The Death of Stalin (Armando Iannucci, Steve Buscemi, Andrea Riseborough)

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    Es gibt 12 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Hockenberry.

      The Death of Stalin (Armando Iannucci, Steve Buscemi, Andrea Riseborough)

      Bewertung für "The Death of Stalin" 1
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      The Death of Stalin



      Regie: Armando Iannucci (In the Loop)
      Drehbuch: Armando Iannucci, David Schneider, Ian Martin
      Darsteller: Adrian McLoughl, Jeffrey Tambor, Steve Buscemi, Olga Kurylenko, Andrea Riseborough, Rupert Friend, Jason Isaacs, Paddy Considine
      Genre: Satire, Drama
      Laufzeit: 106 Minuten
      Kinostart: 22.02.2018 (DE), tba (US), Premiere beim Toronto Film Festival 2017
      IMDB: Klick
      Metacritic: Klick
      Inhalt:
      Satirisches Drama über die internen Machtkämpfe der Sowjetunion nach dem Tod des Sowjet-Führers Joseph Stalin im Jahr 1953. Basierend auf der Graphic Novel: The Death of Stalin von Fabien Nury.



      Hoffentlich erreicht Iannucci wieder das Level von In the Loop, denn der war schlichtweg großartig.


      "No form of art goes beyond ordinary consciousness as film does,
      straight to our emotions, deep into the twilight room of the soul.
      "
      Ingmar Bergman
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      Fazit:

      Eine pauschale Empfehlung für Komödien abzugeben ist in der Regel schwieriger als bei anderen Genres. Zu sehr ist das Empfinden vom eigenen Humor abhängig. Mir persönlich war The Death of Stalin mitunter etwas zu albern, andererseits musste ich bei einigen Szenen durchaus laut lachen. Am Ende ist der Film vielleicht nicht ganz so lustig, wie er hätte sein können, kann aber durch sein Gesamtkonzept überzeugen. Angeführt von einem brillanten Steve Buscemi werden hier durch einen glänzend aufgelegten Cast die Mechanismen der Macht demaskiert und bloßgestellt. Die historischen Figuren werden zu Karikaturen ihrer selbst. Dadurch werden sie der Lächerlichkeit preisgegeben und letztlich der Sorge ausgeliefert, die Männer wie diese am meisten fürchten: Dass man über sie lacht!

      Vollständige Kritik: movicfreakz.de/the-death-of-stalin/

      7/10

      The Death of Stalin

      Vor wenigen Tagen gesichtet und ich muss sagen, dass ich durchaus meinen Spaß mit diesem Werk hatte. Leider nicht der ganz große Wurf wie vorher erhofft, da meiner Meinung nach das Potenzial durchaus vorhanden war, aber dennoch sehenswert und wenn man ihn als eine kleine, makabere Satire betrachtet, kann er auch wunderbar funktionieren.

      Es ist schon witzig mitanzusehen, wie Staatsoberhäupter durch den Kakao gezogen werden, bei denen man eigentlich immer der Meinung war, man müsste ihnen mit jeder Menge Ehrfurcht gegenüberstehen und als Staatsbürger war das mit Sicherheit auch so. Doch hier sehen wir eine Gruppe von Männern, die zum Großteil aus Individuen zu bestehen scheint, die einfach nur Angst davor haben, ihre Position zu verlieren. Dabei haben sie aber gleichzeitig so viel Macht inne, dass sie leicht dazu verleitet werden, radikale Entscheidungen zu treffen, die ohne Rücksicht auf Verluste durchgezogen werden. Der namensgebende Tod von Stalin ist dabei lediglich der Startschuss sämtlicher nun folgenden Intrigen.

      Wobei es der Film einem nicht immer einfach macht, ist die Richtung in der er gehen möchte. Mal ist albern, mal bedrohlich, mal locker, mal konsequent gnadenlos und ich hatte bei der Sichtung teilweise wirklich Schwierigkeiten, den einzuordnen. Ich finde es absolut in Ordnung wenn sich ein Film mehreren Genres bedient und auch wenn er von seiner Erzählweise her andere Wege gehen möchte. Einen solchen Versuch begrüße ich immer.
      Doch hier schien es nicht so ganz aufgegangen zu sein und es wirkte viel mehr so, als wüsste der Film selbst nicht was er denn sein möchte.
      Ich für mich hätte es glaub ich um einiges besser empfunden, wenn man diesen schwarzen Humor (den ich ja generell liebe) von Anfang bis Ende durchgezogen hätte. Man hätte zwar einige drastische Szenen weitesgehend entschärft, dennoch glaube ich nicht, dass man dadurch respektlos mit den Opfern, die auf diversen Listen standen, umgegangen wäre. Zumindest nicht zwangsläufig.

      Den Schauspielern jedenfalls merkt man ihre Spielfreude deutlich an und natürlich ragt, wie nicht anders zu erwarten, Steve Buscemi deutlich heraus. Trotz der vielen Charaktere entwickelt er sich schnell zur Hauptfigur und müsste auch so ziemlich die meiste Screentime spendiert bekommen haben. Buscemi zählt für mich ohnehin zu den Besten was Hollywood zu bieten hat und er war auch mit ein Grund, warum ich große Lust hatte, den Film zu schauen. Er hat nicht enttäuscht und auch die Rolle schien ihm wie auf den Leib geschrieben zu sein.
      Richtig viel Spaß gemacht hat auch Simon Russel Beale, der mit seiner leicht cholerischen Art und seinen zielstrebigen Handlungen für eine Menge Aufruhr innerhalb dieser Gruppe sorgt. Er stellt mehr oder weniger den Gegenspieler von Buscemi dar und es macht einfach unglaublich viel Laune ihm beim Spiel zuzusehen.
      Dazu gefiel mir auch Jeffrey Tambor richtig gut, der mit einen herrlichen Mix bietet, indem er einerseits extrem devot ist, aber gleichzeitig versucht mit erhobenem Haupt seine Würde zu behalten, was teilweise gnadenlos schief geht.
      Auch am Rest kann man nicht meckern. Alles gute Schauspieler und auch die Figuren an sich, empfand ich als überaus gelungen.

      Der Film bietet eine interessante Handlung, gut geschriebene Dialoge, klasse Schauspieler und funktioniert auch sehr gut als makabere Satire. Die albernen Einlagen empfand ich als nicht störend und ich musste oft wirklich lauthals loslachen. Viel öfter als bei anderen Filmen, die sich Komödien schimpfen.
      Als negativen Aspekt sehe ich, dass man sich zu oft uneins zu sein schien, in welche Richtung man denn nun gehen wollte und die Balance aus Humor und Ernsthaftigkeit wurde nicht, oder nur selten getroffen. Dazu hatte er dann doch die ein oder andere Länge aufzuweisen, wobei diese wirklich nur sehr selten vorhanden waren.
      Sehenswert, interessant, anders. Kein Überfilm, aber für mich dennoch gelungen und eine schöne Abwechslung zu dem ganzen Einheitsbrei.

      7,5 von 10 Punkten