Halt and Catch Fire [AMC]

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    Es gibt 15 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Burning.

      Halt and Catch Fire [AMC]

      Halt and Catch Fire spielt in den frühen 1980er Jahren und handelt vom Computer-Boom durch die beginnende Verbreitung des Personal Computer. Erzählt wird die Geschichte durch die Augen dreier Weggefährten: Dem Visionär Joe MacMillan (Lee Pace), Ingenieur Gordon Clark (Scoot McNairy) und das programmierende Wunderkind Cameron Howe (Mackenzie Davis). (Wikipedia)






      In den USA läuft Halt and Catch Fire bei AMC, in Deutschland kann die Serie über Amazon Video schauen - parallel zur US-Ausstrahlung. Derzeit läuft die finale vierte Staffel. Die ersten drei Staffeln haben mir hervorragend gefallen, das Feeling der 80s kommt super rüber, das Thema interessiert mich sowieso und mit Mackenzie Davis ist für mich auch eine DER Entdeckungen der letzten Jahre dabei. In der "Black Mirror" Episode 'San Junipero' konnte sie auch nochmal glänzen, grandiose Schauspielerin.

      Ich bin gerade mitten in der vierten Staffel, Montag ist ja schon das Serienfinale leider. Was die Serie in den bisherigen 30 Folgen ausgemacht hat, wird auch in den finalen zehn bisher sehr gut weitergeführt. Tolle Charaktere, alle mit ihren besonderen Eigenheiten und mal mehr mal weniger großen Ecken und Kanten. Während man sich durch Staffel 1 noch ein klein bisschen durchkämpfen muss, legt die Serie dann ab Staffel 2 richtig auf und avancierte für mich zur besten AMC-Serie seit "Mad Men" und "Breaking Bad". Hier stimmt so vieles, das Feeling, die Atmosphäre, das Storytelling, die Charaktere, der Soundtrack (nicht dieses Standard-80s-Gedudel wie in vielen anderen Serien/Filmen). Schade, dass die Serie bei so vielen unter dem Radar fliegt und nicht die Aufmerksamkeit bekommt, die sie verdient hätte.

      Mit den mir noch verbleibenden fünf Folgen mache ich es mir nächste Woche auf der Couch gemütlich und gebe hier dann nochmal ein etwas ausführlicheres Fazit zur Serie ab.


      MUTINY!
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      Eine großartige Serie. Ich mag sie gern und bin gespannt wie die letzten Folgen werden. Schauspiel, Kameraführung und Schnitt sind topnotch!

      Ich merke gerade. Nur noch eine Folge? Oh mein Gott. Bin gespannt wie das ganze ausgeht.
      Mein Letterboxd Profil: letterboxd.com/patrick_suite/

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „DerPat“ ()

      The thing that gets us to the thing

      Und damit ist diese grandiose Serie zu ihrem Ende gekommen.
      Sehr schade, dass Halt and Catch Fire nicht mehr Erfolg und somit eine längere Lebenszeit vergönnt war. Der Trip mag kurz gewesen sein, aber dafür überaus spaßig, immer unterhaltsam und mit so vielen tollen Charakteren gespickt, man weiß gar nicht bei wem man anfangen soll. Sei es Gordon, der völlig liebenswerte geek-gebliebene Familienvater, oder Donna, die vor allem in Kombination mit der durchgeknallten Cameron am besten funktionierte (und umgekehrt). Über den kaputten Joe könnte man ein ganzes Buch verfassen. Und natürlich Bos, der über alle seine schützende Hand hält und sie väterlich umsorgt. Egal wie und in welcher jeweiligen Kombination oder Situation - die Charaktere waren von Anfang an das Beste an der Show und haben einfach funktioniert. Wenn die Story mal etwas hakte, dann konnte man sich immer auf die Figuren zurückbesinnen und trotzdem eine tolle Zeit mit der Serie verbringen. Vor allem in der finalen vierten Staffel kommt ein wahnsinniges Familiengefühl auf, wenn man seit vier Jahren mit diesen Figuren gewachsen ist, sie in allen möglichen Sackgassen gesehen hat - und dann so etwas emotionales wie die letzten drei Folgen um die Ohren gehauen bekommt.

      In jeder Lebenslage hat man Joe, Gordon, Cameron, und Donna gerne zugesehen, sie waren das Herzstück von Halt and Catch Fire und gerade diese Figuren verleihen der Serie einem unglaublich hohen Wiederschauwert. Der Rerun ist fest eingeplant und wird wahrscheinlich früher denn später erfolgen. Denn nicht nur die Charaktere waren überaus gut gezeichnet. Auch der Rest von Halt and Catch Fire ist überaus grandios gewesen. Die Geschichte, auch wenn anfangs etwas holprig, war oft spannend, meistens irrwitzig und manchmal zum lachen - und das im positiven Sinne. Dazu die gelungene und atmosphärische Inszenierung. Sei es das Settdesign, das die 80er toll wiedergibt und den Zeitgeist ziemlich gut eingefangen hat. Oder auch die musikalische Untermalung, die Kamera, die bis in die kleinste Rolle perfekt besetzten Schauspieler, einfach alles war auf höchstem Niveau.

      Halt and Catch Fire mag nicht besonders anspruchsvoll oder tiefgründig gewesen sein, wie es ein "Mad Men" oder gar "The Sopranos" ist, aber die Serie wurde mit so viel Herzblut gestaltet und ist voll von Gefühlen und Hingabe, dass sie sich ihren wohlverdienten Platz in meiner All-Time Top 5 gesichert hat. Ich kann die Serie jedem ans Herz legen, der sich auch nur halbwegs mit dem Thema oder der Epoche etwas anfangen kann. Ich werde die Serie definitiv vermissen und sicher noch das ein oder andere mal anschauen.




      So ... What now?




      Wahnsinn, aber ich frage mich ernsthaft ob es sein kann, dass ich über all die Zeit absolut nichts über diese Serie gehört oder gelesen habe. Dabei scheint sie eine Geschichte zu erzählen die von Themen handelt, die mich privat als auch im Berufsleben stark interessieren und beschäftigen. Echt verrückt ... und wie ich sehe scheint die Serie auch noch bei Amazon Prime verfügbar zu sein. Ich sollte definitiv bald einen Blick riskieren.
      Na da schau her. Hab ich doch tatsächlich meinen Worten ein paar Wochen später Taten folgen lassen. :D

      Bin sehr, sehr zufrieden mit der ersten Season von Halt and Catch Fire. Zugegeben, es war keine Liebe auf den ersten Blick bzw. in der Pilotfolge, doch bereits mit der äußerst feinen Episode 2 hatte mich die Show dann. Unverbrauchte Thematik, solide Figuren, eine gewisse Unberechenbarkeit und ein Skript mit Blick für´s Detail. Ergo ein wirklich angenehmes Unterhaltungspaket, das bedeutsam wirkt, aber dennoch stets eine gewisse Leichtigkeit beherbergt. Bereits in diesen ersten zehn Episoden bereitet man eine Achterbahnfahrt der Gefühle auf (ja, 2 Bitcoins ins virtuelle Phrasenschwein..), nach welcher sich so manch andere Show in ganzen drei Staffeln sehnen würde. Hut ab. Die Story trägt man spannend und kurzweilig vor, was mir entgegenkommt, da ich nun was IT angeht kein allzu fundiertes Wissen habe. Die Erklärungen und Details scheinen aber recht akkurat zu sein - nehme ich jetzt einfach mal an. Auch wenn die Show rein technisch wie optisch gesehen tadellos ist, habe ich hin und wieder das Gefühl, dass der Serie eine noch charakteristischere, inszenatorische Handschrift gut getan hätte, aber das nur ganz am Rande. Die Serie fühlt sich dennoch bestens an, keine Frage..

      Dass man die ´80er zudem etwas bescheidener und realistischer in Szene setzt und nicht wie andere Serien oder Filme quasi das Jahrzehnt selbst zum Hauptdarsteller befördert, finde ich wiederum recht sympathisch und spricht für die inhaltlichen Qualitäten. Ansonsten vielleicht noch ein kleiner Kritikpunkt: Die Figur Joe. Da wirkte man gerade anfänglich etwas zu bemüht, eine Art Mysterium um den Charakter zu konstruieren, was meiner Meinung nach über das Ziel hinausschoss. Da gab´s den einen oder anderen zu hochgestapelten Moment. Generell ist Joe aber freilich ungemein wichtig für den Plot und sehr nützlich für den Zündstoff, der guten Dynamik unter den Figuren sowie der Unberechenbarkeit der Serie. Von daher: Alles okay. Es ist grundsätzlich positiv hervorzuheben, dass quasi alle vier Hauptfiguren bereits eine authentisch vorgetragene Entwicklung hinter sich haben. Das ist nach nur zehn Episoden wahrlich kein Selbstläufer. Stark.

      Also wie man vielleicht raushört: Ich bin gut bei Halt and Catch Fire angekommen und werde die Serie mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit komplett durchziehen. :) Zudem ein Dankeschön an die positiven Stimmen hier - speziell an Threadersteller @Burning - was mir den entscheidenden Impuls gab, das Ding endlich mal anzugehen. :thumbup:
      Freut mich wirklich sehr, dass dir Halt and Catch Fire so gut gefällt wie bisher. Finde ich klasse :)
      Freue mich auch schon deine Berichte zu den weiteren Staffeln zu lesen und wenn ich jetzt schon dein Geschreibsel so lese, da bekomme ich auch schon wieder Bock die Serie nochmal zu sehen. Schon alleine das Intro, das einen perfekt in diese Welt einführt, die Figuren (Cameron :love: ). Herrlich.

      Bavarian schrieb:

      ja, 2 Bitcoins ins virtuelle Phrasenschwein..

      Also wenn du zwei Bitcoins zu vergeben hast, ich würde die wirklich sehr gerne nehmen. Bekommst auch meine Sopranos Blu-ray Box, falls du lieber tauschen möchtest :D :D

      Bavarian schrieb:

      Ansonsten vielleicht noch ein kleiner Kritikpunkt: Die Figur Joe. Da wirkte man gerade anfänglich etwas zu bemüht, eine Art Mysterium um den Charakter zu konstruieren, was meiner Meinung nach über das Ziel hinausschoss. Da gab´s den einen oder anderen zu hochgestapelten Moment.

      Ja, Joe wirkt anfangs noch so, als würde die Serie versuchen einen zweiten Don Draper aufzubauen. Super im Verkauf, man hat keinerlei Ahnung wer er ist und noch ein paar andere Sachen ähnlich sind. Aber ab Staffel 2 legt sich das, die Serie findet ihren perfekten Flow und generell wirkt die Serie viel smoother.

      Bavarian schrieb:

      Es ist grundsätzlich positiv hervorzuheben, dass quasi alle vier Hauptfiguren bereits eine authentisch vorgetragene Entwicklung hinter sich haben. Das ist nach nur zehn Episoden wahrlich kein Selbstläufer. Stark.

      Und warte erst mal ab, was da an Figurenentwicklung noch kommt. You know nothing, Bavarian. Oder so :D

      Burning schrieb:

      (Cameron :love: )


      +1

      Burning schrieb:

      Bekommst auch meine Sopranos Blu-ray Box, falls du lieber tauschen möchtest :D :D


      Puh, also wenn dann lediglich mit der sadistischen Klausel im Vertrag, dass du sie dir nie wieder neu kaufen darfst. ;)

      Burning schrieb:

      Aber ab Staffel 2 legt sich das, die Serie findet ihren perfekten Flow und generell wirkt die Serie viel smoother.


      Sehr fein. War nun wie gesagt kein sonderlicher Störfaktor, aber eben eine der wenigen Schwächen. Aber umso besser. :thumbup:

      Burning schrieb:

      Und warte erst mal ab, was da an Figurenentwicklung noch kommt. You know nothing, Bavarian. Oder so :D


      Haha, alles klar. Da bin ich schon mal gespannt, ob Joe am Ende auf dem Thron sitzt. Oder ob Cameron mit nem revoulutionären Hack die Ice...äh Firewall der Nachtwache hackt. :D ;)

      Jetzte schiebe ich mal eben The Crown S2 und The End of the fuckin´ World S1 dazwischen. Und dann geht´s weiter. Ich werde berichten. :)
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      Bavarian schrieb:

      Puh, also wenn dann lediglich mit der sadistischen Klausel im Vertrag, dass du sie dir nie wieder neu kaufen darfst. ;)

      Geht klar, dann lass ich sie mir zum Geburtstag schenken ;)
      Ich erwarte den Eingang der 2 Bitcoins dann bis spätestens zum Wochenende :P
      Season 2 geht nach der rasanten, ersten Staffel die Dinge über weite Strecke gemächlicher an. Und das finde ich auch durchaus gut. Die Figuren orienteren sich, reflektieren und entwickeln sich plausibel und authentisch weiter (vor allem Cameron und Donna) - was neben der unverbrauchten Thematik selbst wohl die größte Stärke von Halt and Catch Fire ist. Doch ich kann nicht leugnen, dass mir die intensivere Season 1, mit ihrem dramaturigsch bedeutenderen und unberechenbareren Storybogen, etwas besser gefallen hat. Was aber nicht bedeutet, dass ich die veränderte Gangtart schlecht fand, nein.

      Die Figuren hat man dem Zuschauer nochmal ein entscheidenderes Stücken näher gebracht - sehr fein - auch wenn mir die Beziehungsanteile etwas zu hoch geschraubt wurden und speziell die Handlungsstränge (inkl. Dialoge) im Bezug auf Donna und Gordon nicht mit übertrieben viel Kreaitvität glänzten. Joe hat man dagegegen nun genau da, wo man hin wollte. Das Mysterium um ihn ist präsent, aber mit Profil. Speziell dahingehend freue ich mich bereits auf Season 3..

      Aber ja, hab Staffel 2 wieder sehr gerne gesehen. Speziell Episode 9 war äußerst gelungen und die ganzen kleinen Randnotizen, die die Ursprünge von Online-Multiplayer, RPG´s, Chatroom-Netzwerke, aber auch Cyber-Kriminalität erzählen, machten ohne Frage Spaß. Spätestens im März geht´s dann mit Season 3 weiter. :thumbup:
      Jau - drei Wochen nach S2 wär ich dann auch schon mit der drittel Staffel durch. Ganz stark. Spätestens ab Episode 6 peitscht Halt and Catch Fire die Plots wieder mit dem Spirit voran, der bereits Season 1 auszeichnete. Mit stellenweise einem etwas ungestümen Drehbuch - ja - aber stets rasant und unterhaltsam. Hitzige/emotionale Dialoge, hartes Business, das erbarmungslos das Private kreuzt, Paukenschläge, Wendungen - Drama. Exakt so. Soll nicht heißen, ich wär mit S2 unglücklich gewesen, da man nachhaltig von der etwas ruhigeren Charakterorientierung profitiert, die die Macher da an den Tag legten, doch genau die in S3 gebotene Rasanz ist das, was ich von der Show will..

      Wenn dann alle vier Hauptfiguren an einem Tisch sitzen, merkt man, dass man hier bedeutsame Figurenkonstellationen mit komplexen Gefühlswelten und Dynamiken untereinander geschaffen hat. Starke Performance also. Ein weiteres Mal. Wieder leicht vor S2 und damit auf S1-Niveau. Und mein Gefühl sagt mir, dass man mit dem Umfang von vier Staffeln alles genau richtig macht. Definitiv eine Serie, die hier im Forum und auch generell mehr Aufmerksamkeit verdient hätte..

      S4 ist definitiv innerhalb der nächsten drei Wochen fällig. ;)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Bavarian“ ()

      Habe diese vorzügliche Show soeben beendet. Ich versuchs kurz zu machen, da ich mich ja schließlich schon bei den ersten drei Seasons auführlich geäußert habe: Halt and Catch Fire versteht es einfach bestens, authentische und zeitgleich bedeutungsvolle Charaktermomente zu liefern, die meist Hand in Hand mit dem unverbrauchten sowie lehrreichen Setting gehen. Da wurden tolle Figuren geschrieben, die allesamt in höchst interessanten Beziehungen zueinander stehen. Mit S4 hat jede Figur ein stimmiges, äüßerst gut geschriebenes Ende geschenkt bekommen. Ganz toll. Generell wurde die Show mit ihren vierzig Folgen perfekt konzipiert. Keine Minute zu lang, keine zu kurz. So muss das.

      Was nehm ich mit? Die Serie hält so einige Botschaften für den Zuschauer bereit, welche zum Finale nochmal stil- und gefühlvoll untermauert werden. Trotz des inhaltlichen Schwerpunkts auf PC´s und technischer Revolution: Am Ende zählt der Mensch und das Miteinander. Ziele und Ambitionen sind wichtig, doch man darf dabei nie vergessen, die Reise selbst zu genießen. Denn sonst werden wir nur selbst zur Maschine, die Befehle ausführt..

      Auch wenn die erste Staffel noch etwas ungestüm wirkte, bleibt diese wohl mein heimlicher Favorit. Season 3 und 4 direkt dahinter. S2 fiel ganz leicht ab, wobei hier wichtige Vorarbeit in Bezug auf Charakterdynamiken geleistet wurde. Von daher: Alles wie aus einem Guss. Halt and Catch Fire verdient hier - und auch generell - VIEL mehr Aufmerksamkeit. Dahingehend will ich aber kurz ein sehr treffendes Zitat von Jen Chaney (vulture.com) erwähnen, dass ich vorhin gelesen habe:

      "Being completely ignored is exactly right for a TV show that, in so many unexpected ways, understood Generation X."