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Joker (Joaquin Phoenix)

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    Es gibt 813 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Payback.

      Olly schrieb:

      So sehen die beiden Steelbook-Cover aus!

      Beide aktuell auf amazon nicht mehr vorstellbar. Möglicherweise schon vergriffen. Wer ein Steel haben will sollte jedenfalls bei Möglichkeit schnell zugreifen. Gewisse Filme lassen sich als physisches Medium immer großartig verkaufen. Das wird sich so schnell auch nicht ändern.

      Quelle: dvd-forum.at/news-details/8073…m-blu-ray-steelbook-final


      Sehen ziemlich leidenschaftslos aus, die Cover.

      Ich möchte auch lieber dieses Cover auf dem Steelbook haben. Mal schauen wie die exklusiven Dinger von Media Markt / Saturn aussehen. :)

      Ratty schrieb:



      Und zum anderen: Muss der Joker in seiner Vergangenheit schon vornherein ein Krimineller sein mit überdurchschnittlicher Intelligenz?
      Ich find den Ansatz in diesem Film sehr interessant.


      Die Intelligenz sollte schon durchscheinen. Er wirkt wie ein naiver, kleiner Junge,
      Spoiler anzeigen
      läuft in Hinterhalte rein, bemerkt nicht, dass seine Mutter eine schwere Psychose hat, schätzt Menschen völlig falsch ein, sichert seinen Revolver nicht korrekt sodass er runterfällt etc
      ... das lässt sich nicht alleine mit Unsicherheit erklären.

      Besonders facettenreich finde ich Phoenix' Spiel daher nicht, weil es vor allem auf das psychotische Lachen reduziert ist, das macht er zweifellos sehr gut.
      Einen cleveren Superbösewicht wie bei Ledger sehe ich auch nicht. Möglicherweise kann man hier aufgrund der Medikamente (oder auch der Mehrdeutigkeit des gesamten Films) schwer eine Einschätzung treffen. Davon abgesehen muss aber nicht jeder Joker zu Ledger passen. Es ist einfach eine neue und andere Facette des Charakters, die meiner Meinung nach super dargestellt wurde.
      Seltsames Gefühl, wenn man von einem guten Film irgendwie trotzdem ein bisschen "unterwältigt" ist.

      Als Ganzes ein sehenswerter Film, alleine wegen seinem grandiosen Hauptdarsteller natürlich, aber irgendwie hatte ich trotzdem das Gefühl, alles schon irgendwo gesehen zu haben:
      Ein bisschen "Taxi Driver" hier, ein bisschen "Nightcrawler" da, eine ordentliche Ladung "King of Comedy" dort, etc. und wie schon hier geschrieben wurde: Ein bisschen zu sehr an der Oberfläche kratzen. Manchmal hatte ich das Gefühl, es werden einfach nur Begriffe in den Raum geworfen ("This society"..."This city..."), weil es einfach stimmungsvoll klingt.

      Sicher bin ich aber auch etwas zu nörglerisch, weil die Erwartungen durch den Hype und die Berichterstattung zu groß waren. Es ist eben eher ein Charakter- als ein Storyfilm und er hat für mich alleine schon deshalb große Sympathie für den Mut, eine dreckige R-Rated-Comicverfilmung ohne CGI-Schlachten ins Kino zu bringen. Und entsprechend froh bin ich, dass der Mut belohnt wurde.
      "It's about sending a Message", wie es Phoenix' Vorgänger sagte. Und es ist eine wichtige Botschaft für kommende Comicfilme, sich wenigstens ein bisschen aus der Comfortzone zu wagen.

      Aber auch sehr schön für Todd Phillips, der ähnlich wie Adam McKay bewiesen hat, dass er mehr als "nur" starke Comedyfilme kann.

      Nachdem DC mit "Justice League" so reingeschissen hat, wer hätte gedacht dass sie sich ausgerechnet mit "Aquaman" und nem mittel-budgetierten R-Rated-Film wieder so stark fangen?

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „Snipes“ ()

      es musste ja so kommen :D gut, Geschmecker sind verschieden und vllt habe ich was anderes erwartet!?
      Habe den Film geguckt und bin froh, dass ich die erste Stunde überlebt habe. Für mich eine gähnende langeweile, getoppt von einem nervigen Schauspieler. Ok klingt vllt alles etwas zu krass. Aber mir ging der Schauspieler nur auf die Nerven, habe mir die Verkörperung des Jokers ganz anders vorgestellt. Zum Ende hin, wurde der Film wirklich noch interessant, ansonsten war es mir viel zu viel drum herum. So viele Sachen, die den Typen krank gemacht haben soll. Und diese Lache in der Synchro... die war nicht fies und die war nicht krank, die war einfach nur nervig :)
      Tjoa ich gebe für das Ende noch ein paar Punkte, denke 6 reichen völlig aus.
      Schade Schokolade :)
      Das Leben muss man leben 8)
      Beim Thema Ursache der Entwicklung vin Arthur zu Joker, muss ich @loshermanos recht geben. Da wollte man am Ende zu viel. Zu viele Ursachen, die einfach den Impact aus der Tatsache nehmen... das der Joker ein Produkt der Gesellschaft ist. War mir dann zu viele Erklärungen/Gründe. Man hätte es dabei belassen sollen, das der Joker aus der aktuellen Situation der Gesellschaft geformt wird...
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      Olly schrieb:

      So sehen die beiden Steelbook-Cover aus!

      Beide aktuell auf amazon nicht mehr vorstellbar. Möglicherweise schon vergriffen. Wer ein Steel haben will sollte jedenfalls bei Möglichkeit schnell zugreifen. Gewisse Filme lassen sich als physisches Medium immer großartig verkaufen. Das wird sich so schnell auch nicht ändern.

      Quelle: dvd-forum.at/news-details/8073…m-blu-ray-steelbook-final


      Hat sich jemand das 4K-Steelbook geordert oder weiß zufällig jemand, für welchen Preis es das gab?

      Scholleck schrieb:

      Olly schrieb:

      So sehen die beiden Steelbook-Cover aus!

      Beide aktuell auf amazon nicht mehr vorstellbar. Möglicherweise schon vergriffen. Wer ein Steel haben will sollte jedenfalls bei Möglichkeit schnell zugreifen. Gewisse Filme lassen sich als physisches Medium immer großartig verkaufen. Das wird sich so schnell auch nicht ändern.

      Quelle: dvd-forum.at/news-details/8073…m-blu-ray-steelbook-final


      Hat sich jemand das 4K-Steelbook geordert oder weiß zufällig jemand, für welchen Preis es das gab?


      Habs mir gesichert für 35,99 €
      Regisseur Michael Mann ist voll des Lobes für Todd Phillips und "Joker".

      "Ich liebe diesen Film. Ich denke, es ist brillant und nicht nur Todds bester Film, sondern es ist aufregend, weil er an einer Grenze liegt. Und das ist normalerweise der Ort, an dem sehr gute Dinge passieren. Todd und Scott Silvers Drehbuch hat die Relevanz, die entsteht, wenn das Werk authentisch und nicht abgeleitet ist."

      „Wir finden Arthur gleichzeitig verstörend und ergreifend. Er ist sowohl Kinderopfer als auch erwachsener Täter. Beides ist wahr, wie es bei den meisten Schizophrenen der Fall ist. Dass beides wahr ist, ist unangenehm. Wir befinden uns in einem Zustand der Fuge. Es ist ein Kontrapunkt. Das ist der Grund, warum Arthur und der Einfluss des Films so stark in Erinnerung bleiben. Darauf aufzubauen und für Joaquin, Todd und Scott einen starken Einfluss darauf zu nehmen, ist eine schwierige Leistung. Glückwunsch, Todd!"


      Link(Quelle): theplaylist.net/michael-mann-joker-todd-phillips-20191122/


      „Wonder Woman 2“

      5. Juni 2020


      Ganz schön viel heiße Luft um...Nix? Spoiler:

      Joker ist ein Film, der einem zwei Stunden lang ins Gesicht schreit: Nehmt mich ernst, ich bin nicht nur ein weiterer Comicbuchfilm. Aber nur weil hier die Farbpalette geändert wurde und deutlich bessere Vorbilder als Make-up getragen werden, ändert sich nichts an der Simplizität mit der dieser Film ausschließlich agiert. Die viel behauptete Komplexität lässt sich auf zwei Dinge beschränken, die beide wenig subtil vorgegetragen werden: Ökonomische Benachteiligung ist schlecht und exklusive Wut und Gewalt gegen die Profiteure dieses Status Quo sind ebenfalls schlecht. Na sowas.

      Die erste Hälfte des Films ist offenbar bei einem Autoren Brainstorming entstanden: Körperliche Störungen, Geistige Störungen, Psychotische Mutter, Adoptiert, als Kind missbraucht, Entlassungen und Magersucht. So sieht dass dann wohl aus, wenn man auf Teufel komm raus eine psychologische Erklärung für den Wandel zum Joker braucht. Und weil Todd Phillips ohnehin mit Subtilität nichts anfangen kann, rührt er einfach alles zusammen. Viel interessanter wäre gewesen, wenn der Film sich ein Motiv genommen hätte oder Flecks Entwicklung und Handlungen mit einer Ideologie verbunden wäre, die seine Entfremdung erklärt. Natürlich verwehrt sich der Film eines klaren politischen Kommentares, er ist immer noch eine große Studioproduktion. Und nur wer kaum jemanden auf die Füße tritt, kann mit (Clowns)-Schuhen große Sprünge am Box Office machen.

      Am Ende schadet diese Überpsychologisierung der Systemkritik im zweiten Teil sogar, weil man jeglicher Kritik entgegnen könnte: Ist ja alles schön und gut, aber der Joker ist eben auch ein Verrückter. Zumal das Elend in Gotham nur behauptet wird. Die Kürzung eines Sozialprogramms und ein paar Radioschnipsel, das wars. Was läuft falsch in Gotham und woher kommt dieser Aufruhr? Dreckige und dunkle Sets sollen das wohl implizieren, aber wo vorher zu dick aufgetragen wurde, wird es hier reichlich dünn. Wenn der Joker dann kurz nachdem im Film Kindesmissbrauch angesprochen wurde, zu einem Song von Gary Glitter tanzt, wird überdeutlich das Philipps an einer ernstzunehmenden Außeinandersetzung mit auch nur einem, in seinem Film aufkommenden Thema nicht interessiert ist, er will nur möglichst viel davon abgehakt wissen.

      Die Lone Wolf Elemente sind noch ganz in Ordnung, aber da wurde auch am deutlichsten bei Scorsese's Taxi Driver und vor allem The King of Comedy geklaut, die das besser und doppelbödiger machen. Der Joker hingegen formuliert seine Begründung nocheinmal stumpf in einer Talkshow aus, damit auch der Letzte es versteht.

      Joker ist weder unbequem noch zeigt er ernsthaftes Interesse an seinen Themen, er befürwortet und erzeugt auch keine reale Gewalt, wie ihm fälschlicherweise vorgeworfen wurde. Das Phillips diesen Vorwurf in Interviews nicht mit seinen künstlerichen Entscheidungen im Film entkräften konnte, sondern sich in andere Erklärungen flüchtete, zeigt nur nochmals was für ein Luftschloss der Film eigentlich ist. Er tut nicht weh, er ist schlichtweg egal.

      4/10
      Jessica, Only Child, Illinois, Chicago