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Joker (Joaquin Phoenix)

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    Es gibt 653 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von -=Zodiac=-.

      Ich wäre für eine Fortsetzung. Der Film gehört für mich zu den wenigen, in denen ich das Ende nicht herbeisehnen wollte. Ich wollte einfach mehr.
      Und Phoenix hat Recht, in dem Charakter steckt soviel Potenzial. Man macht ja nichts kaputt, wenn man irgendwo wieder ansetzt.

      Aber vielleicht noch zwei Dinge, die mir fairerweise noch etwas negativ ausfielen.

      Spoiler anzeigen
      EIn Zigaretten qualmender Joker kommt mir etwas befremdlich vor. Nicht, dass es mich grossartig stören würde, aber irgendwie war das komisch. ;).

      Ich hätte mir mehr Stilmittel seiner Tötungen gewünscht. Er hat 80 % seiner Opfer mit der Pistole erschossen. Wäre cool gewesen, er hätte da noch mehr Kreativität reinbringen können, aber das ist Meckern auf höchstem Niveau.
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      -Makaveli- schrieb:

      Die Frage ist, was will man jetzt in einer Fortsetzung bringen...Normalerweise müsste er dann ja mal auf Batman treffen..


      die Frage ist halt
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      ​könnte es dieser Joker mit einem Batman aufnehmen? Er ist kein Mastermind wie es der Heath Ledger Joker gewesen ist, oder ein Gangster Boss wie zum Beispiel Jack Nicholsons Joker. Meiner Ansicht nach fehlt diesem
      Joker, so gut das Schauspiel von Phoenix auch ist das gewisse etwas zum Super Villain.
      Arthur Fleck (Joaquin Phoenix) arbeitet als Mietclown im Gotham City der frühen 80er Jahre. Der sensible Außenseiter lebt zusammen mit seiner kranken Mutter, die er pflegt, in einer heruntergekommenen Wohnung. Um ihn herum nehmen die sozialen Spannungen in der Stadt immer weiter zu. Die Schere zwischen Reich und Arm klafft weit auseinander, die Gesellschaft ist von Kühle und Aggression geprägt. Hinzu kommen Arthurs psychische Störungen. Medikamente sollen ihm helfen, mit seinen Depressionen zurecht zu kommen, während er sich gleichzeitig nach Anerkennung und einer Karriere als Stand-up-Comedian sehnt. Nach einer Vielzahl von Rückschlägen erkennt der gebrochene Mann jedoch, dass ihn der Gebrauch von Gewalt eher zum Ziel führen könnte.

      Der Joker im Wandel der Zeit

      Der Joker zählt zu den schillerndsten Figuren, die der Welt der Comics je entsprungen sind. Erfunden wurde er 1940, etwa ein Jahr nach dem Debut seines heldenhaften Gegenstücks Batman. Seitdem hat der Clownprinz des Verbrechens viele Wandlungen durchgemacht. Filmisch wurde er vor allem von Jack Nicholson und Heath Ledger geprägt (die Darstellung Jared Letos in „Suicide Squad“ möchte ich bewusst in Klammern setzen). Während Nicholsons Figur in erster Linie ein etwas extravaganter Gangster ist, der nach einem Säurebad dem Wahnsinn verfällt, baut Regisseur Christopher Nolan in „The Dark Knight“ ein faszinierendes Mysterium rund um die Figur auf: Heath Ledgers Joker erzählt im Film zwar von seiner Vergangenheit – allerdings mehrmals und in verschiedenen Versionen. Der Clownprinz lässt sich daher nicht wirklich fassen und bleibt ein Geheimnis. Ein genialer Schachzug, der Ledgers Joker bis heute zu einem der besten Antagonisten der Kinogeschichte macht.

      Die heutige Comicfilm-Landschaft

      Seit „The Dark Knight“ ist im Bereich des Comicfilms viel passiert – allerdings nur wenig Gutes. Die Marvel Studios, welche seit einiger Zeit unter dem Dach des Megakonzerns Disney hausen, haben ihre Erfolgsformel gefunden und produzieren Filme rund um die Avengers-Truppe am laufenden Band. Aus ökonomischer Sicht kann man das wohl beachtlich finden. Für mich persönlich sind die Marvel-Filme jedoch nichts. Zu wenig interessieren mich die Charaktere, zu schlecht passen für mich Weltuntergangsszenarien mit lockeren Sprüchen und lange ausbleibenden Todesfällen zusammen. Neben Marvel gibt es noch DC, die über Warner ihre Filme produzieren. Hier hat man vor einigen Jahren mit dem Versuch begonnen, das „Cinematic Universe“ der Konkurrenz zu kopieren. Dabei scheiterte DC derart kläglich, dass es fast schon wieder unterhaltsam war. Unterm Strich gab es also für mich comicfilmtechnisch die letzten Jahre wenig bis nichts zu holen – wäre da nicht die Ausnahmeerscheinung „Logan“. Der kernige Film über den alternden Mutanten Wolverine stammt allerdings aus dem Hause Sony, die auch noch im Besitz einiger Superhelden-Rechte sind.

      Ein Film über den Joker – braucht es das?

      Und dann kam die Meldung, dass Warner einen Origin-Film über den Joker herausbringen möchte. Zunächst drängte sich da die Frage auf: Will man das überhaupt? Die Gefahr einer Entmystifizierung der Figur schien groß. Doch ich war diesbezüglich schnell gelassen. Allein in den Comics gibt es mehrere Origin-Geschichten zum Joker. Auch Alan Moores berühmte Graphic Novel „The Killing Joke“ ist im Prinzip nichts anderes. Und weder dieser Comic, noch Tim Burtons „Batman“ mit Nicholson in der Rolle des Clownprinzen konnten der Figur des Jokers schaden. Im Gegenteil: Mehrere Facetten tun dem Joker gut und Nolans Entscheidung, den Bösewicht geheimnisvoll zu belassen, muss nicht die einzig akzeptierbare sein. Großartig war für mich auch die Meldung, dass Joaquin Phoenix – einer der talentiertesten und vielseitigsten Schauspieler unserer Zeit – in die Rolle schlüpfen würde. Leichte Magenschmerzen hatte ich allerdings wegen der Leute hinter der Kamera: Todd Phillips, Regisseur der „Hangover“-Filme, sollte sich dem Joker widmen? Wegen ihm war ich lange Zeit skeptisch. Doch als der Film bei den Filmfestspielen in Venedig ausgezeichnet wurde und erste Kritiken eintrudelten, wendete sich das Blatt.

      Joaquin „Joker“ Phoenix

      Nun habe ich „Joker“ selbst gesehen – und kann sagen, dass es sich um einen äußerst starken und gelungenen Film handelt, ja möglicherweise sogar um den besten in diesem Jahr. In allererster Linie hängt dies mit dem Hauptdarsteller zusammen. Joaquin Phoenix dürfte in nahezu jeder Einstellung zu sehen sein. Er beweist ein weiteres Mal sein großes Können und stemmt die Rolle problemlos. Es ist purer Genuss, ihm zuzusehen – egal, ob es sich um die wirklich langen Nahaufnahmen, unangenehm-groteske Verrenkungen oder seltsam-elegante Tanzeinlagen handelt. Phoenix verkörpert den gebrochenen, tragischen, aber gleichzeitig höchst gefährlichen und unberechenbaren Clown perfekt. Ein Oscar wäre hierfür mehr als verdient. Allerdings erscheint es mir als unmöglich, mit einer derart düsteren und letztendlich bösen Figur einen Großteil der Academy auf seine Seite bringen zu können. Ansonsten wäre vor ein paar Jahren Jake Gyllenhaal für „Nightcrawler“ auch nicht leer ausgegangen.

      Warum der Film sonst noch gut ist

      Phoenix ist in seiner Rolle derart mächtig und omnipräsent, dass kaum Raum für Nebenfiguren mit Profil bleibt. Aber wirklich schlimm ist das in diesem Fall nicht. Als Zuschauer ist man ohnehin mit dem Joker ausgelastet und folgt der Figur in ihre Abgründe – auch wenn dies oftmals sehr unangenehm ist. Die Geschichte ist in einigen sehr schönen Bildern eingefangen. Das Gotham City der späten 70er, beziehungsweise frühen 80er Jahre wirkt wunderbar griffig und dreckig. Hierbei wird das Budget, welches für ein Drama außergewöhnlich hoch ist, spürbar. Einprägsam ist auch der melancholische, düstere und kraftvolle Soundtrack der isländischen Komponistin Hildur Guðnadóttir, der hier und da mit passenden Songs (beispielsweise „Send In The Clowns“ oder „Smile“) ergänzt wird. Musikalisch wird damit das chaotische Innenleben des Jokers perfekt abgebildet. Der Streifen steht außerdem hoch in meiner Gunst, weil er einen klaren Gegenentwurf zur sonstigen Comicfilm-Landschaft darstellt: Es ist ein verhältnismäßig kleiner und eigenständiger Film, der nicht Teil einer Reihe ist oder gierig seine Finger nach Verknüpfungen und Anschlussmöglichkeiten ausstreckt. „Joker“ ist einfach nur ein sehr gutes Drama, in dem es eben um eine Comicfigur geht.

      Die Einbettung in das Batman-Universum

      Im Vorfeld des Films gab es unter anderem folgende Befürchtung: Da will jemand die Geschichte von einem gescheiterten Clown erzählen und klatscht aus marketingtechnischen Gründen den Namen „Joker“ drauf. Nach dem Film kann ich diese Bedenken nun zerstreuen. „Joker“ ist – trotz seiner Eigenständigkeit – definitiv in das Batman-Universum eingebettet. Spoilern möchte ich hierbei nicht. Aber der Film wirft ein interessantes neues Licht auf Gotham und die Wayne-Familie und funktioniert als eine Art düstere Spieglung der klassischen Origin-Geschichte des Dunklen Ritters. Besonders schön finde ich, dass selbst in diesem Film der Joker nicht endgültig definiert wird. Todd Phillips nutzt Handlungselemente derart geschickt, dass man sich am Ende fragen muss, was vom Gesehenen wirklich „Realität“ ist und was nicht. Es kann also weiterhin eines meiner liebsten Zitate aus „The Killing Joke“ gelten: „If I’m going to have a past, I prefer it to be multiple choice!“

      Kritik am Film

      Von den meisten wird „Joker“ derzeit verdientermaßen mit Lob überschüttet. Doch einige kritische Stimmen gibt es trotzdem. Manche von ihnen wurden auch schon vor der Sichtung des Films laut. Besonders in den USA stößt „Joker“ auf Unverständnis. Es sei ein gefährlicher Film, der Menschen dazu animieren könne, Gewalttaten zu begehen. Angesichts der Häufigkeit von Amokläufen in den USA kann man die Diskussion einerseits verstehen. Andererseits: Was wird denn erwartet, wenn ein Film über den Joker gemacht wird? Ja, Parallelen zu Amokläufern sind vorhanden, denn schließlich ist Arthur Fleck ja auch ein missverstandener Außenseiter, der sich nach Anerkennung sehnt und deswegen von Gewalt Gebrauch macht. Der Film ist in der Hinsicht auch gefährlich, weil er außer dem Joker keine andere Identifikationsmöglichkeit bietet und dem Zuschauer abverlangt, mit diesem Gewalttäter mitzufühlen. Aber soll es denn verboten sein, solche kontroversen Filme zu machen? Ich denke nein. Denn zum einen sind Erklärungen keine Entschuldigungen, und zum anderen kann von erwachsenen und mündigen Zuschauern erwartet werden, ihren moralischen Kompass nicht aufgrund eines Films zu verlieren.

      Fazit

      Regisseur Todd Phillips und Schauspieler Joaquin Phoenix haben überraschenderweise einen vollkommen überzeugenden, wenngleich düsteren, depressiven und schaurig-schönen Film vorgelegt. Die Orientierung an Martin Scorseses Filmen (vor allem „Taxi Driver“ und „The King Of Comedy“) sind offensichtlich, gehen meiner Meinung nach aber als respektvolle Hommagen durch. Phillips schafft nämlich dennoch ein eigenes Werk, welches von einem psychisch gestörten Menschen erzählt, der vor dem Hintergrund des Konflikts zwischen Reich und Arm zu drastischen Mitteln greift. Bei den meisten Kritikern und auch an der Kinokasse kommt „Joker“ gut an. Ich bin gespannt darauf, welche Schlüsse Warner daraus zieht. Meine Hoffnung ist, dass man in Zukunft mehr eigenständige und kleine Comicfilme bekommt, die von dem Zirkus der großen Blockbuster losgelöst sind und möglichst frei atmen können. Für „Joker“ spreche ich eine klare Empfehlung aus und verteile 9 von 10 Popcornguys!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „TheKillingJoke“ ()

      Ich bin sprachlos, was für ein düster-melancholischer Film, brillant inszeniert und einer außergewöhnlichen Darbietung des 'Joker', die unbedingt mit dem Oscar für Joaquin Phoenix gewürdigt werden muss. Insgesamt betrachtet ein gelungenes Experiment, und der für mich derzeit beste Comic-Film. 9/10

      Ach und, bitte kein Sequel!


      „Wonder Woman 2“

      5. Juni 2020


      Die Erfolgsgeschichte geht weiter, verdient.



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      Kaibear schrieb:

      Habe den vorhin gesehen.

      Phoenix hat großartig gespielt. Aber danach bin ich immernoch der Auffassung: Der Oscar soll an DiCaprio gehen.

      Auf alle Fälle werden die beiden die Nominierten sein.


      Ähm nein ich denke nicht ^^
      DiCaprio hat gut gespielt aber das war keine Oscarreife Darstellung. Das war in Ordnung aber eine Nominierung würde mich schon stark wundern
      Phoenix dagegen spielt so grandios und überragend - wenn er jetzt endlich keinen Oscar bekommt dann kann die Oscar Jury mich mal ^^
      Bei Walk the Line und Gladiator wurde er schon übergangen aber hier für seine Rolle als Joker muss er ihn einfach bekommen. Alles andre wäre n Witz
      Meine Kritik kommt morgen. Bin immer noch baff von den Film. Grandios und man kann jetzt schon von einem kleinen Meisterwerk reden. Aber morgen später mehr dazu in meiner Kritik ;)
      Was für ein Film. Zum Glück ist sowas noch möglich. Großartig inszeniert und Phoenix phamomämal. Ne wirklich unfassbar intensive Vorstellung. Das muss einfach der Goldjunge werden diesmal. Hatte er schon vor fast 20 Jahren beim Gladiator verdient. Aber das hier war nochmal ne andere Hausnummer. Und ja Taxi Driver war sicherlich auch ein Vorbild. Nicht das schlechteste kann man sagen ;) Und wie erwartet sind einige sehr enttäuscht aus dem Kino. Viele haben sowas einfach nicht erwartet :P

      Eines muss ich aber kritisieren. Auf einmal war der Film vorbei. Das ging so schnell. Wow. Habe gar nicht damit gerechnet dass auf einmal Schluß ist. Aber im Nachhinein finde ich das Ende perfekt.

      Mit euphorie erstmal glatte 9/10. Stark.

      Ich hoffe Warner nimmt sich den Erfolg zu Herzen, produziert weiterhin solch Charakterstudie(n), mit einem düsteren Ton, ohne den Weg zugehen, das MCU krampfhaft zu kopieren. Das haben sie doch überhaupt nicht nötig, wie Todd Phillips' "Joker" wieder mal eindrucksvoll beweist.


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      Gambit schrieb:



      Ach und, bitte kein Sequel!


      Ich verstehe die Ansicht, aber...ich kann nicht anders, ich war irgendwie enttäuscht, dass es dann schon wieder vorbei war. Ich will da noch soviel mehr sehen. Selten hat mich ein Charakter so mitgenommen und fasziniert. Und obwohl das Ganze wie ein Arte-Drama aufgebaut ist, war mir der Film zu keiner Sekunde langweilig oder belanglos. Ich vertraue da auch Todd Philipps, dass er da nochmal etwas anpacken kann.

      Naja vielleicht gibt es dann wenigstens noch nen Director's Cut.
      Soooooo, habe es nun doch noch frühzeitig geschafft, den Joker zu sehen. Da das Netz ja grad mit Meinungen und Reviews überflutet wird, spare ich mir an dieser Stelle mal ein Video und gebe meine Meinung kurz hier zum Besten:

      Im Prinzip wurde schon alles gesagt. Der Film (ich schätze ihn, von der Optik her, zeitlich irgendwo in den 80ern ein) spiegelt den Abgrund der Gesellschaft wieder. Der würde in der heutigen Zeit genauso gut passen. Also ist es genauso ein gesellschaftliches Spiegelbild der Gegenwart.
      Ok, hier geht es speziell um Gotham City, welchem man anmerkt, dass es ein Pulverfass ist, welches kurz vor der Explosion steht.

      Und mitten drin Arthur Fleck, eine arme Sau, die von einem speziellen Krankheitsbild geprägt und Fußabtreter der o.g. Gesellschaft ist. Sein großer Traum, Stand Up Comedian zu werden ist unendlich weit von Erfüllung entfernt.

      Ach, ich will gar nicht weiter hier auf die Details eingehen, denn das würde an dieser Stelle doch zu sehr spoilern.

      Fest steht, dass der Film ohne Phoenix wahrscheinlich einfach "nur" eine solide Origin Story des Jokers geworden wäre. Den die Story ist zwar ganz gut, aber nicht herausragend. Aber das habe ich auch ehrlich gesagt nicht erwartet und stört mich von daher auch gar nicht. Selbst damit war ich schon recht zufrieden. Aber das war ich bei Rambo 5 auch - und der kommt allgemein ja auch eher schlecht weg...

      Phoenix Performance allerdings ist hier zurecht hoch zu loben und es würde mich wirklich sehr wundern, wenn er bei den Academy Awards diesmal nicht endlich seinen verdienten Goldjungen abstauben würde.
      Er spielt wirklich erstaunlich gut (wie er es eigentlich immer tut) und man fühlt richtig das Leid, dass sein Arthur Fleck durchmacht.

      Das Lachen, schon bevor er zum Joker "transformiert", ist z.T.schon etwas nervig. Aber im positiven Sinne, da es hier so absolut Sinn ergibt, aus Gründen, die ich hier auch nicht näher erklären will, wegen potentieller Spoiler.

      Und das Ende....ja, man hat sich so etwas Ähnliches schon gedacht. Allerdings auf etwas andere Art. Man denke jetzt nur mal darpber nach, was dieses "Missverständnis", bzw.die subjektive Missinterpretation über die Jahre ausgelöst hat......boah.....Mindfuck!

      Ich weiß nicht, ob ich eine Fortsetzung sehen möchte oder nicht. Wenn sie gut geschrieben und qualitativ ebenso inszeniert ist, wie dieser hier: gerne! Phoenix selbst hat ja bereits Interesse bekundet.

      Fazit:
      Der ganze, extreme Hype um diesen Film ging und geht mir schon so etwas auf den Sack. Muss aber zugeben, dass er z.T.auch schon gerechtfertigt ist.
      Es ist das Beste, was Warner/DC seit längerem auf die Leinwand gebracht haben. Und ich mochte Man Of Steel & BvS sehr (Aquaman habe ich noch nicht gesehen).
      Vom Ton her geht man wieder in die ernste Schiene (vergleichbar mit der Dark Knight Trilogie). Dieser Film setzt anstatt auf Action eher auf Drama und Thrill. Eine eher ungewöhnliche Comic Verfilmung, die wieder Aufwind für Warner/DC bedeutet.
      Auf jeden Fall: sehr gelungen - vor allem wegen der unglaublich starken One Man Show, die Joaquin Phoenix hier abzieht!

      8,5/10
      Also wegen Phoenix' Joker und Batman:

      Spoiler anzeigen

      Wie würde das denn klassischerweise aussehen? Phoenix ist 44 Jahre alt. Bruce Wayne im Film vermutlich nicht mal zehn. Pack 15 Jahre drauf und du hast einen ziemlich jungen Batman - aber einen Joker, der auf die 60 zumarschiert. Kann man natürlich auch irgendwie machen.

      Falls ein Großteil von dem, was über Arthur im Film erzählt wird, tatsächlich passiert ist, hat Bruce auf jeden Fall eine Clownphobie. Schließlich hat einer der Aufrührer mit Maske seine Eltern ermordet. Ein späteter Joker hat also in jedem Fall eine Art intime Beziehung zu Batman. Und wer weiß? Vielleicht bleibt das Clownthema in Gotham ja präsent. Der Joker, beziehungsweise der Clown bleibt weiter ein Symbol für den Kampf gegen die Unterdrücker von "da oben". Vielleicht könnte es ja so sein, dass - zehn, zwanzig Jahre nach den Ereignissen von "Joker" - ein ganz anderer Mann auf die Idee kommt, Batman als Joker herauszufordern. Er greift dann sozusagen das auf, was in den 80er Jahren passiert ist.

      Falls aber im Grunde nichts von dem, was Arthur erlebt zu haben scheint, echt ist, ist das Spielfeld offen. Phoenix hockt einfach nur in einer Zelle in Arkham. Vielleicht ist er gar nicht der Joker. Vielleicht gibt es draußen einen anderen Joker. Vielleicht sind es nicht mal die 80er Jahre, sondern die Jetztzeit.


      Aber wie dem auch sei, ich persönlich bleibe dabei und bin nicht wirklich heiß auf ein Sequel. Es würde auch so passen, wie es gerade ist. Außer natürlich, sie kommen mit einer wirklich großartigen Idee um die Ecke. Ein wenig vertrau ich da auch auf Phoenix. Klar, das Geld könnte letztendlich auch ihn reizen, aber eigentlich ist er ja einer, der eine Rolle nur dann annimmt, wenn sie ihm gefällt.

      TheKillingJoke schrieb:

      Also wegen Phoenix' Joker und Batman:

      Spoiler anzeigen

      Wie würde das denn klassischerweise aussehen? Phoenix ist 44 Jahre alt. Bruce Wayne im Film vermutlich nicht mal zehn. Pack 15 Jahre drauf und du hast einen ziemlich jungen Batman - aber einen Joker, der auf die 60 zumarschiert. Kann man natürlich auch irgendwie machen.




      Spoiler anzeigen
      ​Ich glaube, Arthur's Alter wurde im Film nie erwähnt. Phoenix ist 44, aber deswegen muss es der Charakter nicht sein. Und manche Leute sehen auch älter aus, als sie sind. Könnte schon funktionieren, wenn Batman um die 25 ist und der Joker um die 50.
      Sehe ich auch wie @Ratty ...
      Spoiler anzeigen
      ​Das Alter wurde nie genannt
      ...Und das gute wäre, dass wir
      Spoiler anzeigen
      ​die Origin von Bruce schon gesehen haben
      ...Brauch man somit auch nicht wieder aufgreifen...

      Robert Pattinson ist 33, Phoenix 44....Von mir aus kann der Joker auch 10 Jahre älter sein als Batman....Würde mich jetzt nicht stören...

      Es gab da doch mal so ein Gerücht, dass Reeves Batman in den 90ern spielen soll...Das würde dann ja wieder passen...


      Das Alter würde tatsächlich am Rande angedeutet.

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      Und zwar wurde von Arthurs Mom gesagt, sie habe vor 30 Jahren bei den Waynes gearbeitet. Mit der Adoption Arthurs und da sie da bei den Waynes noch arbeitete, ergibt sich ein Alter von ca. 30-35 Jahren zur Zeit, in der Joker spielt. Da Bruce Wayne zu der Zeit 8-10 ist, wäre in einem Batman Alter der gute Arthur wohl Mitte 50.


      Warum der Joker Batman hassen würde,

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      ​ könnte mit der Prämisse von Joker nur erklärt werden, wenn Joker weiß, dass Bruce Batman ist.