Der Schatz der Sierra Madre

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      Der Schatz der Sierra Madre


      The Treasure of the Sierra Madre



      Regie: John Huston
      Drehbuch: John Huston
      Produktion: Henry Blanke
      Musik: Max Steiner
      Kamera: Ted McCord
      Schnitt: Owen Marks

      Inhalt:

      Die Amerikaner Dobbs und Curtin schließen sich in Mexiko dem alten Goldsucher Howard an, um ihr Glück zu machen. Erst einmal in den Bergen stellt sich die Suche nach dem Gold als überaus beschwerliches Unterfangen heraus, doch sobald die ersten geringen Mengen tatsächlich gefunden sind, beginnt die Euphorie unter den drei Männern zu wachsen. Doch der Besitz des Goldes hat eine beunruhigende Wirkung auf seine Finder und allgemeines Misstrauen greift schon bald um sich...

      Besetzung:

      Humphrey Bogart
      Walter Huston
      Tim Holt
      Bruce Bennett
      Barton McLane
      Alfonso Bedoya
      Robert Blake

      Produktionsland: USA
      Veröffentlichungsdatum: 15.01.1948
      Laufzeit: 121 Min.

      Wissenswertes:

      - Bei der Oscarverleihung 1949 vierfach nominiert ( bester Film, bestes Drehbuch, bester Regisseur und bester Nebendarsteller ). Der Film konnte drei gewinnen und nur in der Kategorie Bester Film musste man sich Hamlet geschlagen geben.
      - Walter Huston, der Vater von John Huston, gewann den Oscar als bester Nebendarsteller. John Huston bezeichnete nachträglich die gemeinsame Zusammenarbeit mit seinem Vater an jenem Film und dessen anschließenden Oscartriumph als zwei der schönsten Erfahrungen in seinem Leben.
      - John Huston, der als Perfektionist galt, bescherte seinem Hauptdarsteller Humphrey Bogart manch beschwerliche Zeit am Set. Woraufhin Bogart ob der Performance von Hustons Vater irgendwann scherzhaft meinte, dass es mit einem Huston schon anstrengend genug sei, zwei von der Sorte dich jedoch umbringen könnte.



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      Ein sehr gut inszenierter Abenteuerfilm, von dessen Sorte es ja leider nicht so viele gibt. Die Geschichte konzentriert sich größtenteils auf die Beziehung der drei Goldgräber untereinander und es ist faszinierend zu sehen, inwiefern sich die Figuren verändern je weiter der Film andauert und mit welchen Hindernissen sie sich auseinandersetzen müssen. Holt, Huston, aber vor allem Bogart spielen absolut überzeugend. Ich freue mich ja immer, wenn ich einen Film mit einem bestimmten Darsteller sehe, diesen vorher nur mit einem bestimmten Genre oder Darstellungsweise verbinde, und mir der Schauspieler dank eines neu gesichteten Films ganz neue Sichtweisen auf sein Talent eröffnet. Und diese Erfahrung habe ich hier mit Bogart gemacht.

      Diese schauspielerische Legende kannte ich bisher nur aus Casablanca und African Queen, wo er zwar auch grundverschiedene Rollen verkörperte, diese aber in ihren Wesenszügen durchweg ehrliche und verständnisvolle Figuren waren. Bei Der Schatz der Sierra Madre ist Bogart ein
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      verschlagener, nicht sehr vertrauenserweckender Zeitgenosse, dessen Paranoia sich immer weiter ausbreitet und der schon bald auch kaltblütig über Leichen geht um sein Ziel zu erreichen.
      Im deutlichen Kontrast zu seinen vorher gesehenen darstellerischen Leistungen fand ich es sehr erfrischend und großartig ihn so zu betrachten. Bemerkenswert ist dabei auch die Tatsache, dass das tolle Drehbuch von Huston Bogarts Charakter zu Beginn des Films
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      als einen abgewrackten Mann zeigt, der sich nur durch Spenden über Wasser halten kann, wodurch der Zuschauer auf eine falsche Fährt geführt wird und man ein falsches Bild von der Persönlichkeit der Figur bekommt. Zeigt man zu Beginn des Films noch Mitleid mit diesem glücklosen Menschen, so wünscht man sich am Ende nichts weiter als das der Mörder seine gerechte Strafe bekommen soll.
      Eine exzellente und zu keinem Zeitpunkt unglaubwürdige Figurenentwicklung - ganz stark.



      08/10