Kino - Pro und Contra

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    Es gibt 808 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Dicken.

      Dicken schrieb:

      Olly schrieb:

      Deutsche Kinobilanz 2018: desaströs!

      Das Kinojahr 2018 war in Deutschland eine finanzielle Katastrophe: So wenige Menschen lösten seit fast 30 Jahren kein Ticket mehr an der heimischen Kinokasse. Am erfolgreichsten waren noch „Phantastische Tierwesen 2“ und „Avengers 3“.​​​​​​​

      Zum Artikel: filmstarts.de/filme/bildergalerien/bildergalerie-18522892/
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      ​​​​​​​Könnte auch daran liegen das ich am Sonntag mit meiner Frau 53,70€ für 2 Tickets mitm bisschen Popcorn und Cola aufm Tacho hatte...


      Im Kino kaufe ich schon gar nichts mehr ist mir einfach zu teuer, habe mir eher angewöhnt nach einer Vorstellung ein Menü bei McDonalds zu holen. Weil man da auch noch mal zur ruhe kommt, und den Film dann ein bisschen Sacken lassen kann als wenn man gleich nach Hause flitzt.

      ich denke auch das 3D inzwischen ein Problem ist, und dazu das Disney eine zu grosse Macht am Markt hat was die Verleih preise angeht weshalb viele Vorstellungen extrem hohe Preise haben. Letztes Jahr kommt dann hinzu das es ein ziemlich Schwaches Jahr war, gefühlt jeder Blockbuster bis auf ein paar ausnahmen waren totale Flops oder ziemlich durchschnittlich. Es kann auch sein das inzwischen die Vielfalt an Medien dazu führt das einige den Kinobesuch komplett meiden, und eher darauf warten das der Film am Heimkinomarkt erscheint. Damit meine ich jetzt nicht nur die Streaming Dienste sondern auch die vielen grossen Spiele an Konsolen und PC die eigentlich auch schon so die Freizeit komplett ausfüllen.

      Bin jedenfalls gespannt, aber beim Preis müssen die Kinobetreiber schon irgendwann etwas verändern auch wenn ich nicht glaube das dies passieren wird.
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      GrafSpee schrieb:

      Bin jedenfalls gespannt, aber beim Preis müssen die Kinobetreiber schon irgendwann etwas verändern auch wenn ich nicht glaube das dies passieren wird.

      Geht auch gar nicht. Die Kinobetreiber selbst gehen schon auf dem Zahnfleisch, die machen an den Filmen Nullkommanull Gewinn. Das Geld holen die über Chips, Getränke, Nachos und so weiter. Denn die Kinobetreiber müssen das Geld aus den Eintrittskarten direkt mit den Filmherstellern teilen, die wiederum mit den Förderanstalten ... und so weiter. Also wie überall: Geld ist keines da. ^^

      "You're fighting a war you've already lost."
      "Well, I'm known for that."

      GregMcKenna schrieb:

      Das Geld holen die über Chips, Getränke, Nachos und so weiter.

      Dann haben Kinos noch nie etwas an mir verdient- denn ich habe als ich noch regelmäßiger Kinobesucher war nie irgendwas gekauft.
      Ich will im Kino schließlich einen Film ansehen, und nicht essen gehen... :P
      Aber dass in der Kinolandschaft generell schon lange etwas schief läuft, ist ja auch nix neues mehr- ich glaube nicht, dass sich da noch was ändern wird.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Retro“ ()

      GregMcKenna schrieb:

      GrafSpee schrieb:

      Bin jedenfalls gespannt, aber beim Preis müssen die Kinobetreiber schon irgendwann etwas verändern auch wenn ich nicht glaube das dies passieren wird.

      Geht auch gar nicht. Die Kinobetreiber selbst gehen schon auf dem Zahnfleisch, die machen an den Filmen Nullkommanull Gewinn. Das Geld holen die über Chips, Getränke, Nachos und so weiter. Denn die Kinobetreiber müssen das Geld aus den Eintrittskarten direkt mit den Filmherstellern teilen, die wiederum mit den Förderanstalten ... und so weiter. Also wie überall: Geld ist keines da. ^^


      Mir hat mal vor Jahren ein Kinodude erklärt, dass sie prozentual mehr an einem Film verdienen, je länger er läuft. Was bedeutet, dass sie sich über einen wochenlang laufenden Blockbuster (der potentiell anderen Filmen die Säle weg nimmt) freuen dürften. Ist das noch so?

      Wuchter schrieb:

      Dann verdienen die an mir auch nix. Ich brauch weder was zum trinken noch was zum Essen für die 2 Stunden ;)

      Vor allem nicht bei diesen Preisen. @Origano und ich haben übrigens vor nem Monat nen Podcast zur Thematik aufgenommen, der geht jetzt am Wochenende online. Die aktuellen Zahlen sind da jetzt zwar nicht drin, aber die Tendenz war zumindest abzusehen. Kino wird sich verändern (müssen)!

      Kaibear schrieb:

      Wuchter schrieb:

      Kaibear schrieb:

      Ich persönlich halte viel vom Konzept des Astors.


      Bitte was? :gruebel: ​​​​​​​


      "Bitte Was?" Richtung "Was ist das Astor?" oder "Bitte Was?" Richtung "Wie kann man das gut finden?"

      Vermutlich "Was ist das Astor?", denn auch ich musste das erst googeln. Aber den Event-Charakter "Kino Deluxe" gibts schon länger und auch woanders. Wie gesagt: Hat mehr Event-Charakter, können sich weniger Leute leisten. Kann man machen, aber auch nicht durchgängig (oder nur, wenn man ein entsprechendes Einzugsgebiet hat). Für ein Kino mit ca. 7 Sälen lohnt es sich schon, einen zum Deluxe-Saal auszubauen.

      "You're fighting a war you've already lost."
      "Well, I'm known for that."
      Ist das Konzept echt so unbekannt?

      Das gab es ja schon vor fast 10 Jahren in Berlin und wurde über die letzten Jahre ja ordentlich gepusht in allen größeren Ballungsgebieten.

      Aber okay: Für dich, @Wuchter: Das Astor bzw. Astor Filmlounge oder auch "Astor Grandcinema" (je nach Standort - der Berliner Zoo-Palast gehört auch dazu) ist im Grunde das Wiederbeleben des Kinos als "Fest". Man geht hier mit einheitlich gemütlichem Design, das an die 20er- bis 30er Jahre erinnert. Säle sind stehts in Gold- Rot und Brauntönen getaucht. Fettige Nachos gibt es an Concessions nicht und das Hauptaugenmerk liegt darin, den Film bzw. die Zeit im Kino als Entschleunigung und Entspannung auszubauen. Das klingt nun nach einem preislichen Overkill, ist es aber tatsächlich nicht. In Hannover zumindest sind die Preise identisch zum Cinemaxx bzw. neigen je nach Addon (Sitzplatz mit Service -> Da kannst du am Platz bestellen) vielleicht 1 bis 2€ drüber zu sein. Kostenlose Garderoben, es gibt auch eine Bar und und und. Alles in allem ein Ort für einen wirklich hochwertigen Filmabend.

      Am Standort Hannover werden häufig auch Klassiker gezeigt: Der Zauberer von Oz, diverse James Dean Filme und und und. Hier geht man auch Wege abseits des Hollywood-Standards. Wenn auch die Arthouse Filme des Programmkinos nur selten drin sind.

      Den Deluxe Charakter, @GregMcKenna, kenne ich bisher nur so aus dem Astor in dieser Ausbaustufe. Wir haben das in Hildesheim teilweise, aber nicht mit einem so durchdachten Konzept wie dort bei Flebbe. Und wenn, dann gibt es diesen Deluxe-Charakter dann in Einzelkinos. Nicht jedoch als Kette.

      Für jedes Multiplex wäre das meiner Meinung nach der Stand der Dinge, dem zu folgen wäre. Ich gehe partout nicht mehr ins Cinemaxx. Auch wenn die die Sitze erneuert haben (nach 10 Jahren voller Ranzigkeit). Der Rest ist nämlich beim Alten und zielt auf Gewinnmaximierung ab, statt auf den Gast und seine Zeit im Kino. Das merkt man beim Cinemaxx. Beim Astor ist das für mich nicht so.

      Hobby- und jobtechnisch befasse ich mich etwas näher mit Kinos. Der Gewinn bleibt selbst bei einem mittelgroßem Multiplex in einer Großstadt keinesfalls auf der Strecke. Da wird in sinnhafte Sachen auch gerne investiert. Bei Ketten ist das aufgrund der Entscheider und Hierarchien sehr schwierig und der Gast bleibt auf der Strecke, da man hier nicht bis kaum auf Kundenrückmeldungen reagieren kann. Preise sind da auch entsprechend gestaltet. Dass mit den Concessions das eigentliche Geld gemacht wird, stimmt. Bei Disney gab es vorletztes Jahr den Eklat, dass diese die Anteile an den Tickets erhöht haben. Das ist etwas, wo die Kinos richtig in den sauren Apfel beißen, da die Tickets zumindest für die Grundversorgung (damit meine ich Technik und Strom) nötig sind. Alles andere wird eigentlich über die Concessions gemacht. Und die Verleihe sind da auch nicht hilfreich das einstige Medium, dass zum Ruhm verhalf, zu unterstützen:

      Bis auf Print-Medien (Aufsteller und Plakate) gibt es keine Unterstützung. Das führt teils zu abstrusen Sachen, wie dass Werbefläche am Kino an den Verleih oder dessen verantwortliche Werbepartner vermietet wird, statt sich da irgendwie gegenseitig zu helfen (bspw. Barter-Deals). Eine ganz merkwürdige Beziehung. Fox hatte in der Vergangenheit mal ein Programm, was Kinobetreibern aus einer Region (bspw. Niedersachsen Nord) einen Workshop zusammen mit Fox ermöglicht hat. Dort konnte man zu Fox' Tentpoles zusammen Konzepte für den eigenen Standorten entwickeln. Aber das war auch mehr oder minder Alibi. Jede Idee, die auf mehr als pures und billiges Merchandise hinauslief, wurde abgeschmettert, auch wenn die Idee für Fox deutschlandweit hätte zum Einsatz kommen können. Ich hatte damals im Workshop bspw. folgende Ideen:

      "Mobiler Escape Room für Assassine's Creed" und "Ice Age Summer Games Tour" (man hat diverse Sportspiele für Familien und Kinder im Ice Age Theme, die fast an Spiele-Shows aus Kika und SuperRTL erinnern). Nichts davon wurde getan, weil als zu teuer erachtet. Ich als Hardliner der "Kino als Event-Ort"-Idee sehe die Beziehung gerade mit den Verleihern, die notwendig dafür sind, als sehr schwierig und bedauerlich an. Dabei ist es gerade dieses Konzept was beiden Seiten enorm helfen kann... Alles bis auf die Blockbuster, die eine entsprechende Bild- und Tonqualität für das maximale Erlebnis voraussetzen, kann ich nämlich auch daheim schauen. Und sonderlich andere Anreize kann es bei einem solchen "Service-Provider" (das Kino) nicht geben, wenn nicht das Erlebnis zu steigern (außerdem auch ein Grund, weshalb IMAX vor zwei Jahren auf den VR Zug mit aufgesprungen ist).

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      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von „Kaibear“ ()

      Ein Astor gibt's in München auch- aber 20€ für einen Kinobesuch?
      Plus ggf. zzgl. Überlängen-/3-D-Zuschlag. Plus Fahrtkosten und Zeit nach München. Plus Parkhaus. Echt?
      So gut kann ein Kino gar nicht sein, dass ich das ausgeben, bzw mir das antun würde.
      Vor allem weil da meistens Filme laufen, die ich nichtmal umsonst ansehen würde. :P

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Retro“ ()

      Kaibear schrieb:

      Dafür hast du allerdings einen Saal mit Sofas. Ich finde das ziemlich geil.


      Das mag jetzt für dich ein großer Spoiler sein, aber ich habe sogar EIN SOFA ZUHAUSE :D

      Also wenn man sich die Trends der letzten 10 Jahre so ansieht, dann hat es im Kino wenig neues gegeben außer dem Marvel-Film-Universum. Ansonsten laufen immer die gleichen Marken, die sich dann mittelfristig auch abnutzen. Wo gab es die ganzen "neuen Marken"? Die Leute reden über "Game of Thrones", "House of Cards" und "Orange is the new black". Waren alles TV-Serien bzw. Streaming-Produkte.

      Wie wollen den Kino-Filme für 13 bis 15 Euro pro Karte mit Monats-Gebühren von 10 Euro konkurrieren? Dazu die ganzen Zusatz-Kosten im Kino. Von der Parkgebühr bis zu sehr hohen Snack-Preisen. Bald kommen auch sicher Toiletten-Gebühren, damit man am Getränk zweimal verdienen kann ;)

      Ich kenne inzwischen immer mehr Leute, die täglich über Netflix und amazon Prime philosophieren, gleichzeitig schon fünf Jahre nicht mehr Kino waren. Insgesamt ist eben VoD einfach bequemer und billiger. Es macht auch viel mehr Spaß, sich ne ganze Staffel am Stück bzw. in wenigen Tagen anzusehen, als zwei Jahre auf eine 120-Minuten-Fortsetzung zu warten.

      Das Kinojahr 2019 wird von den Zahlen sicher wieder besser aussehen, aber gleichzeitig weiß man auch, wohin der Trend gehen wird, wenn Mega-Konzerne wie Disney oder Apple zig Millionen ausgeben um einen eigenen Streaming-Service zu gründen ...
      Aus meinem eigenen Standpunkt heraus ist das Medium für mich stark abhängig vom Film.

      Ein Horrorfilm oder Thriller wie Birdbox und ähnliches gucke ich auch zuhause. Niemand der stört und die entsprechende Output-Quelle ist in der Lage alles zu transportieren. Da brauche ich ja nicht viel, um den Film wie er konzipiert wurde, zu erleben.

      Einen Action- oder Effektkracher hingegen, den kann ich nur unter Aufgebot hoher Geldbeträge bei mir zuhause schaffen. Und das auch nur zum Leidwesen der Nachbarn.
      Zusätzlich ist da noch das Gefühl bzw. "Mystik" des Kinos: Wenn man zusammen in ein Kino geht, hat das eben Ausgeh-Charakter und Charme. Wenn man mit seinen Kindern ins Kino geht, ist das eine völlig andere Situation, als wenn ich für die Kids jetzt mal eben den Disney-Stream mit Rapunzel starte. Das Problem ist die Toleranz, die man hat, mehr für ein anderes Gefühl auszugeben bzw. ein Gefühl oder Mehrwert zu erreichen, dass jemanden dafür auch bereit macht einen höheren Preis in Kauf zu nehmen.

      Die kreative Einbahnstraße Hollywood ist da noch ein weiteres Problem, das die Probleme des Kinos unterstützt. Da gebe ich dir recht. Aber: Filme, die nur mittelmäßig laufen, sind schadhaft für Verleih und Betreiber. Und die Kosten hierbei sind für den Vertrieb auch recht hoch. Mal eben einen Konzept-Film wie bei Netflix klappt da nicht, da die Kosten für den Film allein so hoch sind. Und dann merkt man häufig auch das Budget des Films und im Rahmen der Gewinnmaximierung und für einen Franchise-Aufbau muss erstmal reingebuttert werden, um da etwas rauszuholen. Leider etwas, dass Verleihe kaum noch machen und eben altbewährte Namen nutzen, statt Neues zu entwickeln.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Kaibear“ ()

      Früher ging in manchen Monaten fast mein komplettes Taschengeld für Kinobesuche drauf; das ortsansässige Kino war auch nur nen Kilometer entfernt.

      Inzwischen geh ich kaum noch ins Kino und dann sind es meist die Blockbuster, da die kleineren Filme z.B. The House that Jack build oder GilliamsThe man who killed Don Quixote entweder komplett am nächtlichen Rand liegen oder dann nur in sehr wenigen kleinen Kinos und dann auch nur für sehr kurze Zeit laufen.

      Qualitativ hochwertige Filme laufen halt kaum bzw verkaufen sich schlecht und das merkt man dann am Kino, Massenware und -abfertigung nebst den hohen Preis mindern das Erlebnis und auch den Spaß am Kinobesuch.....und es sitzen mir in manchen Filmen zu viele popcorn- oder nachoschmatzende Idioten, die den kompletten Film labern.

      ​​​​​​​Dieses Jahr stehen bisher nur Marvel und Star Wars auf meiner Liste
      ich bin letztes Jahr (gerade zum Ende hin) häufig im Kino gewesen. Zum einen spricht mich das Angebot vom Cinestar an (5,50 EUR für einen Film) zum anderen muss ich einige Filme (z.B. Meg) einfach auf einer großen Leinwand sehen. Hohe Preise bin ich aber nicht bereit zu zahlen, weil alleine Popcorn und Getränk auch schon ein Vermögen kosten. Die Preise sind einfach unverschämt und man sollte einfach mal darüber nachdenken die Preise zu senken um mehr Leute ins Kino zu locken. Bei mir hat es schon mal geklappt, zumindest beim Eintritt.
      Allerdings auch nur Cinestar... wir haben noch das Cinemaxx hier in Bremen was mir leider zur asozial ist. Wir hatten hier schon öfter Probleme mit dem Publikum, das ging soweit, dass welche in der letzten Reihe geraucht haben. Das Cinespace ist mir zu teuer.
      Ansonsten freue ich mich schon auf 2019 und auf viele tolle Filme mit geilem Sound und super Bild :)