Cam (Blumhouse, Netflix)

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    Es gibt 2 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Bavarian.

      Cam (Blumhouse, Netflix)

      Cam





      Produktion: USA 2018
      Genre: Horror / Thriller / Mystery
      Laufzeit: ca. 94 Minuten
      VÖ: 16. November 2018 (Netflix) / 21. September 2018 (Fantastic Fest)

      Regie: Daniel Goldhaber
      Drehbuch: Isa Mazzei
      Produktion: Isabelle Link-Levy, Adam Hendricks, John H. Lang u.a.
      Cast: Madeline Brewer, Patch Darragh, Melora Walters, Devin Druid u.a.





      imdb: imdb.com/title/tt8361028/?ref_=ttrel_rel_tt

      Rotten Tomatoes: rottentomatoes.com/m/cam


      David Lynch soll auf Brian De Palma treffen, mit einem Hauch "Unknown User". Angesiedelt in der Welt der Online-Pornographie muss ein Webcam-Girl plötzlich erschreckend feststellen in ihrem Portal wurde sie mit einem perfekten Replikat ersetzt. Geschrieben wurde der Horror-Thriller von einem ehemaligen Webcam-Girl. Aktuell bei 93% (Rotten Tomatoes).



      ANZEIGE
      Puh, okay. Schwer einzuordnen. Die große Empfehlung werdet ihr hier von mir wohl nicht hören, wenn auch im Kern nicht uninteressant. Nachdem im ersten Akt primär recht banaler Webcam-Irrsinn inszeniert wird, kommt dann auch schon recht bald der angepriesene Story-Kniff, der dann zunächst auch tatsächlich für die gewisse Spannung und Unterhaltung sorgen kann. Die Schattenseiten unseres digitalen Zeitalters, Kontrollverlust und diffuse Identitätszustände zwischen dem realen Ich und dem kreierten Online-Ich. Die Auflösung erschien mir dann wiederum recht halbgar und schwammig, wobei immerhin die aller letzte Szene bzw. die finale Pointe klar ging. Das Werk sieht rein optisch immerhin recht vernünftig aus. Steril eingerichtete sowie ausgeleuchtete Räumlichkeiten, die den Zeitgeist symbolisch gut treffen mögen. Am Ende ist Cam jedoch nicht viel mehr als eine überlange und etwas schwächelnde Black Mirror-Episode. Oder so. Generell war die knappe Laufzeit von ca. 90 Minuten aber angemessen. Ich sag´mal ganz platt: Durchschnitt. Also in qualitativer Hinsicht, da thematisch nicht irrelevant.

      Olly schrieb:

      David Lynch soll auf Brian De Palma treffen,


      Wow. Eben erst gelesen. Also mit der Beschreibung tut man sich und den eigenen Erwartungen sicherlich keinen Gefallen. Inhaltlich mag man zwar mit surrealen Elementen arbeiten (wobei mir da sowieso immer viel zu schnell automatisch von lynchesk gesprochen wird) und auch De Palma-Themen wie Voyeurismus oder Doppelgänger finden Einzug, das stimmt schon, doch Cam mit diesen Größen in einem Satz zu nennen, ist dennoch grob fahrlässig. ^^