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Birds of Prey [And The Fantabulous Emancipation Of One Harley Quinn]

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    Es gibt 353 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Black.

      Filme sind oft eine Spiegel der jeweiligen Zeit. Das man in den Film versucht MeToo zu propagieren juckt mich weniger.
      Das man aber eigentlich alle DC Figuren (bis auf Harley Quinn) bis zur Unkenntlichkeit entstellt hat nervt. Gerade was man aus Black Mask und Victor Zsasz gemacht hat, ist ein absolutes Unding. Man kann die Superheldenfiguren für die Filme durchaus verändern, aber man sollte sie im Kern respektieren.
      Hier schaffte man aber nicht nur visuell komplett andere Figuren. Hier schießt man aber deutlich am Ziel vorbei.
      Der Film mag sicher den einen oder anderen unterhalten, aber im Grunde beweist Warner nur, dass sie zwar mit DC Geld machen wollen, aber die Figuren null respektieren.
      Das finde ich einfach schade
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      Insgesamt hat mir Birds of Prey doch relativ gut gefallen, auch wenn hier wesentlich mehr drin gewesen wäre. Für die Message wurde dann leider doch eher die Methode Holzhammer verwendet, Subtilität geht leider ganz anders. Und wie das bei Bösewichtern in Comicfilmen ja gerne öfters mal so ist: Ewan McGregor bzw. Black Mask gibt echt nicht viel her. Von seinem Overacting mal abgesehen, konnte ich seine Motivation zu keiner Zeit nachvollziehen, bzw. wurde mir überhaupt nicht klar, was der Film mit ihm machen will. Klar, die Jagd nach dem Diamanten, aber das hätte man auch etwas runder inszenieren können.

      Was mir hingegen ganz gut gefallen hat, sind die Actionszenen. Vor allem, dass man hier in den meisten Fällen tatsächlich mal etwas erkennt und nicht raten muss, wer da gerade wem eins auf die Kauleiste gibt. Zum Ende hin wurde es zwar dann wieder etwas unübersichtlicher, aber immerhin gab es in Birds of Prey endlich mal einen kleinen Konflikt, der im Zentrum steht. Und nicht wieder das Ende der Welt.

      Puh, und dieses Kind war echt nervtötend. Dafür muss ich leider einen halben Punkt abziehen. Im Großen und Ganzen eine spaßige Angelegenheit, die mit 109 Minuten zum Glück auch recht kurz ausgefallen ist. Man hat zwar jede Menge Potenzial liegen lassen, aber am Ende hat dann der Spaß doch größtenteils überwogen.



      5,5/10
      :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :halbstern: :stern2: :stern2: :stern2: :stern2:
      Mein Filmtagebuch



      „I think storytelling is all about children. We human beings love to hear stories being told - and it first happens when you're a kid.“
      - David Chase

      Ich habe mich dann eben doch entschieden Birds of Prey zu sichten.

      Auch ich kann sagen: Der Film gefiel mir besser als ich erwartet habe. Es gibt viele urkomische Szenen. Das ist nicht nur dem Bühnenbild zu verdanken sondern auch der Performance von Margot Robbie als Harley Quinn. Ja, sie ist eine wahre Augenweide und ich kann mir mittlerweile keine bessere in der Rolle vorstellen. Ihr Schauspiel von Wahnsinn und dennoch Liebenswürdigkeit ist klasse.

      Der Film ist gespickt mit eben solche wahnsinnigen Momenten, die brutal und verspielt sind. Gerade wenn es keine Action gibt zünden allerdings viele Ideen nicht beim Großteil des Publikums. Egal. Denn wer es einigermaßen versteht, kann in dem Film viel lachen.

      Die Action ist grundsolide bis sehr gut. Da frage ich mich aber wie viel Robbie selbst gemacht hat und wie viel Double oder CGI waren. Wenn sie es selbstgemacht hat, hätten wir wohl bald eine weibliche John Wick. Mehr davon.

      Das Bühnenbild ist gerade zum letzten Akt eine Wucht. Sehr schade, dass es nicht mehr Szeneneinsätze wie dort gab. Dieser Kampf hat mich auch sehr stark an Burtons Batman erinnert. Auch ist Harley dort sehr in den Hintergrund gesteckt worden, was angesichts der Kulisse schade ist. Es gab zwar einen Blick auf ihr Old-school Outfit aus den Comics aber Robbie da drinnen in Action zu sehen... Das wäre es schon gewesen.

      Leider aber hat der Film zwei Macken:

      1. Der Schurke

      Dieser ist einfach so oberflächlich und langweilig gewesen... Es kam keine wirkliche Spannung auf. Es gab zwar eine Barszene, die wirklich hervorstach aber an sich hat die Figur nie drauf gebaut. Einfach pure Verschwendung.

      2. Die Message

      Die Message des Films ist ganz klar Feminismus. Zwar konnte ich jetzt die krassen Rachemotive gegen Männer nicht vernehmen wie in so manchen Kritiken. Aber hier einfach NUR Männer zum Feindbild zu machen ist in meinen Augen falsch. Auch die Emanzipation Harleys ist wirr und nirgends wirklich spürbar. Somit hievt sich der Film in Standardkost feministischer Phrasendrescher. Der wirrerweise mit vielen Klischees Richtung Frauen gespickt ist: Handtaschen, Diamanten und schicke Kleidung.

      Wo wir gerade dabei sind: Die Marilyn Monroe Einlage war göttlich.

      7/10 Bieber

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Kaibear“ ()

      Vorausgesetzt sie hat die Choreografie selbstgespielt, natürlich. :D

      Laut businessinsider.com/inside-wil…s-of-birds-of-prey-2020-2 sollen die Darsteller vieler der Stunts selbstgemacht haben.
      Übrigens ist mein John Wick Vergleich nah dran: Die Stunt-Firma wurde auch vom John Wick Regisseur gegründet.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Kaibear“ ()

      G2theC schrieb:

      Lt. Filmstarts erhält der Film kurzfristig einen neuen Titel: "Harley Quinn: Birds Of Prey"
      Bin gespannt ob das den Film nochmal pusht.


      Hat Warner nicht vorher gemerkt, dass der erste Titel "Birds of Prey - The fantalulous Emanicpation of one Harley Quinn" etwas zu lange ist und für normale Zuschauer verwirrend sein könnte?

      m( m( m(
      "Birds of Prey" will so verdammt lässig rüberkommen, er glaubt auch er sei es. Er ist es aber nicht und deshalb war das für mich eine verdammt ermüdende und anstrengende Angelegenheit. Jede Szene schreit förmlich laut "hey, ich bin cool, so richtig cool!". Bis auf einen ganz ordentlich action-durchgeladenen Showdown, wenn sich die emanzipierten Raubvögel gefunden haben, gibt es recht wenig positiv nach vorne zu rücken. Margot Robbie als Harley nervt immerhin nicht ganz so stark wie vermutet. Ewan McGregor als Black Mask wirkt jedoch total verschenkt. Aus 1, 2 Comics und den animierten Batman-Abenteuern habe ich den als richtig mieses Ungetüm in Erinnerung, welches man sofort hasst. Ich hatte eher Mitleid mit dieser Figur. Ja, das war es dann auch mit den beiden interessanten Figuren. Die anderen Charaktere sind so gezeichnet wie erwartet, ohne positive oder negative Überraschungen. Eine Story gab es nicht wirklich. Die altbekannte Jagd nach dem MacGuffin erwartet einem, mit vielen Versuchen sie so verrückt und wahnsinnig zu gestalten wie möglich, vieles davon bleibt im Versuchsstadium stecken.

      Es war allerdings mal wieder schön was von Steven Williams ("Akte X") zu sehen.

      4 / 10 Captain Boomerang-Cameos
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      Birds of Prey scheint im Film einige Schwierigkeiten zu haben, vernünftig an Fahrt zu nehmen und war lediglich nett anzusehen. Zumindest waren die meisten Kämpfe für mich doch etwas witzig.
      Allerdings war ich mit den Endkostümen der Heldinnen nun wirklich nicht sehr zufrieden.
      Ich gebe dem Film jedenfalls
      6,5 von 10 Leute die ein Beschwerde gegen Harley haben.
      Hab den Film am WE gesehen (eigentlich ne Woche später als geplant, weil mein Freund da Fieber hatte) - eigentlich wars der Freund, der den Film unbedingt sehen wollte, für mich hätte er am TV auch gelangt. Ergo ging ich ziemlich ohne Erwartungen rein - zumindest wurden meine Erwartungen nicht untertroffen, was ja auch was ist.

      Zum positiven: Der Soundtrack war toll, die Kampfchoreo am Ende hatte auch was. Und Huntress war mir dann doch irgendwie sympathisch (zumindest sympathischer als das Kind, der Cop und die Sängerin).

      Und das ist dann auch gleich mein erster Kritikpunkt, die Charakere blieben blass bzw. das Drehbuch schaffte es nicht, mir Montoya oder Canary irgendwie emotional näher zu bringen. McGregor war verschenkt (und das obwohl ich die Comics nicht kenne ergo nicht weiß wie Black Mask sein sollte).

      Bei Harley bin ich ständig zwischen "mag ich irgendwie" und "Oh Gott, wie nervtötend ist die denn" hin und her geschwankt. Am Ende hat das "mag ich irgendwie" überwogen, vielleicht auch, weil ich Cassandra nervtötender fand.

      Zum Feminismus: natürlich kommts mit dem Holzhammer daher (und nein, eine böse Frau (die Kopfgeldjägerin) und ein guter Mann (der der Helena in Sicherheit gebracht hat) ändert nix daran, dass es verdammt stereotyp daherkommt). Da gibts zwei Möglichkeiten - das ganze nicht so ernst nehmen (oder eventuell das ganze auf Personen projezieren, die es wirklich verdient hätten eine in die Fresse zu bekommen) oder sich furchbar darüber aufregen.

      Gilt auch für das "obercoole" des Filmes, den Humor der nicht zündet und teilweise unter der Gürtellinie ist.

      Alles in allem hats bei mir aber dann trotzdem nur für 5/10 gereicht.
      Ich hab mir den Film letzten Samstag zum zweiten Mal gesehen und dabei ist mir ein Detail bei Black Canary aufgefallen:
      Am rechten Oberarm trägt sie einen Ring und am anderen Arm hat sie ganz oben eine Art durchsichtiges rundes Pflaster, wo irgendwas drinnen steht. Keine Ahnung, ob das überhaupt eine Rolle spielt, ich habe da zunächst auf ein Diabetespflaster getippt.

      Nett fand ich auch diese dezente Anspielung auf Pulp Fiction,
      Spoiler anzeigen
      denn als sie sich in der Aservatenkammer den Baseballschläger schnappt, liegen in dem Fach auch noch eine Kettensäge und ein Samuraischwert. Das scheint mir eine subtile Anspielung auf die Pfandleihe zu sein, wo Butch nacheinander einen Hammer, einen Baseballschläger, eine Kettensäge und schließlich ein Samuraischwert in die Hand nimmt