The Power of The Dog (Benedict Cumberbatch)

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    Es gibt 15 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Emily.

      The Power of The Dog (Benedict Cumberbatch)

      Bewertung für "The Power of The Dog" 8
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      Das Ergebnis ist erst nach Ende der Umfrage sichtbar.

      Es geht um die wohlhabenden Brüder Phil und George Burbank. Phil ist brillant und grausam, während George anspruchsvoll und sanftmütig ist. Zusammen sind sie Miteigentümer der größten Ranch in Montana. Als George sich heimlich verheiratet, sinnt Phil auf Rache...

      Jane Campion führt Regie...Benedict Cumberbatch übernimmt die Hauptrolle

      comingsoon.net/movies/news/107…tion-picked-up-by-netflix


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      Aktuell 92 Prozent bei RT bei über 100 reviews.

      rottentomatoes.com/m/the_power_of_the_dog


      Vor allem die Performance von Kirsten Dunst und Kodi Smit-McPhee werden in den höchsten Tönen gelobt und gelten als sichere Kandidaten für eine Oscarnominierung.

      Guter Film, ja, aber irgendwie auch nicht so einfach zu bewerten. Bin ziemlich hin- und hergerissen. Ich weiß noch, wie mich Das Piano damals umhaute, aber das ist auch schon wieder Ewigkeiten her, dass ich den Film gesehen habe. Möglich, dass ich da sogar noch ein Teenager war.

      The Power of the Dog fängt sehr faszinierend an, die Inszenierung raubt einem direkt den Atem. Die zeitlichen Sprünge waren erst etwas gewöhnungsbedürftig, der Film möchte gar keinen richtigen Erzählflow aufkommen lassen, das ging dann aber. Aber dann habe ich gewartet, und gewartet, und gewartet, und es gibt richtig ausgeprägtes Unwohlsein, ziemlich lange im Film, weil man was erwartet. Und dann habe ich es fast verpasst, weil es zu beiläufig passiert ist. Der Film fühlte sich die ganze Zeit wie eine Shakespeare-Tragödie an, aber die erwartete Katastrophe verpasst man sehr leicht. Das hat mich etwas unbefriedigt zurückgelassen.

      Auf der anderen Seite ist da auf der Metaebene sehr viel los, insbesondere hinsichtlich (toxische) Maskulinität, aber auch in Verbindung mit der Natur, ich musste da teilweise auch an Butcher's Crossing denken, auch wenn es dort ja eher um Mann-Natur geht, aber das ist hier durchaus ebenfalls vorhanden. Irgendwie ist schon klar, was das Problem bei Phil ist, und diese Komponente fand ich durchaus gelungen. Nur hatte ich den gesamten Film über den Eindruck, dass es dann - auch hinsichtlich der erwarteten Katastrophe - in eine andere Richtung geht. Auch wenn das Ende am Ende wieder den Bogen zu der Maskulinität spannt, indem
      Spoiler anzeigen
      ​es eben nicht Peters Maskulinität ist, die siegt, sondern sein Intellekt. Man kann ein noch so harter Kerl sein, bringt nichts.


      Cumberbatch ist eine Wucht als Arschloch, Dunst und Smit-McPhee wissen ebenfalls sehr zu überzeugen.

      Den Score fand ich zum Ende hin übrigens maximal unangenehm, auch wenn er sicherlich zum erwünschten Unwohlsein beigetragen hat, aber ich fand das dann doch eher anstrengend.

      Eigentlich ein guter Film, wo sehr viel drinsteckt, aber ich kann ihn nicht wirklich bewerten. Ich schwanke zwischen "genial" und dann doch irgendwie "langweilig" und "unbefriedigt". Ich muss das alles noch verdauen und sicherlich wird hier eine Zweitsichtung irgendwann mal weiterhelfen (wenn ich nicht in den letzten 30 Minuten, die entscheidend sind, immer wieder wegdöse).
      Ich bin mit mittleren Erwartungen in den Film gegangen, wurde dann aber doch ziemlich gut abgeholt. In erster Linie überzeugt The Power of the Dog natürlich mit seiner mehr oder weniger subtilen Auseinandersetzung der Persönlichkeit mit Benedict Cumberbatchs Figur Phil. Der Film ist zwar direkt genug, dass man unmissverständlich mitbekommt, was da los ist, aber auch subtil genug, um ein paar spannende Details zwischen den Zeilen zu verbergen. Gerade die Chemie zwischen Cumberbatch und dem Rest des Casts, insbesondere Kodi Smit-McPhee, weiß zu begeistern. Das toxische Verhalten Phils ist spannend zu verfolgen, aber ebenso auch die unterschiedlichen Reaktionen seiner Umwelt darauf. Hier kann viel entdeckt werden, ohne dass The Power of the Dog einen direkt mit der Nase darauf stößt. Insgesamt ist das Pacing vielleicht etwas holprig und zu vielen neuen Gegebenheiten wird einfach übergeleitet, ohne diese groß einzuführen, was aber im Großen und Ganzen recht gut in dieses raue Setting passt.

      Inszenatorisch ist der Film sowieso ganz große Klasse. Die malerische Kulisse, geprägt von weiten Ebenen und spektakulären Bergen, weiß von Beginn an zu überzeugen und trägt einen nicht unerheblichen Teil zur Atmosphäre bei. Auch ist die Ausstattung des Films hervorragend, alles wirkt sehr authentisch und lebensecht, so dass sich schnell in dieser Welt verloren werden kann.

      Kein einfacher Film, aber definitiv ein sehenswerter, der einem viel gibt, wenn man hinschaut und bereit ist, dies auch aufzunehmen.
      Mein Filmtagebuch



      „I think storytelling is all about children. We human beings love to hear stories being told - and it first happens when you're a kid.“
      - David Chase

      Emily schrieb:

      Guter Film, ja, aber irgendwie auch nicht so einfach zu bewerten. Bin ziemlich hin- und hergerissen.

      Das ist mein Problem mit dem Film. Im Grunde weiß ich nicht so recht, was ich mir hier über 2 Stunden gegeben habe. Mit gefällt der sehr subtile Ton hier nicht. Eine Katastrophe, die man irgendwie erwartet, schlägt einen völlig anderen Weg ein. Das lässt mich alles sehr unzufrieden zurück. Handwerklich sowie schauspielerisch aber gibt es nichts auszusetzen. Berücksichtigt man die Tatsache, dass ich Western überhaupt nicht mag, so habe ich die letzen 50 Minuten zumindest regelrecht am Bildschirm geklebt - vor Spannung. Am Ende war ich dennoch ziemlich enttäuscht.
      Außer dem sehr guten Schauspiel von Cumberbatch, welches keinesfalls überragend war wie manche es hier darstellen, hat mir der Film irgendwie nichts gegeben. Alle anderen Darsteller waren maximal Durchschnitt. Allem voran von Jesse Plimmons war ich doch sehr enttäuscht. Der hat hier irgendwie eine Western-Version seines Breaking Bad Charakters zum Besten gegeben mit einer Mimik wie ein Brotschneidebrett. Da habe ich deutlich mehr erwartet. Überrascht war ich Kirsten Dunst mal wiederzusehen, aber auch ihre Performance war absolut vergessenswert. Am Schlimmsten war die Musik, die vor allem in eigentlich ruhigen Momenten absolut nervtötend war. Ein guter Schauspieler retter leider keinen Film.
      5,5/10 würde ich dem Film geben
      My name is John Crichton. I'm lost. An astronaut. Shot through a wormhole. In some distant part of the universe.Trying to stay alive. Aboard this ship. This living ship. Of escaped prisoners. My friends. If you can hear me. Beware. If I make it back. Will they follow? If I open... the door. Are you ready? Earth is unprepared. Helpless. For the nightmares I´ve seen. Or should I stay? Protect my home? Not show them...you exist? But then you'll never know...the wonders I´ve seen!
      Habe ihn am Wochenende auch gesehen und war ebenso wenig angetan. Ich mochte den melancholischen Touch, der vor allem durch die Musik und langen Kamerafahrten geprägt wird. Dazu mochte ich die Darsteller und ihre Performances (wenn auch deren introvertierten Rollen mir zu wenig Drama boten und gewisse Entscheidungen nicht nachvollziehbar waren). An sich mag ich diese ruhige Art von Film, nur spannend oder gar Neugier erweckend war das im Gesamten leider nicht. Auch wenn mir das Ende gefallen hat so stellt dieses nach über zwei zähen und ermüdenden Stunden leider auch kein großes Highlight mehr dar.

      5,5/10
      Ich mag zwar ruhige Filme aber für mich hat der Film dann doch zwei Probleme einmal erzählt man hier keine wirkliche Geschichte der Film plätschert irgendwie vor sich hin bis man dann irgendwann am ende angelangt ist. Auch bietet der Film leider keine allzu interessanten Charaktere dehnen man irgendwie gerne folgt was vielleicht auch am Drehbuch liegt, die Charaktere bleiben einem am ende des Filmes fast genauso fremd wie am Anfang.

      Vielleicht hatte ich nach "Brimstone" den ich erst kürzlich gesehen habe auch zu große Erwartungen, gerade bei dieser Art von Filmen muss ein Film inzwischen bei mir mehr zeigen als nur schöne Landschaftsaufnahmen.

      05/10
      Bin schwer angetan von The Power of the Dog. Dass ich an dem gestrigen Abend viel Geduld übrig hatte, konnte dem Gesehenen aber nur in die Karten spielen. Geboten wird ein subtiles und charismatisches Werk, das im Mittelteil geschickt eine neue Story-Dimension eröffnet, auf die dann auch der Fokus fällt. Ein in der Form überraschender, aber harmonischer Übergang.

      Anfänglich wird knisternd und atmosphärisch über das Ende der Cowboy-Ära verhandelt, symbolträchtig dargestellt durch Phil, dessen schroffer und direkter Archetyp sich zu Sterben weigert. Dem gegenüber sein Bruder George, der gesittet Geschäfte macht, bescheiden ist und sich nach Familie und Sicherheit sehnt. Der Film installiert dann aber eine weitere Story-Dimension, von der ich an der Stelle aber nicht zu viel vorwegnehmen will.

      Ich bin nicht der aller größte Cumberbatch-Fan, aber er und das Ensemble liefern sehr ordentlich ab. Inszenatorisch sowieso absolut erhaben. Ein starker Slow-Burner, der geschickt den Cowboy-Mythos und Geschlechterrollen in den Blick nimmt.

      Nun stellt sich dem Zuschauer natürlich die Frage, wer ist dieser Phil und was fühlt er?

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      Im Zentrum steht dabei wohl der oft erwähnte Henry Bronco, mit dem er höchstwahrscheinlich eine Form einer homosexuellen Liebe ausgelebt hat - deren Ausgestaltung nicht näher definiert wird. Flüchtet sich Phil in den Versuch, so wie dieses beschriebene Mannsbild sein zu wollen, stets an ihn zu gedenken und sich auf ihn zu berufen, weil dieser ein Männlichkeitssymbol darstellt und er somit seine wahre Natur vor anderen verstecken kann? Versucht er diesen Schein zu inszenieren, damit ihm niemand auf die Schliche kommt?

      Oder liebt er den Cowboy-Archetypen einfach dermaßen,weil Henry Bronco einer war? Bewahrt er dieses Andenken aus Liebe? Kann man ein wahrhaftiger Cowboy und ein homosexueller sowie sensibler Mann zugleich sein?

      Letztendlich stirbt Phil. Und das Leben eines jungen Mannes beginnt, der mehr Möglichkeiten zur Entfaltung haben wird.


      Da wirft der Film einige sehr feine Fragen auf, deren Beantwortung vage genug bleibt, um in einem großen Rahmen über das Thema reflektieren zu können.






      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Bavarian“ ()

      elbingo schrieb:

      Spoiler anzeigen
      ​Wobei ich mich gefragt habe ob Phil umgebracht wurde oder ob das Leder versehentlich von der Milzbrandverseuchten Kuh verwendet wurde und der Junge es nur nicht wusste als er ihm was geliehen hat?!


      Kann nicht mehr genau sagen wie das tatsächlich war


      Das war Absicht. Dazu gab es einige Hinweise.