt Überraschungserfolg in China


      Der neuste Film von Roland Emmerich, enttäuschte weltweit an den Kinokassen.
      In Amerika kamen bisher nur magere 19 Mio Dollar zusammen. Weltweit nur 41 Mio, bei einem Budget von 146 Mio Dollar.

      In Deutschland lief es sogar noch fast am besten mit bisher 250 000 Besuchern.

      Nun gelingt dem Film ausgerechnet in China ein Überraschungsstart. Innerhalb von 3 Tagen kamen 13 Mio Dollar zusammen.
      Dies ist vor allem beachtlich, weil über China gerade erneut eine schwere Covid-Welle rollt und knapp 70 Prozent der Kinos aktuell geschlossen sind.

      Noch viel beeindruckender ist das Ergebnis, wenn man sieht das die weltweit deutlich erfolgreicheren Blockbusters "Batman" und "Uncharted" sich deutlich schwerer tun auf den chinesischen Markt. Batman hat nach 2 Wochen dort bisher nur 19 Mio eingespielt, "Uncharted" nach zweieinhalb Wochen bisher 14,5 Mio.

      Der Erfolg in China wird den Film kaum aus dem finanziellen Flop-Bereich retten können, pusht ihn aber nun auf ein weltweites Einspielergebnis von 56 Mio Dollar.
      Oops unser Roland did it again…

      Während in den amerikanischen Nadelstreifenhosen der Studiobosse sich wohl kein Geld mehr finden lässt, sind auf der anderen Seite der Erdkugel jene scheinbar umso weiter geöffnet wenn Roland sich anschickt einen erneuten Anlauf auf den guten Geschmack zu nehmen oder wie er es nennen würde- Einen neuen Katastrophenfilm. Viele seiner Zuschauer, die so alt sind das sie noch für eine VHS in D-Mark gezahlt haben, nehmen das Zusehens wörtlich, nach Filmen wie Independence Day 2 oder Midway, wenn gleich jener nicht dem Genre Katastrophenfilm per se zugeordnet werden kann, außer auf die Qualität an sich bezogen. Nun wurde Moonfall alsdann mit chinesischem Renminbi Co-finanziert und Im Jahr 2021 für umgerechnet 140 Millionen Dollar in Kanada gedreht. Rolands Aussagen zu folge solle der Film eine Verbindung zwischen derartigen Katastrophen im Film und der realen Klimakrise herstellen, es gäbe Momentan noch viele Leute, die den Klimawandel leugnen würden, es aber in 10, 15, 20 Jahren so schlimm sein würde, dass das niemand mehr abstreiten könne. Die Menschen würden also erst aufwachen, wenn es zu spät sei, denn man könne das Klima ja nicht einfach so umdrehen.

      Wobei man im fertigen Film eher der Auffassung sein kann das hier die These vertreten wird, Hüte dich vor dem was du erschaffen hast. Aber um nicht allzu sehr zu spoilern ist die Geschichte im Grunde zu vergleichen mit der in der griechischen Mythologie weit verbreiteten Sage aus der Ilias von Homer. In der hervor geht das Bellerophon im Kampf gegen die Chimära, die die Menschheit bedroht nur mit einer List obsiegen konnte. Angelehnt daran entwirft Roland ein Schrecken Szenario genau wie einst Homer in seiner Geschichte. Roland variiert die Die klassische Heldenreise nach Campbell mit der Variationsart Weltraum. Wo früher noch Pegasus herhalten musste ist er in Moonfall einem Space-Shuttle gewichen. Zum Grundgerüst der Story gehören in Rolands Film ein Vorfall, der sich zu Beginn des Films im All abspielt, in der unser Held (Patrick Wilson) erstmalig bei einem Außen Einsatz am Spaceshuttle, bei der auch noch ein Kollege sein Leben lässt, auf seine spätere Chimära trifft. Doch bevor es richtig los zu gehen scheint vergehen Jahre ehe die NASA erneut auf den mittlerweile Pleite, geschiedenen und etwas verranzten Ex NASA Piloten zurückgreifen wird. Denn die Erde ist bedroht durch den immer näher rückenden Mond, der seine Umlaufbahn scheinbar verlassen hat.

      Rolands Command and Conquer Version

      Story technisch Vorwand genug für Roland um es derbe Krachen lassen zu können. Doch warum beschleicht einen in jeder Einstellung und Actionsequenz das Gefühl, das es nicht für den Nummer eins CGI Effekte Macher gereicht hat? Wirklich jede CGI erzeugte Szene sieht aus als käme sie direkt aus einer Zwischensequenz aus dem 1996 erschienenen Command and Conquer Alarmstufe Rot. Der Grund der Verärgerung liegt aber genau hier begraben, so ist wohl niemand in freudiger Erwartung bei einem Roland Film auf gewitzte, zum Nachdenken anregende Dialoge oder auf eine tiefe Charackterzeichnung, NEIN man will es krachen, brennen und zerstört sehen und das bitte in Geil. Man will an den ebenfalls 1996 erschienenen Independence Day erinnert werden, als sich ein Kilometer langes die Sonne verdunkelndes Alien Schiff langsam über den Kopf von Will Smith schob sodass einem die Spucke wegblieb. Was man bekommt bleibt Ernüchterung. Was man zu Gesicht bekommt sind schlecht Gemachte ohne Esprit entstandene Verwüstungen hier und da, aus einem scheinbar ebenfalls aus dem Jahr stammenden Rechner von 1996. Roland schafft es sogar dem noch einen drauf zu setzen, so sehen alle anderen Szenen, bei denen nichts explodiert ebenfalls so als würden alle Beteiligten vor einem Greenscreen schauspielern. Alles wirkt etwas künstlich, unecht und nicht wirklich da. Nichts Handfestes das sich so anfühlt beim Sehen als hätte irgendjemand jemals sich die Mühe gemacht mal wirklich etwas in der Realität zu zerstören wollen. Hut ab vor Nolan der für Tenet eine echte Boeing in eine Halle fahren lies, weil ihm das CGI Spektakel zu unecht war.

      In der Warteschleife des Kundenservice

      Ein anderer Aspekt des Films ist mittlerweile so zum Klischee verkommen, das es schon zum sich immer wiederholenden Running Gag eines jeden Katastrophenfilms zählt. Der Freak/Verschwörungstheoreiker/Nerd der schlauer ist als eine komplette Raumfahrtbehörde oder sonstigen staatlichen Institutionen. Sauer aufstoßen will hier aber dennoch die im Zusammenhang mit Verschwörungstheorien getätigte Aussage des Roland von Beginn des Textes. Was im echten Leben eben nicht so läuft wird hier immer mehr so hingebogen, dass es so läuft. Je mehr wir über besagte These erfahren desto mehr versucht Roland diese mit „Fakten“ zu unterfüttern die irgendwann zwangsläufig an Glaubwürdigkeit verlieren oder Nachvollziehbarkeit im Sinne des Suspension of disbelief. Als Verschwörungstheoretiker gelten hier zu Lande Menschen die Theorien aufstellen, welche jedem gesunden Menschenverstand wiedersprechen, Corona leugnen oder den Klimawandel. Hier wird die Theorie aufgestellt der Mond wäre ein Konstrukt also ein von Alien Technologie geschaffenes Bauwerk. Was alle anderen Staatlichen Institutionen natürlich nicht in Betracht ziehen, nur hier läufts eben anders wie im Leben. Der Verschwörungstheoretiker wird recht behalten. In seiner Aussage zum Klima ist aber Roland genau vom Gegenteil überzeugt, nicht die Verschwörungstheoretiker werden recht behalten, sondern in 10 bis 15 Jahren – Wissenschaftler und Gelehrte. Zudem erschließt sich in der aussage des Filmes nicht der Zusammenhang mit dem getätigten Zitat. Zumal sich in kleinster Weise die vom Menschen geschändete Natur gegen ihn richtet, sondern sie nur aus einer Folge eines vorherigen Ereignisses in einem kausalen Zusammenhang darauf reagiert.

      Ernüchternde Realität

      Moonfall ist nicht das erhoffte Comeback des Roland. Schade, dass es anders geht beweist seine nicht nur auf Katastrophenfilme beschränkte Vita sehr eindrucksvoll. Unser Mann in Hollywood wird wohl bald unser Mann in China werden, wo man eher weniger genau hinschaut in welchen Schlund Geld versickert solange ein chinesischer Schauspieler eine Rolle erhält. Am Beispiel von Meg mit Jason Statham ganz gut illustriert. Wenigstens weiß mittlerweile aber auch Roland seine Filme nicht mehr so bierernst zu nehmen wie früher, so manifestiert sich im Grinsen der Halley Berry, die es auch noch irgendwie in Moonfall geschafft hat, in einer der letzten Szenen des Films das man es doch mit einem Lächeln nehmen kann was hier so alles passiert/zusammengesponnen/zelebriert wird. Fast scheint es so als wolle sie uns damit genau das sagen. Vielleicht würde es aber auch Roland gefallen wenn hier die Verschwörungstheorie aufgestellt würde das er in Wahrheit großartige Filme dreht mit spektakulären Bildern sowie interessanten Charakter Entwicklung, denn das würde im Sinne der Logik von Roland der Wahrheit entsprechen aber nicht in der realen Welt denn hier bleibt es einfach nur eine Verschwörungstheorie.

      Filme nicht nur sehen sondern lesen
      Mein Film Blog
      Gestern habe ich diesen Film angesehen und dafür einen oder mehrere Freitag der 13. Filme sausen lassen. Hat es sich gelohnt? Jein. Zum einen ist es schon ein typischer Emmerich Katastrophenfilm geworden, zum anderen wollte der Funke leider nicht ganz überspringen. Leider gefiel mir dieses Mal auch die Schauspielerauswahl nicht so 100%ig. Effekte und Action waren ganz okay aber eben nicht so unterhaltsam wie ältere Werke von ihm. Die Geschichte war natürlich ziemlich hanebüchen aber vielleicht ist es ja genau das, was man an den Emmerich Katastrophenfilmen auch normalerweise schätzt. Die Logik war da noch nie ein wichtiges Element bei seinen Filmen. Aber das bracuhe ich da auch nicht unbedingt. Klar, einigermaßen sollte es schon passen und vielleicht war es dieses mal dann doch einen Tick zu bekloppt. Nichts desto trotz wurde ich bis zum Ende ordenlich unterhalten, finde aber die älteren Werke wesentlich besser und mit mehr Wiedersehenswert als Moonfall.

      Meine Favoriten:
      Joey
      Universal Soldier
      Stargate
      ID4
      Godzilla
      The Day After Tomorrow
      2012
      White House Down
      ID4 2

      Ich glaube aber auch, dass er seine besten Filme in den 90ern und den frühen 2000ern gemacht hat.
      Ich bezweifle leider auch, dass er nochmal zu dieser Form zurückfinden wird. Gönnen würde ich es ihm aber auf jeden Fall.
      Einzig kann man nicht steigern!