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The House That Jack Built (Lars von Trier)

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    Es gibt 25 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Primat.

      The House That Jack Built (Lars von Trier)

      Bewertung für "The House That Jack Built" 5
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      Matt Dillon als Serienkiller 'Jack', im ersten Trailer zum Horror-Thriller "The House That Jack Built", geschrieben und geleitet von Lars von Trier.


      "Jack ist hochintelligent, hat aber auch das unbändige Verlangen, zu morden. Über 12 Jahre hinweg nimmt er in den USA der 1970er Jahre immer wieder anderen Menschen das Leben und entwickelt sich mehr und mehr zu einem wahren Serienkiller. Jack postuliert, dass jeder Mord ein Kunstwerk für sich sei. Da ihm die Polizei immer dichter auf den Fersen ist, geht er immer größere Risiken ein, um das ultimative Kunstwerk zu schaffen."

      In weiteren Rollen zusehen sind u.a. Uma Thurman, Riley Keough und Bruno Ganz. Der Film soll noch dieses Jahr ins Kino kommen.
      Bilder
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      „Wonder Woman 2“

      02. Oktober 2020


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      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „-Makaveli-“ ()

      Lars von Triers "quälender" Serienkiller-Film sorgt für Massenflucht in Cannes.




      „Wonder Woman 2“

      02. Oktober 2020


      Ein waschechter Lars von Trier halt. Applaus trifft auf komplettes Unverständnis.

      Undoubtedly a bold and stimulating film which no one but Denmark's notorious provocateur-auteur could have made.

      Quelle: rottentomatoes.com/m/the_house_that_jack_built_2018/
      "Bitte bleiben Sie (mal wieder) daheim!"
      Deutscher Trailer.



      „Wonder Woman 2“

      02. Oktober 2020


      Neuer Trailer.



      „Wonder Woman 2“

      02. Oktober 2020


      Oh ja, da hab ich auch Bock drauf.

      Hat einen ähnlich rohen und ungeschönten Look wie Nymphomaniac (super Film btw.) und Matt Dillon ist jetzt schon die Idealbesetzung. Glaub der wird eine richtig geile Vorstellung abliefern.

      Außerdem werde ich mit solchen Sätzen auch extrem angefixt:

      Gambit schrieb:

      Lars von Triers "quälender" Serienkiller-Film sorgt für Massenflucht in Cannes.


      Olly schrieb:

      Ein waschechter Lars von Trier halt. Applaus trifft auf komplettes Unverständnis.

      Gambit schrieb:

      Die FSK hat für Lars von Triers Thriller "The House That Jack Built" ihr Siegel vergeben und den Film "ab 18 Jahren" freigegeben.
      ​​​​​​
      ​​​​​​​Im Gegensatz zur Fassung in den USA, wo der Film um 1:23 Minuten erleichtert werden musste, wird er bei uns in Deutschland ungekürzt zu sehen sein!
      Gestern mit meinem Kumpel und zwei Anderen Lars von Triers Skandalwerk angeschaut....mein Kumpel hat mitgezählt, insgesamt haben fünf Leute während des Films das Weite gesucht, eine ganz besonders lautstark als
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      Jack Simple die Brust abschneidet


      Gehen wir gleich mal auf die Brutalität ein:

      Keine Ahnung, ob ich inzwischen zu abgebrüht bin, mich zu sehr mit Make-Up Effekten auskenne oder mich meine zwei Schlaftabletten schon soweit eingenebelt hatten, ich hatte nicht einmal dieses "Igitt" oder "Oh Gott" Gefühl während des Films.
      Um mich herum gab es diese Momente
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      als dem Entenküken das Bein abgeknipst wird, dann wieder beim zweiten Vorfall, wo Jacks Opfer das komplette Gesicht weggefräst wird. Dann beim Dritten natürlich bei Jacks Jagd auf die Kinder und der anschließenden Präparation von "Grumpy"; Jack ist aber kein sonderlich guter Präparator. Abschließend wie schon oben erwähnt bei der Brustabschneid-Szene


      Nun mal zur Handlung;
      Ist ja ansich ziemlich simpel: Jack wird in die Hölle von Vergil begleitet und erzählt ihm dabei von fünf zufällig ausgewählten Morden.

      Von Trier packt diese Geschichte in sehr interessante Dialoge, manchmal schwarzhumorig und dann wieder philosophisch oder total abgedreht.
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      Besonders die Dialoge zwischen Jack und Vergil, die man ja fast den kompletten Film nur aus dem Off hört, sind echt vielschichtig mit interessanten Gleichnissen, Eiswein oder der Weg zwischen zwei Laternen, und mit Foto- und Filmmontagen, inklsuive Material aus von Triers eigenen Filmen (Nymphomaniac, Antichrist und Melancholia, wobei ich glaube, dass man auch aus Dogville was gezeigt hat).


      Die Bildsprache ist auch sehr interessant und bei einem Film über einen Mörder, der seine Morde als Kunst bezeichnet, auch sehr passend. Zum Glück hatte das Kino ein gestochen scharfes Bild, was insbesondere im Epilog,
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      wo ja mehrere Kunstwerke (so hab ich das jedenfalls verstanden) mit Jack und Vergil gezeigt werden bzw wie sich diese in den Bildern bewegen oder interagieren.


      Bei den Darstellern hat mir neben Matt Dillon Bruno Ganz am Besten gefallen,
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      da er es schafft seinen Charakter fast ausschließlich mit seiner Stimme darzustellen


      Was ich jedoch schade fand war das Ende:

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      Jack hat ja mindestens bei zwei Vorfällen versucht bzw gehofft, dass man ihn erwischt; die Blutspur, dier mit seinem Wagen hinter sich herzieht, und auch, dass er Simple vorschlägt zu schreien, sie ja dabei sogar noch unterstützt und ja auch sogar noch dem Polizisten sagt, dass er 60 Menschen umgebracht hat.

      Ich sehe das als eine Art Anerkennung die er sucht, auch mit den Fotos, die er von seinen Opfern an die Zeitung schickt. Aber leider bekommt er diese nicht, erst gegen Ende, wo ja nur doch eine falsche Verdächtigung Jack ins Fadenkreuz der Polizei kommt.

      Jetzt hat er die Möglichkeit wieder zu entkommen, diesmal aus der Hölle aber zum ersten Mal gelingt ihm die Flucht nicht und er stürzt in den tiefsten Kreis der Hölle. Ich hatte irgendwie gehofft, dass er es schafft und wieder davonkommt bzw weiter leidet.


      Eine Bewertung gebe ich nicht ab, weil ich den Film keinem klassichen Genre zuordnen kann und es schlichtweg als "Kunstfilm" sehe, wo ich mir nach dem Ansehen sehr dumm vorkomme, weil ich nicht alle Meta-Ebenen erfasst habe
      Ab heute auf Blu-ray und DVD!

      Als Extra gibt es ein Interview mit Lars von Trier.

      Quelle: bluray-disc.de/blu-ray-filme/1…ack_built_2018?content#ca

      Sein neuester Film ist ebenfalls erhältlich in der Lars von Trier Collection (5 Filme-Set), zusammen mit "Dogville", "Melancholia", "Nymphomaniac Vol. 1" und "Nymphomaniac Vol. 2".

      Quelle: bluray-disc.de/blu-ray-filme/1…ier_collection_5_filmeset
      "Bitte bleiben Sie (mal wieder) daheim!"
      The House that Jack Built

      Lars von Trier, du krankes Genie. :D
      Hab mir diesen Film am Sonntag Abend reingezogen und war dermaßen geflasht, dass ich noch stundenlang hibbelig und extrem unruhig war. Das sind genauso Filme die mich von vorne bis hinten abholen und bei denen ich spüre, welche Sehnsucht ich habe nach außergewöhnlichem Storytelling, bei denen sich die Macher auch noch unglaublich viel Zeit lassen, um richtig die Liebe zum Detail zu zelebrieren.
      Denn Filme von Lars von Trier versuchen nicht nur um des Effektes Willen zu schocken, sondern sie möchten gleichzeitig was aussagen, eine Botschaft transportieren und die Sicht des Zuschauers manipulieren, für was dieser natürlich auch empfänglich sein muss, damit es funktioniert.

      So empfand ich den Film insgesamt als eher ruhig, unaufgeregt und sehr dialoglastig. Er wurde in einzelnen Episoden aufgeteilt und der Zuschauer hat eine Menge Zeit sich in diese reinzufinden und ein Gespür für die Szene und den beteiligten Figuren zu entwickeln, was auch immer funktionierte. Über das Verhalten der anderen "Gast-Charaktere" kann man evtl. streiten, sehe ich aber nicht so, da es zum einen der Film selbst anspricht und ich es dazu noch als Gesellschaftskritik ansehe.
      Denn wieder einmal präsentiert uns von Trier eine äußerst pessimistische Sicht auf die Welt und deren Bewohner in der der titelgebende Unmensch Jack wütet wie ein Wahnsinniger und das ohne Rücksicht auf Verluste als soziopathischer Serienmörder, der dazu versucht, seinen Taten eine höhere Bedeutung beizumessen. Mehrmals werden die Morde diskutiert, man versucht einen "angenmessenen" Grund zu erörtern und ich verrate nicht zu viel wenn ich sage, dass das Thema Kunst eine sehr große Rolle spielt. Und das in einem Stilmittel, welches der Regisseur bereits in Nymphomaniac mit angewandt hat.
      Dabei ist es wirklich eine Freude mitanzusehen, welchen Aufwand man betrieben haben muss, diese Story mit all seinen Facetten so zu gestalten und auszuarbeiten, damit es ein großes Ganzes ergibt. Die Bilder die neben der Haupthandlung eingespielt werden sind nie zufällig oder beliebig gewählt und dessen bin ich mir sicher, auch wenn ich garantiert nicht jeden Querverweis verstanden habe. Trotzdem schafft man es damit zumindest das Gefühl zu vermitteln, dass der Film so viel größer und bedeutsamer ist als die meisten anderen.
      Vielleicht findet es von Trier aber auch einfach geil ein solches Bild zu erschaffen und ist in Wahrheit nur ein Blender, dem bei seiner eigenen Arbeit einer abgeht :P

      Neben den künstlerisch wertvollen Passagen werden wir auch auch mit diversen Alltagsproblemen des Killers konfrontiert wenn es z.B. darum geht mit anderen Menschen zu interagieren. Seine Opfer "gefügig" zu machen oder mit diversen Zwangsstörungen. Es läuft nicht immer alles glatt, was aber auch wieder kein Mittel ist um künstliche Spannung zu erzeugen, sondern um die Sicht des Killers auf die Welt weiter zu untermauern.
      Auch durchläuft Jack zwischendurch eine krasse Entwicklung und er macht fast eine 180 Grad Wendung, was seine Persönlichkeit angeht, was viel mit seinen inneren Konflikten zusammenhängen dürfte.
      Hier sehe ich auch den einzigen, zumindest kleinen, Kritikpunkt, der aber nach der zweiten Sichtung durchaus auch ausgemerzt sein könnte. Diese Drehung ging mir zu schnell. Von einem auf das andere Kapitel schien es sich plötzlich um zwei verschiedene Personen zu handeln.

      Stichwort Brutalität: Ja, auch hier spielt man zum Teil richtig groß, oder besser gesagt, abartig auf. Bei von Trier gibt es bei so etwas ohnehin keine Tabus, aber man muss dem Mann immer zu Gute halten, dass er auch hier wieder nicht auf den Effekt abzielt. Auch die grausamsten Dinge haben einen Hintergrund, auch wenn ich zugegeben teilweise auch schon hineininterpretieren musste, da mir glaube ich auch das ein oder andere Detail entging.
      Aber wie bei Nymphomaniac mit den Sexszenen werden hier die Morde roh, ungeschönt dargestellt, aber auch nicht zelebriert und unnötig aufgebauscht und z.B. mit Großaufnahmen schmerzverzerrter Gesichter unterstrichen. Es verkommt nie zu einem Gemetzel, von einem Slasher ist man hier meilenweit entfernt und auch wenn ich teilweise schon kräftig schlucken musste, wirkte es immer passend zu diesem Film. Da hat es mich in anderen Streifen schon härter getroffen.

      Matt Dillon ist absolut perfekt besetzt. Er macht das richtig genial und besser habe ich ihn auch noch nicht gesehen. Er kann diese zwei Versionen von Jack (die Drehung hatte ich oben angesprochen) super und glaubhaft umsetzen. Er hat etwas zurückhaltendes und gleichzeitig etwas sehr bedrohliches an sich. Er spielt diesen Soziopathen komplett authentisch und ich denke Sympathie ist hier das falsche Wort, aber man schaut schon gerne zu.
      Die restlichen Figuren sind eher Nebencharaktere mit kleineren Rollen. Man sieht ab und an ein paar bekannte Gesichter (Uma Thurman wohl die prominenteste), doch verschwinden die in der Regel nach wenigen Minuten wieder. Noch eine Parallele zu Nymphomaniac.

      Man kann sagen, dass sich von Trier durchaus treu bleibt und The House that Jack Built in irgendeiner Form auch eine geistige Fortsetzung zu Nymphomaniac darstellen könnte mit anderem Thema und anderen Figuren. Trotzdem gibt es so viele Gemeinsamkeiten wobei The House that Jack Built einen Vorteil hat und das ist seine Länge. Mit 2 1/2 Stunden noch immer ein langer Film, der aber wie ein Fingerschnippsen an mir vorbei flog, aber kein Vergleich zu dem vorherigen 4-5 Stunden Meisterwerk, bei dem man, und da kann der Film noch so gut sein, irgendwann doch auch ein paar Ermüdungserscheinungen bemerkt.
      Hier hätte es eine noch längere Fassung meiner Auffassung nach auch gar nicht gebraucht. The House that Jack Built ist in meinen Augen fast perfekt.
      Die künstlerischen Aspekte faszinierten mich jedes Mal auf´s neue, die toll geschriebenen Dialoge machten es zu einem Genuss zuzuhören, die Sicht auf die Ästethik des Mordens und des Sterbens war gleichzeitig abstoßend und erregend (nicht in sexueller Form), die Bilder, die Erzählstruktur, Dillon und einfach das Gesamtpaket.
      Für mich persönlich ein absolutes Meisterwerk, möchte aber auch nicht verschweigen, dass dies auch wieder ein sehr spezielles Teil ist und garantiert nicht jedermanns Geschmack trifft.
      Ich jedenfalls bekomm den Film noch immer nicht richtig aus meinem Kopf heraus :)

      9,5 von 10 Punkten

      Kurzer Nachtrag, bzw. schnelle Korrektur:

      Oben schrieb ich, dass mir Matt Dillon´s Wandlung an einem Punkt zu schnell geht und er ZWEI verschiedene Gesichter zeigt. Dies möchte ich nun berichtigen, da er doch weit mehr Gemütszustände aufweist als zwei. Wie geschrieben ist der Film in Kapitel aufgeteilt und im Grunde könnte man sagen, dass er auch in jedem Kapitel ein anderes Gesicht zeigt. Mal mehr, mal weniger groß der Unterschied.
      War mir nach dem ersten Durchlauf gar nicht so aufgefallen, aber als ich den Film vorhin nochmal geistig aufgebretzelt hatte, hat es Klick gemacht :)
      Noch ein Zeichen dafür, wie gut der durchdacht ist und das vieles auch auf unterschwelligen Ebenen stattfindet.

      Darüber hinaus bin ich mir mittlerweile sicher, dass die Höchstwertung nach der zweiten Sichtung safe sein dürfte :thumbup: