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Army of the Dead (Zack Snyder)

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    Es gibt 110 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von KBBSNT.

      Das erste was bei Army of the Dead auffällt, ist die großartige Credit-Sequenz am Anfang des Films. In einer spektakulären und gleichzeitig sehr blutigen Montage zeigt Snyder den Ausbruch des Zombievirus in Las Vegas. Die an Watchmen erinnernde Eröffnungssequenz ist ganz klar sehr früh das Highlight des Films.

      Danach folgt eine unnötig lange Einführung der Charaktere, die es so nicht gebraucht hätte. Die eindimensionalen und uninteressanten Charaktere, vor allem überwiegend Kanonenfutter, mit ihren klischeehaften Konflikten rechtfertigen absolut keine Dreiviertel Stunde für ihre Einführung. Hier hätte Snyder ordentlich straffen müssen.

      Im Kern ist Army of the Dead ein Heistfilm mit Zombies, jedoch bietet das Werk inhaltlich wenig Neues und verläuft oft nach Schema F. Aber so eine Art von Film muss inhaltlich nichts ausgeklügeltes bieten, hier steht der Spaß im Vordergrund, was Snyder größtenteils schafft. Es gibt dennoch einige interessante Aspekte wie die Alpha-Zombies, die Flüchtlingscamps um Las Vegas und die Strukturen in der Stadt selbst. Leider macht der Film zu wenig daraus, dabei wäre hier deutlich mehr drin gewesen.

      Die Action mit ihren brutalen Zombiekills macht ordentlich Spaß. Besonders in der zweiten Hälfte gibt es einige gut gemachte Actionszenen. Inszenatorisch liefert Zack Snyder gewohnt gute Arbeit ab und kann mit den vielen Actionszenen unterhalten. Überraschenderweise gibt es in Army of the Dead wenig von Snyders Lieblingsstilmittel. Der Gebrauch von Zeitlupen lässt sich an einer Hand abzählen. Was jedoch etwas negativ auffällt, ist der zu starke Einsatz von CGI Blut und zu wenige praktische Effekte.

      Mit Army of the Dead ist Zack Snyder ein solider Zombiefilm gelungen, der durch seine brutale Zombieaction Spaß macht, aber das Rad nicht neu erfindet. Mit 2,5 Stunden ist der Film aber gut 20-25 Minuten zu lang, sodass sich in der ersten Hälfte einige Längen einschleichen. Wie zu erwarten sind die Charaktere vergessenswert und nicht der Rede wert. Überraschend ist, dass Matthias Schweighöfer nicht negativ auffällt.
      Der Wechsel von Action, Humor und ernsten Szenen gelingt oft gut, jedoch nimmt sich Army of the Dead einen Ticken zu ernst. Hier und da hätte ein wenig mehr Augenzwinkern gut getan.
      Es funktioniert nicht alles, allerdings stimmt der Spaß fast immer. Zudem hätte es die ein oder andere nervige Figur mit ihren dummen Entscheidungen nicht gebraucht, aber das gehört wohl zum Genre dazu. Am Ende bleiben eine tolle Eröffnungssequenz, ein paar coole Actionszenen und einige gute Ideen, die jedoch nicht zu Ende gedacht wurden.
      Für einen spaßigen Sonntag Nachmittag an dem man sein Hirn ausschaltet und Spaß hat, ist Army of the Dead gut geeignet. Ich hatte trotz der Schwächen meinen Spaß damit.

      6,5/10
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      Ich hab den Film nach den ersten 20 Minuten abgedreht, bin aber auch nicht wirklich ein Fan von den ganzen Zombie Sachen, nur Dawn of the dead hat mir in meiner Jugend gefallen. Für mich völlig langweilig, die Darsteller haben mir auch nicht gefallen.

      Hab wegen der guten Kritiken aufgedreht, die sind aber auf IMDB und Metacritic auch schon eher bescheiden. Daher von mir ohne Wertung.
      Wäre ich Produzent und würde Zack Snyder engagieren, dass erste was ich vertraglich vereinbaren würde: das er keine Zeitlupenszenen verwenden darf. Egal welcher Film, bisher war es nur nerviges Beiwerk und hat den Film sogar zum Teil aus der Dramaturgie geschmissen. Auch wenn es hier wesentlich weniger Szenen waren, sie störten mich dennoch direkt. Vielleicht kann ich die eine Szene, wo die Kamera sich um die Gruppe drehte als der Plan erläutert wird, stehen lassen, aber sonst nervte es.

      Highlight des Films: Der Tiger
      Nächstes Highlight des Films: Der Tiger
      Weiteres Highlight der Films: Der Tiger

      Naja okay. Der Film hatte auch noch weitere Stärken. So fand ich im Grunde die Idee des Films und

      Spoiler anzeigen

      das alle Figuren quasi letztenendes ein Suicide Squad sind[ und alle drauf gehen


      schon durchaus gut. Dave Bautista hatte schon die richtige Ausstrahlung als Anführer dieser Gruppe. Und mir gefiel auch die "Weiterentwicklung" der Zombies her ganz gut. Also mit dem Alpha-Zombies, der Königin etc. Ja auch die Action im zweiten Teil passte.

      Aber, es gab nicht wirklich Spannung, Horror- bzw. Schockeffekte. Es sah mehr wie ein Call of Duty mit Zombies aus. Eine Entwicklung der Figuren gibt es nicht. Die Motive waren manchmal sehr "lachhaft" (insbesondere die der Tochter) und die Dialoge sind natürlich Snyder-typisch bestimmt nicht in der Preisverleihung der Oscars sondern eher bei den goldenen Himbeeren zu finden. Die Chemie der Darsteller fand ich manchmal etwas unpassend und eine Art Falcon and Winter Soldier, Hobbs and Shawn oder sonst irgendeine Beispielkonstellation von 2 grundverschiedenen Typen mit Schweighöfer und Hardwick aufzubauen ging für mich mächtig daneben. Es war nicht so, dass Schweighöfer für mich nervte, weil ich eine Abneigung oder so gegen ihn hätte, nee... es fügte sich für mich einfach nicht wirklich in den Film ein sondern schien nur deswegen da zu sein, damit man einen Clown in der Truppe hat. Ob es wirklich sein musste? Muss jeder für sich selbst entscheiden.

      Denn der Film ist im Grunde bestens für eine Zeit außerhalb Corona konzipiert: Man ruft seine Kumpels an, die sollen mehrere Six-Packs mitbringen, ein paar netten Damen wo man sich nebenbei mit unterhalten kann und dann lasst den lustigen Abend beginnen. Und dafür funktioniert der auch sehr gut und reicht auch. Für mehr aber auch nicht. Wobei ich sagen muss, ich fand ihn besser als einige Filme, die Snyder nach seinem ganz guten Dawn of the Dead Einstand gebracht hat. Vielleicht sollte er lieber im Zombie-Gebiet bleiben.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „-=Zodiac=-“ ()



      Zack hat mal wieder ziemlich viel eingebaut in seinen Streifen.

      Spoiler anzeigen
      ​Roboter, Aliens, Timeloop etc pp.

      -=Zodiac=- schrieb:

      Wäre ich Produzent und würde Zack Snyder engagieren, dass erste was ich vertraglich vereinbaren würde: das er keine Zeitlupenszenen verwenden darf. Egal welcher Film, bisher war es nur nerviges Beiwerk und hat den Film sogar zum Teil aus der Dramaturgie geschmissen.


      Das wäre aber irgendwie sinnlos. Man engagiert einen Zack Snyder unter anderem wegen der Zeitlupen.
      Puh, was für ein Absurditätenkabinett. Da ich Zack Snyders "Dawn of the Dead" Remake als gelungen erachte und eine spaßige Zeit damit hatte, hatte ich mit Army of the Dead etwas zumindest halbwegs ähnliches erwartet. Oh Boy, lag ich falsch. Eine absurde Szene jagt die nächste, nichts ergibt irgendeinen Sinn, nicht mal innerhalb dieser Welt. Dabei machte der Beginn des Films noch Hoffnung, die Einstiegssequenz, in der die Ereignisse stylisch zusammengeschnitten wurden, haben noch richtig Spaß gemacht, auch wurde hier nicht mit CGI-Blut gegeizt und es gab ein paar herrliche Kills. Doch danach nimmt sich Army of the Dead ernsthaft über eine Stunde Zeit, um die völlig belanglosen und überaus blassen Figuren, sowie ihre Beziehungen untereinander zu etablieren. Nach etwa 90 Minuten, nach denen der Film eigentlich hätte vorbei sein müssen, da geht es dann im Grunde erst los. So halb zumindest. Denn Zeit wird weiterhin vertrödelt, es werden völlig absurde Szenen mit Zombiehierachien, Pferden und toten Ungeborenen präsentiert, die laut lachen lassen, allerdings nicht, weil sie so lustig sind, sondern weil sie einfach komplett verblödet sind.

      Man kann in einem Zombiefilm natürlich mehr Dialoge und Charakterenwicklungen einbauen, vor allem wenn damit auch in irgendeiner Weise Bezug auf unsere Gesellschaft genommen wird, aber nicht, wenn man Zack Snyder ist, und ganz offensichtlich verlernt hat, was es heißt unterhaltsame Zombieaction auf den Bildschirm zu bringen. Irrelevante Figuren, noch irrelevantere Dialoge und die Zombieaction kommt auch viel zu kurz und fast nur zum Ende hin vor, wenn auch zwischendurch immer mal Fetzen davon präsentiert werden.

      Mit Army of the Dead kann man sicher eine perverse Version von Spaß haben, aber insgesamt blieb der Film dann doch sehr weit hinter seinen Möglichkeiten und ist mehr ein großes Ärgernis als alles andere. Immerhin der Tiger war cool.
      Mein Filmtagebuch



      „I think storytelling is all about children. We human beings love to hear stories being told - and it first happens when you're a kid.“
      - David Chase

      Burning schrieb:

      Puh, was für ein Absurditätenkabinett. Da ich Zack Snyders "Dawn of the Dead" Remake als gelungen erachte und eine spaßige Zeit damit hatte, hatte ich mit Army of the Dead etwas zumindest halbwegs ähnliches erwartet. Oh Boy, lag ich falsch. Eine absurde Szene jagt die nächste, nichts ergibt irgendeinen Sinn, nicht mal innerhalb dieser Welt. Dabei machte der Beginn des Films noch Hoffnung, die Einstiegssequenz, in der die Ereignisse stylisch zusammengeschnitten wurden, haben noch richtig Spaß gemacht, auch wurde hier nicht mit CGI-Blut gegeizt und es gab ein paar herrliche Kills. Doch danach nimmt sich Army of the Dead ernsthaft über eine Stunde Zeit, um die völlig belanglosen und überaus blassen Figuren, sowie ihre Beziehungen untereinander zu etablieren. Nach etwa 90 Minuten, nach denen der Film eigentlich hätte vorbei sein müssen, da geht es dann im Grunde erst los. So halb zumindest. Denn Zeit wird weiterhin vertrödelt, es werden völlig absurde Szenen mit Zombiehierachien, Pferden und toten Ungeborenen präsentiert, die laut lachen lassen, allerdings nicht, weil sie so lustig sind, sondern weil sie einfach komplett verblödet sind.

      Man kann in einem Zombiefilm natürlich mehr Dialoge und Charakterenwicklungen einbauen, vor allem wenn damit auch in irgendeiner Weise Bezug auf unsere Gesellschaft genommen wird, aber nicht, wenn man Zack Snyder ist, und ganz offensichtlich verlernt hat, was es heißt unterhaltsame Zombieaction auf den Bildschirm zu bringen. Irrelevante Figuren, noch irrelevantere Dialoge und die Zombieaction kommt auch viel zu kurz und fast nur zum Ende hin vor, wenn auch zwischendurch immer mal Fetzen davon präsentiert werden.

      Mit Army of the Dead kann man sicher eine perverse Version von Spaß haben, aber insgesamt blieb der Film dann doch sehr weit hinter seinen Möglichkeiten und ist mehr ein großes Ärgernis als alles andere. Immerhin der Tiger war cool.


      Im Grunde das, was du schreibst. Viel mehr, kann ich da nicht dazu schreiben. Hatte mich anfangs auf den Film gefreut, da ich "Dawn of the dead" richtig gut finde. Aber von DOTD bleibt leider nichts übrig. Alles ist überzogen CGI-insziniert und vieles ist so unfreiwillig dämlich, dass man sich desöfteren an die Stirn fassen muss. Ich bin während des Films auch paar mal weggenickt, weil sich einiges wie Kaugummi gezogen hat. Leider wird es mir weiterhin ein Rätsel sein, warum Zack Snyder es schafft, einen guten, würdigen Zombiefilm zu drehen (Dawn of...) und Jahre später so dermaßen qualitativ dann nachlässt.

      Mehr als 5 von 10, ist für mich nicht drin.

      The Fiend schrieb:

      warum Zack Snyder es schafft, einen guten, würdigen Zombiefilm zu drehen (Dawn of...) und Jahre später so dermaßen qualitativ dann nachlässt.

      Drehbuch "Army of the Dead": Zack Snyder, Shay Hatten, Joby Harold
      Drehbuch "Dawn of the Dead": James Gunn

      Noch Fragen? :P

      "You're fighting a war you've already lost."
      "Well, I'm known for that."
      Alleine die Soldaten am Anfang des Films sind schon so unsagbar kacke gezeichnet das ich lust hatte denn
      Film direkt wieder zu Stoppen ,gesagt getan , aber ein Tag später habe ich es dann doch noch gewagt den Ghost of Mars 2
      mit meiner Frau zusammen bis zum Ende zu schauen .

      Fazit :
      Nett , belanglos , lustig , verwirrend doof , belanglos, langatmig ,netter Hirn aus Zeit vertreib , belanglos
      und Schweighöfer war im Duett mit dem anderen ganz witzig aber im großen und ganzen dann doch zu belanglos!

      Cool und zugleich lustig Doof war die Idee mit der Stahlplatte vor dem Kopf .
      Ja der Tiger war auch nett.




      "Ich bin der Dude! Und so sollten Sie mich auch nennen, ist das klar! Entweder so, oder seine Dudeheit, oder Duda, oder ... oder auch El Duderino, falls Ihnen das mit den Kurznamen nicht so liegt."
      "Army of the Dead" ist auf dem besten Weg, einer der meistgesehenen Netflix-Filme aller Zeiten zu werden.


      Gambit schrieb:

      "Army of the Dead" ist auf dem besten Weg, einer der meistgesehenen Netflix-Filme aller Zeiten zu werden.


      Da zählt ja jeder Aufruf oder so in der Art. Ich kann mit diesen Zahlen von Netflix nix anfangen.
      Sonderlich verdient hat der Film die Popularität leider nicht. Ich mag in der Regel ja die Filme von Zack Snyder. Doch Army of the Dead wollte irgendwie nicht so richtig funktionieren. Ob es zum einen die nervtötend ewig rumbrüllenden und gekünstelt bewegenden Zombies sind, die uninteressanten und vor allem in großen Zügen wenig sympathischen Figuren, deren teilweise hirnrissigen Entscheidungen (allen voran Ella Purnells Figur) sowie die nur selten zündende Komik (Omari Hardwick war da der einzige Lichtblick und ja in Kombination mit Matthias Schweighöfer präsentierte das Duo die wenigen humoristischen Highlights), all das degradierte das Werk unnötig. Visuell war das Ganze zwar ordentlich, die Action war ebenfalls recht gut und der Tiger machte etwas her. Alles was n allem war Army of the Dead im besten Fall durchschnittliche Unterhaltung.

      Für mich Snyders schwächstes Werk.
      Mir hat der Film gefallen. Klar war strunzdumm und die Logik war teilweise an den Haaren herbeigezogen. Zudem bin ich kein Fan von Zombies die Anzeichen von Intelligenz zeigen.
      Aber es war unterhaltsam. Die Charaktereinführung im ersten Drittel war für mich die größte Schwäche, weil es den Film nach dem fetzigen Intro zu sehr ausgebremst hat.
      Danach ging es aber bergauf. Wirkte halt tatsächlich sehr "videospielig" und für einen netten Abend zum Hirn ausschalten mit Bier und Snacks taugt der Film auf jeden Fall.

      07/10