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Eternals

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    Es gibt 210 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Data.

      Eternals holt Platz 1 der deutschen Kinocharts!


      Pressemitteilung:

      "An seinem Startwochenende hat der 25. Film aus dem Marvel Cinematic Universe Platz 1 der deutschen Kinocharts erobert und erreichte seit seinem Kinostart am Mittwoch, den 03. November 2021, ein Publikum von 319.000 und ein Einspielergebnis von 4,12 Mio. Euro in den deutschen Kinos."

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Matze“ ()

      Mich würde mal die Kritik bzw in diesem Falll eher Verriss desjenigen interessieren, der Eternals nur eine 1 von 10 gegeben hat.


      Matze schrieb:

      Platz 1 der deutschen Kinocharts!

      Pressemitteilung:

      "An seinem Startwochenende hat der 25. Film aus dem Marvel Cinematic Universe Platz 1 der deutschen Kinocharts erobert und erreichte seit seinem Kinostart am Mittwoch, den 03. November 2021, ein Publikum von 319.000 und ein Einspielergebnis von 4,12 Mio. Euro in den deutschen Kinos."


      Da hat wohl der Verfasser nicht korrekt gezählt, denn Eternals ist der 26. Film im MCU
      Hier z.B. von nem Kumpel von mir:

      boxd.it/2eMsSt

      Er argumentiert mit validen Punkten. Hab diese aber selbst nicht so harsch gesehen. Fand ETERNALS fast nie langweilig und mochte die Geschichte und es hat mir gefallen diese Seite des Marvel-Kosmos zu entdecken. Da ich diese aus den Comics nicht kenne. Und ETERNALS ist eigenständig und baut nicht nur weitere Dinge im MCU auf. Er geht einen eigenen und etwas anderen Weg. Hier und da die eingestreuten Gags, aber ansonsten ein untypischer MCU-Film, der nicht platt die Formel abspult. Genau das, nach dem ja alle so gieren. Mal was anderes. Mal was neues. Nicht immer die gleichen Helden. Ist dann vielen wohl auch nicht recht. Kein neuer Glanzpunkt des Universums, aber fernab von der Gurke, zu der er vielerorts gemacht wird.
      Ich bin mir bei dem Punkt mit den Fragestellungen auch nicht so sicher. Ja, das kann man so sehen, ich habe es aber eher als Stärke empfunden, dass die Themen relativ subtil bleiben, man unterschiedliches rausziehen konnte (wenn man denn will) und nichts vorgekaut wurde. Die Themen waren da, haben sicherlich keine Antwort, was ich aber gut fand, weil es zum Nachdenken einlud. Zu manchen Dingen gibt es auch nicht die eine Antwort. Ich habe u.a. Philosophie studiert und gerade in der Ethik geht das in alle Richtungen, im Prinzip konnte jeder Studi was anderes sagen und es war okay, sofern entsprechend argumentiert werden konnte.

      Und das mit der Langeweile ist sicherlich sehr subjektiv, mehr dazu steht in meiner Kritik.
      Die "Eternals"-Autoren träumen von einer Disney+-Prequelserie.

      In einem Interview mit The Hollywood Reporter verrieten die "Eternals"-Autoren Ryan und Kaz Firpo, dass sie gerne an einer "Eternals"-Prequelserie auf Disney+ mitwirken würden. Die beiden sagten, ihr neuer Marvel-Blockbuster sei das "Geschenk, das immer wieder kommt", und verrieten, dass sie mit potenziellen Konzepten für Streaming-Serienepisoden rund um die titelgebenden "Eternals" herumgespielt hätten.

      Ein Konzept sah vor, dass "Kingo... sein Leben als Filmstar... im Mumbai der 1890er Jahre jongliert", während er sich mit dem aufgeheizten politischen Klima in Indien zu dieser Zeit auseinandersetzt: "Wir haben sogar scherzhaft gesagt, dass es eine "Eternals"-Prequelserie auf Disney+ geben sollte. Wir sollten zurückgehen und eine Kingo-Episode im Mumbai der 1890er Jahre drehen, in der er sein Leben als Filmstar jongliert und sich mit Gandhis friedlicher Auflösung des britischen Imperiums in Indien beschäftigt."

      Die Autoren zeigten sich begeistert von dem Spin-Off-Potenzial, das "Eternals" bietet, und erwähnten, dass es "eine Menge Möglichkeiten gibt. Wenn das Publikum [sie] zulässt."

      "Und es gibt eine Episode mit Thena, in der sie in Griechenland ist. Ich würde diese Serie sehr gerne machen. Es gibt eine Menge Möglichkeiten. Wenn die Zuschauer es zulassen, wird es eine Geschichte mit Dane Whitman zu erzählen geben. Es wird eine Geschichte im Kosmos zu erzählen geben, mit den Ewigen, die Arishem und all den Himmlischen gegenüberstehen, die diese unglaublichen Metaphern für die Schöpfung sind. Ich denke, es gibt eine Menge Geschichten im "Eternals"-Universum."

      Eternals weiterhin Platz 1


      Marvel's Eternals, holen sich auch am zweiten Wochenende in Amerika Platz 1 der Kinocharts. Bei wenig Konkurrenz, wurden 27,5 Millionen Dollar eingespielt.

      Weltweit liegt das Einspielergebnis nun nach 11 Tagen bei 281 Millionen Dollar.

      Gleichzeitig ist der Film nun in allen Ländern, außer den Philippinen gestartet.
      - Eternals

      Die frisch gebackene Oscargewinnerin Chloé Zhao ist eine so ungewöhnliche, wie interessante Wahl, um die neueste MCU-Installation Eternals zu leiten und Kevin Feige hat ihr neben dem Regieauftrag auch noch gleichzeitig das Drehbuch (zusammen mit Patrick Blurleigh und Ryan und Kaz Firpo) anvertraut, mit dem eine der breiten Masse bisher eher unbekannte Superheldengruppe auf die große Leinwand gebracht werden sollte. Eternals ist ein Film, der groß beginnt und in seinem erzählerischen Umfang immer größer wird. Die jüngste Phase in Marvels anhaltender Kinoserie macht eindeutig interessante inhaltliche Sprünge, auch wenn es reichlich ominös bleibt, was sie überhaupt erzählen möchte.

      Die Eternals selbst sind eine Gruppe Außerirdischer, die von einem gottgleichen Superwesen, einem Celesital namens Arishem, auf die Erde geschickt werden, um die Deviants zu töten, eine Rasse and hundsgleichen Kreaturen, die den Planeten invadieren und die einheimische Bevölkerung töten. Die Eternals sind erfolgreich in ihrem Auftrag und besiegen die Deviants. Doch anstatt sie nach Hause zu holen, lässt Arishem seine Eternals auf der Erde verbleiben, im Unklaren darüber, was ihre fortlaufende Bereitschaft dort bedeutet. Getrennt voneinander, warten die Eternals mehrere Jahrhunderte ab, bis ihre alten Feinde wieder auftauchen, gefährlicher denn je zuvor und ihnen ihre wahre Mission auf unserer Welt offenbart wird.

      Es klingt nach einem herkömmlichen Marvel-Plot und in vielerlei Hinsicht ist er es auch. Und doch versteckt sich hinter all dem CGI-Gewitter und den Superkräften vom Stapel ein Film, der inhaltlich das mit Abstand Problematischste ist, was das MCU bisher auf die Beine gestellt hat. Und nein, das lässt sich nicht auf einen einzelnen Punkt herunterbrechen. Hier haben wir einen Film, der seinen Plot und wie er ihn erzählt vogelwild auf dem gesamten Spielfeld verteilt. Kein Fokus, keine Zielgerade. Er ist einerseits die Ursprungsgeschichte einer neuen Superheldentruppe und folgt andererseits der Blaupause von Blues Brothers und wir verfolgen über gut zwei Drittel die Bande an Misfits und wie sie versuchen, die Band wieder zusammen zu bekommen. Die Erzählung springt dabei wild Hin und Her zwischen den aktuellen Ereignissen und dem, was „damals“ alles passiert ist. Der Plot erstreckt sich über fast siebentausend Jahre und beinhaltet mindestens zehn Hauptcharaktere, von denen der Film mit der Hälfte nichts anzufangen weiß. Einer der Darsteller verabschiedet sich - ohne jetzt zu übertreiben – einfach kurz vor dem Finale aus dem Film und spaziert davon, als hätte er festgestellt, dass er ohnehin nicht gebraucht wird. Und die anderen schauen ihm hinterher, als würden sie es ihm am liebsten gleichtun. Es werden etliche hochinteressante ethische Fragen angerissen – die Entstehung der Celestials ist ein zentrales Thema des Films – und letztlich keine davon näher besprochen oder Stellung zu ihnen bezogen. Und dann endet das Ganze auch noch mit dem Eindruck, dass all das hier Erzählte nur die Einleitung für einen ganz anderen Film gewesen war. 150 Minuten Spielzeit und Eternals macht noch nicht mal den Eindruck, ein eigenständiger Film zu sein.

      Im besten Falle war das frustrierend. Im schlimmsten Falle war es dilettantisch. Das Drehbuch ist ein heilloses Debakel und alles, was wir im Film sehen – von der Charakterentwicklung angefangen, bis hin zum pacing – leidet darunter. Eternals hat eine Bandbreite an Charakteren, die an Diversität alles übertrifft, was wir aus dem MCU – oder vielleicht sogar aus dem Blockbuster-Kino im Allgemeinen – bisher gesehen haben. Vom ersten Superhelden koreanischer Abstammung und einem Paar in einer homosexuellen Beziehung, von einen taubstummen Charakter, bis hin zu einer Figur, die an einer demenzähnlichen Krankheit leidet – was Eternals anbietet, ist, Gruppen in einer solchen Großproduktion zu vereinen, die bisher fleißig außen vor gelassen wurden davon, Helden zu sein. Nichts davon rettet den Plot. Und tatsächlich ist es eher schade, dass der Film nicht die Zeit findet, jedem einzelnen davon die Zeit zu widmen, die ihnen gebührt. Aber ich schätze die Mühe und kann nur hoffen, dass das als Beispiel dient für zukünftige Filme aus diesem Kaliber.

      Die Effekte sind Effekte. Das Design der Deviants ist nicht sonderlich originell (und direkt im Anschluss an Shang-Chi sogar recht altbacken), aber es erfüllt seinen Zweck, wie in den meisten MCU-Produktionen. Das Raumschiff der Eternals erinnert an den Obelisken aus 2001 und soll womöglich Tribut daran zollen - beide Filme beschäftigen sich schließlich mit dem Ursprung und der Evolution der Menschheit, aber wenn der Vergleich tiefer gehen sollte, als diese oberflächliche Hommage, dann ging das wohl völlig an mir vorbei. Der Film ist zu lang – viel, viel zu lang – und ist gleichzeitig zu kurz, um all seinen Charakteren und seinen großen, epischen Ideen gerecht zu werden. Vor allem aber leidet Eternals unter einem der chaotischsten Drehbücher aus der MCU-Geschichte, und einer Regie, die nicht fähig ist, dieses Chaos einzufangen und glattzubügeln. Es hätte das Beste aus der Phase 4 werden können und wirkt stattdessen wie ein enorm unbefriedigender Fehlschuss in dem Versuch, sich mehr aufzuschultern, als er tragen konnte. Und das ist unbefriedigend und schade.
      "I think there should be visuals on a show, some sense of mystery to it, connections that don't add up. I think there should be dreams and music and dead air and stuff that goes nowhere. There should be, God forgive me, a little bit of poetry." - David Chase
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