I, Tonya (Margot Robbie)

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    Es gibt 17 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Hockenberry.

      I, Tonya (Margot Robbie)

      Bewertung für "I, Tonya" 6
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      Margot Robbie soll die Rolle von Tonya Harding in einem Biopic übernehmen. Harding war eine Eiskunstläuferin und wurde durch die Attacke auf ihre Konkurrentin Nancy Kerrigan 1994 bekannt. Craig Gillespie ("Lars and the Real Girl", "United States of Tara") führt Regie, das Script kommt von Steven Rogers ("PS: I Love You"). Der Film wird als Komödie angelegt sein und u.a. durch Robbies Freund Tom Ackerley mit ihrem gemeinsamen Label LuckyChap Entertainment produziert.

      Quelle: comingsoon.net

      "You're fighting a war you've already lost."
      "Well, I'm known for that."
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      Teaser-Trailer online.




      „Wonder Woman 2“

      1. November 2019

      Red Band Trailer online.



      „Wonder Woman 2“

      1. November 2019

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      - gesneakt -

      Großartiges (Quasi-)Biopic über die Eiskunstläuferin Tonya Harding, das aufgrund seiner äußerst sarkastischen, bissigen und augenzwinkernden Erzählweise ungemein unterhaltsam war. Auch aufgrund des Einsatzes cooler und zur dieser Erzählweise passenden Stilmittel wie eingestreuten Interviewfetzen sowie dem Durchbrechen der Vierten Wand, wodurch jeder der Beteiligten seine Perspektive der aus seiner Sicht wahren Ereignisse erzählt hat, was diese wahre Geschichte nur noch absurder erscheinen ließ als sie in Wirklichkeit bereits war. Man wusste nie so richtig, ob man nun amüsiert sein oder ob man entsetzt den Kopf schütteln soll vor lauter Unglaube, dass das damals so oder so in etwa passiert sein soll. Gerade im letzten Drittel, als der Vorfall mit Harding's Kontrahentin Nancy Kerrigan passierte, wurde die Geschichte immer überspitzter erzählt, was zu etlichen sehr lustigen, skurrilen und schwarzhumorigen Szenen führte.

      Margot Robbie spielte die Rolle der Tonya Harding richtig richtig klasse und ambivalent, man war sich als Zuschauer immer unschlüssig darüber, ob man sie nun eigentlich cool finden und mit ihr sympathisieren soll, ob man mit ihr Mitleid haben soll aufgrund dessen wie sie von ihrer Mutter und ihrem Mann behandelt wurde, oder ob man sie eher abstoßend finden soll aufgrund ihrer extrem barschen und rauen Art und der Eigenart, jedem die Schuld zu geben nur nie sich selbst. Sebastian Stan machte auch nen überzeugenden Eindruck als Harding's Ehemann, mit dem sie sich desöfteren verbal und physisch in den Haaren lag.
      Aber übertroffen wurden sie beide von Allison Janney als Tonya's Mutter aka die Boshaftigkeit in Person, denn was die hier spielt war absolut überragend. In den gemeinsamen Szenen lieferten sich Janney und Robbie einen erstklassigen Schlagabtausch, da war so viel negative Energie und Gift drin, was diese absonderliche Beziehung zwischen Mutter und Tochter perfekt rübergebracht hat.

      Also mir hat der Film ne Menge Spaß gemacht, klasse Schauspieler in einer sehr cool erzählten Geschichte, Und nen klasse Soundtrack gabs obendrauf.

      8/10
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      Dieser Beitrag wurde bereits 6 mal editiert, zuletzt von „RP_McMurphy“ ()

      Fantastischer Film, den Craig Gillespie hier auf die Beine gestellt. Neben der dramatischen Geschichte, bietet der Film überraschenderweise aber auch so viel an Humor und vor allem skurrilen Momenten, dass ich gar nicht weiß, was ich mehr hervorheben soll. I, Tonya ist wirklich das perfekte Beispiel für eine gute Mischung aus packender Inszenierung eines Dramas, sowie abgedrehtem Humor, die wunderbar Hand in Hand einher gehen.

      Vor allem die Zusammensetzung der Figuren hat mir sehr gut gefallen. Vor allem auf Seite der Darstellern muss hier insbesondere Margot Robbie gelobt werden, die eine tolle Tonya Harding abgibt, aber auch Allison Janney spielt ihre Filmmutter absolut überzeugend und grandios.


      8/10
      :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern2: :stern2:
      Fazit:

      I, Tonya
      ist ein überraschend lustiges Biopic geworden, dass zu Gunsten des Unterhaltungsfaktors weniger Wert auf eine reale Darstellung der Ereignisse legt. Aufgrund dessen kann es jedoch durchaus als eine Analogie zu den mutmaßlichen Beteiligten gesehen werden, die in den vergangenen Jahrzehnten ihrerseits wiederholt widersprüchliche Angaben zum Ablauf gegeben haben. Nicht zuletzt die Rolle Tonya Hardings (und wie viel sie wirklich wusste) ist nach wie vor umstritten. An dieser Stelle wendet die Sportreporterin J.E. Vader vielleicht nicht ganz zu Unrecht ein, dass Tonya durch den Film mit fragwürdiger Sympathie belegt, während das eigentliche Opfer, Nancy Kerrigan, nur unzureichend repräsentiert wird.

      Inwiefern I, Tonya also wirklich als klassische Biografie gesehen werden kann, ist für den außenstehenden Zuschauer freilich nur schwer zu beurteilen. Darüber hinaus erhalten wir jedoch einen erfrischenden, schwarzhumorigen Film, der durch seine Skurrilität sowohl in Handlung als auch Charakterzeichnung mitunter Erinnerungen an die Coen-Brüder weckt. Hierbei sollten jedoch auch die gesellschaftskritischen Untertöne nicht unterschätzt werden, die der Film duchaus zu transportieren versteht. Und Authentizität hin oder her: Unterhaltsam ist I, Tonya allemal!

      Vollständige Kritik: movicfreakz.de/i-tonya/

      7/10
      "Eishexe" - So wird Tonya Harding seit dem "Vorfall" in der Öffentlichkeit genannt. Ein "Vorfall" dessen Beteiligung ihrerseits bis heute nicht geklärt ist und 1994 für ordentlich Furore in der Öffentlichkeit sorgte. Der "Vorfall" war ein von Tonya's Ehemann beauftragtes Attentat auf ihre Eislaufkonkurrentin Nancy Kerrigan, bei der ihr Knie mit einer Eisenstange verletzt wurde. Die Umstände dieser absurden Geschichte und Hintergründe des Werdegangs und Lebens von Tonya Harding werden in diesem Biopic sowohl auf dramatische, als auch humorvolle Weise thematisiert. Besonderer Augenmerk liegt neben der Attentatsgeschichte auf die Beziehungen zur ihrer Mutter und ihrem Ehemann. Ersteres gehört zu den Highlights des Films, denn was Allison Janney als kettenrauchente, alkoholsüchtige und zynische Mutter abliefert ist einfach herrlich. Sie ist der heimliche Star des Films und ihre Dialoge mit Tonya sorgen für viele witzige, aber auch tragische Momente. Bei der Beziehung zu ihrem von Sebastian Stan gespielten Ehemann kommt es zwar auch zu einigen denkwürdigen Momenten, doch wollte dort bei mir der Funke nicht wirklich überspringen. Der Film wechselt ständig zwischen rückblickenden Interviews und den tatsächlichen Vorfällen und wird dabei durch das Brechen der vierten Wand immer wieder aufgelockert. Dabei werden kreative Elemente eingebaut, die für mich hin und wieder einen zu "gewollten" Eindruck vermittelt haben. "I, Tonya" ist ein unterhaltsames Biopic das an manchen Stellen etwas aufgesetzt wirkt, aber mit einer wunderbaren Allison Janney seine eigene Fußnote setzen kann.

      ​7/10
      I, Tonya

      Habe ihn am Montag gesehen und empfand ihn auf alle Fälle als gelungen, allerdings wollte der Funke über die komplette Spieldauer nicht so recht überspringen. Gut war er allemal, aber für mich auch nicht wirklich was besonderes.

      Fang ich erst mal mit dem Positiven an und das war für mich eindeutig Margot Robbie als Tonya Harding. Sie gefiel mir bisher auch schon immer recht gut wenn ich sie gesehen habe, aber das sie so gut spielen konnte, war mir bis zu diesem Film nicht bekannt. Und das ging auch deutlich über "den Mut zur Hässlichkeit" hinaus. Ich habe ihr die Proletin aus ärmlichen Verhältnissen zu jeder Zeit abgenommen und auch wenn es dramatischer zur Sache ging, machte sie zum Teil ein so verkrampftes Gesicht, das ich Angst hatte, die Haut würde gleich aufreißen. Sie bietet natürlich noch einige Mengen mehr an Facetten. Von der schüchternen Jugendlichen, über die wütende Furie bis hin zur hilfesuchenden und verzweifelten Erwachsenen. Robbie meistert sie alle und ist für mich ganz klar das Highlight des Films.
      Gut gefallen hat mir auch Allison Janney, die ihre Mutter gespielt hat und ich muss auch sagen, ich mag es, solchen Figuren zuzusehen. Staubtrockener Humor, flucht viel, lässt sich von niemanden was sagen. Würde im wahren Leben wahrscheinlich jeden Tag verfluchen wenn das meine eigene Mutter wäre, aber auf der Leinwand kommt so ein Charakter immer gut. Nur leider bekam sie dann in der zweiten Filmhälfte etwas wenig Screentime und auch die ein oder andere Szene mit ihr fühlte sich so an, als hätte da noch mehr kommen können. Stichwort: 1. Date.
      Sebastian Stan macht das ganz ordentlich, bleibt aber meines Erachtens deutlich hinter den beiden Frauen zurück. Vermutlich auch dadurch bedingt, das er jetzt nicht die ganz große Entwicklung durchmacht. Aber dennoch sah man gerade am Ende die großen Unterschiede zwischen ihm und Robbie, die da ganz klar die Nase vorne hat.
      Schön fand ich das die kleine McKenna Grace einen kurzen Auftritt hatte, da sie mir zuletzt in Begabt auch gut gefallen hat. Bin jetzt kein Talentscout, aber ich behaupte einfach mal, das man die auf dem Schirm haben sollte.

      Mehr als gelungen war auch die Atmosphäre des Films, der ganze Flair. Es wirkte alles irgendwie grau, schmutzig und abgeranzt. Dazu passten auch die Kostüme, die Outfits und die Einrichtungen.
      Dazu gefiel mir die Erzählweise und auch das Durchbrechen der vierten Wand hat gepasst und alles etwas aufgelockert und unterhaltsamer gemacht. Mag diesen Stil und wegen mir dürften es auch ruhig mehr Filme geben, die darauf zurück greifen.
      Und apropos aufgelockert, der Humor hat auch gestimmt, weil er eben auch so trocken und ironisch war, wie ich es mag. Knallhart werden die Pointen serviert und dabei verzieht niemand eine Miene. Find ich gut.

      Was mir nicht so gefallen hat war die ganze On Off Beziehungsgeschichte zwischen Tonya und ihrer besseren Hälfte. Zumindest gefühlt lief das für mich zu oft nach dem gleichen Schema ab und spätestens beim vierten Zoff ging mir das ehrlich gesagt eher auf die Nerven. Das möchte ich nicht kleinreden, aber irgendwie suggerierte mir auch der Film, das das nun keine allzu große Sache war. Und dieser Part nahm auch für meine Begriffe eine viel zu große Rolle ein.
      Dazu fand ich es auch schade, das man von Nancy Kerrigan so gut wie gar nichts mitbekommen hat. Kann natürlich sein, das die echte Nancy Einwände hatte, das ihre Figur besser beleuchtet wird, aber mir kam es dadurch leider so vor, als hätte etwas wichtiges gefehlt und fühlte sich deshalb auch etwas unfertig an.

      Nun gut, wie gesagt, der Film hat mir vor allem dank der bärenstarken Margot Robbie gut gefallen, auch wenn ihm für mich das gewisse Etwas gefehlt hat. Er war über die meiste Zeit äußerst unterhaltsam, nur im Mittelteil haben sich manche Passagen etwas gezogen, die Figuren waren interessant (gerade dieser Shawn Eckhardt (der übergewichtige Kumpel von Jeff Gillooly (Sebastian Stan)) war ja krass), die sprunghafte Inszenierung hat mir sehr gefallen und dazu war der Soundtrack auch nicht so schlecht, auch wenn er etwas Originalität vermissen lässt.
      Kann man sich wirklich anschauen, auch wenn der Film mir mal wieder gezeigt hat, das Eiskunstlauf nichts für mich ist :)

      7,5 von 10 Punkten