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Eighth Grade (A24)

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    Es gibt 12 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von freido.

      Eighth Grade (A24)

      Deine Bewertung für "Eighth Grade". 4
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      Eighth Grade
      Jahr: 2018
      Land: USA
      Start: USA - Noch kein Kinostart, Deutschland: noch kein Start
      Genre: Komödie, Drama
      Regie: Bo Burnham
      Cast: Elsie Fisher, Josh Hamilton, Emily Robinson, Jake Ryan, Daniel Zolghadri, Fred Hechinger, Imani Lewis, Luke Prael, Catherine Oliviere, Nora Mullins, Gerald W. Jones, Missy Yager

      Eighth Grade, der neueste Film vom Indie-Hit-Studio A24, feierte auf dem Sundance Festival seine Premier und war seit dem auf einigen Festivals zu sehen. Die Kritiker sind wieder einmal begeistert. Bei Rotten Tomatoes steht der Film 98% mit einem Average Rating von 8,8/10, bei MetaCritic sind es ebenfalls stolze 90%.

      Bo Burnham, der zugleich das Drehbuch geschrieben hat, gibt mit Eighth Grade sein Regiedebüt.

      Die Coming-of-Age Komödie Eight Grade handelt von der introvertierten Teeanagerin Kayla (Elsie Fisher), die versucht die letzen Wochen der 8. Klasse zu überstehen, bevor sie endlich zur High School gehen und ein neues Kapitel in ihrem Leben beginnen kann.

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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Burning“ ()

      Ich durfte den Film letzte Woche sehen und bin sehr begeistert.

      Bo Burnham ist ein gelungener realistischer Coming of Age Film gelungen mit einem unspektakulären aber dennoch um so realistischeren Einblick in die Pubertät.

      Beachtlich ist vor allem der intime Blick durch die Augen der Hauptfigur Kayla ( grandios und zurecht Golden Globe Nominiert Elsie Fisher). Wenn Sie sich für die Erwachsenen schämt, schämt man sich automatisch als Zuschauer mit. Sei es das Biovideo, welches versucht bewusst Cool den Teenangern die Pubertät zu erklären (wie auch in unserem Schulwesen, viel zu spät, stecken doch alle längst mitten drin), oder der schuldirektor der sich zur einer peinlichen Dab Bewegung hinleiten lässt.

      Überhaupt ist die Biounterrichtszene symbolisch für eine miese Schulpolitik, wenn den Kids gerade auf absolut lächerliche Art versucht wird die Pubertät zu erklären, während der coole Schulboy Kayla fragt ob Sie gerne Blowjobs macht.

      Wenn der sonst wohl für jeden wunderbare Vater, Kayla nervt, ist man automatisch mitgenervt, weil man alles aus ihrer Perspektive erlebt und so nah an Ihren Erfahrungen ist.

      Anders als die letzten Jugendserie (die, als wäre das normale Leben nicht spannend genug, irgendwie neurdings immer einen Mord oder viel zu over the top miteinbinden bzw. daher kommen), verläuft Eight Grade unspektakulär bis zum Ende hin, aber gerade dies macht die Geschichte so wunderschön realistisch.

      Hinzu kommt natürlich auch, das man hier wirklich auch Darsteller genommen hat, die wirklich in dem Alter sind und keine ü20 American Beauty People die Teens spielen. Die Darsteller haben Pickel, Zahnspange und teilweise Übergewicht, aber gerade das macht sie authentisch.

      Dazu kommt ein grandios geschriebenes Drehbuch mit tollen Dialogen (die nie so gestellt wirken wie etwa teilweise Lady Bird etc.).

      Der Film hat mir sehr gefallen und ich hoffe er findet seine Berücksichtigung bei den Oscars.

      Absolut lächerlich ist aber das die Amerikanische Zensurbehörde den Film ein R-Rated gegeben hat, WTF m(

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      Eighth Grade ist ein wirklich großartiger Film geworden, der einen überaus authentischen Blick auf die Pubertät wirft, wie schwer es für "Außenseiter" ist, sich in der jugendlichen Gesellschaft zurecht zu finden und was es bedeutet, generell seinen Platz in der Welt zu finden. Mit seinen Problemen klar zu kommen, sich über seine eigenen Gefühle klar zu werden und das alles irgendwie in ein geordnetes Leben zu bekommen. Dazu noch das alleinerziehende Elternteil, der allgemeine Druck ein Teil von etwas größerem zu sein. Auch wird der negative Einfluss sozialer Medien hier erstklassig behandelt, wie er die Jugend in immer größere Extreme zwingt und ihnen etwas vorgaukelt, das in keinster Weise der Realität entspricht und sie somit mit einem Gefühl von Unzugehörigkeit zurücklässt.

      All das und noch so viel mehr wird in Eighth Grade absolut authentish dargestellt und abgehandelt. Mit Elsie Fisher hat man den perfekten Cast gelandet, so natürlich und nah bringt sie ihre Rolle rüber. Es war fast so, als würde man einer wirklich realen Person zuschauen, die gerade genau dies erlebt. Wirklich ganz große klasse.

      Eighth Grade ist einer der gefühlvollsten Filme, den ich mindestens seit "Call Me By Your Name" gesehen habe. Hier stimmt quasi alles und (insbesondere) diese vorletzte Szene ist die Kirsche auf der Sahne.

      (Acht Punkte hätten wahrscheinlich auch gereicht, aber mein Ersteindruck ist gerade so durchweg positiv und begeistert, dass ich einfach mal noch einen Extrapunkt obendrauf gebe, und sei es nur für den tollen Soundtrack, der in jeder Szene komplett funktioniert hat, die vielen Details, die absolut zu einer Achtklässlerin passen oder dem im Grunde doch echt coolen Dad.)


      9/10
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      Mein Filmtagebuch



      „I think storytelling is all about children. We human beings love to hear stories being told - and it first happens when you're a kid.“
      - David Chase

      Unfassbar, dass dieser Film in Deutschland keinen Kino und keinen physische Release erhalten hat, sondern nur digital erhältlich ist. Dabei ist Bo Burnham‘s einfühlsames Drama ein wundervoller und authentischer Coming-of-Age Film. Burnham beschreibt auf großartiger Weise den Schmerz des aufwachsenden, besonders wenn man ein Außenseiter ist und es trotz allem bemühen nicht schafft dazuzugehören. Mit pointiertem Humor wird die Handlung immer wieder aufgeheitert. Eighth Grade umschifft gekonnt die bekannten Klischees von Schulfilmen. Auch wird hier keine wärmende Nostalgie aufgefahren.
      Bo Burnham schafft es in seinem Spielfilmdebüt die Einsamkeit der Hauptfigur mit den nötigen Feingefühl einzufangen, ohne dabei zu düster, melancholisch oder plakativ zu wirken.

      Besonders eine Szene in der sich Kayla mit ihrem Vater unterhält ist großartig geschrieben und das Highlight des Films.
      Eighth Grade findet immer wieder Balance zwischen melancholischem Drama, Komödie und einer unangenehmen rohen Art. Jede Szene ist durchdacht, ohne jemals prätentiös zu sein.
      Das Drehbuch versteht die seine Figuren perfekt und fängt ihre Ängste, Unsicherheiten, Hoffnungen aber auch Freuden perfekt ein.

      Getragen wird der Film von Elsie Fisher‘s fantastischerem Performance. Ihr unglaublich authentisches und nuanciertes Schauspiel ist für den Zuschauer jederzeit greifbar. Josh Hamilton als Kayla‘s Vater ist ebenfalls überzeugend.

      Eighth Grade ist eine wundervolle und einfühlsame kleine Indie-Perle geworden, die viele ähnliche Genrevertreter in den Schatten stellt. Traurig, dass solche tollen Filme mal wieder von kaum jemanden gesehen werden.

      9/10
      Nach "Booksmart" vor ein paar Tagen direkt der nächste starke Coming-of-Age-Film. "Eighth Grade" kommt allerdings nochmal eine ganze Spur authentischer daher. Einige Szenen fand ich extrem schwierig anzugucken und wäre wie Kayla am liebsten einfach weggerannt ^^ Tolle Performance, aber auch hervorragend geschrieben. So realistische Figuren, besonders Jugendliche, sieht man selten. Hut ab für dieses einfühlsame Regiedebüt.

      8/10