Obi-Wan Kenobi [Disney+]

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    Es gibt 832 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Kiddo.

      Mich haben seit ich denken kann, Making Ofs sehr interessiert, da mich besonders die technischen Aspekte interessiert haben. Früher gab es ja sogar noch Making Of Bücher; das zu Jurassic Park hab ich bestimmt zwanzig Mal gelesen.

      Heute gibt es ja leider nur noch Features von ein paar Minuten.
      Unübertroffen sind da natürlich die Making Ofs zu Jacksons Mittelerde-Filmen.
      Making-Of-Bücher gibt es ja immer noch, zuhauf. Leider werden die meisten Filmbücher nicht mehr ins Deutsche übersetzt. Warum weiß ich nicht, denn sonst wird ja auch jeder Murks übersetzt. Und das Interesse dürfte nicht weniger klein sein. Aber mir fehlt einfach wie gesagt die kritische Selbstwahrnehmung. Bei dieser Doku hier wird ja auch keiner etwas kritisch mit der Prequel-Trilogie umgehen oder überhaupt Bedenken über die ganzen aktuellen "Star Wars"-Sachen aussprechen.
      Den Blick immer ein wenig auf den "etwas anderen Film" gerichtet!
      Ja das war doch was. Wirklich, das war was. Das war so vieles und gleichzeitig nichts, dass es schwer wird, einen Schuh draus zu basteln. Dass es nichts war, kann mir also keiner erzählen, denn es war zumindest unterwältigend - das ist so eine Wortschöpfung, die in den Sinn kommt. Überflüssig und ohne Aussage sind andere Begriffe, die die Serie definitiv auch waren. Denn die Autoren bleiben es schuldig zu erklären, warum dieses Sequel zu den Prequels erzählt werden musste. Es liefert sicherlich keine neuen Informationen, ohne die die Originaltrilogie nicht funktionieren würde. Und auch darüber hinaus halten sie sich mit Unterhaltungswerten und gutem pacing definitiv zurück. Denn ja, auch das kann man sagen: Es war definitiv zu lang gezogen und hätte sich vielleicht besser als Spielfilm geeignet. Oder einfach als eine weitere Episode von Boba Fett, war die Serie ja schließlich dazu da, dass man mit Geschichten anderer Charaktere einfach mal die des titelgebenden Protagonisten verdrängt.

      Aber in jedem Fall muss man festhalten, dass es das für mich erstmal war mit Star Wars-Serien. Bei mir ist die Luft raus, ich hab keinen Bock mehr. Jawohl, den Mandalorian werde ich zwangsweise noch weiterschauen (die ist ja nach wie vor gut, aber vor allem will ich einen Haken dran bekommen). Aber ich habe eindeutig genug von diesen Lückenfüllern, die keine Lücken füllen, sondern nur Content kreieren, weil man es eben kann – weil man die Rechte an einem Franchise hat und sich an dessen berühmte Namen bedienen darf. Und weil man das Glück hat, dass die Schauspieler noch am Leben sind und dass diese genug Enthusiasmus haben, um nochmal mitzumachen. Gott weiß, Ewan McGregor hat nämlich eindeutig besseres zu tun.

      Nun gut, was es war und was es nicht war – eigentlich einerlei. Obi-Wan Kenobi hat inhaltlich eigentlich keine Daseinsberechtigung, weil sich die Macher selber nicht darüber bewusst waren, was sie erzählen wollten. Der ursprüngliche Pitch für die Serie war ja, dass Obi-Wan einen jungen Luke Skywalker beschützen muss. Oder in anderen Worten: Er muss ein Findelkind von enormer Wichtigkeit in Sicherheit bringen. Klingt vage bekannt? Dachte man sich bei Disney dann auch, denn das ist der Plot vom Mandalorian. Deswegen hat man neue Drehbücher schreiben lassen, in denen Ben nun eine junge Leia Organa retten muss, die aus dem Hause ihrer Zieheltern entführt wurde. Oh, Kreativität – du schöne Gottheit, bist du wirklich tot? Oder hält man dich im Hause Lucasfilm nur fest und lässt dich nicht gehen? Wenn du kannst, dann gib ein Lebenszeichen von dir. Wir bezahlen auch das Lösegeld. Alles, nur um nicht an diesem Fraß an bereits Verdautem und wieder Ausgekotztem weiter zehren zu müssen.

      McGregors Obi-Wan gehört mit Sicherheit zu den populärsten Elementen der Star Wars-Prequelfilme von George Lucas. Macht ihn das automatisch zu einem fesselnden Protagonisten, der als zentrale Figur seine eigene Serie tragen kann? Obi-Wan Kenobi macht eigentlich einen ziemlich guten Punkt daraus, dass man supporting characters manchmal einfach am besten supporten lässt. Ben ist als Charakter für sich allein einfach nicht besonders interessant. Ihm fehlen Kanten und Merkmale, an denen man sich festklammern möchte und seine Persönlichkeit ist einfach nicht sonderlich fesselnd, wenn er ganze Stunden für sich alleine tragen muss. Was ein Manko wäre, aber auf der anderen Seite hat er ja gar nicht so viel mehr zu tun, als anderen Charakteren die Grundlage zu geben, ihre Geschichte zu erzählen. Nein, ganz so rotzfrech wie bei Boba Fett war man dann nicht, dass man Ben mal für ein paar Episoden hat verschwinden lassen. Aber doch, ein großer Twist um Reva und ihre Vergangenheit gegen Ende der Serie macht auch aus Ben einmal mehr einen Charakter, der in seiner eigenen Serie in der zweiten Reihe tanzt. Und da soll man nicht die Hände die Höhe werfen und fragen, wozu man sich da so wichtige und beliebte Namen aus dem Kanon herausnimmt, wenn man doch eh kein wirkliches Interesse an ihnen hat.

      Die Aufnahmen der Spezialeffekte sind zeitweise nicht sehr überzeugend. Ich habe eigentlich einen ziemlich guten Fernseher, daran kann es also nicht liegen, dass die Kampfszene in der letzten Episode so aussah, als wäre sie eigentlich für die Serie Clone Wars animiert worden. Auf der positiven Seite stehen Moses Ingram, die eine zuweilen gute schauspielerische Leistung geboten hat (von ihr würde ich gerne mehr in einer besseren Serie sehen) und Vivien Lyra Blair, welche echt putzig war und der man gerne zugesehen hat (auch wenn ich beim besten Willen keine junge Leia in ihr erkannte - aber das ist wieder mehr der Schreiberei geschuldet, sie kann da nix dafür).

      Alles in allem eigentlich das, was zu erwarten war, auch wenn man erhoffte, dass man sich täuschen würde. Ich würde die Serie als qualitativ besser einstufen, als The Book of Boba Fett. Aber es ist kein sonderlich großes Lob, nicht auf einer Stufe mit der Fehlkonzeption des Jahrzehnts zu stehen. Im besten Falle kann ich Obi-Wan Kenobi als langweilig, überflüssig und ohne was zu sagen zu haben bezeichnen. Im besten Falle. Zum Glück urteile ich ja aber nicht so richtig pessimistisch.
      "I think there should be visuals on a show, some sense of mystery to it, connections that don't add up. I think there should be dreams and music and dead air and stuff that goes nowhere. There should be, God forgive me, a little bit of poetry." - David Chase

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Data“ ()

      Würde auch sagen das Obi-Wan als Charakter auch zu langweilig ist um eine Spannende Geschichte zu erzählen, man merkt der Serie zu oft an das man mit Nostalgie vieles überdecken wollte. Dazu war ich Optisch auch ziemlich enttäuscht, beim Kampf Zwischen Obi und Vader merkte man richtig das man hier nur minimalen Aufwand betreiben möchte als man sich so ein Baugelände ausgesucht hat. Dazu spielte sich dann vieles nur vor der LED Leinwand ab.

      Die oft kritisierte Vivien Lyra Blair fand ich jedenfalls ganz gut, für den Idiotischen Plot kann sie jedenfalls am wenigsten was, und wenn man sich was Positives raus suchen will kann man auch sagen das die Junge Leia sich ihrer Pflichten bewusste wurde um später selber etwas am System zu verändern.

      Was Geschichten angeht bin ich gespannt was "Andor" nun zeigt, aber sonst sind wohl eher die Videospiele interessanter.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „GrafSpee“ ()

      @Data gute Kritische Worte !

      Du wars ja noch nett zu der Serie :) liegt wahrscheinlich daran das du im gegen Satz zu mir
      den Boba Biba Butzemann angeschaut hast , den hätte ich das auch würde ich Obi Wan vielleicht nicht als
      unnötigen Rotz bezeichnen sondern als einfach nur als schlecht und überflüssig....vielleicht aber auch nur vielleicht!




      "Ich bin der Dude! Und so sollten Sie mich auch nennen, ist das klar! Entweder so, oder seine Dudeheit, oder Duda, oder ... oder auch El Duderino, falls Ihnen das mit den Kurznamen nicht so liegt."

      Payback schrieb:

      Boba Biba Butzemann


      :rotfl:

      Geil.

      Bei den Worten kann man es eigentlich auch belassen und die Serie hätte ihre berechtigte Kritik bekommen.
      "I think there should be visuals on a show, some sense of mystery to it, connections that don't add up. I think there should be dreams and music and dead air and stuff that goes nowhere. There should be, God forgive me, a little bit of poetry." - David Chase
      Obi Wan ist tatsächlich weder überflüssig noch langweilig. Ich bin eigentlich kein Fan von zahlreichen Star Wars Serien aber Obi Wan ist ein mehr als würdiger Vertreter im Star Wars Universum. Ewan McGregor als leicht gealterten Kenobi zu sehen hat mir sehr gut gefallen. Deutlich gereifter als in der Star Wars Filmen. Es gab mehr als genug spannende Szenen und die Bedrohung durch Darth Vader war jederzeit zu spüren. Spätestens wenn Ken Obi
      Spoiler anzeigen
      auf Darth Vader wieder trifft geht jedem Star Wars Fan das Herz auf.
      So episch. Geschmäcker sind Gott sei Dank verschieden aber mir hat die Serie sehr gut gefallen. Und das hat mich tatsächlich positiv überrascht.
      8/10 Duellen mit Darth Vader

      mcclane schrieb:

      Obi Wan ist tatsächlich weder überflüssig noch langweilig. Ich bin eigentlich kein Fan von zahlreichen Star Wars Serien aber Obi Wan ist ein mehr als würdiger Vertreter im Star Wars Universum. Ewan McGregor als leicht gealterten Kenobi zu sehen hat mir sehr gut gefallen. Deutlich gereifter als in der Star Wars Filmen. Es gab mehr als genug spannende Szenen und die Bedrohung durch Darth Vader war jederzeit zu spüren. Spätestens wenn Ken Obi
      Spoiler anzeigen
      auf Darth Vader wieder trifft geht jedem Star Wars Fan das Herz auf.
      So episch. Geschmäcker sind Gott sei Dank verschieden aber mir hat die Serie sehr gut gefallen. Und das hat mich tatsächlich positiv überrascht.
      8/10 Duellen mit Darth Vader


      Dem kann ich mich nur anschließen , wenn gleich ich sagen muss, dass die Serie stellenweise extrem dumm ist.

      mcclane schrieb:

      Obi Wan ist tatsächlich weder überflüssig noch langweilig.


      Der Umkehrschluss ist ja, dass die Serie tatsächlich notwendig war. Kannst du das genauer definieren, warum es Obi-Wan Kenobi geben musste? Oder zumindest, was für einen Mehrwert man als Zuschauer bzw. Fan daraus ziehen konnte? Denn wenn es dieses Element gab, dann scheint das wahrlich an mir vorbeigegangen zu sein.
      "I think there should be visuals on a show, some sense of mystery to it, connections that don't add up. I think there should be dreams and music and dead air and stuff that goes nowhere. There should be, God forgive me, a little bit of poetry." - David Chase

      mcclane schrieb:

      Obi Wan ist tatsächlich weder überflüssig noch langweilig. Ich bin eigentlich kein Fan von zahlreichen Star Wars Serien aber Obi Wan ist ein mehr als würdiger Vertreter im Star Wars Universum. Ewan McGregor als leicht gealterten Kenobi zu sehen hat mir sehr gut gefallen. Deutlich gereifter als in der Star Wars Filmen. Es gab mehr als genug spannende Szenen und die Bedrohung durch Darth Vader war jederzeit zu spüren. Spätestens wenn Ken Obi
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      auf Darth Vader wieder trifft geht jedem Star Wars Fan das Herz auf.
      So episch. Geschmäcker sind Gott sei Dank verschieden aber mir hat die Serie sehr gut gefallen. Und das hat mich tatsächlich positiv überrascht.
      8/10 Duellen mit Darth Vader


      Auch wenn ich Obi Wan sogar am besten fand von den Disney-Serien... (Bei Mandalorian war irgendwie schnell die Luft raus und was Rodriguez bei Boba Fett geritten hat, weiß er wohl nur selbst).
      Optisch gefiel mir die Serie sogar teilweise besser als die davorliegenden Episoden 1-3.
      Aber am Besten ist im Disney-SW-Serien-Kontext auch kein großes Lob (Zumal mir die Digi-Serien gar nix geben...)..
      Außerdem werden neue Probleme geschaffen, die den Weg Obi Wans zum Epi 4 Obi Wan betreffen. Der Epi 4 Obi Wan wird mit jeder Folge unglaubwürdiger. Personen begegnen ihm viel zu früh, er hilft Leuten, die später wichtig werden und dürfte dann nicht so erimitisch leben, wie er am Anfang von Epi 4 lebt...
      Wie bei den 3 anderen Serien hatte ich dann unterm Strich das Gefühl, dass man so wirklich gar nicht weiß, was man da entwickeln möchte, aber "man muss ja, weil man die Rechte hat"...
      Ich darf leider nicht zu sehr ins Detail gehen....

      Aber das ist meine Signatur....
      Ich konnte am Wochenende endlich auch eine Star wars Serie dazwischen schieben und habe Obi-wan geguckt (zugegeben, zwischenzeitlich mehr nebenbei). Die Story war leider nicht ganz in meinem Sinne und kommt mir eher erzwungen vor. Ich hätte weder
      Spoiler anzeigen
      Luke noch Leia
      gebraucht, vielleicht in der letzten Folge von weitem oder so.

      Ich hätte mir gewünscht, dass die Handlung Obi-wan in den Mittelpunkt rückt. Ja gut, er war zwar der Zentrale Charakter, aber es ging nicht wirklich um ihn. Ich halte ihn für eine extrem interessante Figur und hätte gerne gesehen, wie er sich nun entwickelt vom Jedi, der seinem Schüler gegenüber versagt hat (bzw. denkt, er hätte versagt) bis hin zum Einsiedler. (Hier gibt es nur das Problem des "originalen alten" Ben Kenobi, der sich kaum an die Geschehnisse erinnert und sich auch nicht merkbar schuldig fühlt). Gerne hätte man auch gründlicher auf seine Vergangenheit vor anakin eingehen können... Das Thema Jedi (wie findet man sie, die Ausbildung, die abtrünnigen, all das, was in den Filmen immer nur angeschnitten wurde und als selbstverständlich vorausgesetzt) finde ich sehr interessant und total vernachlässigt.

      So, wie die Serie aber nunmal steht, fand ich sie nicht total schlecht, stellenweise sogar recht gut. Aber in der Form hätte sie für mich viel besser als Film funktioniert.
      Every life comes with a death sentence.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Kiddo“ ()

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