Lucky (Harry Dean Stanton, David Lynch, Tom Skerritt)

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    Es gibt 3 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Hockenberry.

      Lucky (Harry Dean Stanton, David Lynch, Tom Skerritt)

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      :/ Ich kopiere das mal aus der News:


      Bis ins hohe Alter war Harry Dean Stanton noch aktiv, und hierzu zählt auch eine Rolle, die eine Art Hommage an ihn darstellen soll: In Lucky übernahm der Darsteller den Part eines 90-jährigen Eigenbrötlers, Atheisten und Freigeists. Regisseur John Carroll Lynch äußerte hierzu: "Die Geschichte wurde hundertprozentig für Harry Dean geschrieben. Sie ist ein Liebesbrief an den Schauspieler und den Menschen. In seiner Essenz ist das Drehbuch biographisch. Luckys Geschichten und sein Verhalten beziehen sich auf Harrys Leben."

      John Carroll Lynch hat in seinem Regiedebüt nach einem Drehbuch von Logan Sparks und Drago Sumonja einen poetischen Film inszeniert, der das Leben feiert. Lucky wurde auf dem Filmfestival von Locarno mit dem Preis der Ökumenischen Jury ausgezeichnet und sorgte bei Branche und Publikum gleichermaßen für eine wahre Euphorie.

      Neben Harry Dean Stanton sind als Darsteller in Lucky u.a. auch noch David Lynch, Ron Livingston, Ed Begley, Jr. und Tom Skerritt mit von der Partie.

      Seit einigen Tagen gibt es nun auch den ersten deutschen Trailer zu sehen. Den ganzen Film bringt 'Alamode Film' am 8. März 2018 in die deutschen Kinos.


      HandlungLucky ist ein 90-jähriger Eigenbrötler, Atheist und Freigeist. Er lebt in einem verschlafenen Wüstenstädtchen im amerikanischen Nirgendwo und verbringt seine Tage mit bewährten Ritualen – Yoga und Eiskaffee am Morgen, philosophische Gespräche bei Bloody Mary am Abend. Bis er sich nach einem kleinen Unfall seiner Vergänglichkeit bewusst wird. Zeit dem Leben noch einmal auf den Zahn zu fühlen.



      Trailer





      Ich persönlich habe den Film schon länger im Blick und ich freue mich drauf. Das könnte eine richtige Perle sein. Ich bin ja schon froh, dass der Film zwischenzeitlich einen deutschen Kinostart erhalten hat.
      Break through the surface and breathe.
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „-Makaveli-“ ()

      Ich habe den Film soeben in einer Preview gesehen und bin echt unschlüssig. Lucky ist ein wirklich sympathischer Film, und mir wurde auch klar, was er einem sagen will. Es geht um die Vergänglichkeit des Lebens. Aber das war mir dann doch ein wenig zu oberflächlich. Gut, ich bin Philosophie-Absolventin und wenn man vom "großen Nichts" spricht, dann kann man das auch noch tiefgründiger machen. Sicherlich wollte man sein Publikum hier auch nicht überfordern und die Leichtfüßigkeit steht dem Film sehr gut, aber
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      der Wandel von Lucky am Ende war für mich nicht nachvollziehbar. Ja, Kakteen werden alt, Schildkröten auch, Menschen halt nicht. Die sterben früher.
      So blieb es bei einfachen Menschen, die über Dinge und das Leben sinnieren. Dabei sind sie aber allesamt sympathisch, auch Lucky, der zwar irgendwie auch schon mal ein Arschloch ist, aber dabei sehr sympathisch. Harry Dean Stanton macht seine Sache wirklich gut, und wer den Film gesehen hat, versteht auch, wieso er als Hommage an ihn verstanden wird. Es ist sein großes Goodbye.

      Es gibt einige wirklich schöne und sympathische Momente, aber unterm Strich hätte ich mir weniger dramaturgisches Geplätscher gewünscht oder mehr Skurrilität. Vielleicht bin ich aber auch nur einfach nicht die Zielgruppe. Menschen, die ein gewisses Alter erreicht haben, werden sich vielleicht angesichts mancher Themen eher wiederfinden.

      Schauen kann man Lucky dennoch, es ist trotz des Themas ein Wohlfühlfilm, der absolut nicht weh tut und kurzweilige Unterhaltung bietet.

      7 Schildkröten
      Lucky

      Es ist immer merkwürdig einen Film zu sehen, wenn der Hauptdarsteller zu diesem Zeitpunkt schon gestorben ist. Für mich hat dies immer einen leicht unbehaglichen Unterton, der permanent mitschwingt. Als ich ihn mir gestern angesehen habe, wusste ich im Vorfeld nichts über die Story. Habe vor längerer Zeit einen Trailer gesehen und war guter Dinge, dass er mir gefallen könnte. Ich wurde alles, nur nicht enttäuscht und es war auch das erste Mal seit langer Zeit, dass ich nach einem Film Tränen in den Augen hatte.

      Eigentlich ist auch nicht viel Story vorhanden. Ein älterer Mann wird sich langsam seiner Sterblichkeit bewusst und versucht sich damit auseinanderzusetzen. Dabei klappert er meist die gleichen Orte ab, spricht meist mit den gleichen Figuren und beginnt so langsam den Prozess des Sterbens zu verarbeiten.
      Vielleicht klingt das Makaber, und natürlich ist dies kein positiver Aspekt, aber die Tatsache, dass Harry Dean Stanton kurz darauf tatsächlich gestorben ist, wertet den Film so unfassbar auf, dass ich es kaum in Worte fassen kann. Es ist, als würde uns der Mann noch einen letzten Blick auf ihn gewähren und teilt mit dem Zuschauer auch noch die finalen Schritte seiner Laufbahn, seiner Leidenschaft.
      Die Wirkung, die der Film dadurch auf mich erzielte, war etwas ganz besonderes und hatte ich so, bei noch keinem anderen Film erlebt. Behält man sich die Umstände stets im Hinterkopf, nimmt man ihn auch ganz anders wahr, da bin ich mir sicher. Zwar hätte er mich auch gefallen, wenn Stanton noch unter uns weilen würde, aber er hätte mich mit Sicherheit nicht so lange beschäftigt, wie er es schlussendlich tat.

      Harry Dean Stanton gilt zwar in gewisser Weise als eine Ikone des amerikanischen Films, trotzdem bleibt er für mich ein eher unbesungener Held, der in unzähligen Filmen und Serien mitspielen durfte und auch durch seine Art und das kombiniert mit seinem markantem Aussehen, dem Ganzen immer wieder seinen Stempel aufdrücken konnte, aber dennoch meistens die zweite Geige spielte.
      Ein toller Schauspieler, auch wenn ich gar nicht mal glaube, dass man bei Lucky so recht von Schauspielkunst sprechen kann, da er sich wohl im Großen und Ganzen selbst spielte. Viele Dinge die während des Films gesagt werden, sagte er auch schon im wahren Leben. Wie er selbst, ist seine Figur Kriegsveteran und auch die Ansichten, ähneln den seinen. Dazu passt auch das Setting wie die Faust auf´s Auge zu dem Mann und merkt ihm auch einfach an, dass er in dieser Western-Welt, auch wenn sie mittlerweile modernisiert wurde, einfach zu Hause ist.
      Die Farben in der Landschaft und auch in der Kleinstadt, haben meist diesen typischen Braunton, bei dem gleichzeitig ein gewisses Flimmern mitschwingt.
      Hinzu kommt noch der Soundtrack. Meist einsame Mundharmonika Stücke, dazu noch ein Johnny Cash Song und auch er selbst darf sein musikalisches Talent unter Beweis stellen. Absolut stimmig.

      Sehr schön auch, dass David Lnych, der Stanton zu seinen Lieblingsschauspielern zählte, eine kleine, aber einprägsame Rolle hatte und damit seinem alten Freund und Weggefährten ordentlich Ehre erweisen durfte.
      Denn nichts anderes ist dieser Film meiner Meinung nach. Eine Ehrerbietung und Huldigung, die wahrlich nicht jeder Schauspieler zugesprochen bekommt und das zeigt auch, welchen Stellenwert dieser Mann in der Branche, oder zumindest bei einigen seiner Kollegen genoss.

      Wie gesagt, der Film selbst ist meiner Meinung nach gut, aber nicht überragend. Das Altern wird ungeschönt gezeigt, man sinniert viel über das Leben und den Tod und irgendwie ist der Streifen einfach gemütlich. Nicht spektakulär, nur sehr sympathisch. Objektiv betrachtet müsste ich ihm vermutlich eine 8 geben.
      Aber wenn ich bedenke, wie sehr er mich dann doch mitgenommen hat, was er in mir ausgelöst hat, wäre das einfach zu wenig. Den letzten Shot auf Stanton werde ich niemals vergessen und ein solches Abschiedsgeschenk bekommt man wahrlich nicht von jedem Künstler spendiert.
      Von daher scheiß drauf, wieso nicht?

      10 von 10 Punkten

      Harry Dean Stanton ist stolze 91 Jahre alt geworden und hat es damit weiter geschafft, als viele andere. Trotzdem ist es irgendwie schade das er fort ist. Nur wie er gegangen ist, ist Phänomenal.