ALF (Reboot)

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    Es gibt 45 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Schwambo.

      Also, geht man die Serie richtig an, so könnte ein ALF 'Trump's America' ordentlich bereichern. Wenn man der Serie einen politischen Touch verleihen würde, könnte man da durchaus was landen. So würde man sich auch von der ursprünglichen Familienserie abheben können und nicht einfach nur einen kalten Neuaufguss abliefern. Bei einem schlichten Reboot gehe ich ansonsten auch davon aus, dass dieses scheitern wird.

      They made me do it

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „kruemel_1978“ ()

      kruemel_1978 schrieb:

      Also, geht man die Serie richtig an, so könnte ein ALF 'Trump's America' ordentlich bereichern.


      Alf mit Politik? Wer will denn das sehen?

      Früher kam man Abends von der Arbeit nach Hause und hat ein wenig TV geschaut um den Alltagsstress loszuwerden. Man hat ein paar Serien geschaut, um mal von der Realität eine Pause zu haben.

      Heute wird man überall mit politischen Statments zugemüllt. Ob in Kinofilmen, Serie oder bei Sportübertragungen. Spaß macht das überhaupt nicht mehr. Bin selbst stark an Politik interessiert, aber Politik muss auch nicht in jeder Unterhaltungsserie dabei sein.
      Die Idee von kruemel ist gar nicht schlecht, die Serie an sich könnte "unpolitisch" und einfach nur comedy sein, und nur durch die Blume ("illegal" alien) politische Aspekte einbeziehen. da könnte man sich so richtig austoben (siehe true blood, wo man Vampire praktisch gegen homosexuelle austauschen kann).
      Every life comes with a death sentence.

      Kiddo schrieb:

      Die Idee von kruemel ist gar nicht schlecht, die Serie an sich könnte "unpolitisch" und einfach nur comedy sein, und nur durch die Blume ("illegal" alien) politische Aspekte einbeziehen. da könnte man sich so richtig austoben (siehe true blood, wo man Vampire praktisch gegen homosexuelle austauschen kann).


      Weil man natürlich auch "einen illegal-eingereisten Alien" mit "Millionen illegalen Einwanderern" gleichsetzen kann ...

      Genau das nervt mich heute in Hollywood. Überall bekommt man immer irgendeine "politische Meinung" aufgedrückt. Warum kann man die Zuschauer nicht einfach unterhalten? Damals bei Buffy waren die Vampire einfach böse und auch keine Analogie auf irgendwas.

      Pepe Nietnagel schrieb:

      Warum kann man die Zuschauer nicht einfach unterhalten?

      Weil in Unterhaltung "Haltung" steckt. Und sowas einfaches wie Mitgefühl oder Empathie heute bereits als "politisch verwerflich" von der Rechten gebrandmarkt werden. Übrigens ist so ziemlich jeder Unterhaltungsfilm der letzten 60 Jahre politisch. "Star Wars" ist gegen Faschismus, "Indiana Jones" gegen Nazis, "Matrix" gegen Faschismus, "Harry Potter" gegen Faschismus, "13 Hours" für den Einsatz in Libyen, "Transformers" für die Verständigung mit Unbekannten und Aliens, etc. pp.

      "You're fighting a war you've already lost."
      "Well, I'm known for that."

      Pepe Nietnagel schrieb:

      kruemel_1978 schrieb:

      Also, geht man die Serie richtig an, so könnte ein ALF 'Trump's America' ordentlich bereichern.


      Alf mit Politik? Wer will denn das sehen?

      Du vlt. nicht... Weiß gar nicht, was dagegen sprechen würde. Comedy und Politik lassen sich sogar sehr gut vereinbaren. Brauche da nur an 'Boston Legal' denken. Ja, war eine Drama-Justiz-Serie, aber hatte durch die Figur des Denny Crane auch einen hohen Comedy-Faktor. Die Serie war hochgradig politisch und dennoch haben sich die Fans hier reihenweise vor Lachen weggepackt. Die Drehbuchautoren hatten hier schlichtweg Köpfchen gezeigt.

      Pepe Nietnagel schrieb:


      Früher kam man Abends von der Arbeit nach Hause und hat ein wenig TV geschaut um den Alltagsstress loszuwerden. Man hat ein paar Serien geschaut, um mal von der Realität eine Pause zu haben.

      Dafür gibt es Soaps.

      Ich lasse mich auch durchaus gern mal berieseln. Noch besser aber gefallen mir die Produktionen, bei denen ich lachen kann und gleichzeitig sagen kann: der war wirklich gut!

      They made me do it

      GregMcKenna schrieb:

      Pepe Nietnagel schrieb:

      Warum kann man die Zuschauer nicht einfach unterhalten?

      Weil in Unterhaltung "Haltung" steckt. Und sowas einfaches wie Mitgefühl oder Empathie heute bereits als "politisch verwerflich" von der Rechten gebrandmarkt werden. Übrigens ist so ziemlich jeder Unterhaltungsfilm der letzten 60 Jahre politisch. "Star Wars" ist gegen Faschismus, "Indiana Jones" gegen Nazis, "Matrix" gegen Faschismus, "Harry Potter" gegen Faschismus, "13 Hours" für den Einsatz in Libyen, "Transformers" für die Verständigung mit Unbekannten und Aliens, etc. pp.


      Man kann auch überall sehr viel rein-interpretieren ;)

      War denn die alte Alf-Serie politisch? Wie politisch war Seinfeld? Die "Bill Cosby Show"? Eine schrecklich nette Familie? Hör mal, wer da hämmert? Der Prinz von Bel Air? Scrubs?

      Ich schaue Filme und Serien wegen der Handlung und den Figuren. Versteckte, politische Anspielungen brauche ich da nicht. Ist dann oft sogar peinlich, wie die Nazi-Ansprache von General Hux in Episode VII. Dass Nazis und Faschismus böse sind, kapiert doch der normale Mensche von selbst. Das muss einem doch nicht Hollywood beibringen.

      Glaubt hier irgendjemand, dass Menschen "Nazis" böse finden, weil sie die Gegenspieler bei Indiana Jones waren? Werden Neonazis mit alten Indiana Jones Filme therapiert? In den alten Paten-Filmen wird die Mafia teilweise positiv dargestellt. Sind das dann Werbefilme für das "organisierte Verbrechen"? Oder mochten die Zuschauer die Figuren und die Handlung der Filme?

      Pepe Nietnagel schrieb:

      War denn die alte Alf-Serie politisch? Wie politisch war Seinfeld? Die "Bill Cosby Show"? Eine schrecklich nette Familie? Hör mal, wer da hämmert? Der Prinz von Bel Air? Scrubs?

      Einen guten Teil davon habe ich nie gesehen aber "Eine schrecklich nette Familie" zum Beispiel hat für die Auseinandersetzung mit Rollenbildern viel getan. "Der Prinz von Bel Air" hat sich massiv mit Rassenthemen beschäftigt und "Scrubs" hat sich um die Überarbeitung einer ganzen Generation gedreht - und die Komplettaufgabe für ein Berufsleben, den Struggle damit und die einhergehende Hilflosigkeit (diese Wurzellosigkeit und Unsicherheit im Verbund mit dem sehr amerikanischen "Anything goes" kam dann übrigens in "How I Met Your Mother" noch mal sehr erfolgreich wieder).

      Pepe Nietnagel schrieb:

      Sind das dann Werbefilme für das "organisierte Verbrechen"?

      Nö, das waren Filme über das Selbstverständnis der Italo-Amerikaner. Scorsese hat daraus fast ein ganzes Sub-Genre gemacht. Es geht in diesen Filmen immer über den amerikanischen Traum, das Hocharbeiten dafür und wie daraus ein amerikanischer Alptraum wird.

      "You're fighting a war you've already lost."
      "Well, I'm known for that."

      Pepe Nietnagel schrieb:

      Kiddo schrieb:

      Die Idee von kruemel ist gar nicht schlecht, die Serie an sich könnte "unpolitisch" und einfach nur comedy sein, und nur durch die Blume ("illegal" alien) politische Aspekte einbeziehen. da könnte man sich so richtig austoben (siehe true blood, wo man Vampire praktisch gegen homosexuelle austauschen kann).


      Damals bei Buffy waren die Vampire einfach böse und auch keine Analogie auf irgendwas.
      buffy soll nicht politisch gewesen sein?
      Für mich als Mädchen damals war buffy aber ein totales Vorbild, große Klappe, clever und konnte jeden Typen in Sekunden fertig machen,der ihr blöd kam. Und, es waren "mal wieder" irgendwelche Männer, die beschlossen haben das eine Frau Jägerin werden sollte... Dir als Junge damals ist das vielleicht nicht aufgefallen aber ich liebe joss whedon für diese message bis heute.

      Und ja, man kann in fast jeder Serie diese message finden.

      Und darum geht es in (guten) Serien /Filmen auch :um eine Aussage, mit der man sich identifizieren kann. Man kann auch ja trotzdem berieseln lassen, aber gleichzeitig kann es ja eine Bedeutung haben.
      ​​​​​​
      Und wenn du in all den von dir aufgezählten Serien wirklich kein politisches Thema erkennst, hast du die nicht verstanden. Siehe den post von gregmckenna.
      Every life comes with a death sentence.
      ANZEIGE

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Kiddo“ ()

      Kiddo schrieb:

      Pepe Nietnagel schrieb:

      Kiddo schrieb:

      Die Idee von kruemel ist gar nicht schlecht, die Serie an sich könnte "unpolitisch" und einfach nur comedy sein, und nur durch die Blume ("illegal" alien) politische Aspekte einbeziehen. da könnte man sich so richtig austoben (siehe true blood, wo man Vampire praktisch gegen homosexuelle austauschen kann).


      Damals bei Buffy waren die Vampire einfach böse und auch keine Analogie auf irgendwas.
      buffy soll nicht politisch gewesen sein?
      Für mich als Mädchen damals war buffy aber ein totales Vorbild, große Klappe, clever und konnte jeden Typen in Sekunden fertig machen,der ihr blöd kam. Und, es waren "mal wieder" irgendwelche Männer, die beschlossen haben das eine Frau Jägerin werden sollte... Dir als Junge damals ist das vielleicht nicht aufgefallen aber ich liebe joss whedon für diese message bis heute.

      Und ja, man kann in fast jeder Serie diese message finden.

      Und darum geht es in (guten) Serien /Filmen auch :um eine Aussage, mit der man sich identifizieren kann. Man kann auch ja trotzdem berieseln lassen, aber gleichzeitig kann es ja eine Bedeutung haben.

      Und wenn du in all den von dir aufgezählten Serien wirklich kein politisches Thema erkennst, hast du die nicht verstanden. Siehe den post von gregmckenna.


      Das Buffy eine weibliche Hauptfigur hat, ist für dich "eine politische Botschaft"? Ernsthaft?

      Ich konnte mich mit Buffy auch identifizieren, trotz anderem Geschlecht. Das war doch schon in den 90er Jahren "kein Problem" ...

      Man kann Buffy auch wunderbar interpretieren über ein Mädchen, dass mit ihreren Freunde durch den Horror der Highschool durch musste. Aber ist das für dich eine "politische Aussage"?

      GregMcKenna schrieb:

      Pepe Nietnagel schrieb:

      War denn die alte Alf-Serie politisch? Wie politisch war Seinfeld? Die "Bill Cosby Show"? Eine schrecklich nette Familie? Hör mal, wer da hämmert? Der Prinz von Bel Air? Scrubs?

      Einen guten Teil davon habe ich nie gesehen aber "Eine schrecklich nette Familie" zum Beispiel hat für die Auseinandersetzung mit Rollenbildern viel getan. "Der Prinz von Bel Air" hat sich massiv mit Rassenthemen beschäftigt und "Scrubs" hat sich um die Überarbeitung einer ganzen Generation gedreht - und die Komplettaufgabe für ein Berufsleben, den Struggle damit und die einhergehende Hilflosigkeit (diese Wurzellosigkeit und Unsicherheit im Verbund mit dem sehr amerikanischen "Anything goes" kam dann übrigens in "How I Met Your Mother" noch mal sehr erfolgreich wieder).

      Pepe Nietnagel schrieb:

      Sind das dann Werbefilme für das "organisierte Verbrechen"?

      Nö, das waren Filme über das Selbstverständnis der Italo-Amerikaner. Scorsese hat daraus fast ein ganzes Sub-Genre gemacht. Es geht in diesen Filmen immer über den amerikanischen Traum, das Hocharbeiten dafür und wie daraus ein amerikanischer Alptraum wird.


      Man merkt schon, dass du die meisten Serien damals nicht gesehen hat. Gerade "Eine schrecklich nette Familie" wimmelte 11 Staffeln vor Klischees. Die Serie war teilweise sogar "Frauen-feindlich" aus heutiger Sicht. Aber eine "politische Erziehung" sah ich da keine ...

      Das gleiche bei Scrubs. Da wurde der Alltag junger Ärzte als Basis für eine Sitcom genommen. Bei "Prinz von Bel Air" oder "Alle unter einem Dach" waren alle Darsteller schwarz und niemand wäre auf die Idee gekommen, dahinter irgendeine "politische Botschaft" zu interpretieren.

      Und auch beim Paten liegst du mit deiner Interpretation meilenweit daneben. Aber das nur so nebenbei ;)

      Mir geht es darum, dass TV-Serien produziert werden um die Leute zu unterhalten. Nicht, um ihnen irgendwelche politischen Ideen einzureden. Ich würde keine Serie sehen wollen, wo ich das Gefühl habe, dass mir irgendwas eingeredet wird.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Pepe Nietnagel“ ()

      Es nennt sich Sexismus und wenn du denkst dass es das heute nicht mehr gibt, dann liegst du sowas von falsch.
      ​​​​​​​Sarah Michelle gellar nutzt bis heute ihre alte Rolle und spricht junge Mädchen an, sagt sie sollen mutig sein und sich trauen. Das ist die Botschaft.

      Und al Bundy war NATÜRLICH voller Klischees, das ist es ja was geschlechterrollen ausmacht. Genauso wie die anderen aufgelisteten Serien (die meisten habe ich gesehen) eine message haben.

      Aber man kann natürlich auch alles schön oberflächlich betrachten und den tieferen Aspekt ignorieren. Nur ist es eben eine Tatsache, dass die meisten Serienmacher diese message rüber bringen wollen, niemand will eine sinnlose Platte Serie "nur" zum "berieseln" machen.
      Every life comes with a death sentence.

      Pepe Nietnagel schrieb:

      Mir geht es darum, dass TV-Serien produziert werden um die Leute zu unterhalten. Nicht, um ihnen irgendwelche politischen Ideen einzureden. Ich würde keine Serie sehen wollen, wo ich das Gefühl habe, dass mir irgendwas eingeredet wird.

      Nein, Stoffe werden immer produziert um etwas zu sagen. Und bei Buffy wird dir ne Menge an feministischen Haltungen eingeredet (was zum Erfolg der Serie beitrug). Gibt wissenschaftliche Untersuchungen dazu. Mach dich dazu ruhig mal selbst auf die Suche: Buffy was a feminist parable for everyone

      "You're fighting a war you've already lost."
      "Well, I'm known for that."

      Pepe Nietnagel schrieb:

      Aber eine "politische Erziehung" sah ich da keine ...
      Bei "Prinz von Bel Air" oder "Alle unter einem Dach" waren alle Darsteller schwarz und niemand wäre auf die Idee gekommen, dahinter irgendeine "politische Botschaft" zu interpretieren.

      Wie genau schaust du dir bitte Serien an? 'Prinz von Bel Air' und keine politische Botschaft. Bitte? Ich war zwar nie Fan der Serie, aber natürlich wurde hier das Thema Rassissmus oft genug thematisiert. Als ich letzens Mal bei einer Folge hängen geblieben bin, ging es um das Männer-/Frauenbild und um gewalttätige Übergriffe gegen Frauen. Ich glaube du störst dich hier einfach nur an dem Wort 'politisch'. Politisch heisst doch nicht einfach nur rechts, links, konservativ etc. wählen. Es bedeutet auch nicht, dass die Akteure dann plump auf Politiker eindreschen etc. Politik hat nun mal einen wesentlichen Einfluss auf gesellschaftliche Strukturen. Sie verändert Gesellschaft, zum Positiven wie auch zum Negativen. Wenn dann eben gesellschaftliche Zustände in den Serien thematisiert werden, dann sind sie eben auch politisch ausgerichtet. Das heißt aber nicht, dass sie konkret Stimmung für irgendeine Seite machen, sondern eben 'aufdecken'. Wenn man zB in der 'Cosby Show', die ich nie gemocht habe, nur eine Form der Berieselung gesehen hat, hat man nicht verstanden, was die Macher im Grunde bezweckt haben. Die wohlhabende, farbige Großfamilie...Er Arzt, sie Anwältin und dann noch alles wohl erzogene Kinder...War für die 80er natürlich völlig normal und ist es ja sogar heute noch, gerade in den Staaten. 8| Natürlich steckt da ein politisches Statement dahinter.

      They made me do it

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „kruemel_1978“ ()

      GregMcKenna schrieb:

      Pepe Nietnagel schrieb:

      Mir geht es darum, dass TV-Serien produziert werden um die Leute zu unterhalten. Nicht, um ihnen irgendwelche politischen Ideen einzureden. Ich würde keine Serie sehen wollen, wo ich das Gefühl habe, dass mir irgendwas eingeredet wird.

      Nein, Stoffe werden immer produziert um etwas zu sagen. Und bei Buffy wird dir ne Menge an feministischen Haltungen eingeredet (was zum Erfolg der Serie beitrug). Gibt wissenschaftliche Untersuchungen dazu. Mach dich dazu ruhig mal selbst auf die Suche: Buffy was a feminist parable for everyone


      Buffy war eine Feministin? Und was war zig Jahre zuvor dann Supergirl und WonderWoman?

      Für mich sind das einfach "Über-Interpretationen". Genauso sehe ich auch nichts revolutionäres, wenn eine "schwarze Familie" reich und wohlhabend dargestellt wird. Natürlich gibt es überall Rassismus, vor allem in den USA. Aber verändern solche Serien die politische Handlung der Zuschauer? Das wird doch alles völlig überbewertet.

      So viel wird überinterpretiert: Wenn Star Wars die Kernaussage "böse Diktatur" hätte, wären dann nicht alle Märchen gegen Monarchien, wo ein böser Herrscher vorkommt? Nur mal von der Logik betrachtet.

      Beispiel für die Über-Interpretation von Serien am Beispiel von "Two and a half Man": Was will uns eigentlich die Serie vermitteln, wenn Charlie Sheen mit seinen Frauen-Geschichten der "coole Held" der Serie ist, während sein Bruder als Loser mit Ex-Frau und dummen Kind" dargestellt wird?

      Familien sind schlecht? Heirate nicht? Setz keine Kinder in die Welt? Beglücke jede Frau, die nicht bei drei auf einem Baum ist? Kauf dir ein Strandhaus und sauf dich jede Nacht zu? Oder lebt die Comedy-Serie nicht einfach von dem Kontrast zwischen den beiden Hauptfiguren? Ist es nicht einfach simple Unterhaltung gewesen?

      Wenn ich wissen will, was die Macher mit einem Film oder eine Serie aussagen wollte, dann würde ich einfach zuhören, was die Macher selbst zu ihren Werken sagen. Wenn es um das Thema "Der Pate" geht, würde ich mich mal auf die Suche nach Interviews mit Francis Ford Coppola und Mario Puzo machen und nicht anfangen, irgendwelche Dinge zu interpretieren, die ich selbst in diesen Werke sehe.

      Und das beste Beispiel für diese "politische Beeinflussung der Zuschauer" sind die neuen Star Wars Filme. Kein normaler Zuschauer hat sich daran gestört, dann wir hier eine weibliche Heldin haben oder dass Finn schwarz ist. Aber wenn man dann die "politische Haltung" der Macher so mit dem Holzhammer draufgeschlagen bekommt, dass sogar die Handlung darunter leidet (Mary Sue Thematik), dann machen die Filme keinen Spaß mehr.

      Das gleiche auch beim Buffy-Reboot. Anstatt einfach zu sagen "die neue Jägerin ist die Hauptdarstellerin XY", wird primär wert auf ihre Hautfarbe gelegt. Wir wollen eine farbige Hauptdarstellerin. Warum? Warum kann man nicht einfach die "bestmögliche Schauspielerin" für die Rolle verpflichtet? Hat man Sarah Michelle Gellar damals verpflichtet, weil sie "weiß" war?

      ​​​​​​​Genauso wäre es auch beim Alf-Reboot, wenn die Macher das als Analogie zur Flüchtlings-Thematik machen würde. Warum lässt man Alf nicht Alf sein und dreht eine zusätzliche "anspruchsvolle Serie" über Flüchtlinge und / oder Einwanderung in die USA? Warum kann nicht Alf einfach Alf bleiben?
      Du kannst die Serien so interpretieren wie du willst, das steht dir frei.

      Tatsache ist, viele, wenn nicht fast alle, serienmacher wollen ihrer Kreation eine tiefere Bedeutung geben, die ein aktuelles gesellschaftliches Thema oder mehrere anschneidet. Manche verpackten sehr subtil, andere hauen uns ihre Meinung um die Ohren. Das kann man später in Interviews nachweislich erfahren, da muss man jetzt nicht hin und her diskutieren.
      ​​​​​​
      Alf bietet sich zum aktuellen Zeitpunkt einfach an für eins dieser Themen. Ist aber nur Spekulation, wer weiß was die im Sinn haben.
      Every life comes with a death sentence.

      Pepe Nietnagel schrieb:


      Für mich sind das einfach "Über-Interpretationen". Genauso sehe ich auch nichts revolutionäres, wenn eine "schwarze Familie" reich und wohlhabend dargestellt wird. Natürlich gibt es überall Rassismus, vor allem in den USA. Aber verändern solche Serien die politische Handlung der Zuschauer? Das wird doch alles völlig überbewertet.

      Betrachtest du denn nie den gesellschaftlichen Kontext zu der jeweiligen Zeit? Eine wohlhabende, schwarze Familie mit Statusberufen war ganz sicher für die damalige Zeit revolutionär. Und dann spielt die Serie auch noch in NY. Mit der Bronx hatte und hat man auch heute noch eine der Hochburgen in Sachen Rassissmus. Mit der Serie wurde dem amerikanischen Publikum ein völlig neues afroamerikanisches Bild aufgezeigt. Ja, der Erfinder der Serie hat sich mit Motiven in der Öffentlichkeit immer bedeckt gehalten. Allerdings braucht man nur nach den Stichworten 'The Cosby show and its Role' zu googeln. Der erste Treffer ist gleich mal eine Doktorarbeit, die sich allein um die Cosby Show und ihre Rolle in der damaligen Gesellschaft befasst. Du findest im Internet weiterhin genügend Rezeptionen, Essays etc. die sich ebenso mit der Show und den damaligen Verhältnissen auseinandersetzen. Kann irgendwie nicht sein, dass die das alle 'überinterpretieren'.

      Pepe Nietnagel schrieb:


      Genauso wäre es auch beim Alf-Reboot, wenn die Macher das als Analogie zur Flüchtlings-Thematik machen würde. Warum lässt man Alf nicht Alf sein und dreht eine zusätzliche "anspruchsvolle Serie" über Flüchtlinge und / oder Einwanderung in die USA? Warum kann nicht Alf einfach Alf bleiben?

      Die Frage ist einfach, ob ein schlichtes Reboot wirklich erfolgreich sein kann. Willie gibt es nicht mehr, die Tanners generell nicht, der Alf von damals war eben damals voll cool. Und mal so am Rande: so unpolitisch war Alf schon damals nicht. Willie hat doch im Bereich Immigration gearbeitet. Bei der einen Folge mussten sie sich um ein Flüchtlingskind kümmern, dass sie an der Grenze aufgegabelt haben. Würde ich die Folgen in Ruhe noch mal durchgehen, würde ich wahrscheinlich noch mehr finden. Mir kam die Idee nur spontan, weil Alf generell eine grosse Klappe hat und so ziemlich gut den 'typischen Ami' abbilden kann. Aktuell sitzt im Weißen Haus ein großkotziger Clown, der nicht stillhalten kann. Alf hingegen gibt den Clown auf der Mattscheibe und könnte somit erhört werden. Und nochmal: es geht dabei nicht um Belehrung, sondern um 'Awareness'. Bei 'Roseanne' hatte es irgendwie auch geklappt, obwohl ich dort die Themen als sehr erzwungen gesehen habe, haben die Leute zunächst mal hingeschaut und zugehört. Ein guter Anfang. Am Ende hat es Frau Barr selbst kaputt gemacht.

      Jetzt aber davon auszugehen, dass politische Themen im TV keinerlei Einfluss auf die Gesellschaft haben, ist doch eher sehr kurz gedacht. Wir leben in einem Zeitalter, in dem sich Menschen durch Bots im Bereich Social Media beeinflussen lassen, auf die krudesten Verschwörungstheorien im Internet abfahren und tatsächlich in Trump einen Menschen sehen, der von Gott geschickt wurde. :what: Oh ja, man kann auch mit Serien und Filmen sehr viel in der Richtung erreichen.

      They made me do it

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „kruemel_1978“ ()

      Film und Serienmacher machen doch ihr Produkt immer, weil sie eine Message, ein Lebensgefühl, ein Zeitgefühl rüberbringen wollen. Selbst American pie hat doch den Zahn der Zeit getroffen und pubertierenden Jugendlichen so viel erzählt.

      Klar gibt es auch Filme die nix vermitteln wollen. Sharknado zB
      ​​​​​​​Das ist dann purer Trash.