Das Spiel [OT: Gerald's Game] (Stephen King, Netflix)

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    Es gibt 5 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Bavarian.

      Das Spiel [OT: Gerald's Game] (Stephen King, Netflix)

      Wie gefällt euch der Film? 4
      1.  
        1/10 (0) 0%
      2.  
        2/10 (0) 0%
      3.  
        3/10 (0) 0%
      4.  
        4/10 (0) 0%
      5.  
        5/10 (1) 25%
      6.  
        6/10 (0) 0%
      7.  
        7/10 (2) 50%
      8.  
        8/10 (1) 25%
      9.  
        9/10 (0) 0%
      10.  
        10/10 (0) 0%
      Das Spiel
      (Gerald's Game)

      Story:
      Jessie (Carla Gugino) fährt gemeinsam mit ihrem Mann Gerald (Bruce Greenwood) übers Wochenende in ein abgelegenes Haus am See. Dort wollen sie an ihrer Beziehung arbeiten und ihr Sexleben ein wenig aufpeppen. Doch Jessie merkt schnell, dass sie mit Handschellen und Rollenspielen nur wenig anfangen kann und bittet ihren Mann, sie wieder vom Bett zu befreien, an das sie gefesselt ist. Bevor Gerald das tun kann, erleidet er jedoch einen Herzinfarkt und fällt tot vom Bett. Die Grundstücke der nächsten Nachbarn liegen meilenweit entfernt und sind noch dazu momentan unbewohnt, so dass alles Schreien nach Hilfe vergeblich ist. Auch die Handschellen kann sie nicht abstreifen oder ihr auf dem Nachttisch liegendes Handy erreichen, so dass Jessie aufgrund von Dehydration und Schock bald zu halluzinieren anfängt. WIrd es ihr gelingen, sich zu befreien? (filmstarts.de)

      Cast:
      Carla Gugino, Bruce Greenwood, Carel Struycken, Henry Thomas

      Regie:
      Mike Flanagan

      Buchvorlage:
      Stephen King

      Release: 29.09.2017 (Netflix)











      Wow, ich hätte ehrlich gesagt nicht gedacht, dass man dieses Buch von Stephen King, das hauptsächlich aus Halluzinationen und in Form von inneren Monologen/Dialogen erzählten verdrängten Kindheitserinnerungen besteht, ansprechend und dazu auch noch spannend in Film-Form umsetzen kann. Aber Mike Flanagan, dem Regisseur von "Oculus", "Hush" und "Ouja 2" ist das erstaunlich gut gelungen. Auch dank einer überragenden Hauptdarstellerin Carla Gugino, die sich in diesem Psycho-Kammerspiel, in dem sie fast die gesamte Spielzeit über nur ans Bett gefesselt ist, wahrhaftig die Seele aus dem Leib spielt. Also wie gesagt hätte nicht gedacht, dass diese Vorlage so dermaßen gut umgesetzt werden konnte.
      Das Buch (das zugegebenermaßen nicht zu Kings besten Werken gehört aber meiner Meinung nach dennoch gut war) habe ich zwar vor gut 20 Jahren gelesen, so dass ich jetzt nicht mehr jedes Detail weiß, aber aus der Erinnerung heraus würde ich sagen, dass alles, was darin so vorkommt, auch umgesetzt wurde (bis vielleicht auf die letzte Szene im Film, da bin ich mir unsicher ob die auch genau so im Buch vorkam). Und es gibt sogar einen verbalen Bezug zu "Dolores", was ich sehr nett fand, spielen doch sowohl in beiden Filmen entscheidenden Szenen während derselben Sonnenfinsternis.

      Also für mich eine äußerst positive Überraschung, dieses Psycho-Kammerspiel, das für mich zugleich Flanagan's besten Film darstellt. Seine vorherigen Filme vor allem die oben genannten ("Before I Wake" war eher unterdurchschnittlich), hat er mich zwar auch schon überzeugt und bewiesen, dass er im Horror-/Psychothriller-Genre einiges drauf bzw großes Potenzial hat, aber da hat mir jeweils immer das gewisse Extra gefehlt, dass die Filme richtig gut gemacht hätte.

      8/10
      ANZEIGE

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Burning“ ()

      Habe den Film auch gerade gesehen, und auch mir hat er gefallen.

      Die Vorlage kenne ich nicht, daher kann ich nicht einschätzen, in wie weit das Buch getroffen wurde. Aber unabhängig davon, hat mir der Film ziemlich gefallen. Bedrückende Stimmung, während man Gugino zusieht, wie sie verzweifelt versucht von diesem Bett zu entkommen. Dazu die dauernde Gefahr durch den Hund, ihre Visionen und Flashbacks. Gugino war sowieso überragend in ihrer Rolle, man ihr die Verzweiflung und auch Angst angsehen und fast schon selbst gespürt.

      Interessant fand ich die Mischung aus Realität/Visionen/Flashbacks, die ansprechend inszeniert und gut miteinander verknüpft wurden. Das Storytelling hat dieses Kammerspiel darüberhinaus noch interessanter gemacht, Geralds Game war durchgehend spannend inszeniert, toll gespielt und generell handwerklich gut gemacht. Hier und da schien Stephen Kings Handschrift sehr deutlich durch, was mir sehr gefallen hat. King-Verfilmungen dieser Qualität kann es ruhig gerne mal öfters geben, der gute Mann hat da ja noch einiges an Stoff liegen, das mal anständig verfilmt werden könnte. Der Dunkle Turm zum Beispiel *hust*


      7/10
      :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern2: :stern2: :stern2:
      Habe den nun auch gestern gesehen. War schon sehr gut gespielt von Gugino. Spannend inszeniert und wirklich interessant, wie es weitergeht.

      Ich habe mich allerdings sehr schwer
      Spoiler anzeigen
      mit dem Hund getan. Es gibt Fälle, wo Hunde ihre Besitzer anknabbern, aber aus großer Not heraus. Als Streuner sollte der Hund aber, vor allem war es kein Winter, genug anderes finden, insbesondere Müll. Das fand ich etwas zu weit hergeholt. Andererseits ist am Ende ja auch die Frage, ob der Hund überhaupt dort war. Das Gesicht von Gerald war er nicht, das wurde gesagt, das war der Giant *g*. Gerald nannte in dem Zusammenhang ja auch Cujo, aber es sind ja eben nicht alle Cujos.

      Wo ich beim Giant war: Hm, Carel Struycken steht an einem Bett in der Dunkelheit und der Portagonist wacht auf... Wo habe ich das denn schon mal gesehen.... Hm... Oh, warte, ich glaube, ach ne ;-). Hat nur noch gefehlt, dass er drei Dinge aufzählt, und eins hat mit Eulen zu tun. Selbst der Hintergrundsound bei den Szenen war wie bei Twin Peaks :D


      Ansonsten typisch King. Horror, aber der wahre Horror ist eigentlich in einem.
      Gerald´s Game

      Die Woche gesehen und für ebenfalls für gut befunden. Ein schöner kleiner Film der zeigt, das man mit wenig durchaus was machen kann. Ordentlicher Spannungsbogen der mich (ganz im Sinne des Streifens) bis zum Ende hin fesseln konnte.

      Mir gefällt es ohnehin wenn ich sehe, was aus so scheinbar simplen Geschichten so alles raus geholt werden kann. Vielschichtiger als man zunächst erwartet und man nimmt sich auch Zeit die Figuren und ihre Geschichte besser zu beleuchten. Ging zwar hauptsächlich um Jesse die ans Bett gekettet wurde, aber auch ihr Mann Gerald bekam einiges an Background.
      War jetzt nicht ein einziger Survival-Trip, sondern vielmehr lief es die meiste Zeit doch relativ tiefgründig ab und ein wichtiger Bestandteil war auch das bekämpfen der inneren Dämonen. Das ging Hand in Hand mit dem Kampf ums Überleben und fühlte sich so für mich sehr rund an.

      Carla Gugino, die die meiste Zeit leicht bekleidet im Bett liegt macht die Sache sehr gut und ich konnte gut mit ihr mitleiden, da es teilweise wirklich heftig wurde. Dabei zeigt sie verschiedene Facetten ihres Könnens, was auch wichtig ist, da es sonst schnell hätte langweilig werden können.
      Bruce Greenwood spielt dabei ihren Mann und macht das ebenfalls solide, auch wenn er doch gegen Gugino meines Erachtens etwas untergeht. Lag aber auch an der Rolle an sich, da konnte sie wesentlich besser glänzen.

      Was ich nicht so gelungen fand war das Ende. Da wurde für meine Begriffe zu sehr mit dem Holzhammer gearbeitet um den Film mit aller Gewalt zu einem Abschluss zu bringen um wirklich keine Fragen offen zu lassen. Ich denke allerdings, wenn man den Film 5 Minuten früher beendet hätte, wäre das wesentlich einprägsamer und nachhallender geworden.
      Ich hätte das so gemacht:
      Spoiler anzeigen
      Jesse entkommt, gründet ihre Stiftung usw., wird aber jede Nacht von dem Mondschein-Mann heimgesucht der vor ihrem Bett steht. Dieser Gestalt hätte ich überhaupt keinen Hintergrund gegeben und es offen gelassen ob er nun echt war oder nicht. Hätte auch gut zu Stephen King gepasst. Das hätte mir besser gefallen.


      Dennoch ein guter, minimalistisch gehaltener Film mit einer tollen Schauspielleistung seitens Gugino, sehr schönen Bildern und teilweise war der echt Creepy.
      Kein überragender Streifen, auch kein sehr guter, aber trotzdem sehenswert und keine Zeitverschwendung.

      7 von 10 Punkten
      Ich hab ihn mir heute angesehen und fand ihn im positiven Sinne okay. Er hat interessant angefangen, hat sich dann etwas in die Länge gezogen, um auf einmal recht widerlich zu werden und um mit ein paar unnötigen Dingen zu enden. Die beiden Hauptdarsteller haben ihre Sache gut gemacht und ich fand auch die Idee mit den Visionen und Flashbacks gut. Eine andere Sache eher weniger, diejenigen, die ihn gesehen haben, wissen wohl, was ich meine.

      Allerdings musste ich den Film zwischendurch pausieren. Mir wurde tatsächlich kurz übel und schwindelig. Ich glaube, das ist seit 15 Jahren oder so nicht mehr passiert. Und in diesen Jahren war ich eigentlich der Meinung, doch teilweise "etwas" härteres Zeugs geguckt zu haben.

      Spoiler anzeigen
      Ich hab es einfach nicht gepackt, als sie sich die Handgelenke aufschlitzt und sich dann ihre Hand so vom Fleisch schält, als sie die Finger durch die Handschellen zieht.


      Boah, fand ich das schlimm! Keine Ahnung, woran das lag...Wetterumschwung...die Tatsache, dass es um eine Frau geht, die ich ziemlich toll finde...oder ob ich einfach nur Sachen mit diesem Körperteil nicht ab kann...ich weiß es echt nicht. :D Jedenfalls macht das eine endgültige Bewertung schwer. Ich mag es zwar, wenn mich Filme herausfordern und schocken...aber nicht über einen bestimmten Punkt hinaus. :D

      Kaum bin ich 30 werd' ich zur Pussy, echt schlimm...
      Geralds Game macht manches richtig - vieles funktionierte in meinen Augen jedoch nicht. An sich gefiel mir die Idee, im Rahmen einer symbollastigen Survival-Thriller-Situation die Traumaerfahrungen, Komplexe und Beziehungsreflexionen einer Frau abzuhandeln, jedoch störte es mich stark, wie sehr sich der Film übererklärt und verpflichtet fühlt, dem Zuschauer alles auf dem Silbertablett zu servieren. Uff. Manchmal ist weniger mehr. Kann mir bestens vorstellen, dass die Story als Buch besser funktioniert. Mir fehlte es daher hier und da an Subtilität und an Raffinesse. Und die letzte Passage war dann einfach schrecklich ungelenkig und gedrungen. Dennoch hatte das Werk so seine Momente, das Acting passte und die Inszenierung dabei recht solide.

      Kann man ansehen, muss man aber nicht..

      Mein Filmtagebuch & Mein Serienarchiv



      Pokemon - The Curse of Kanto
      Directed by David Lynch