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Jojo Rabbit (Taika Waititi)

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    Es gibt 26 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Gambit.

      Der Film hat nun trotz Limited release bereits 23 mio Dollar (davon 19 in Amerika) eingespielt.

      trotzdem hält Disney den Film weiter auf sparflamme ( nur 700 kopien in amerika bisher ) und behandelt ihn auch sonst recht stiefmütterlich.


      die Kritiken sind weiterhin stark (79 % Bei RT)
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      Einen überraschend gelungenen Film hat Taika Waititi da abgeliefert. Jojo Rabbit ist eine bitterböse Satire über die schwachsinnigkeit solcher faschistischer Ideologien. Zu den ernsten und bedrückenden Momenten gesellt sich tiefschwarzer Humor, der sehr intelligent daherkommt und das Lachen im Halse des Zuschauers stecken lässt.

      Die Performance des jungen Hauptdarstellers Roman Griffin Davis, der zurecht eine Golden Globe Nominierung erhalten hat ist großartig. Seine Mimik und sein Timing ist hervorragend. Ich habe lange nicht mehr so eine gelungene schauspielerische Leistung von einem Kind gesehen. Scarlett Johansson zeigt zusammen mit Marriage Story, dass sie noch Schauspielern kann, was anhand ihrer Rollenauswahl in den letzten Jahren doch fraglich war. Vor allem stimmt die Chemie zwischen Davis und Johansson, sodass man ihnen die liebevolle Mutter Sohn Beziehung jederzeit abnimmt.
      Natürlich muss man Waititis absurden Auftritt als Hitler noch erwähnen. Waititi liefern eine der witzigsten Auftritte des Jahres ab.

      Wer die Möglichkeit hat, sollte Jojo Rabbit unbedingt in der Ov ansehen, es ist unfassbar witzig wenn die Darsteller mit einem deutschen Akzent sprechen.

      Jojo Rabbit ist ein richtig guter Film geworden, der diese schreckliche Zeit unheimlich intelligent und mit tiefschwarzem Humor aufarbeitet. Jedoch kommen herzerwärmende und berührende Momente sowie die Ernsthaftigkeit niemals zu kurz.

      7,5/10
      Taika Waititi, langsam mag ich dich! Jojo Rabbit fängt sehr schwungvoll und lustig an, verliert im Mittelteil aber ganz schön an Fahrt. Erst ging mir das gegen den Strich, aber um emotional voll dabei zu sein, war das einfach notwendig und dafür nehme ich das kleine Übel doch gerne in Kauf! Neben den tollen Schauspielern fand ich den schwarzen Humor überragend, bei dem ich mich schon ein paar Mal gefragt habe, ob ich denn jetzt überhaupt lachen darf. Aber ich liebe bösen Humor! :D Für mich ein super Abschluss meines Filmjahres und ich hoffe, dass der Film mehr Resonanz bekommt, als es bisher aussieht. Hätte er verdient!

      7,5/10

      Nächste Woche laufen Judy und 3 Engel für Charlie in der Sneak. Die lasse ich aber aus.
      Hitler im Kopf und eine Jüdin in der Wand. Dem kleinen
      11-Jährigen Jojo Betzler (Roman Griffin Davis) pfeffert Taika Waititi in
      seinem neuesten Streich die Kontraste nur so um die Ohren. Selbst als
      imaginärer Hitlerverschnitt in Jojos Kopf verankert, persifliert er die
      NS-Zeit, dessen Propaganda-Maschinerie und die Hitler-Jugend auf
      verrückteste Art und Weise. Da bleibt kein Auge trocken und keine
      Handgranate unbenutzt. Es reiht sich eine verrückte Szene an die nächste
      und mittendrin ist der fremdgesteuerte Bengel mit reinem Herzen, das in
      der Hitlerjugend aufs übelste zu verschmutzen droht. Doch die in seinem
      Elternhaus versteckte Jüdin Elsa (Thomasin McKenzie) dreht sein Leben
      komplett auf links und lässt ihn immer mehr an seinen Ansichten
      zweifeln. Es wird ernster, wenngleich der Humor nie zu kurz kommt.

      Doch ein jeder Spaß hat seine Grenzen und Waititi verpasst dem Zuschauer
      regelrecht einen Schlag in die Magengrube, um das letzte Drittel
      deutlich bedrückender und bedrohlicher zu gestalten. Aus der
      übertriebenen NS-Persiflage wird ein regelrechtes Kriegs-Drama, welches
      nun auf drastische Weise die Grauen dieser Zeiten aufdeckt. Ein schmaler
      Grat, der zwischen Komödie und Drama beschritten wird und den Waititi
      elegant meistert. Das liegt vor allem auch an den toll geschriebenen
      Figuren und den Darstellern, die zusammen mit der Inszenierung und dem
      überragenden Drehbuch ein rundes Ganzes ergeben. Der überdrehte und
      urkomische Hitler-Verschnitt von Waititi setzt dem letztlich noch die
      Krone auf.

      Urkomisch und höchsttragisch persifliert Taika Waititi
      das Grauen der NS-Zeit und bombardiert den Zuschauer mit einer Flut an
      Emotionen. Da bleibt kein Auge trocken.

      :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern2:
      Was ein großartiger Film! WEnn Nazis durch den Kakao gezogen werden, kann ich das nur gut finden, aber Jojo Rabbit hat es wirklich geschafft, dies auf eine gnadenlos böse Art und Weise zu machen, wie einige andere es nicht geschafft hatten (ich fand Iron Sky dahingehend damals leider enttäuschend). Und dennoch kam Drama nicht zu kurz, ohne groß auf die Tränendrüse zu drücken. Trotzdem herzerwärmend. Das muss man erstmal schaffen. Die Charakterentwicklung war glaubhaft, was auch dem Darsteller des Jojo, Roman Griffin Davis, zu verdanken ist. Scarlett Johansson spielt auch gut, aber vielleicht nicht unbedingt überragend (die Oscarnominierung verstehe ich nicht ganz, aber wie gesagt, ich fand sie echt gut), aber die Chemie zwischen den beiden ist perfekt und man kauft ihnen die Mutter-Sohn-Beziehung absolut ab.

      Sam Rockwell ist ein weiteres Highlight in einer Rolle, die wie für ihn gemacht war.

      Technisch gibt es auch nichts auszusetzen, insbesondere der Schnitt ist mir äußerst positiv aufgefallen.

      Die musikalische Untermalung war ein weiteres Highlight und ich kann Jojo Rabbit nur wärmstens empfehlen - eine absolut runde Sache, mit einer eigentlich seltsamen Mischung aus bitterböser Satire und trotzdem wichtiger Message (wobei es da einiges an Aussagen gab). Und es funktioniert fantastisch.

      8,5-9 Punkte.