Manhunt: Unabomber [Discovery Channel]

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    Es gibt 6 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Burning.

      Manhunt: Unabomber [Discovery Channel]

      Die Serie „Manhunt“ (fka „Manifesto“) ist als Anthologieserie angelegt, die sich pro Staffel mit der Ermittlung gegen einen berühmten Kriminellen befasst.

      Staffel eins „Manhunt: Unabomber“ konzentriert sich auf den FBI-Agenten Jim „Fitz“ Fitzgerald (Sam Worthington), dessen Linguistikexpertise und unkonventionelle Methoden zur Erfassung des Bombenbastlers Ted Kaczynski (Paul Bettany) führten, der die USA von den 70er- bis in die 90er-Jahre als sogenannter „Unabomber“ terrorisierte. Als Schlüssel zum Fall entpuppte sich die Sprachwahl in dessen Manifest.
      (serienjunkies.de)



      Auf Netflix verfügbar, 8 Episoden je 42 Minuten

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      Habe die Staffel/Serie schon vor einiger Zeit beendet, aber völlig vergessen hier was zu schreiben, obowhl ich den Thread extra aufgemacht habe :rolleyes:

      Manhunt: Unabomber hat mir sehr gut gefallen, hätte ich nach dem etwas lahmen Trailer nicht mit gerechnet. Sam Worthington passt mit seinem monotonem Spiel perfekt in die Hauptrolle und wirkt mal nicht völlig fehl am Platz. Die bekannte Geschichte um den Unabomber wurde ansprechend inszeniert und war über weite Strecken sogar richtig spannend, vor allem wenn es darum ging, nach übereinstimmenden Schriftpassagen und Schreibarten, bzw. regionsspezifische Sprichwörter innerhalb des Manifests zu suchen.

      Sehr schön auch, dass hier über verschiedene Zeitebenen erzählt wurde, sowie die Tatsache, dass der Unabomber nicht als das reine Böse dargestellt wurde, der einfach nur Menschen in die Luft jagen will. Die Darstellung von Paul Bettany war klasse und hat der Figur das gewisse Etwas verliehen.

      Ich würde mich freuen, wenn von Manhunt weitere Staffeln folgen würden. In der einen Folge gab es mit den verschiedenen Akten (Waco, WTC, etc.) auf dem Tisch der Generalstaatsanwältin ja schon ein paar kleine Hinweise, worum es in zukünftigen Staffeln gehen könnte und wie man sie evtl. sogar miteinander verbinden könnte.
      Ich empfand die Serie auch als sehr gelungen. Hatte nicht zu viele Folgen, wodurch diese aber stets spannend waren. Gute Darsteller, eine interessante Geschichte, die gut geschrieben ist und einen vielschichtigen Bösewicht zu bieten hat, der von Paul Bettany toll verkörpert wird. Sam Worthington mag ich eigentlich immer ganz gerne und auch hier konnte er mich überzeugen.
      Gerade die Auseinandersetzung mit der Schrift erweist sich als spannendstes Element der Serie. Eine tolle Auflösung und mit einem gelungenen Ende.
      Wenn ich nachts an einer roten Ampel stehe und nirgends ein Auto zu sehen ist, muss ich mittlerweile immer an die Aussagen des Unabombers denken.

      Ich würde mich sehr über eine weitere Staffel freuen.
      Naja die Ansichten von Ted Kaczynski regen zumindest zum nachdenken über unsere Gesellschaft an, und in gewissen punkten würde ich ihm zumindest auch zustimmen. Die Serie war zumindest eine kleine Überraschung auch weil ich damals nichts erwartet habe, und mir der Unabomber zwar irgendwie ein begriff war weil man ihn ziemlich oft in Filmen oder Serien erwähnt hat allerdings fehlte mir bisher der Bezugspunkt da man in Deutschland das ganze nie so ganz mitbekommen hat was sich in den USA abgespielt hat.

      Paul Bettany fand ich wirklich klasse, hatte ihn auch erst gar nicht erkannt erst nachdem man genauer hingesehen hat.
      Uh, bin positiv überrascht von Manhunt. Agiert zwar viel nach Handbuch, jedoch nach einem guten Handbuch. Die Konflikte sind nichts Neues: Der Profiler, der sich in eine mental intime Beziehung mit dem Killer begibt, sich dabei in einem Wahn/Zwang verliert und dem Antagonisten in seinem Denkrahmen ähnlicher wird als es ihm lieb ist. Und wie nah sich Angst und Faszination doch sind. Dazu verschiedene Zeitebenen und private Konflikte. Doch es greift, da man wirklich in jeder Beziehung grundsolide Qualitäten aufweist. Es muss schließlich nicht jede Serie nach den Sternen greifen.

      Speziell fand ich Episode 6 erfrischend, die neben meinem grundlegenden theoretischen Verständnis für die Handlungen des Unabombers ebenso dem Menschen selbst ein Gesicht bzw. ein Schicksal verlieh. Hätte evtl. an der einen oder anderen Stelle etwas subtiler inszeniert werden können, doch generell ein geschickter Handgriff zum richtigen Zeitpunkt. Ansonsten: Solide gespielt, mit guter Grundspannung. Auch mit den knackigen acht Episoden, mit einer Laufzeit von jeweils guten 40 Minuten, hat man alles richtig gemacht.

      Ein bodeständiger Thriller, der die Mechanismen einer unautonomen Gesellschaft erörtert, die Individualismus und Freiheit lediglich vortäuscht.

      Merci nochmal für den Impuls @Burning :)
      Freut mich, dass dir Manhunt auch gefallen hat. Ja, die Serie ist grundsolide, dabei spannend aufgebaut und viel mehr braucht es bei dieser Geschichte auch gar nicht unbedingt. Klar, man hätte in die Psyche von Kaczynski wesentlich tiefer eintauchen können, aber manchmal ist auch etwas leichtere Kost nett - vor allem wenn sie gut gemacht ist, wie eben Manhunt.

      Bavarian schrieb:

      Merci nochmal für den Impuls @Burning

      Dafür bin ich da ^^