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Columbus

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      Columbus
      Jahr: 2017
      Land: USA
      Start: USA - 4. August, Deutschland: noch kein Start
      Genre: Drama, Comedy, Romanze
      Regie: Kogonada
      Cast: John Cho, Haley Lu Richardson, Parker Posey, Rory Culkin, Michelle Forbes, Erin Allegretti, Jim Dougherty




      Inhalt: Ein junger aus Korea stammender Mann Namens Jim (John Cho) steckt in Columbus, Ohio fest, wo sein als Architekt tätiger Vater im Koma liegt. Dort lernt er die junge Casey (Haley Lu Richardson) kennen, die anstatt ihren Träumen zu folgen, sich um ihre Drogenabhängige Mutter kümmert.
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      Was für ein wunderschön fotografierter und authentisch gespielter Film. Jedes Bild ist ein Kunstwerk für sich. Nicht nur die Bilder sind großartig, auch schafft es Regisseur Kogonada mit seinem sehr ruhig, fast schon meditativ erzählten Film eine ganz besondere Atmosphäre und Gefühle einzufangen. Kogonadas Leidenschaft für den Film wird genau wie Hauptfigur Caseys Leidenschaft für Architektur eindringlich vermittelt. Columbus schafft es auf einer besonderen Weise zu berühren, da man sich den Figuren verbunden fühlt und sich in sie hineinversetzen kann. Und all das ohne aufgezwungen emotionale Szenen oder manipulierende Musik. In all seiner Ruhe und Unaufgeregtheit zeigt der Film eine große Palette an Gefühlen und auch Motive wie Leidenschaft, Mitgefühl, Verständnis oder auch Ruhe. Besonders die Dialoge und ihre Motive, die symbolisch für viele Themen stehen, können überzeugen.

      Columbus ist ein wundervoller und poetischer Film geworden, der eine fantastische Cinematographie besitzt und mit tollen Leistungen von Haley Lu Richardson (ganz besonders Richardson ist ein Wucht) und John Cho aufwartet. Symmetrie und Architektur sind allgegenwärtig und dienen symbolisch für das Innenleben der Charaktere und deren Motive. Es ist unheimlich Schade, dass solche Filme nicht einmal mehr im Kino erscheinen, während jeglicher Müll unzählige Leinwände wegnimmt.

      9/10
      Columbus erzählt die wunderschön inszenierte Geschichte rund um eine außergewöhnliche Freundschaft zweier Menschen, die sich um ihre nächsten Angehörigen kümmern müssen und ihre Zuneigung vor allem in der Architektur finden und teilen. In wirklich kunstvoll inszenierten Bildern präsentiert der Film seine Geschichte auf ruhige, äußerst langsame Art und Weise, mit vielen langen Einstellungen und einem nur äußerst spärlich eingesetztem Score. Seine ganze Faszination zieht Columbus aus der Atmosphäre, seinen starken Darstellern und den langsamen, aber tiefgreifenden Dialogen, die durch ihre sensible Ausarbeitung viele positive Gefühle in einem wecken und am Leid und Kummer der Protagonisten teilhaben lassen. Definitiv ein Film fürs Herz, der trotz seinem meditativen Tempos viele Ansatzpunkte bietet um auf mehrere Weisen eine Verbindung zum Geschehen aufzubauen.



      8/10
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      „I think storytelling is all about children. We human beings love to hear stories being told - and it first happens when you're a kid.“
      - David Chase