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GregMcKenna goes to Hollywood

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    Es gibt 320 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von GregMcKenna.

      Also, jetzt schreibe ich mal ein bisschen mehr zum Thema "Deutscher Film". Alles natürlich aus der Sicht eines Konsumenten, aber hier in dem Thread soll es ja ohnehin um den Dialog Filmschaffender-Filmkonsument gehen. Von daher wird das schon passen. :)

      Erstmal danke für den Filmtipp "Jugend ohne Gott". Von der Story her liest sich das wie etwas, was mich interessieren könnte! Ich habe das Gefühl, dass der im Sinne guter Science-Fiction momentane und tatsächliche Phänomene aufgreift, überspitzt und damit ein Statement setzt...oder zumindest zum Nachdenken anregt. Die Frage ist dann natürlich, wie die Story verpackt wird. Und ich glaube, dass das mit ein Problem des Deutschen Films ist, wenn ich das an der Stelle mal so pauschalisieren darf.

      Hin und wieder bin ich bei meinen Eltern zu Besuch. Die schauen noch sehr regelmäßig Fernsehen und damit natürlich auch die Spielfilme. Wenn man mal da ist, guckt man halt mit. Ich kann jetzt leider kein einziges Beispiel bei Namen nennen, aber Fernsehfilme haben im Kern sehr oft einen interessanten Ansatzpunkt. Aber wenn es um ein Drama geht, scheint es eine deutsche Tendenz zu sein, den Film äußerst deprimierend zu gestalten. Ich erkenne selten etwas in der Kameraführung, im Schauspiel oder in der musikalischen Untermalung, was dem Drama dann doch einen gewissen Hoffnungsschimmer oder etwas Inspirierendes verleiht. Ganz anders ist da zum Beispiel Inarritu. Der zelebriert in seinen Dramen das Tragische, verleiht dem Ganzen aber gleichzeitig eine wunderbare, innere Schönheit. Man schaut da gerne zu, wenn Menschen leiden und kämpfen, und ich glaube, dass das nicht nur an den (ausgezeichneten) Schauspielern liegt. Denn die dürfte es in Deutschland auch geben.

      An und für sich glaube ich auch, dass der Deutsche Film ein schlechtes Image hat, zumindest bei Filmkennern. Die Massen kriegt das Deutsche Kino ja, aber eben nur durch Komödien mit Schweighöfer und Schweiger. Also mal ganz grob gesagt. Jemand, der im Jahr nur vier oder fünf mal ins Kino geht, nimmt den Keinohrhasen gerne mal mit. Jemand, der Kino an sich einen größeren Platz in seiner Freizeit einräumt, wird aber durch genau diese Filme vom Deutschen Film abgeschreckt. So empfinde ich das und von daher ist das meine These.

      Andererseits beobachte ich gerade die letzten zwei, drei Jahre, dass sich regelmäßig immer ein deutscher Film in meine abschließende Jahres-Top-10 schleicht. Das sind dann Filme wie "Victoria" oder "Der Nachtmahr". Selbst "Toni Erdmann", der mich jetzt nicht rundum glücklich gemacht hat, muss ich Respekt zollen, weil er sich "anders" angefühlt hat. Frisch und neu. Positiv ist es meiner Meinung nach auch, wenn man sagen kann: "Für einen deutschen Film war das echt nicht schlecht!" Wobei da natürlich wieder stark das allgemeine Image-Problem mitschwenkt. Aber sei's drum, es gibt gute deutsche Filme. Womöglich mehr, als man überhaupt weiß. Das Gute ist im Verborgenen - und wenn ich im Jahr ein oder zwei gute deutsche Filme mitbekomme, ist das für mich als Konsument schon mal ziemlich gut. Als Filmschaffender ist die Angelegenheit natürlich viel frustrierender, da fragt man sich, warum Filme dieser Art nicht breiter angenommen werden.

      Wie man das ändern könnte, weiß ich nicht. Mir fällt dazu nur ein, dass es sich bei den amerikanischen Produktionen ja zumindest ähnlich verhält. Qualitätsfilme haben auch da nicht den großen Zulauf, sondern halt die Massenfilme. Ob man jetzt in Deutschland einen Film machen kann, der qualitativ gut ist, Filmfreunde anspricht und gleichzeitig gut an den Kassen läuft...tja, da hab ich keine Ahnung. Mir fällt nur auf, dass ich die allerwenigsten Filme, die global gut einspielen, als die besten Filme des Jahres bezeichnen würde. Von daher weiß ich ehrlich gesagt nicht, wie erstrebenswert es ist, etwas vergleichbares in Deutschland zu machen.
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      Auf der heutigen Zugfahrt habe ich mich doch glatt mal durch den gesamten Thread hier gewühlt. Schon mal vorweg: Merci für dein Engagement. Äußerst interessante Eindrücke und Ansätze, die du hier mit uns teilst. Wahrscheinlich auch für dich in Sachen Selbstreflexion nicht ohne Wert. Immer weiter so! :)

      Vor allem mit deinen Worten rundum :

      GregMcKenna schrieb:

      Tag #35 oder auch: Die Kunst des Verlierens


      konnte ich mich identifizieren. Vielleicht nicht in meinem Dasein als Mitglied beim FC Bayern, jedoch im Rahmen meines eigenen Drehbuch-Projekts, an dem ich nun schon einige Monate hänge - wie du ja weißt. 10 Seiten tippen, gefühlt 15 löschen. Das war anfänglich durchaus deprimierend. Das fühlt sich nicht nach Fortschritt an. Doch du unterstreichst das nochmal bestens: Genau dieser Akt des Verwerfens ist der Fortschritt. Deine Worte bestärken darin nochmal. :)

      GregMcKenna schrieb:

      Die im Folgenden dargestellten Erkenntnisse entstanden in der Diskussion mit einem dt. Autor bzw. auch Grimme-Preisträger und einem dt. Regisseur und Autor, der in Hollywood lebt und arbeitet (und dessen Hauptfilm @Bavarian immerhin 6,5 von 10 Punkten gab).


      Bin nun seit heute morgen am Grübeln. Ließ mich nicht mal in der Vorlesung in Ruhe. Danke dafür! :D Das hab ich nun davon, dass ich seit geraumer Zeit meine Bewertungen nicht mehr archiviere. ^^ Deine Diskretion ist aber nachvollziehbar. Eine Vermutung lass ich dennoch hier: Züli Aladag (mit seinem Integrations-Drama "Wut"). ;)






      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Bavarian“ ()

      @TheKillingJoke: Danke für den Input. Da sind eine Menge Themen drin, die ich später sicher mal anschneiden werde. Einige Sachen wie etwa die einseitigen Dramen in Deutschland haben recht handfeste, handwerkliche Gründe, die ich mal hier einwerfen kann. Und auch die Zusammensetzung des Kinopublikums in Dtl. ist ein Thema für sich. Aber da sind viele interessante Dinge drin und wenn die dich bewegen, werd ich da sicher mal einhaken (wenn mir die Themen ausgehen). :)

      @Bavarian: Nein, Züli Aladag wars nicht. Es war schon ein US-Film, der Macher war bzw. ist deutsch. Aber freut mich, wenn ich dich vom Aufgeben abhalten kann. Es ist wirklich wie bei Rocky: Champions sind auch nur Amateure, die sich weigern, aufzugeben. :P

      @Alle: Falls ihr übrigens mal Fragen an die deutschen Schauspieler der höheren Gehaltsklasse habt, dann legt mal los. Wenns ernstzunehmende Fragen sind werde ich demnächst eventuell mal Chance haben, euch Antworten besorgen zu können.

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      Tag #51 oder auch: DU BIST EIN SPIELZEUG!!

      Nach dem vielen Gelaber werden wir heute mal handfest: Wie schreibt man ein gutes Drehbuch? Wer glaubt, dass Filme immer hochkreativ und stets Kunst sind, muss jetzt aussteigen. Denn ab hier werde ich auf wirklich handwerkliche Dinge eingehen, die man eigentlich relativ rasch wiederholen und auch lernen kann. Die Struktur eines Filmes ist ein bisschen wie Tetris: Leicht zu erlernen, schwer zu meistern. Und außerdem schicke ich noch eine Spoilerwarnung voraus. Denn ich werde hier über "Toy Story" als Paradebeispiel lang und breit referieren. Wer Filme weiterhin mit der romantischen Haltung sehen will, dass das immer reine Kunst sei - ab hier ist Schluss damit. Ernsthaft.


      Ja, das ist die Struktur eines Drehbuches. Mehr ist es nicht. Drei Akte, acht Sequenzen und fünf bzw. sechs wichtige Plotpunkte. Das klingt erstmal nach purer Lockerheit und wenn man einen einfachen Blockbuster schreiben will, dann ist das auch einfach. Diesem Prinzip folgen aber auch andere Filme (ja, auch "Memento" und "Sexy Beast"). All diese Punkte beziehen sich allerdings stets auf die Hauptfigur und ihre Reise. Denn jeder (!) Film lässt sich auf eine Formel runterbrechen: "Jemand will unbedingt etwas haben und hat Schwierigkeiten, es zu bekommen". Sezieren wir das mal:

      "Jemand" >
      Hauptfigur
      "will unbedingt haben" >
      Motivation/Proaktiv
      "etwas" >
      Want/Ziel
      "und hat Schwierigkeiten" >
      Antagonisten/Hindernisse
      "es zu bekommen" >
      Zielstellung

      Woody ist der King in Andys Spielzimmer. Als jedoch Buzz in diese Gesellschaft tritt und Woody verdrängt, will Woody diesen Platz zurückerobern. Das ist im wesentlichen der dramaturgische Kern von "Toy Story". Und hier sind wir schon bei den ersten zwei Plot Points: Der Anstoß bzw. Inciting Incident (Inc.Inc.) und der erste Wendepunkt, der auch den ersten Akt beschließt. Der Inciting Incident ist hier die Ankunft von Buzz. Der Anstoß löst die Story erst aus. Bei "Star Wars" ist es R2-D2, der als Bote bei Luke Skywalker ankommt. Bei Frodo ist es Gandalf, der ihm den Ring übergibt. Der erste Wendepunkt markiert dabei den Anfang der Reise des Helden bzw. der Hauptfigur. In der zweiten Sequenz hadert die Hauptfigur mit dieser Aufgabe, die ihr nun übertragen wurde. Frodo zögert, Luke zögert, Woody will Buzz loswerden. Diese Zögern nennt man "Refusal of the Call". Das ist notwendig, um die Reise für die Hauptfigur unbequem zu gestalten und damit glaubwürdig. Der Held muss sich aus seiner Ruhe, seiner angestammten Welt herausbewegen. Der zweite Plot-Point ist auch bekannt als "Lock-In". Denn der Held kann nun nicht mehr in seine alte Welt zurück. Frodo wird von Ringgeistern gejagt und verlässt das Auenland. Lukes Heim und seine Familie werden verbrannt. Woody wird von den Spielzeugen verbannt, nachdem er Buzz aus dem Fenster gestoßen hat. Man kann diesen Punkt als endgültige Reaktion der Hauptfigur auf auf den Anstoß sehen, das ist allerdings kein Zwang. Für mich hat sich diese Perspektive bewährt. Hier noch ein Video von Michael Arndt ("Toy Story 3", "Episode VII") wie man den ersten Akt bzw. den Start in die Story ebenfalls sehen kann:


      So. Wir sind also fertig mit dem ersten Akt, die Story läuft schon mal und die Reise ist in vollem Gange: Frodo wandert, Luke sucht Han und Woody landet mit Buzz im Auto. Jetzt wird es tricky. Denn während der Anfang einer Story recht klar ist - und das Ende ebenfalls es wieder sein wird - ist der zweite Akt lang und gefährlich. Auch für einen Autoren. Denn im zweiten Akt gibt es recht wenige Regeln und entsprechend lasch kann er ausfallen. Man spricht dann davon, dass der Film einen "weichen Bauch" hat. "Episode VII" ist ein recht junges Beispiel. Um dem Problem aus dem Weg zu gehen, etabliert man neben dem Haupt-Storybogen noch eine Spannung für den zweiten Akt. Während der Mainplot aus "Toy Story" lautet "Wird Woody es schaffen, seinen Platz als #1 der Spielzeuge zu wahren?", lautet die Spannung des zweiten Aktes "Wird Woody es schaffen, Buzz wieder nach Hause zu bringen?". Man kann also die Spannung des zweiten Aktes als eine Teilaufgabe auf dem Weg zum Hauptziel betrachten. In der insgesamt 3. Sequenz nun streitet sich Woody mit Buzz im Auto. Dann findet ein klarer Schnitt zu Sequenz 4 statt, wenn beide zu Pizza Planet gelangen weil sie dort Andy vermuten. Sequenz 4 findet komplett im Pizza Planet statt und endet damit, dass beide von Sid - dem Nachbarsjungen - gefunden werden. Sid wurde bereits in Sequenz 2 eingeführt und nun ahnt man daher bereits, was den beiden blüht: Der Midpoint. Am Midpoint wechselt die Geschichte oftmals ihre Richtung. Es ist ein beliebter Anfängerfehler unter Autoren, eine Story von A bis Z durchziehen zu wollen. Das klappt nicht wirklich, weil kein Zuschauer 90 Minuten mit einem Ziel aushält. Daher wechselt die Geschichte zur Mitte gerne ihre Zielstellung. Beweis gefällig?

      Frodo muss den Ring nach Bruchtal bringen. Erst dort entscheidet sich, dass er ihn noch weiter tragen soll. Nun allerdings nicht mehr als Hobbit-Combo sondern mit mächtigen Kriegern an seiner Seite. Und sein Ziel ist auch nicht mehr Bruchtal sondern der Schicksalsberg. // Luke wird mit Han und Crew von seiner Rettungsmission ausgehend in den Todesstern gezogen und muss nun selbst einen Weg hinausfinden - und die Rebellen nach der Zerstörung von Alderaan warnen. Der Todesstern ist aktiv! // Woody und Buzz landen bei Sid, der ihnen ein gemeinsames Ziel gibt: Die Flucht.

      Wir sehen hier übrigens schön, wie die Motive der Charaktere sich mit den Zielen verändern: Frodo arbeitet mit einer größeren Gruppe zusammen. Luke muss mit dem unsympathischen Han zusammenarbeiten. Woody und Buzz werden zusammengeschweißt. Nach den Konflikten der ersten Hälfte geht es jetzt gegen gemeinsame, größere Gegner. Eine Formel, die James Cameron übrigens fantastisch auf "Terminator 2" angewandt hat. Die Zeit der "Emigration" ist vorbei. Die Ära der "Separation" hat begonnen. Die Dunkelheit wartet.

      Willkommen in Hälfte zwei. Demnächst an gleicher Stelle - hier. Ahso. Und falls Fragen bestehen: Legt los.

      PS: Falls jemand Bock drauf hat - ich häng das Script zu "Toy Story" mal an.
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      GregMcKenna schrieb:

      Denn jeder (!) Film lässt sich auf eine Formel runterbrechen: "Jemand will unbedingt etwas haben und hat Schwierigkeiten, es zu bekommen".


      Gilt das echt für jeden Film oder haben nicht irgendwelche Personen (sie es Autoren oder Regisseure) mal versucht daraus "auszubrechen"? Ich denke gerade an so Filme wie bspw. "The Tree of Life". Oder hattest Du Dich nur auf Blockbuster bezogen? Denn da wird es sicherlich so sein.

      Also ich muss sagen, dass ich Details übers Drehbuch-Schreiben nun nicht sonderlich desillusionierend finde. Klar, sehr viele Filme folgen dieser Struktur, aber das ist deswegen, weil sie sich bewährt hat. Kunst kann es trotzdem sein. Bei einem Künstler mit Pinsel hat es sich ja auch bewährt, dass er eine Leinwand und einen Rahmen braucht, das ist das Handwerkszeug. Davon ausgehend kann dann das entstehen, worum es meiner Meinung nach bei Kunst geht - und zwar, dass Gefühle ausgelöst werden, welcher Art auch immer.

      Frustrierender finde ich es da eher, wenn ich an die ökonomische Komponente des Filmschaffens denke. Greg wird dazu vielleicht ja auch mal was schreiben. Aber wenn ich mir vorstelle, wie insbesondere bei Großproduktionen im Hintergrund mit Zahlen jongliert und Zielgruppenanalyse betrieben wird - nun ja. Das hat dann für mich noch viel, viel weniger mit Kunst zu tun, als die Tatsache, dass sich eine gewisse Drehbuchstruktur in rund 80 Prozent der Filme finden lässt.

      Scholleck schrieb:

      Gilt das echt für jeden Film oder haben nicht irgendwelche Personen (sie es Autoren oder Regisseure) mal versucht daraus "auszubrechen"? Ich denke gerade an so Filme wie bspw. "The Tree of Life". Oder hattest Du Dich nur auf Blockbuster bezogen? Denn da wird es sicherlich so sein.

      Nein, ich beziehe mich in der Tat damit auf jede Form von narrativem Film. Und ja, dieser Grundsatz gilt auch für "Tree of Life". Allerdings - und da denke ich, willst du mit deinem Bedenken hin - ist dieser Grundsatz bei Blockbustern sehr plakativ. Bei Marvel und DC steht die betreffende Figur des "Jemand" sogar im Titel. Man kann mit diesem Kernsatz auch spielen. Und ja, das tun Autoren und Regisseure dann auch. Dieser "Jemand" kann auch eine Nebenfigur sein. Dieser "Jemand" muss in einem Film nicht mal zwangsweise auftauchen. Dieser "Jemand" kann auch das Publikum sein. Das sind alles Dinge, mit denen man jonglieren und arbeiten kann. Auch das "etwas" muss nicht immer der Ring, das Lichtschwert oder ein Gegenstand sein. Das können mitunter extrem komplizierte, metaphysische Dinge sein. Als Macher sollte man sich nur dessen bewusst sein. Aber ich nehm mal Beispiele raus:

      Ein Genre, das eigentlich diesem Kernsatz zuwiderläuft, ist ja der Dokumentarfilm. Michael Moores "Roger & Me" aber folgt dieser Kernthese, indem sich Moore als Protagonist selbst in seinen Film setzt (was er danach immer wieder tat). Morgan Spurlocks "Super Size Me" hat auch so ein Ziel: Nämlich den Nachweis, dass McDonalds ungesund ist. Was tut Spurlock also? Sich dauernd von McDonalds ernähren. Die Querelen auf dem Weg erzählt dann der Film. Natürlich gibt es Dokus, die den Macher weniger plakativ in den Vordergrund stellen. Aber gerade bei Tierfilmen (also schon recht weit weg vom narrativen Film) werden Tiere dramaturgisch aufbereitet und vermenschlicht bzw. ihnen auch Ziele unterstellt. Dieses "Jemand will etwas unbedingt haben und hat Schwierigkeiten, es zu bekommen." ist der Kern jeder dramatisch-narrativen Erzählung.

      ABER: Es gibt Versuche, daraus auszubrechen, ja. Gerade bei Kurzfilmen aus dem Genre des Psychogramms. Nehmen wir mal ein Beispiel und wenn du magst - siehst du diesen von dir benannten erzählerischen Kern darin?



      @TheKillingJoke: Ja, werde ich. Aber für den Moment sei gesagt, dass die ökonomische Herausforderung für mich auch eine sehr spannende Hürde darstellt. Das finde ich teilweise spannender als vogelwild schreiben zu können/müssen. ^^

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      Finde das super was Du machst. Und interessant. Würde gerne mehr schreiben aber bin müde und muss ins Bett. Nur ein Gedanke: deutsche Filme nehmen sich oft zu ernst. Sie wollen Kunst sein. Hollywood Filme wollen in erster Linie unterhalten. Das macht deutsche Filme oft zu sperrig. Ist natürlich nur eine Tendenz denn für beides gibt es Gegenbeispiele.

      sladge schrieb:

      deutsche Filme nehmen sich oft zu ernst. Sie wollen Kunst sein. Hollywood Filme wollen in erster Linie unterhalten. Das macht deutsche Filme oft zu sperrig.

      Da würde ich dir instinktiv nicht mal widersprechen. Aber um das Ganze mal etwas konkreter zu machen: Was wären denn so die Filme, die dir als sehr ernste deutsche Beiträge so im Sinn geblieben sind?

      PS: Morgen antworten ist auch okay. :P

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      Es ist in der Tat schwierig das an einem Film festzumachen. Ist eher eine allgemeine Wahrnehmung von vielen Jahren in denen ich deutsche Filme immer mal wieder gesehen habe. In Deutschland gehen ja im Prinzip auch nur 2 Genres richtig gut. Die deutsche Komödie mit Vorreitern wie Til Schweiger, Matthias Schweighöfer, Bully Herbig oder Elyas M´Barek. Und das deutsche Drama wo man zum Beispiel an Regisseur Fatih Akin oder Schauspieler wie Veronica Ferres , Joachim Krol, Katja Riemann oder Herbert Knaup denkt. Von den Zuschauern am besten angenommen werden die Komödien. Die Dramas sind dann eher um Kritikerpreise zu gewinnen. Und ein gutes Sprungbrett für deutsche Talente es nach Hollywood zu schaffen. Und jetzt fällt mir doch ein bisschen was zu Kunst statt Unterhaltung ein. Nämlich Filme von Regisseuren wie Fatih Akin oder Rainer Werner Fassbinder. Und viel von genau den Dramas die ich oben beschrieben habe.

      Am interessantesten finde ich deutsche Genrefilme die leider oft nahezu unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Genannt seien hier "Hell", "Victoria" oder "Der Nachtmahr", den ich leider noch nicht sehen konnte. Hier werden gute Ideen verarbeitet aber hier kann der deutsche Film schon aus Budgetgründen nicht mit Hollywood mithalten. Und ein deutscher Actionfilm mit einem Budget von 2 Mio Euro hat es per se schon schwer gegen einen Actionfilm aus Hollywood mit 90 Mio Dollar Budget.

      Aber es gibt auch Filme aus deutschen Landen die das geschafft haben. Das Experiment wäre hier genannt. Ein deutscher Thriller auf Hollywood Niveau. Aber solche Ausnahmen sind selten.

      Das bringt uns zu dem Problem der Finanzierung. Ein Thema über das wir uns ja auch schon unterhalten haben und wo du mehr darüber erzählen kannst wie ich. Schon aus eigener Erfahrung aus "I know your name". Die Filmförderung die nicht aufstrebende junge Regisseure fördert mit gewagten Ideen sondern dann lieber das gleiche wie immer. Und natürlich dürfen deutsche Filme grad mal einen Bruchteil von dem kosten was in Amerika ausgegeben wird. Andererseits kommen aus Frankreich, Spanien, Mexiko tolle Filme. Und ich kann mir nicht vorstellen das die Budgets dort sehr viel größer sind. Aber auch dazu kannst du bestimmt mehr erzählen als ich.
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      @Scholleck: Danke für die Titel. Hab ich alle noch nicht gesehen aber vermutlich aus dem Grund, weshalb ihr sie hier aufführt. :D Aber ich bitte um Verständnis, dass ich daher zu denen nicht wirklich etwas sagen kann. Ich denke aber ich kann mir jetzt ein wenig besser vorstellen, was ihr meint.

      @sladge: Ich würde sagen, dass in Deutschland drei Genres richtig gut gehen: Komödie, Krimi und Drama. Der Witz ist allerdings, dass Krimis nur im Fernsehen stattfinden, nicht im Kino. Das ist ein strukturell wichtiger Unterschied zu den USA: Dass diese in Sachen Spielfilm im Fernsehen quasi nix haben. Wenn ein Amerikaner einen Film sehen will, geht er ins Kino. Der Deutsche schaut fern. Das ist auch einer der Gründe, warum die Fernsehsender so stark bei Kinofilmen mitreden (faktisch kannst du keinen Kinofilm machen ohne einen Fernsehsender im Rücken). Aber gut, okay. Das deutsche Drama als Betroffenheitskino - verstehe ich und kann ich auch nachvollziehen. Ich würde dir in dem Punkt widersprechen, dass man damit nach Hollywood kommt. Deutschlands letzte Gänge nach Hollywood (Gansel, Odar, Schipper, Ditter) basieren alle auf Genre-Beiträgen ("Wir sind die Nacht", "Who Am I", "Victoria", "Love, Rosie"). Wenn du also nach Hollywood willst, musst du in Deutschland einen Genre-Film machen, der dann allerdings gerade bestenfalls mal die schwarze Null schreibt und eine eigene Handschrift hat. PS: Rate mal, was ich versuchen werde ... :P

      Aber ja, aus Budgetgründen gehen gewisse Dinge filmisch in Deutschland nicht. Müssen sie aber auch gar nicht. Sich mit wenig Material zu großen Ergebnissen aufschwingen ist der wohl geradeste Weg nach Hollywood. Gareth Edwards hat mit "Monsters" einen Film geschaffen, in dem man die Monster kaum sieht - weil er kein Geld hatte. Jetzt macht der Mann "Rogue One". Colin Trevorrow hat mit "Safety Not Guaranteed" einen Film für 750.000 Dollar gemacht und macht jetzt "Episode IX". Die Fähigkeit, aus wenig Budget etwas Gutes zu machen ist die Fähigkeit, die gute Regisseure von mittelmäßigen Regisseuren trennt. Denn diese Fähigkeit ist die Kreativität. Wir bräuchten also mal einen Film, der auch wirklich kreativ ist. Der aus wenig viel macht. Und da gebe ich dir wiederum recht: Da klebt Deutschland hintenan. Weil uns die Innovationsfähigkeit fehlt. Oder sagen wir mal: Der Mut dazu. Die Ursachen dafür sind tatsächlich mannigfaltig. Wenn ihr mir sagen könnt, wo euch da konkret der Mut fehlt bzw. was oder wovon ihr euch mehr wünschen würdet (egal wie unkonkret erstmal), dann wäre ich euch dankbar.

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      GregMcKenna schrieb:


      Aber ja, aus Budgetgründen gehen gewisse Dinge filmisch in Deutschland nicht. Müssen sie aber auch gar nicht. Sich mit wenig Material zu großen Ergebnissen aufschwingen ist der wohl geradeste Weg nach Hollywood. Gareth Edwards hat mit "Monsters" einen Film geschaffen, in dem man die Monster kaum sieht - weil er kein Geld hatte. Jetzt macht der Mann "Rogue One". Colin Trevorrow hat mit "Safety Not Guaranteed" einen Film für 750.000 Dollar gemacht und macht jetzt "Episode IX". Die Fähigkeit, aus wenig Budget etwas Gutes zu machen ist die Fähigkeit, die gute Regisseure von mittelmäßigen Regisseuren trennt. Denn diese Fähigkeit ist die Kreativität. Wir bräuchten also mal einen Film, der auch wirklich kreativ ist. Der aus wenig viel macht. Und da gebe ich dir wiederum recht: Da klebt Deutschland hintenan. Weil uns die Innovationsfähigkeit fehlt. Oder sagen wir mal: Der Mut dazu. Die Ursachen dafür sind tatsächlich mannigfaltig. Wenn ihr mir sagen könnt, wo euch da konkret der Mut fehlt bzw. was oder wovon ihr euch mehr wünschen würdet (egal wie unkonkret erstmal), dann wäre ich euch dankbar.


      Die von dir genannten Filme kenne ich. Sowohl "Monsters", als auch "Sefety Not Guaranteed" sind mir recht sympathisch. Das mit der Bezeichnung "gute Regisseure" teile ich also. Aber wenn ich dann an "Godzilla" und "Jurassic World" denke, zeichnet sich bei mir folgendes Bild ab: Fähige Regisseure machen durch einen guten, aber unbekannten Indie-Film auf sich aufmerksam. Sie werden für Blockbuster verpflichtet, denen einen wahnsinnig hohes Budget zur Verfügung steht, wobei jedoch nur mittelprächtige Filme dabei rauskommen. Kompromisse werden geschlossen, das viele Geld wird sicher investiert, viel Kohle soll gemacht werden. Ist das dann das Ziel? Ich meine, ich kann ja zufrieden sein, weil es vor den Blockbustern ja gute Filme gibt und womöglich nach einer Blockbuster-Welle die Regisseure wieder geneigt sind, kleinere Filme zu machen. Aber irgendwie hab ich den Eindruck, dass die Qualität der Regisseure nicht bis in die Blockbuster hinein getragen wird.

      Ein weiteres Beispiel dafür ist Marc Webb mit "500 Days Of Summer". Einer meiner liebsten Liebesfilme. Dann kam das Spidey-Reboot...und was macht Webb jetzt? Gut, irgendwas im Fernsehen und 2017 soll wieder ein Drama von ihm kommen. Aber in seinem Fall würde ich von Blockbuster-Verheizung sprechen. Und ich weiß nicht, ob es einen richtig guten Regisseur auszeichnet, dass er genau das durchsteht.

      TheKillingJoke schrieb:

      Sie werden für Blockbuster verpflichtet, denen einen wahnsinnig hohes Budget zur Verfügung steht, wobei jedoch nur mittelprächtige Filme dabei rauskommen. Kompromisse werden geschlossen, das viele Geld wird sicher investiert, viel Kohle soll gemacht werden. Ist das dann das Ziel?

      Huh, du machst da ein weites Feld auf. Ich werde mich dazu sicher noch mal in einem Post umfassender äußern aber für den Moment: Ja, Kohle machen ist das Ziel. Aber nur ein Ziel unter Zielen. Niemand startet mit so einem Projekt und sagt "Hey, machen wir doch einen schlechten Film". Mit so einem Blockbuster geht eine gewisse Herausforderung einher, die du ja auch schon ein wenig herausstellst: Kompromisse, gewisse Anforderungen an die Story, usw. Die sind nur anders als bei einem Indie-Film, nicht aber schwerer oder leichter. Einfach nur anders. Das weiß man auch als Regisseur oder Filmemacher generell, wenn man so eine Herausforderung eingeht. Und dann nimmt man sie an oder nicht.

      Der Kern ist, dass die anderen Herausforderungen andere Eigenschaften fordern. Bleiben wir mal bei Webb, Trevorrow und Edwards. Alle drei haben kreative, interessante Indies gedreht (und auch alles Genre-Stücke, btw.). Damit haben sie bewiesen, dass sie kreativ arbeiten können und die Mechanismen und Spielregeln des Filmemachens kennen. Dann kam der "Zwischenfilm". Alle drei haben am Boden liegende Franchises bekommen, die sie mit ihren neuen Impulsen aufpäppeln sollten. Du magst da qualitative Unterschiede sehen aber die sind letzten Endes auch nur Ausdruck dessen, dass Edwards und Trevorrow sich in der Position des Blockbuster-Regisseurs besser bewiesen haben als Webb. Einige Eigenschaften davon sieht man an ihren Folgen (Erwecken des Franchises, Ankündigung von Sequels, sichere Einspielhöhen usw.), andere nicht (Wie nervenstark sind sie? Können sie so eine große Crew organisieren? Wie gut kommen sie mit den Execs klar?). Was du dir außerdem vor Augen halten solltest: Niemand will Regisseure oder Filmemacher verheizen. Bevor sie ihre großen Filme drehen, weiß man nicht wie gut die werden. Da greift der alte Spruch: Nachher ist man immer schlauer. Aber das zeichnet Hollywood im Moment in meinen Augen gerade aus: Dass junge, kreative Filmemacher die Chance bei großen IPs bekommen um denen frischen Wind in die Segel zu blasen. Und entweder klappt das, oder nicht. Aber das findet man nur raus, wenn man es probiert. Ob du das als Konsument dann gut findest - das ist dann natürlich eine andere Debatte.

      Was ich sagen will: Ob ein Regisseur für einen Blockbuster gut ist, macht sich an mehr fest an der Qualität des Films selbst. Auf hohem Niveau konstant gute Filme (für alle Seiten) zu machen ist etwas, was einen sehr guten von einem guten Regisseur trennt.

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      Ich denke, die Beschreibung mit der "anderen Herausforderung" durch einen Blockbuster kann ich annehmen. :) Ich finde es halt nur schade, dass es - eben ganz subjektiv betrachtet - wenig aktuelle Blockbuster von ehemaligen Indie-Regisseuren gibt, die mich richtig abgeholt haben. Also Teile von "Godzilla" oder "Jurassic World" haben mir auch gefallen, aber das kann man wohl einfach auf die geschlossenen Kompromisse zurückführen. In irgendeine der vielen Zielgruppen, die bei so einem Projekt angesprochen werden müssen, werde auch ich fallen, von daher war ich ja nicht gänzlich abgeneigt. Aber nachhaltig prägender empfand ich einfach die jeweiligen Indie-Filme und es entsteht bei mir der persönliche Eindruck, dass sich der Schritt ins Blockbuster-Metier der meisten Regisseure für mich als Konsument nicht "rentiert". Also zumindest nicht direkt. Wer weiß, was jemand wie Edwards so in Zukunft machen darf? Das könnte dann eine Art Nolan-Effekt sein. Du machst einen für uns, dann einen für dich - oder so. ;)

      Bei Webb find ich die Sache halt einfach nur aus zweierlei Sicht frustrierend. "500 Days Of Summer" empfand ich als frisch, gefühlvoll und gewitzt. Ich habe mich bei Spidey vor allem auf eine rundum gelungene Liebesstory gefreut, aber das trat dann leider nicht ein. Und Webb hat zumindest seitdem nichts nennenswertes mehr gemacht, da ging der Nolan-Effekt nicht auf. Aber ob er deswegen ein schlechter Regisseur ist, weil er mit Blockbustern nicht zurecht kommt? Ich würde es schade finden, wenn jemand wie er wegen einem Blockbuster dermaßen auf die Schnauze fliegt, dass er nicht mehr wirklich aufstehen und etwas vergleichbares wie "500 Days Of Summer" abliefern darf.

      TheKillingJoke schrieb:

      Ich würde es schade finden, wenn jemand wie er wegen einem Blockbuster dermaßen auf die Schnauze fliegt, dass er nicht mehr wirklich aufstehen und etwas vergleichbares wie "500 Days Of Summer" abliefern darf.

      Dürfen tut er das jederzeit. Nur ist so ein Film auch auf kreativer Seite nicht einfach zu wiederholen. So einen Film machst du nicht mal eben aus dem Handgelenk. Vielleicht hilft es dir, wenn du den Gang von Indie-erprobten Regisseuren ins Blockbuster-Genre eher als eine Art Testlauf denn als ein Erfolgsversprechen siehst. Und ich sage nicht, dass Webb ein schlechter Regisseur ist - nur weil er sich bei Blockbustern nicht bewährt hat. Jeff Nichols ("Midnight Special", "Loving") hat diese Herausforderung auch noch nicht angenommen und von dem würde ich auch nicht sagen, dass er schlecht ist. Es geht dabei auch ein wenig darum für die Regisseure, sich selbst auszuprobieren. Du weißt halt vorher nicht, ob du sowas kannst. Ich versuch auch gerade, mich mit einem Stoff mal als Regisseur einzusetzen. Keine Ahnung, wie das endet. ^^

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      GregMcKenna schrieb:

      Die Fähigkeit, aus wenig Budget etwas Gutes zu machen ist die Fähigkeit, die gute Regisseure von mittelmäßigen Regisseuren trennt.


      Da hat mir @TheKillingJoke meine Antwort schon vorweggenommen. :) Ich finde auch, die Rechnung "dass ein Regisseur mit wenig Mitteln einen sehr guten Film gemacht hat und nun mit höherem Budget einen noch besseren hinbekommt" ist manchmal sicherlich zu einfach. Aber klar, wenn man es nicht probiert (Indie-Regisseure eine Blockbuster-Produktion anzuvertrauen), dann weiß man natürlich nie, ob es klappt.

      Scholleck schrieb:

      Ich finde auch, die Rechnung "dass ein Regisseur mit wenig Mitteln einen sehr guten Film gemacht hat und nun mit höherem Budget einen noch besseren hinbekommt" ist manchmal sicherlich zu einfach.

      Diese Rechnung in diesem Wortlaut - um mal pingelig zu werden - würde ich auch nicht unterschreiben. Viel eher ist das Ziel, die durchschlagende Kreativität aus einer Indie-Produktion eben mit der trägen Blockbuster-Masse zusammenzuwerfen. Würde man die ohnehin schon mainstreamigen Regisseure wie Emmerich und Co. auf so einen Franchise-Reboot loslassen, wäre da weniger Kreativität um etwas Neues zu beginnen. Das nennt sich im Englischen "bringing something new to the table". Dieses infusionieren eines Blockbusters mit kreativem Blut ist das Ziel. Qualität im Sinne von gut/schlecht ist da erstmal nachrangiger Natur, ja.

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