Call Me by Your Name (Luca Guadagnino)

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    Es gibt 32 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von kruemel_1978.

      Call Me by Your Name (Luca Guadagnino)

      Bewertung für "Call Me by Your Name" 9
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      Call Me by Your Name


      Regie: Luca Guadagnino (A Bigger Splash, I Am Love)
      Drehbuch: Luca Guadagnino, James Ivory und Walter Fasano; André Aciman (Roman)
      Darsteller: Armie Hammer, Timothée Chalamet, Michael Stuhlbarg
      Genre: Drama
      Laufzeit: 130 Minuten
      Kinostart: 01.03.2018 (DE), 24.11.2017 (US) - Premiere: 22.01.2017 in Sundance
      IMDB: Klick
      Metacritic: - Klick
      Inhalt: Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman des amerikanischen Schriftstellers André Aciman.
      Klappentext des Buches:
      Völlig unvorbereitet trifft Elio seine erste große Liebe: Oliver ist für sechs Wochen bei Elios Familie an der italienischen Riviera zu Gast, wo der Harvard-Absolvent sein Buch über Heraklit beenden will. Oliver, der wie Elio jüdische Wurzeln hat, ist weltgewandt, intelligent, schön. Oliver ist alles, was Elio will, vom ersten Moment an. Ein fast unerträgliches Spiel von Verführung und Zurückweisung beginnt und wächst sich allmählich zur Geschichte zweier Seelenverwandter aus, die wissen, dass diese Liebe die vollkommenste und zugleich unmöglichste ihres Lebens sein wird. In einem kurzen Sommer zwischen Obsession und Angst, Verlangen und Verzweiflung suchen zwei Menschen nach dem Augenblick der absoluten Erfüllung: dass jeder sich in den Andern verwandle.


      Nach I Am Love und A Bigger Splash offentlich der nächste große Wurf von Luca Guadagnino. Die ersten Reaktionen aus Sundance sind überwiegend positiv.


      "No form of art goes beyond ordinary consciousness as film does,
      straight to our emotions, deep into the twilight room of the soul.
      "
      Ingmar Bergman
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      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von „-Makaveli-“ ()

      Trailer Online


      "No form of art goes beyond ordinary consciousness as film does,
      straight to our emotions, deep into the twilight room of the soul.
      "
      Ingmar Bergman

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Wucki“ ()

      Morgen startet "Call Me by Your Name" in unglaublichen 4 US-Kinos. Schon etwas traurig. Zumindest auf die 100 Kinos hätte man gehen können, damit der Film flächenmäßig in den Staaten abgedeckt ist. Oder "Justice League" ein paar Säle wegschnappen, was ich hörte sind manche ohnehin sehr mager besetzt. :tongue: Aber wer weiß, bei einem möglichen Oscar-Triumph wird er sowieso auf dem Radar erscheinen. Die Reviews versprechen jedenfalls allerhand. Bei einem Average Rating von 9,2 kann man sich vorstellen nicht wenige Kritiker haben die volle Punktzahl ausgepackt. Bei uns heißt es auf den 1. März 2018 warten, falls man ihn nicht schon im Februar 2017 in Berlin gesehen hat.


      Vergesst, was ich gesagt habe. Zumindest ein Film kommt dieses Jahr an "Three Billboards Outside Ebbing, Missouri" ran: Call Me by Your Name. Unbedingt ansehen!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Burning“ ()

      - gesneakt -

      Entsetztes Aufstöhnen des Kinopublikums bereits beim Vorspann, gefolgt von einer Massenflucht nach nicht mal 30 Minuten, wie ich es in einer Sneak noch nie erlebt habe. Aber diejenigen, die bereits so früh gegangen sind, haben das Beste verpasst, denn nach gut 50 Minuten war auf einmal die Leinwand grün, weil der Film oder der Projektor den Geist aufgegeben hat. Was folgte war die zweite große Massenflucht während einer 20minütigen Pause und 2 Fehlstarts, bevor der Film dann endlich unter höhnisch-tobenden Applaus des Restpublikums endlich weiterging.
      Also es ging aufregend zu Außenrum.

      Aufregender jedenfalls als es der Film war, denn der war wirklich ein sehr sehr sehr langsam erzählt, und man merkt jede einzelne Minute gut über 2 Stunden Laufzeit. Keine wirkliche Handlung, keinerlei Spannungsbogen, der Film verweilt einfach im Moment und lässt sich enorm viel Zeit bei allem. Was absolut zur beschaulichen Idylle der ländlichen Gegend in der Toskana in einem Sommer im Jahr 1983 (?) passte, in der nicht allzu viel los und in der viel Ruhe und Gemütlichkeit an der Tagesordnung war. Also gerade mit dem nicht vorhandenen Tempo habe ich mich wirklich schwer getan, und dabei mag ich eigentlich Filme, die sich Zeit für den Aufbau und das Erzählen ihrer Geschichte nehmen. Zweifellos war das ein wirklich schönes Coming-of-Age-/Liebesdrama, das einfühlsam erzählt war, ehrlich rüberkam, sich real anfühlte und von den beiden Hauptdarstellern Timothée Chalamet und Armie Hammer toll gespielt war. Aber so wie es zwischen den beiden gefunkt hat hat es zwischen mir und dem Film leider nicht gefunkt, jedenfalls nicht so wie ich mir das erhofft hatte.
      Alles eben erwähnte Positive war definitiv vorhanden und ich verstehe auch, warum dieser Film wohl zurecht so hochgelobt wird, aber irgendwie ... keine Ahnung ... entweder war ich nicht in der richtigen Stimmung dafür (und ich denke mal, dass man gerade bei dem Film in der richtigen Stimmung für diese Art Film sein muss) oder ich habe schlicht und einfach ein kaltes Herz (gleichwohl ich sagen muss, dass die emotionalen Szenen am Ende des Films dann doch bei mir angekommen sind). Vielleicht muss ich auch mal noch ne Nacht drüber schlagen, so dass der Film vielleicht im Nachhinein seine Wirkung bei mir entfaltet.

      Aber bis dahin gibts total unfaire und ungerechtfertigte 6/10 von mir. Aber mit klarer Tendenz nach oben, denn dieser eine Monolog von einem abermals starken Michael Stuhlbarg war der Hammer!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „RP_McMurphy“ ()

      RP_McMurphy schrieb:

      denn dieser eine Monolog von einem abermals starken Michael Stuhlbarg war der Hammer!


      Der war wirklich sehr stark. Hat mir sehr gefallen. Hier mal meine paar Wörter zum Film:

      6 Wochen. Über den Zeitraum der Sommerferien bahnt sich zwischen einem Teenager und einem Erwachsenen Austauschstudenten eine heimliche Romanze an. Der Film fühlt sich nach Urlaub und lauen Sommernächten an. Die Geschichte ist echt und warmherzig inszeniert, wodurch die Romanze eine ganz authentische Note bekommt. Dabei wird die Umgebung und die Stimmung ganz bewusst in die Erzählstruktur eingebaut. Man erlebt einfach 132 schöne Minuten im Italien der 80er.

      8/10
      :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern2: :stern2:
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      Mega-Stark. Ein fast schon atemberaubendes locker-flockiges Liebesdrama aus Bella Italia. Die Glanzzeiten vom Stiefelstaat sind schon längst vorbei, aber und an kommt noch ein kleines Aufblitzen. Hier blitzt mal wieder was und zwar gewaltig. Metascore 93. Wundert mich überhaupt nicht. Denn das ist Kino fast schon im Luchino Visconti-Stil wie beispielweise "Der Leopard" mit Burt Lancaster. Für viele einer der schönste Filme aller Zeiten und für andere wiederum eine Schlaftablette welche man selten antrifft. Luca Guadagnino folgt dem Pfad indem er ebenfalls besessen vom Detail vorgeht (einen italienischen Sommer auf dem Land könnte man nicht schöner darstellen) und nebenher die Dinge aber völlig natürlich ablaufen lässt. Es ist absolut nichts spektakulär daran wie sich der junge Elio an den älteren Oliver "heranmacht". Spektakulär wird es aber wie die Dinge ihren Lauf nehmen und sich entwickeln. Viele Filmemacher verlieren da den Faden und herauskommt nicht selten ein Langeweiler. Einige wenige schaffen es aber den Ablauf so simpel und natürlich zu halten, dass man ein klein wenig mit der Zunge schnalzen kann. Perfektes Erzähl-Kino. Zudem ist die Chemie zwischen den Hauptdarstellern extrem gut.

      Und ja, Michael Stuhlbarg hat sich mal wieder einen grandiosen Charakter geangelt. Der hat ein sehr gutes Händchen was Rollen angeht. Ich hoffe man sieht in "Call Me by Your Name 2" etwas mehr.

      Jetzt bin ich aber mal so richtig auf "Suspiria" gespannt. :aargh:

      Ich habe lange überlegt, 9 - 10 - 9 - 10 - 9 - 10 - 9. Am Ende bin ich zum Entschluss gekommen nach langer Zeit mal wieder einem Film die volle Punktezahl zu geben. Der hat mich schwer beeindruckt.

      "The Meg" kann da freilich noch vorbeiziehen. :troll:

      10 / 10 verschwendeten Pfirsichen


      Da hab ich mich doch mal wieder ins Kino verirrt.

      Ein traumhaftes Werk, das zum Schwelgen und Sinnieren einlädt. Eine Ode an die Schönheit und Ästhetik des menschlichen Körpers. Und wie langsam nach und nach Verborgenes an die Oberfläche tritt, symbolisch perfekt dargestellt u. a. durch den Fund im Meer. Die beiden Protagonisten spielen unverschämt gut - was für eine Dynamik - und die erotischen Szenen wirkten arg sensibel und elegant. Der pianolastige Score und das verträumte Setting runden dieses feinfühlige Drama bestens ab. Wie aus einem Guss alles.

      Meine Güte, am liebsten würde ich jetzt auch nach Bergamo aufbrechen. Bloß mit nem Mädel, wenn´s geht. :D

      OmegaRed schrieb:

      RP_McMurphy schrieb:

      denn dieser eine Monolog von einem abermals starken Michael Stuhlbarg war der Hammer!


      Der war wirklich sehr stark. Hat mir sehr gefallen.


      Definitiv. Dad of the Year-Award sollte fix sein! :)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Bavarian“ ()

      Man kann von Herrn Schmitt halten was man will, doch diese Analyse könnte treffender nicht sein..

      Bavarian schrieb:

      Man kann von Herrn Schmitt halten was man will, doch diese Analyse könnte treffender nicht sein..


      Ja, mittlerweile kann ich einige seiner Analysen durchaus nachvollziehen und zustimmen, nachdem ich zu Anfang doch arge Probleme mit ihm hatte. Das lag v.a. an eine wenn nicht sogar der ersten Kritik die ich von ihm gesehen habe und er tatsächlich so etwas sagte wie: "Steven Spielberg ist zweifelsfrei kein guter Regisseur". Das ist schon arg arrogant.

      Scholleck schrieb:

      "Steven Spielberg ist zweifelsfrei kein guter Regisseur". Das ist schon arg arrogant.

      Das ist nicht arrogant, sondern einfach nur Blödsinn. Natürlich muss man seine Filme nicht mögen (was aber schon eigenartig wäre, weil der Mann eine Fülle verschiedenster Filme gedreht hat), aber wer so eine Aussage tätigt dem empfehle ich mal sich ausgiebig mit "Duel" und "Jaws" zu beschäftigen. Allein schon mit welcher Präzision der damals 25-jährige Spielberg den TV-Film "Duel" inszeniert hat, das hat viele aus den Socken gehauen. Und auch heute noch ist das ein klasse Thriller. Und "Jaws". Naja, bei dem Film muss man erstmal negative Punkte finden. Ich habe nie welche gefunden. Außer 1, 2 Szenen (z.B. der Hafenmeister wird ebenfalls Opfer von Bruce), welche aus Budgetgründen nicht umgesetzt werden konnten, aber das könnte man besser als unzulässige Nörgelei bezeichnen.

      Dieser Schmidt oder wie der heißen soll ist zweifelsfrei durchgefallen!


      Er spielt natürlich auch sehr mit seinem schwülstigen Style und macht bewusst polarisierende Aussagen. Ich mein, sympathisch find ich den Typen keinesfalls und genauso wenig stimme ich ihm stets zu, doch so Analysen wie eben die zu Call Me By Your Name sind schon stark. Oder seine Worte zum Pseudo-Feminismus in Filmen zuletzt. Durchaus sehenswert.

      Aber ja, die Aussage zu Spielberg ist fragwürdig. Bin auch kein großer Spielberg-Jünger, doch ihm die Klasse abzusprechen..

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Bavarian“ ()

      Ab 05. Juli 2018 auf DVD & Blu-ray!

      Bonusmaterial:
      # Begleitkommentare von Timothée Chalamet & Michael Stuhlbarg
      # Schnappschüsse aus Italien: Das Making-of von Call Me By Your Name
      # Interviews mit Armie Hammer, Timothée Chalamet, Michael Stuhlbarg & Luca Guadagnino

      Quelle: bluray-disc.de/blu-ray-filme/1…_by_your_name?features#ca