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Homecoming [Amazon]

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    Es gibt 52 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Payback.

      Homecoming [Amazon]

      Erster Trailer zur neuen Amazon-Serie „Homecoming“ von „Mr. Robot“-Schöpfer Sam Esmail.



      "Die Geschichte dreht sich um die Erlebnisse von Heidi Bergman, gespielt von Julia Roberts: Sie ist Sachbearbeiterin im Homecoming Transitional Support Center, einer Einrichtung der Geist Group, die Soldaten dabei hilft, wieder ins zivile Leben zurückzufinden. Dort trifft sie auf Walter Cruz (Stephan James), einen Soldaten, der in eine neue Phase seines Lebens starten will. Colin Belfast (Bobby Cannavale) ist Heidis Vorgesetzter und für die Einrichtung verantwortlich. Doch die manischen Eigenarten des ehrgeizigen Unternehmers lassen fragwürdige Motive vermuten

      Anfang 2019 soll die Thriller-Serie bei Prime verfügbar sein.

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      Kritiken zur neuen Serie von "Mr. Robot"-Schöpfer Sam Esmail.

      rottentomatoes.com/tv/homecoming/s01

      :goodwork:

      Die Serie ist der pure Wahnsinn und neben The Handmaids Tale und Mindhunter das Beste, was das Serienuniversum in den letzten 1-2 Jahren neu hervorgebracht hat. Mir fehlen zwar noch drei Episoden der ersten Staffel, aber ich bin extrem entzückt. Der Einfluss bzw. die Handschrift von Mr. Robot-Schöpfer Sam Esmail ist mal wieder exzellent und strotzt nur so vor zwielichtiger Spannung, intelligenter Gesellschaftsrkitik und einer herrlich unkonventionellen Inszenierung. <3

      Schaue nach getaner Arbeit noch die letzten drei Folgen. Könnt euch heute Abend schon mal auf eine fette Lobeshymne von mir einstellen. ;)






      Bavarian schrieb:

      Könnt euch heute Abend schon mal auf eine fette Lobeshymne von mir einstellen.


      Here we go. Some 10 out of 10-Shit.

      Bis auf zwei oder drei solide Ausnahme hielt ich bisher nicht sonderlich viel von den Prime Originals, doch mit Homecoming gelingt mal eben der Serien-Newcomer des Jahres. Dass der Mr. Robot-Schöpfer seine Finger im Spiel hat, ist unverkennbar. Zunächst könnte man inhaltlich annehmen, es handle sich um ein Drama mit der Sozialarbeiterin Julia Roberts, welche traumatisierte Veteranen betreut, doch die Show ist viel, viel (!) mehr und mutiert zu einem komplexen, raffiniert geschriebenen und mysteriösen Psycho-Thriller, der sich der Instrumentalisierung von Soldaten (und noch viel mehr) widmet. Und was passiert, wenn man sich gegen die subtilen Mächten auflehnt, die einen steuern? Diese Frage stellt sich Homecoming auf eine brodelnde und paranoide Art und Weise. Wieder steht ein Konzern/eine Institution im Mittelpunkt. Anstellte von E-Corp (Mr. Robot) lernen wir diesmal Geist kennen. Ähnlich unheilvoll wird das Logo in Szene gesetzt. Und wie auch bei Mr. Robot, gibt es inszenatorische Spielereien en masse. Und nicht etwa des anders Seins wegen, sondern alles hat Bedeutung sowie emotionalen Wert. Und was für einen. Jedes Detail wird relevant. Das erfordert womöglich zu Beginn etwas Geduld, aber bis man sich versieht, hat Homecoming den Zuschauer im Bann. Schnell merkt man: Die Serie ist anders. Das beginnt bereits bei der Laufzeit der Episoden selbst (27-38 Minuten) und hört bei dem Bildformat auf Gegenwarts-Ebene auf, das sich - so merkwürdig es anfänglich auch wirken mag - noch perfekt fügen wird. Glaubt mir.

      Hochmoderne Bilder werden mit einem klassischen Score vergangener Tage vereint, welcher sich u. a. vor Vertigo, The Amityville Horror oder Carrie verneigt. Herrlich zu sehen, wie hier paradoxeste Zahnrädchen perfekt ineinandergreifen. Homecoming ist unnahbar, charismatisch und insbesondere in den ersten zwei/drei Folgen wird dem Zuschauer nichts mit dem Silbertablett serviert. Doch wer sich darauf einlässt, wird maximal belohnt. Die Dialoge sind exzellent, die Stimmungen vielfältig und das Schauspiel bemerkenswert. Zugegeben, ich kenne nicht wirklich viel von Julia Roberts, doch wie nuanciert und facettenreich sie hier auftritt, imponierte mir sehr. Selbes gilt für James und Wigham. Bobby Cannavale währendessen mit einer weiteren denkwürdigen Performance im Serien-Universum als ominöser Strippenzieher. Perfekt besetzt. Und sogar in kleinen Nebenrollen verstecken sich kleine Schätze, wie z. B. J. A. White (Shameless). Anfangs womöglich etwas befremdlich, doch im Laufe übertrieben spannend, bis hin zu einem höchst gefühlvollen Finale. Und selbst Lacher bekommt man noch unter. Das volle Programm also.

      Das ist die Ausnahme-Unterhaltung, nach der ich giere. Aktuell ist auf Amazon Prime lediglich die OV im Abo enthalten, wobei 2019 die Synchro nachgereicht wird. S2 ist scheinbar in der Schmiede, wobei auch dieses Ende bereits äußerst rund wäre.

      OUTSTANDING!






      Na dann freue ich mich mal auf Homecoming .
      Lieber @Bavarian danke für das schmackhaft machen , gerade deine Aussage ''das ist die Ausnahme Unterhaltung nach der du gierst''
      hat mich gepackt ,den genau das such ich ständig im Serien Überfluss Jungel da draußen.
      Muss leider noch auf die Deutsche Syncro warten...




      "Ich bin der Dude! Und so sollten Sie mich auch nennen, ist das klar! Entweder so, oder seine Dudeheit, oder Duda, oder ... oder auch El Duderino, falls Ihnen das mit den Kurznamen nicht so liegt."
      Also so langsam fange ich ja an dem Urteil von @Bavarian zumindest was Serien angeht zu vertrauen :D
      Hätte daher schon große Lust die Serie zu gucken... Hab aber kein prime. Gibt's da vielleicht auch nen test - Monat? Und wieviel kostet der Spaß mittlerweile monatlich?Muss mich mal bald mit den Thema befassen.
      Every life comes with a death sentence.
      All das, was @Bavarian gesagt hat!

      Homecoming ist der absolute Wahnsinn. Sei es das verschachtelte Erzählen, die wirklich guten Schauspieler, der klasse Einsatz der Musik oder (vor allem) die tollen Spielereien mit Bildformaten, Unschärfeeffekten und natürlich die äußerst intelligente Inszenierung der zwar eigentlich recht simplen, aber doch auch tiefgreifende Handlung. Die verdrehte Psyche aller Beteiligten, die Geheimnisse, die langsame Erkenntnis sowohl beim Zuschauer als auch bei den Protagonisten. Die mit jeder Folge immer spannendere Handlung über den Missbrauch von Soldaten und deren guter Glaube ans Heimkommen, da tuen sich etliche Gräben auf menschlicher Seite auf.

      Bin gespannt, was man sich hier für Staffel 2 überlegt hat, die Szene nach dem Abspann der letzten Episode macht ja schon mal neugierig auf den weiteren Verlauf. Auch wenn das Ende eigentlich perfekt ist, bin ich schon ziemlich neugierig, wie es weitergehen wird.
      Mein Filmtagebuch



      „I think storytelling is all about children. We human beings love to hear stories being told - and it first happens when you're a kid.“
      - David Chase

      Burning schrieb:

      bin ich schon ziemlich neugierig, wie es weitergehen wird.


      Könnte mir vorstellen, dass

      Spoiler anzeigen
      in einer zweiten Staffel Heidi und Walter keine derart große Rolle oder auch garkeine mehr spielen, da das Ende zwischen den beiden dramaturgisch optimal war.
      Aber darüber hinaus würde ich schon noch gerne weiter in das Mysterium des Geist-Konzerns usw. eintauchen. Speziell nach der After-Credit-Scene, wie du schon sagst.

      Und freut mich natürlich, dass dich die Show ebenfalls so rocken konnte. Habe die Erwartungen ja nicht gerade niedrig gehalten. Aber dazu gibt Homecoming auch keinen Anlass. ^^






      Habe mittlerweile die ersten vier Folgen gesehen und bin auch sehr angetan. Die Serie entfaltet eine richtige Sogwirkung, die Stimmung ist greifbar und teilweise fast schon gewollt anstrengend. Ich finde "Homecoming" wirkt bisweillen sehr experimentell, gar nicht wie eine klassische "Mainstream"-Serie auf Netflix/Amazon. Klasse.

      Mich stört jedoch sehr, dass in vielen Einstellungen die Ränder irgendwie verschwommen sind. Das war schon bei Jessica Jones so und dem Vernehmen nach soll das bei Chilling Adventures of Sabrina ja sehr extrem sein. Ist das ein neuer Trend? Was soll das denn?
      Homecoming

      Uiuiuiui, was ein Brett von einer Serie, sehr schönes Ding. Hätte ich zu Beginn vermutlich gar nicht so auf dem Schirm gehabt, aber durch diverse, positive Stimmen wurde ich dann doch ziemlich heiß gemacht und das Beste daran, sie werden dem Endergebnis absolut gerecht.
      Ein echtes Highlight auf dem aktuellen Serienmarkt.

      Dabei hatte ich das nach den ersten paar Episoden noch gar nicht mal vermutet. Die gefielen mir zwar schon und auch dieses besondere Etwas schwang schon unterschwellig mit, konnte mich zu dem Zeitpunkt aber noch nicht so ganz packen. Aber das ich dann die letzten 6 Episoden quasi am Stück durchgezogen habe, sagt dann denk ich mal schon viel aus.
      Beginnt die Serie noch verhältnismäßig harmonisch und beinahe familiär, entwickelt sich das im Laufe der Geschichte allerdings in eine ganz andere Richtung. Der Zuschauer fühlt sich zunehmend unbehaglicher und beklemmender und solange man noch nicht ganz genau weiß, worauf das Ganze nun hinausläuft, wirkt alles dazu noch sehr mysteriös. Lange Zeit hätte ich gar nichts ausschließen können.
      Es wird schnell klar gemacht, dass etwas ganz und gar nicht stimmt, die Ungereimtheiten rund um die Figuren nehmen immer stärker zu und durch die nonlineare Erzählweise (die ich generell sehr gerne mag), bekommt man beinahe permanent neue Appetithäppchen serviert, die einen enorm anregen und der Begriff "Sogwirkung" trifft es eigentlich sehr gut.
      Dazu sei noch zu erwähnen, dass man sich mit der Serie kontinuierlich steigert. Es fängt "unten" und steigert sich mit jeder Episode ohne einmal abzufallen. Nicht´s erschien mir unnötig und auch die unterschiedlichen Episodenlängen (von ca. 25 bis 40 Minuten) zeigen auch, dass man hier nicht darauf aus war eine bestimmte Laufzeit zu erreichen, sondern die einzelnen Folgen waren zu Ende, wenn sie eben zu Ende waren.

      Die Atmosphäre war ganz klar das Highlight für mich. Es wirkte irgendwie nostalgisch und futuristisch zur selben Zeit und wenn ich mir die Einrichtungen und die Architektur in Erinnerung rufe, so musste ich auch während der Sichtung an alte Sci-Fi Filme wie Logan´s Run denken.
      Zu dieser bedrohlichen, mysteriösen Atmosphäre trug auch der Score eine ganze Menge bei. In vielen Teilen eher minimalistisch gehalten und deswegen, wie alles andere, bewegt sich auch der Soundtrack mehr in den unterschwelligen Regionen, die den Zuschauer noch etwas mehr kitzeln.
      Hinzu kam ein raffinierter Schnitt und eine noch bessere Kameraarbeit. Ganz toll fand ich dabei diese klassischen Momente, wenn das Bild ganz nah auf ein Gesicht heran zoomt, wenn er oder sie gerade zu einer Erkenntnis kamen oder sich ein grausiger Verdacht breit machte. Das war ebenfalls so schön nostalgisch, dass ich doch häufiger verschmitzt lächeln musste.
      Viele Szenen wurden im Hochformat gedreht, was mich zugegeben, anfangs doch etwas gestört hat. Vermutlich weil einfach ungewohnt. Doch das schöne daran, auch das hat seinen Sinn und Zweck und noch besser war es, dass ich kurz vor der Auflösung auch selbst darauf gekommen bin, was für mich bedeutet, dass man geschickt mit Andeutungen darauf hingearbeitet hat, was wiederum auf das gute Storytelling zurückzuführen ist.

      Schauspieler waren allesamt wirklich gut und es freut mich immer wenn ich ein paar bekannte Gesichter sehe, die aber wiederum nicht zu den allergrößten Star´s zählen.
      Trotzdem fange ich erstmal mit Julia Roberts an und ich weiß gar nicht, ob ich sie überhaupt schon mal besser gesehen habe. Sie spielt ihre Rolle sehr gekonnt und kann einige Facetten präsentieren, die allesamt sitzen.
      Dazu harmoniert sie meines Erachtens sehr gut mit allen anderen Akteuren und vor allem mit Stephen James, mit dem sie wohl auch die meiste Screentime haben dürfte und das, obwohl beide höchst unterschiedliche Charaktere spielen, die man sich vielleicht unter anderen Umständen gar nicht zusammen vorstellen könnte.
      Bobby Cannavale sehe ich immer gerne, genauso wie Shea Whigham und die zwei machen das auch wirklich toll. Zwar fand ich dann beide in Boardwalk Empire etwas besser, allerdings ist der Vergleich auch etwas unfair, da sie dort wesentlich mehr Zeit zur Entfaltung hatten und gerade Cannavale´s Charakter noch mal etwas eigenwilliger und prägnanter war.
      Dennoch eine gute Leistung von allen Beteiligten.

      Tja, was soll man sagen, Homecoming ist vielleicht die beste Serie die in der jüngsten Vergangenheit gestartet ist und verdient auch hier wesentlich mehr Aufmerksamkeit. Es wird kein spektakuläres Effektgewitter abgeliefert und man wird auch nicht permanent vor den Kopf gestoßen. Es sind überwiegend Kleinigkeiten, die dafür aber eine umso größere und längere Wirkung nach sich ziehen.
      Die Inszenierung ist bockstark, die Geschichte intelligent und vor allem auch die Idee dazu ist richtig gut und auch neu (zumindest kenne ich nichts vergleichbares), der Score ist klasse, die Schauspieler genauso, die immer dichter werdende Atmosphäre beinahe zum Greifen und die Kamera sollte auch nochmal´s extra erwähnt werden.
      Gibt´s was zu meckern? Eigentlich nicht´s gravierendes. Zumindest nicht´s, woran ich mich jetzt erinnern könnte und wenn es Kleinigkeiten waren, dann konnte ich locker darüber hinwegsehen.
      Bevor irgendwann die 2. Staffel erscheint, werde ich mir die Erste auch mit Sicherheit nochmal geben.

      9 (Tendenz geht nach oben) von 10 Punkten