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LeMans 66: Gegen jede Chance [Ford v Ferrari] (James Mangold)

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    Es gibt 26 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von freido.

      giovannangelo schrieb:

      Hört sich gut an würde aber proforma eher 7/10 geben.
      Spoiler anzeigen
      Ein Punkt Abzug da Ferrari in diesem Film nicht gewinnt :hammer: :D

      Ich sage fuba dazu!! :)




      "Ich bin der Dude! Und so sollten Sie mich auch nennen, ist das klar! Entweder so, oder seine Dudeheit, oder Duda, oder ... oder auch El Duderino, falls Ihnen das mit den Kurznamen nicht so liegt."

      giovannangelo schrieb:

      Hört sich gut an würde aber proforma eher 7/10 geben.
      Spoiler anzeigen
      Ein Punkt Abzug da Ferrari in diesem Film nicht gewinnt :hammer: :D


      Ein kleiner Spoiler oder? :D

      Es gab schlicht nicht ein Auto was beschissen aussah!!!! Das ist wohl die Essenz dieses "sportlichen Historienfilms". Der Film ist herrlich altmodisch erzählt, quasi das Gegenstück zu Fast and Furious. Klassisches Erzählkino... leider ist streckenweise das ganze ziemlich lahm und unoriginell erzählt. Christian Bale überzeugt - wie immer. Und Matt Damon versucht krampfhaft nicht schauspielerisch unterzugehen - wie immer. Einmal angucken reicht.
      6/10
      LeMans 66

      Man was für ein geiler Film!!!
      2 1/2 Stunden geballte Energie. Hatte Vorfreude, hatte Bock, Trailer hat mir zugesagt, aber das er mich so mitreißen würde hätte ich nicht gedacht. Bin absolut kein Motorsportfan, würde eine Live-Übertragung höchstens zum Einschlafen nutzen und kenne mich auch null aus. Ken Miles? Nie gehört. Aber verdammte Hacke, hatte ich danach Bock auf´s Autofahren.

      Als Laie kann ich nur erahnen, wie sich Fan´s bei dem Film gefühlt haben müssen. Für Menschen, die dieser Thematik mit absoluter Leidenschaft nachgehen, dürfte jede Szene ein absoluter Hochgenuss gewesen sein und einem Ausflug ins Paradies gleichkommen.
      Die Inszenierung des Films ist eine absolute Punktlandung. Ein Film der in erster Linie eine Geschichte erzählt um eine Geschichte zu erzählen und dies mit so viel Liebe und Hingabe macht, dass er vollste Anerkennung verdient. Die Begeisterung, die die Figuren empfinden wenn sie die Autos austesten, daran herumschrauben und fachsimpeln wir 1A transportiert und ich wollte fast in jeder Szene verweilen. Ein paar Typen in einer Werkstatt? Ich wollte da selbst nicht mehr raus.
      Und es sind auch genau diese Momente, die LeMans 66 erschafft, die so unglaublich wichtig sind und die man zig anderen Filmen voraus hat. Hangelt man sich in anderen Streifen von Highlight zu Highlight indem man irgendwie versucht die Zeit dazwischen auszufüllen, offenbart sich hier die gesamte Stärke von Mangold´s neuestem Streich. Klar, die Rennszenen sind geil, keine Frage, aber die Momente die davor und danach liegen werden mit einem genauso hohem Niveau angegangen, mit einer genauso hohen professionalität bearbeitet, dass der Film wie aus einem Guss wirkt.

      Die Rennszenen waren, wie schon erwähnt, verdammt stark. Wenn die Motoren aufheulten, wenn sich Kontrahenten ein eisernes Kopf an Kopf Duell liefern, wenn man die Großaufnahmen der angespannten Gesichter zeigten, wie geschaltet wird, wie eine Kurve genommen wird und und und. Auch hier lässt sich nur erahnen welche Kräfte da wirklich am arbeiten sind, welche Leistungen die Fahrer bringen müssen und wie scheiß gefährlich das eigentlich ist.
      Wie gesagt, ich selbst bin absoluter Laie und solche Veranstaltungen tue ich für gewöhnlich schulterzuckend ab, aber nach dem Film habe ich doch wesentlich mehr Respekt vor der Nummer. Werde zwar trotzdem kein Zuschauer, aber ich kann es deutlich mehr honorieren als zuvor.
      Überhaupt war der Sound bombastisch und das schließt zum Glück auf den Soundtrack und vor allem den Score mit ein. Diese treibenen Drums in den Rennen haben mich fest in den Sitz gepresst. Superb.

      Schauspielerisch alles auf einem guten Niveau. Über Christian Bale braucht man als Actor wohl kaum noch ein Wort verlieren. Der Mann kann es einfach und auch wenn es nicht seine beste Leistung (für mich hat er die in Hostilles - Feinde gebracht) war, spielt er doch auf einem hohen Level und man merkte ihm einfach an, dass er sehr gut aufgelegt war. Das wirkte sich auch dadurch aus, dass ich seinen Charakter, obwohl immer wieder als glaubhaft schwierig beschrieben, absolut sympathisch fand.
      Matt Damon hatte ebenfalls Bock, kommt zwar nicht an Bale heran, trotzdem machte es nicht weniger Spaß ihm zuzusehen.
      Hinzu kamen noch etliche Nebendarstellter, die allesamt sehr gute Arbeit lieferten, aber in meinen Augen war es eine klare Bale/Damon Show.

      Ein kleinen Kritikpunkt muss ich äußern, da ich die Frau von Ken Miles (Bale), nicht gut ausgearbeitet fand. War sehr schade, da sie potentiell ein guter Charakter war, aber da gab es eine Szene, die mich mächtig an ihrer Glaubhaftigkeit zweifeln ließ und überhaupt hatte sie von ihrem Verhalten, sehr "auffällige" Szenen, sodass ihr etwas die Tiefe verloren ging.

      Aber das spielt in meinen Augen auch kaum eine Rolle. Sonderlich viel Tiefgang hatte der Film für mich ohnehin nicht und einfach nur deshalb, weil er keinen benötigte. Ja, er hat Emotionen, war mitreißend bis zum Anschlag und wenngleich er auch mit zwei, drei tiefsinnigen Sprüchen aus dem Off daherkam, war es im Grunde ein simpler Film der, wie gesagt, in erster Linie seine Geschichte erzählen wollte. Klar kann man auch hier reininterpretieren bis man umfällt, nur sehe ich hier den Anspruch nicht.

      Jedenfalls für mich war LeMans 66 ein super Erlebnis. Fühlte sich an wie ein Film der alten Schule. Wie nach Lehrbuch. Fantastisch inszeniert, lockere, humorvolle Erzählweise ohne die Dramatik zu vergessen. Mitreißende Rennszenen, nahezu perfekter Aufbau. Klasse Schauspieler, hypermegaultrageiler Sound. Kleine Abzüge in der B-Note die kaum der Rede Wert sind und heraus kommen 2 1/2 Stunden die ich nicht missen möchte.
      Erinnerte mich an Filme wie Das Comeback oder Seabiscuit.
      Ein weiteres, schönes kleines Highlight auf der Zielgeraden des Jahres 2019.

      9 von 10 Punkten

      Hatte auch meinen Spaß mit Ford vs. Ferrari. Mit Rennsport habe ich eigentlich nichts zu tun, nur früher bin ich durch meinen Vater immer mal wieder damit in Berührung gekommen. Der Film funktioniert aber auch so, zumindest die Rennen. Die dialoglastigen und "technischen" Szenen, von denen es in 150 Minuten einige gibt, können da schonmal langatmig wirken. Mir haben sie zum Glück gefallen. Mein Highlight waren trotzdem die letzten 30, 40 Minuten. Auf dieses Rennen arbeitet der Film fast zwei Stunden hin und das musste einfach sitzen, um das Ganze befriedigend zu beenden. Es hat gesessen, und wie.

      Bale wie immer super, aber auch Damon ist okay. Die beiden haben gut harmonisiert, was natürlich auch absolut notwendig ist für diesen Film.

      Was mir nicht so gefiel war stellenweise der Humor. Beispielsweise die Testfahrt mit Henry Ford II, also wenn sie wieder anhalten und das Geheule losgeht. Kann mit diesem Humor nichts anfangen.

      7-7,5/10

      Schön, dass solche Filme hin und wieder noch gedreht werden.
      Traurig, dass das fast immer so gnadenlos abgestraft wird. 100 Millionen Budget, 100 Millionen bisher eingespielt. Auf die nächsten 25 Hobbs & Furious Peinlichkeiten.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „freido“ ()