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Oscars 2019

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    Es gibt 305 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Martyy.

      Die Oscars bekommen eine neue Kategorie: "Award for Outstanding Achievement in Popular Pictures". Außerdem soll die Übertragung der Preisverleihung global besser zugänglich gemacht werden.


      "You're fighting a war you've already lost."
      "Well, I'm known for that."
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      Ich suche ja schon eine Weile nach einem Grund mir das nicht mehr live anzuschauen, die Academy liefert gleich drei, auch nicht verkehrt.
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      1.) Die Quasi Blockbuster Kategorie ist Schund, sind das hier die MTV Movie Awards? Sowas kommt vor Stunt Leuten und Casting Directors, ugh.
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      2.) Die Awardseason ist so schon unglaublich gepresst, deadlines und Screener Verfügbarkeiten werden noch knapper. Und noch wichtiger, die Nominierungsphase ist für viele "Oscarfilme" der wichtigste Einnahme Zeitraum, ich kann mir nicht vorstellen dass die Industrie da ruhig bleibt.
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      3.) Awards während der Werbepausen zu vergeben ist eine Frechheit. Gerade für die Menschen in den kleinen Kategorien gibt es hier oftmals die 5 Minuten Ruhm die sie verdient haben. Auch da kann ich mir nur schwer vorstellen dass die Guilden es einfach so hinnehmen werden.

      ​​​​​​​Grausam.
      ​​​​​​


      "No form of art goes beyond ordinary consciousness as film does,
      straight to our emotions, deep into the twilight room of the soul.
      "
      Ingmar Bergman
      Ich bin schockiert. Nein, ich bin wütend.

      Jeder, der solch ein Dingen in die Hand gedrückt bekommt, hat das Recht, auch im Fernsehen angemessen gewürdigt zu werden.

      Die Popular Film-Kategorie ist auch nur ein Problem, weil es komplett aufgeweicht wird. Die sind nicht mutig genug, Black Panther als Best Picture zu nominieren? Dann sollen sie es lassen. Aber das da ist doch halbgar.

      Wie dem auch sei, in unserer News auf der Hauptseite habe ich da noch mehr zu geschrieben:

      Grundsätzlich finde ich die Idee mit dem "Oscar für den besten populären Film" nicht schlecht. Kann ja auch nicht sein, dass der "Beste Film Oscar" als Marketing-Tool für kaum bekannte Filme benutzt wird.

      Aber wird das die Oscar retten?
      Die Oscars verlieren immer mehr an Ansehen. Früher haben auch mal "populäre Filme" den Oscar für den "besten Film" gewonnen. Ob "Titanic" oder zuvor "Der mit dem Wolf tanzt". Und zum anderen werden bei den Oscars eben die VoD-Serien nicht berücksichtigt, die von Jahr zu Jahr immer populärer werden und wo i.d.R. auch die Qualität stimmt.

      Gibt es eigentlich schon einen Preis für die VoD-Serien und -Filme? So ein Preis könnte relativ schnell populär werden. Würde mich spontan auch mehr interessieren, als die Oscars. Die VoD-Serien kennt man eben. House of Cards, Organge is the new Black, Game of Thrones (ok, ist von HBO), usw. Dagegen muss man nach der Veröffentlichung der Oscar-Nomminierung nach vielen Filmen erstmal "googlen" ...
      Für Serien gibts die Emmys.
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      Ach übrigens: Disney gehören Pixar, Lucasfilm, Marvel und jetzt auch Fox. Man kann also davon ausgehen, dass der Popular Preis in den meisten Fällen an sie gehen wird. Wenn man sich jetzt noch ins Gedächtnis ruft, dass Disney zusätzlich zig Millionen in die Übertragungsrechte der Oscars investiert hat, dann braucht man nur eins und eins zusammen zählen: Sie haben dann ihren eigenen Award, der groß im TV gefeiert wird, während man technische Kategorien dafür in Montagen verbannt.


      "No form of art goes beyond ordinary consciousness as film does,
      straight to our emotions, deep into the twilight room of the soul.
      "
      Ingmar Bergman
      Die Auszeichnung für einen wirklich populären Film waren für mich immer die Einspielergebnisse und der Internet-Buzz. Einen Filmpreis in Form einer goldenen Statue braucht ein solcher Film meiner Meinung nach nicht. Für so etwas gibt es die MTV-Movie-Awards. Und dass populäre Filme nicht nominiert und ausgezeichnet werden, liegt ja nicht nur an der Academy. Die Zuschauer könnten ja hin und wieder auch mal verstärkt was anderes schauen als die großen Brummer und damit etwas populär machen, was es verdient hat.
      ÕRichtig. Populäre Filme haben genug Marketing. Kleinere Filmperlen sollen hier Aufmerksamkeit bekommen, damit diese ggf. mehr gewürdigt werden. Hat meines Erachtens dieses Jahr gut bei Three Billboards geklappt.
      Aber ich will weder Mission Impossible noch Infinity War bei den Oscars sehen, technische Kategorien ausgenommen. Und ich fand beide Filme Klasse. Billboards oder The Shape of Water sind dann nochmal was anderes.

      Ist ja jetzt auch nicht so, als würden Blockbuster komplett ignoriert werden, ich erinnere gerne an die Nominierungen Best Picture für Avatar oder Mad Max.
      Ich und einige andere definitiv nicht. Da wird der Stellenwert komplett verweichlicht.

      Sie haben ja schon zehn Filme in der Kategorie, ich erinnere mich noch an die fünf, die es vorher gab. Da gibt es Möglichkeiten.
      Vielleicht haben die Leute auch einfach zunehmend ein Problem mit unvollziehbaren Snubs. Da macht es solch eine Kategorie nicht besser. Ist ein Film gut, soll er nominiert werden, egal ob Arthouse oder Popcornfilm. Wenn nicht, soll er ignoriert werden, ganz einfach.

      Emily schrieb:

      Ich und einige andere definitiv nicht. Da wird der Stellenwert komplett verweichlicht.

      Sie haben ja schon zehn Filme in der Kategorie, ich erinnere mich noch an die fünf, die es vorher gab. Da gibt es Möglichkeiten.
      Vielleicht haben die Leute auch einfach zunehmend ein Problem mit unvollziehbaren Snubs. Da macht es solch eine Kategorie nicht besser. Ist ein Film gut, soll er nominiert werden, egal ob Arthouse oder Popcornfilm. Wenn nicht, soll er ignoriert werden, ganz einfach.


      Problem ist aber, dass die Oscars immer mehr an Relevanz verlieren. Auch an Zuschauern bei der Live-Übertragung ;)

      Der letzte Oscar-Gewinn, der mich noch interessiert hat war, als Martin Scorsese damals seinen Oscar bekam. Und das ist nun schon über 10 Jahre her ...

      Früher haben viele populäre Filme Oscars gewonnen. In den letzten 15 Jahren hat sich das leider gedreht. Finde ich schon schade. Im übrigen kann man sich noch viele "andere Oscars" ausdenken: "Bester Hauptdarsteller in einer Comic-Verfilmung" ...

      Im Endeffekt ist der "wichtigste Kino-Preis" auch nur so relevant wie das Medium Kino. Und ich kann nur für mich sprechen, aber in den letzten 10 Jahren hat das Kino wesentlich als Relevanz verloren.

      Ich persönliche nehme die Oscars nicht mehr ernst. Dieses Jahr hat ein Film gewonnen, dessen Handlung sich um eine Putzfrau dreht, die mit einem gefangenen See-Menschen eine persönliche Beziehung aufbaut. Bestimmt ein toller Film, nur wer soll sich dafür interessieren? Gab es früher in den 70er, 80er und 90er Jahren nicht "bessere Geschichten?"
      Fun Fact: Bis 1929 gab es sogar zwei "Best Picture"-Kategorien: "Outstanding Picture" (ging an die großen Kriegsfilme mit enormem Budget) und "Best Unique and Artistic Picture" (ging eher an Murnau). 1930 wurde Zweiterer rausgeschmissen und es blieb nur noch die "Outstanding Picture"-Kategorie. Heißt also, die "Best Picture"-Kategorie ist schon der "most popular"-Award. Seit 88 Jahren. ^^

      "You're fighting a war you've already lost."
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      Keine Ahnung, wieso es unbedingt einen "Blockbuster-Oscar" geben muss. Weil dann die Hardcore-Fans (für die im Falle einer Nichtnominierung ihrer liebsten Filme der Oscar eh "komplett überbewertet" ist) sich freuen, dass der Film den sie mögen, einen der wichtigsten bzw. für die Masse prestigeträchtigsten Filmpreis (der dann auf einmal nicht mehr komplett überbewertet ist :) ) holt bzw. dafür nominiert ist? Ob das wirklich neue Zuseher vor den Fernseher locken wird? Bleibt mal abzuwarten, vielleicht wird diese Kategorie auch als eine Art "Deppen"-Oscar wahrgenommen.

      Dann doch lieber Kategorien für Stunts oder Motion Capturing, würde mehr Sinn ergeben als eine Trennung in "Arthouse" und "Blockbuster". Wobei ich damit noch leben könnte, würde man nicht auf die Idee verfallen sein, diverse "unwichtige" Nebenkategorien nicht live zu zeigen (was für die Gewinner ja wirklich eine Beleidigung sondergleichen ist), anstatt einfach mal die Werbung zu kürzen.
      Ich wäre eher für den Oscar "Bester Fantasy / Sci-Fi / Horror" des Jahres. Denn Regisseure wie Alex Garland oder Studios wie A24 beweisen auch im "Genre", wenn man mir den Ausdruck verzeiht, kann man sehr anspruchsvolle Arbeiten abliefern. Aber auch damit kann man schlecht neue Zuschauer gewinnen. Wobei man sagen muss, wenn "M:I 6" den 'Marquee'-Oscar ( ^^ ) kommendes Jahr bekommt wird sich keiner mehr beschweren, zumindest nicht über einen unverdienten Sieger.



      Die Idee ansich finde ich nicht schlecht, aber die Bezeichnung ist halt komplett Dumm.
      Denn damit beleidigen sie ja im Prinzip die Filme die als Best Picture nominiert werden - Können die denn nicht auch Populär sein?

      Man hätte es besser Best Blockbuster Picture oder so nennen sollen.

      Aber mal ne andere Frage.
      Kann ein Film die Black Panther dann automatisch nur in der Best Popular Kategorie nominiert werden?
      Also sind filme die ein gewisses Box Office ergebniss überschreiten, damit automatisch ausgeschlossen von einer Best Picture nominierung?

      Weil das wäre ja dann auch wieder dreist...
      Über die genauen Bestimmungen ist noch nichts bekannt.

      Ich fände es ja lustig, wenn die Academy Mitglieder (Sofern sie denn abstimmen) trollen und bei Best Picture und Best Popular Picture die gleichen Filme nennen würden :D ​​​​​​​


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