The Killing of a Sacred Deer (Colin Farrell, Nicole Kidman, Alicia Silverstone)

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    Es gibt 31 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Niander_Wallace.

      The Killing of a Sacred Deer (Colin Farrell, Nicole Kidman, Alicia Silverstone)

      Bewertung für "The Killing of a Sacred Deer" 6
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      Es geht um ein Ehepaar, die einen Teenager in ihre Familie aufnehmen. Doch der entpuppt sich nach und nach als immer unheimlicher...

      Regie: Yorgos Lanthimos

      Cast: Colin Farrell, Nicole Kidman, Alicia Silverstone, Raffey Cassidy, Bill Camp, Barry Keoghan


      US - Start ist der 03.11.2017

      boxofficemojo.com/movies/?id=thekillingofthesacreddeer.htm


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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „-Makaveli-“ ()




      Premiere ist in 5 Tagen in Cannes. Bin sehr gespannt und hoffe das Lanthimos hier wieder etwas sperriger als zuletzt bei The Lobster, also eher in Richtung Alpen und Dogtooth inszeniert hat.


      "No form of art goes beyond ordinary consciousness as film does,
      straight to our emotions, deep into the twilight room of the soul.
      "
      Ingmar Bergman
      Neuer Trailer.



      „Wonder Woman 2“

      1. November 2019

      Ein fieses, fieses Filmchen. Ich saß von der ersten bis zur letzten Sekunde mit so einem unwohlen Gefühl im Kino, richtig unangenehm (im positiven Sinne). Die Story ist zwar grundsätzlich sehr klassisch und simpel, an entscheidenden Stellen dann aber irgendwie doch anders als die der Genrevertreter. Extremer, böser, makaberer. Hinzu kommt die beklemmende Atmosphäre und generell die Inszenierung. Einfach bedrückend. Farrell, Kidman und Keoghan runden das Ganze dann noch mit erstklassigen Leistungen ab.
      Wer mal wieder ne richtige Faust in die Magengrube will -> The Killing of a Sacred Deer ^^

      8/10

      Verstörend. Unangenehm. Brillant.

      Mit diesen drei Wörtern kann man The Killing of a Sacred Deer passend beschreiben, denn Yorgos Lanthimos hat hier ein kleines Meisterwerk abgeliefert, das mit seiner ruhigen Art, den langen Kamerafahrten, den seltsamen Dialogen und dieser dichten, bedrückenden Atmosphäre einen förmlich in den Bann saugt und selbst beim Abspann noch nicht loslassen will.

      Der Score verdeutlicht nochmal, in welche Richtung der Film will, aber selbst in den (vielen) Momenten, in denen es keinen Score gibt, ist die Anspannung dermaßen hoch, dass man am liebsten seinen Blick von dem Geschehen wenden möchte.

      The Killing of a Sacred Deer ist einer der besten Filme des Jahres, mit der wohl unangenehmsten Erfahrung des Jahres. Alle Beteiligten spielen ihre Rollen grandios, einfach klasse, was hier auf die Leinwand gezaubert wurde.


      9/10
      :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern2:
      Hab ihn heute (bzw gestern) nun doch gesehen (in einem überraschenderweise nahezu ausverkauften Kinosaal!) und kann hier bereits Geschriebenes eigentlich nur unterstreichen. Besonders das vielfach erwähnte Wort "unangenehm" trifft den Nagel perfekt auf den Kopf, die Atmosphäre war von Anfang so dermaßen unterschwellig nervenaufreibend, dass man die kompletten 2 Stunden durchweg angespannt und mit einem unangenehmen Gefühl im Magen das Geschehen verfolgt hat. Und was dieses Gefühl noch verstärkt hat war zum einen die Unberechenbarkeit der Handlung und zum anderen der Score, der wie Messerstiche wirkt und der einem nicht nur psychisch sondern beinahe schon physisch zusetzt, weil er gewisse Szenen und Momente nochmal extra unter die Haut fahren lässt. Und zu guter Letzt sind es auch die Darsteller, Nicole Kidman, Colin Farell sowie deren Filmkinder spielen herausragend, aber Highlight ist dennoch Barry Keoghan mit seiner ruhigen aber gerade deswegen angsteinflößenden Art.
      Definitiv der verstörendste und unangenehmste (da ist dieses Wort ja wieder, aber es passt einfach perfekt) Film zum Abschluss des Kinojahres 2017 (was deutsche Filmstarts anbelangt) mit einem absolut krassen Finish, das lange im Gedächtnis haften bleiben wird. Und es gibt auch einiges zu deuten, zu interpretieren (griechische Mythologie usw) und drauf rumzudenken, weswegen ich derartige Filme immer besonders zu schätzen weiß.

      8/10

      Um noch einen Vergleich mit "The Lobster" anzustellen:
      Auch wenn "The Killing of a Sacred Deer" auch wieder ein sehr verstörender Film war, hat mir "The Lobster" einen großen Zacken besser gefallen, weil der einfach total surreal und schräg war und zudem noch diesem seltsamen Humor drin hatte, was das Gesamtpaket so eigenartig wie genial gemacht hat. "The Killing of a Sacred Deer" ist, auch wenn wie erwähnt die Handlung unberechenbar war, doch mehr straightforward und weniger wahnwitzig. Soll keine negative Kritik sein, denn wie oben versucht zu beschreiben ist das ein klasse Film, sondern lediglich ein Vergleich zwischen den beiden.
      Fakt ist jedenfalls, dass man diesen griechischen Regisseur im Auge behalten sollte und ich bin sehr gespannt was er als nächstes machen wird.
      So, gestern auch gesehen, und nach den tollen Kritiken hier dann doch ein kleines bisschen enttäuscht: The Killing of a Sacred Deer war definitiv spannend, aber ich konnte ruhig atmen und habe mich nicht in den Sitz gedrückt. Das ist immer subjektiv, aber ich hätte mir dann doch mal wieder ein richtig mieses und verstörendes Gefühl im Kino gewünscht. Hatte ich aber hier definitiv nicht. Da war für mich nichts verstörendes oder beklemmendes dabei.

      Die Spannung war zwar in der Tat subtil, aber vielleicht auch nicht subtil genug. Wie dem auch sei, das Pacing war großartig, und als Fan von Kamerafahrten kam ich immerhin visuell auf meine Kosten. Gewisse Einflüsse waren durchaus erkennbar, wobei ich insbesondere an Shining denken musste, auch hinsichtlich des Scores.

      Mein Freund war weniger begeistert, ihm waren die Charaktere egal. Ich hingegen fand es genau richtig und bin der Meinung, dass die Charaktere bewusst so unterkühlt waren: Nicht nur wegen der dadurch unterstrichenen Atmosphäre, sondern auch, weil eigentlich alle unsympathisch waren. Im Zusammenspiel mit
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      Bob, der eigentlich der unschuldigste und "reinste" der Familie war, und sich dann sogar in einer wirklich niedlichen Szene die Haare schneidet, einfach nur um zu gefallen, aber am Ende doch derjenige ist, der sein Leben lassen musste, war als Opfer umso wirkungsvoller. Alle der Familie sind im Prinzip Kacke, Bob aber muss den Preis zahlen. Zumindest hat es so auf mich gewirkt.


      Und wenn man bedenkt, was für Sprüche die Eltern teils von sich gelassen haben, dann sollen sie auch gar nicht sympathisch sein. Übrigens war es schön, Nicole Kidman mit dieser überzeugenden Leistung zu sehen und Colin Farrell tat die Rolle auch ziemlich gut.

      Nun zum schlechten: Diese beiden Plotholes, die einen anspringen. Es gibt Dinge, die kann und muss man für die Kunst ausblenden. Ich kann hier leider überhaupt nicht ausblenden, dass
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      es keine medizinische Erklärung dafür gab, wie Martin das angestellt hat. Klar, wäre es ein Gift oder sowas gewesen, welches er mit der Limonade verabreicht hat, hätten wir all dies schon zig Mal gesehen - denn die Art und Weise ist eigentlich nur das Untersheidungsmerkmal zu zahlreichen Filmen, wo ähnliche Storys aufgearbeitet wurde (und die "Lösung" des Problems, wobei auch dies doch bekannt vorkommt). Da hätte ich mir am Ende noch Logik gewünscht.
      Und dann Nummer 2: Dass Papa seinen Sohn erschießt und man keine Konsequenzen davon sieht. Der Sohn verschwindet ja nicht einfach. Wäre Papa in den Knast gegangen, um seine Familie so zu schützen, kein Dingen - ja, auch dies gab es schon - aber der Sohn wird erschossen und nix passiert? Selbst wenn er vermisst gemeldet wurde, hätte die Polizei Untersuchungen angestellt. Vielleicht gibt es das Off-Screen, aber dies einfach zu ignorieren, schmeckte mir überhaupt nicht.


      Nichtsdestotrotz waren die moralischen Fragestellungen des Films schon in Ordnung.


      Fazit: Netter Thriller, den man schauen kann. Leider nicht der erhoffte, ganz große Wurf.
      Irgendwo zwischen 7 und 8 Punkten...