Ankündigung Upload-Filter & Link-Steuer: Die Auswirkungen auf Foren & unsere Community!

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    Es gibt 227 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von AlbertWesker.

      Komplett. Wenns nur zeitverzögert ist, dann finden es wieder alle nur halb so schlimm. Wäre daher wirklich für die komplette Abschaltung an dem Tag, verdeutlicht die Lage wesentlich besser.
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      Abschalten, auch wenn es weh tut.


      Sportschießen fördert die Konzentration. Sportschießen in den Sportunterricht.

      Seestadtteufel
      Deutscher Schützenbund
      Bin auch für das "komplette Abschalten für einen Tag". Hilft ja alles nichts.

      Wenn die Abstimmung im EU-Parlament durchgeht, dann war es das sicher. Müssen alle Internet-Nutzer (weiß die EU eigentlich, wie viele Wähler das sind?) in Europa zusammenhalten.

      Warum die EU diese Harakiri-Politik wenige Wochen vor der EU-Wahl macht, zeigt eigentlich nur noch, dass die ganzen EU-Politiker inzwischen in ihrer "eigenen Welt" in Brüssel leben. Und unsere Politiker in Berlin sind auch nicht besser!!!
      Ich würde aber immernoch zur Besonnenheit raten. Grundsätzlich empfinde ich die Reform als etwas Gutes. Ich betreibe selbst eine Website und gewinne dadurch auch Rechtssicherheiten. Für mich (der von Urheberrecht lebt) ist das in vielen Belangen etwas Gutes. Nicht ohne Einschränkungen aber unterm Strich schon. Und ich glaube, dass viele Horror-Szenarien auch als Teufel an die Wand gemalt werden. Wie gesagt: Das deutsche Leistungsschutzrecht sollte auch schon zum Zusammenbruch der Verlage und dem Rückzug von Google aus Dtl. führen und passiert ist nichts.

      ABER: Formulierungen in der Reform sind schwammig. Und Movie-Infos als Forum wird nicht ausrechend gedeckt und auch nicht konkret genug vor den potenziellen Folgen der Reform geschützt (der übliche "jünger als X Jahre und weniger Jahreseinkommen und so weiter"-Absatz greift zu kurz). Und gerade weil ich ja selbst eine Website betreibe habe ich vollstes Verständnis für die Haltung von @Baldur und unterstütze das auch.

      #istandwithmovieinfos

      Oder so. :P

      "You're fighting a war you've already lost."
      "Well, I'm known for that."

      GregMcKenna schrieb:

      Ich würde aber immernoch zur Besonnenheit raten. Grundsätzlich empfinde ich die Reform als etwas Gutes. Ich betreibe selbst eine Website und gewinne dadurch auch Rechtssicherheiten. Für mich (der von Urheberrecht lebt) ist das in vielen Belangen etwas Gutes. Nicht ohne Einschränkungen aber unterm Strich schon. Und ich glaube, dass viele Horror-Szenarien auch als Teufel an die Wand gemalt werden. Wie gesagt: Das deutsche Leistungsschutzrecht sollte auch schon zum Zusammenbruch der Verlage und dem Rückzug von Google aus Dtl. führen und passiert ist nichts.


      Das bisherige Urheberrecht reicht locker aus. Wo ein Urheberrecht verletzt wird, muss der Urheber eben den juristischen Weg einschlagen. Wenn sich der Beschuldigte juristisch wehrt, entscheidet dann ein Gericht. So wie es sich in einem Rechtsstaat gehört.

      Man stelle sich mal vor, man würde das vorgeschlagene Verfahren bei Briefen anwenden. Die Post müsste alle Briefe öffnen und durchlesen, ob da irgendwo das Urheberrecht verletzt wird. Aber beim Internet kann man es ja machen ... Und wenn Person A mit seinem Brief das Urheberrecht bricht, ist natürlich die Post dafür verantwortlich ...

      Man muss sich schon mal überlegen, warum wir ein Briefgeheimnis haben, aber kein E-Mail-Geheimnis ;)
      E-Mail-Inhalte werden von dieser Reform auch nicht berührt. Strohmann-Argument.

      Und das jetzige Urheberrecht reicht nicht aus. Man wird von YT und den großen Konzernen totgeklagt oder hat keine Handhabe wie etwa gegen Rufmord oder Shitposting oder Cybermobbing. Das meinte ich mit Rechtssicherheit. Würde auf Website X ein Film von mir veröffentlicht werden, müsste ich erst den Rechtsweg gehen und ggf. einen Rechtsstreit lostreten. So aber kann Website X eine Lizenz von mir erwerben oder ich kann sofort erwirken, dass der Film entfernt wird.

      "You're fighting a war you've already lost."
      "Well, I'm known for that."
      Das größtes Problem ist doch, dass die bisherige Schriftform von Artikel 13 dazu führt, dass die Großen gestärkt werden und die Kleinen damit massive Probleme haben werden (wovon wieder die Großen profitieren). Das eigentliche Ziel ist / war ja mal, dass Google mit Youtube, Suche usw., Facebook usw. eben mehr von deren Kuchen abgeben müssen, wenn sie geschützte Inhalte auf deren Seiten anbieten (durch Lizenzen z. B.) oder diese eben nicht veröffentlichen dürfen. An letzteren hapert es, weil es einfach schwierig bis unmöglich ist, das sowohl technisch als auch durch Menschen zu verhindern. Weder manuell noch durch irgendwelche sog. "Upload-Filter" ist das möglich. Google hat Millionen für ihr "Content ID" ausgegeben und das funktioniert bis heute nicht wirklich ausreichend. Wieso, weshalb und warum hat ja Herr Christian Solmecke sehr detailliert an diversen Beispielen erklärt. Da er selbst Webseiten Betreiber ist, weiß er auch wovon er spricht. Das kann ich von vielen Politikern leider nicht behaupten.

      Leider wird der Terroranschlag in Neuseeland sicherlich jetzt auch mit instrumentalisiert, um Artikel 13 und auch gleich noch den "Terror-Filter" in der jetzigen Form durchzuboxen. Da bin ich mir leider ziemlich sicher. Wäre ja nicht das erste Mal. Medial fehlt hier auch nach wie vor zu wenig Gegenwind, da die ganzen Verlage, Presseagenturen etc. alle dafür sind. Gema und co reiben sich auch schon die Hände. Dann wird es ziemlich düster...


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      Pepe Nietnagel schrieb:

      Man stelle sich mal vor, man würde das vorgeschlagene Verfahren bei Briefen anwenden. Die Post müsste alle Briefe öffnen und durchlesen, ob da irgendwo das Urheberrecht verletzt wird.


      Offtopic: Ach, auch ein Briefgeheimnis hält anscheinend so einige Personen bereits jetzt schon nicht davon ab die Briefe zu öffnen. Meine Mutter hatte mir vor einigen Wochen über den Postweg ein wichtiges Dokument gesendet, welches ich dringend benötigte und als der Briefträger mir den Brief bei der Zustellung zeigte, sagte er, dass ich zur Sicherheit mal reinschauen solle, weil der Brief fein säuberlich an einer Seite aufgeschnitten wurde. So viel dazu. ;)

      Baldur schrieb:

      An letzteren hapert es, weil es einfach schwierig bis unmöglich ist, das sowohl technisch als auch durch Menschen zu verhindern. Weder manuell noch durch irgendwelche sog. "Upload-Filter" ist das möglich. Google hat Millionen für ihr "Content ID" ausgegeben und das funktioniert bis heute nicht wirklich ausreichend. Wieso, weshalb und warum hat ja Herr Christian Solmecke sehr detailliert an diversen Beispielen erklärt. Da er selbst Webseiten Betreiber ist, weiß er auch wovon er spricht. Das kann ich von vielen Politikern leider nicht behaupten.

      Leider wird der Terroranschlag in Neuseeland sicherlich jetzt auch mit instrumentalisiert, um Artikel 13 und auch gleich noch den "Terror-Filter" in der jetzigen Form durchzuboxen. Da bin ich mir leider ziemlich sicher. Wäre ja nicht das erste Mal. Medial fehlt hier auch nach wie vor zu wenig Gegenwind, da die ganzen Verlage, Presseagenturen etc. alle dafür sind. Gema und co reiben sich auch schon die Hände. Dann wird es ziemlich düster...

      Ich lass mich gerne mal auf die Debatte ein. :)

      1. "Upload-Filter" gibt es jetzt schon. Sie funktionieren nicht als "die können alles perfekt filtern", da stimme ich dir zu. Aber bereits heute werden Songs in YT-Videos erkannt und diese entsprechend auch abgemahnt und gestriked. Und "Upload-Filter" sind auch eine schöne Drohkulisse aber wiederum auch nur die Ultima Ratio. An erster Stelle steht die Lizenzierung*. Greift das nicht, kommen die Pauschalzahlungen. Greift das nicht, muss die Plattform den Wiederupload gemeldeter Inhalte entsprechend durchführen. Gefiltert werden muss nur auf Antrag. Und hier kommen wir zu Artikel 13, der das beschreibt. Du gehst vom Worst Case aus. Die schwammige Formulierung lässt das zu und als Websitenbetreiber verstehe ich das auch. Es gibt aber auch den Best Case und bei dem ist Verhältnismäßigkeit geboten. Upload-Filter sind de facto nicht fähig, alles zu filtern. Ergo sind sie kein griffiges und verhältnismäßiges Mittel. Das wäre natürlich vor Gericht entsprechend noch mal zu klären und ich behaupte, den Präzendenzfall wird es auch geben.

      2. Was die Sache wegen Christchurch angeht: Wo genau hat ein Terroranschlag denn jetzt dafür gesorgt, dass wir weniger schreiben, sagen oder machen dürfen? Da sehe ich keine Einschränkung. Dass aber zB der Urheber von Pepe sich gegen dessen Verwendung als alt-right-Symbol wehren will, verstehe ich durchaus. Und der Attentäter von Christchurch hat Memes als die schlagkräftigste Waffe der neuen Rechten überhaupt benannt. Über die "Medienkompetenz bei Memes" ist sicherlich noch mal zu sprechen. Auch wenn ich darauf vertraue, dass das kommende Generationen besser hinkriegen als wir.

      * - Lizenzierung über Identifikationssoftware und Pauschale an die Verwertungsgesellschaften gibt es schon - im Senderecht.

      "You're fighting a war you've already lost."
      "Well, I'm known for that."
      Bezüglich dem Attentat geht es mir darum, dass der Typ das Live gestreamt hat und davon auch Kopien im Netz zu finden sind u. a. auch auf Youtube. Dort hab ich das Video übrigens auch gemeldet, es wurde allerdings da nicht gelöscht sondern nur als "nur für Erwachsene" gekennzeichnet. Krasse Sache. Man sieht wie der die Leute alle umbringt aus der Point of View also wie ein Videospiel. Echt krank. Man könnte hier jetzt argumentieren, man müsse den Filter weiter ausbauen und noch besser Filtern. Mit einem Terror-Filter wäre das nicht passiert usw.


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      GregMcKenna schrieb:


      Und das jetzige Urheberrecht reicht nicht aus. Man wird von YT und den großen Konzernen totgeklagt oder hat keine Handhabe wie etwa gegen Rufmord oder Shitposting oder Cybermobbing. Das meinte ich mit Rechtssicherheit. Würde auf Website X ein Film von mir veröffentlicht werden, müsste ich erst den Rechtsweg gehen und ggf. einen Rechtsstreit lostreten. So aber kann Website X eine Lizenz von mir erwerben oder ich kann sofort erwirken, dass der Film entfernt wird.


      Warum gehst du denn nicht einfach den Rechtsweg? Geht doch bisher auch ;)

      Mir als Internet-User reicht die aktuelle Gesetzeslage. Durch das neue Gesetz sehe ich nur Nachteile. Nichts wird dadurch für den "Otto-Normal-User" besser.

      Baldur schrieb:

      Man könnte hier jetzt argumentieren, man müsse den Filter weiter ausbauen und noch besser Filtern. Mit einem Terror-Filter wäre das nicht passiert usw.

      Dass Straftaten live gestreamt worden sind, passiert aber nicht zum ersten Mal und Terror lässt sich nicht dadurch verhindern, dass man seine mediale Berichterstattung einschränkt (und wenn, dann im Falle von Christchurch auf anderem Wege - keine Glorifizierung, etc. Aber das ist Selbstentscheid). Das Presserecht hat ja schon lange mit sich gerungen bis man die Berichterstattung über Suizide eingeschränkt hat. Man könnte das argumentieren - aber die Argumentation würde rasend schnell in sich zusammenfallen. Und Livestreams kannst du nur auf Meldung hin sperren. Ein Upload-Filter kann nur Uploads filtern (vorausgesetzt, er kann überhaupt das), keine Live-Streams.

      Dass YT und Konsorten aber auch einen Tag später noch nicht in der Lage sind, die Mirrors und wiederhochgeladenen Ausgaben des Videos auszusortieren - darüber könnte man mal sprechen. Oder dass die Algorithmen von Twitter und YT so funktionieren, dass man die üblichen Hatespeech-Videos dauernd vorgeworfen kriegt weil man in der Zielgruppe "weiß, männlich, unter 30" angehört ... :P

      Pepe Nietnagel schrieb:

      Warum gehst du denn nicht einfach den Rechtsweg? Geht doch bisher auch

      Klar geht das. Zahlst du es mir?

      "You're fighting a war you've already lost."
      "Well, I'm known for that."

      Pepe Nietnagel schrieb:

      GregMcKenna schrieb:


      Pepe Nietnagel schrieb:

      Warum gehst du denn nicht einfach den Rechtsweg? Geht doch bisher auch

      Klar geht das. Zahlst du es mir?

      Wer zahlt mir meinen Rechtsanwalt außerhalb des Urheberrechts?

      Du. Und da du nicht bereit bist, die horrenden Gerichtskosten auf die ich anspiele, zu übernehmen ... sag ich mal, dass du keine Ahnung hast, wovon du da sprichst. Aber musst du ja auch als Ottonormal-User nicht. ;)

      "You're fighting a war you've already lost."
      "Well, I'm known for that."

      GregMcKenna schrieb:

      Pepe Nietnagel schrieb:

      GregMcKenna schrieb:


      Pepe Nietnagel schrieb:

      Warum gehst du denn nicht einfach den Rechtsweg? Geht doch bisher auch

      Klar geht das. Zahlst du es mir?

      Wer zahlt mir meinen Rechtsanwalt außerhalb des Urheberrechts?

      Du. Und da du nicht bereit bist, die horrenden Gerichtskosten auf die ich anspiele, zu übernehmen ... sag ich mal, dass du keine Ahnung hast, wovon du da sprichst. Aber musst du ja auch als Ottonormal-User nicht. ;)


      Also gibt es "hohe Gerichtskosten" nur im Medienbereich? Verklag mal einen Automobilkonzern. Oder eine Universitätsklinik. Da zahlst du alleine für ein Gutachten schon mal im sechsstelligen Bereich.

      Also müssen wir das Internet zensieren, weil ein paar Leute sich keine Rechtsschutzversicherung zulegen wollen?

      Wie gesagt, ich sehe da keinen Vorteil in dem geplanten EU-Gesetz. Und da scheint es vielen Internet-Usern so zu gehen. Keine Ahnung, warum du dich da wieder aufregst. Die meisten Leute sind mit dem aktuellen Internet eigentlich sehr zufrieden. Die Leute demonstrieren sicher nicht zum Spaß dagegen ;)