Last Flag Flying (Linklater, Cranston, Carell, Fishburne)

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      Last Flag Flying (Linklater, Cranston, Carell, Fishburne)

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      "Last Flag Flying"


      Jahr: 2018
      Regie: Richard Linklater
      Genre: Drama
      Land: USA
      Cast: Cranston, Fishburne, Carell



      Inhalt: Vor 34 Jahren machten sich die Marines Sal (Bryan Cranston) und Mueller (Laurence Fishburn) gemeinsam mit dem Navy-Arzt Richard Shepherd (Steve Carell) auf den Weg, um einen 18-jährigen Straftäter ins Gefängnis zu bringen – und wurden während dieser Reise gute Freunde. Im Jahr 2003 treffen die drei ungleichen Männer wieder aufeinander – gealtert, aber mitten im Leben. Nun wartet eine neue Mission auf sie: Doc Shepherd hat seinen Sohn im Irak-Krieg verloren und will ihn in den USA bestatten lassen. Seine zwei Freunde helfen ihm dabei und begeben sich mit ihm auf die abenteuerliche Reise.„Last Flag Flying“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von Darryl Ponicsan und ist eine Fortsetzung von Hal Ashbys Film „Das letzte Kommando“ von 1973.

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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Bavarian“ ()

      Auf Linklater ist halt dann doch Verlass. Nach dem gelungenen Coming of Age-Ausflug in die ´80er zuletzt (Everybody wants some), widmet sich der Regisseur nun älteren Semestern. An der Begabung Linklaters, Figuren sehr schnell sowie nachhaltig Leben einzuhauchen, ändert dieser Umstand freilich nichts. Er hat einfach ein geschicktes Händchen dafür, gute Charakter-Dynamiken und (klassische) Figuren mit Profil zu kreieren, doch das sind keine neuen Erkenntnisse, sofern man mit seiner Before-Trilogie oder aber Boyhood vertraut ist.

      Linklater erzählt seine Geschichten sehr klassisch, entschleunigt, mit einer gewissen Vertrautheit, doch nie angestaubt oder trocken. Da ist so eine gewisse
      angenehme Altbackenheit, die ich in seiner inszenatorischen Handschrift sehr schätze. Last Flag Flying erzählt also sehr figurenzentriert und dialoglastig eine
      Geschichte, die mich mitfühlen ließ, aber auch oftmals zu herzhaftem Lachen einlud. Mitten aus dem Leben. Man übt angebrachte Militär-Kritik, welche die figurennahe Stimmung jedoch nie überschattet und reflektiert dabei Kriegsszenarien. Mit Cranston, Carell und Fishburne hat man es zudem durchaus mit einem kleinen Gigantentreffen zu tun. Die Kontraste der Figuren sind sicherlich etwas überzeichnet, doch gerade das provoziert herrliche Momente. Das Werk mag vereinzelt kleine Längen aufweisen und ist daher womöglich an die zehn Minuten zu lang geraten, doch das fiel am Ende alles kaum ins Gewicht.

      Man liest es vielleicht heraus: Eine eindeutige Empfehlung meinerseits. Der Streifen ist im Amazon-Video-Abo in der OV abrufbar. :)
      Stimmt ja, den Film gibts auch noch. ^^ Der Trailer hat mich damals sehr angesprochen und ich mag den Stil von Linklater unheimlich gerne ( die Before Trilogie ist so fantastisch ), weshalb ich mir definitiv auch diesen Film hier zu gegebener Zeit ansehen werde. Allerdings ist mir aufgefallen, dass sich inzwischen doch tatsächlich so einige Werke in seiner Filmographie angesammelt haben, die ich unbedingt noch nachholen muss/sollte ( Waking Life, Boyhood, Confusion, Everybody wants some ). :thumbup: ​​​​​​​

      Habe vorhin mal nachgeforscht und festgestellt, dass der Film ja anscheinend noch gar nicht in den deutschen Kinos gelaufen ist oder irre ich mich da? ?( Es wird mir nur ein amerikanisches Startdatum vom 03.11.17 genannt und weitere Infos zu einem deutschsprachigen Release existieren nicht. Oder wird der etwa, wie Auslöschung wieder nur über Stream verfügbar sein ( aber auch dort finde ich den Film nicht in deutsch )?

      Der Film wurde tatsächlich nicht im Kino gestartet, sondern direkt zum Streamen veröffentlicht. Liegt vermutlich daran, dass er in den USA und auch sonst überall fürchterlich gefloppt ist. In den Vereinigten Staaten von Amerika hat er nicht einmal eine Million Dollar eingespielt. Aber Richard Linklater hat generell Probleme damit, Publikum für seine Werke zu finden. Selbst Before Midnight wurde trotz der überragenden Kritiken abgelehnt, obwohl Sony Classics dem Threequel eine echt grosse Chance gab und ihn in rund 900 Kinos zeigte. Auch an Everybody Wants Some!!! war kaum jemand interessiert... Ich hoffe wirklich, dass es ihm irgendwann gelingen wird, einen Box Office Hit zu landen. Der Mann verdient so viel mehr Aufmerksamkeit als er kriegt. Es freut mich zwar, dass mein persönlicher Lieblingsregisseur seine Filme trotz schwacher Zahlen finanziert bekommt (von denen man weiss), aber es wäre auch mal schön, wenn sie gesehen werden würden...
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      Ah, danke für die Aufklärung. Hm, das ist natürlich ziemlich blöd gelaufen, wenn jetzt schon Filme von ihm ( höchstwahrscheinlich ) aufgrund des schwachen Einspielergebnisses erst gar nicht hier ins Kino kommen. :/ Aber wie du schon schreibst, freut es mich ebenfalls, dass Linklater trotzdem bei der Realisierung seiner Projekte immer noch so viel Rückhalt und Vertrauen entgegen gebracht wird, dass er weiterhin solche kleinen cineastischen Perlen hervorbringen kann. Beim nächsten Projekt wird z.B. Robert Downey Jr. im Cast sein.

      Zum Thema Box Office Hit: Einen hat er ja schon ( School of Rock ) mit einem weltweiten Einspielergebnis von 131 Millionen, wobei das ironischerweise das Werk aus seiner Filmographie ist, welches mir mit am wenigsten zusagt ( wohl zu sehr mainstream :D ... nein, aber Black hat mich mitunter ziemlich genervt ).