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Wir Kinder vom Bahnhof Zoo (Amazon)

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    Es gibt 52 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Emily.

      Gerade die ersten beiden Folgen bei der Weltpremiere live gesehen.


      Mir hat es gefallen, aber ich fühle und sehe den Shitstorm der alten Nostalgie-Liebhaber schon bildlich vor mir, nach der Premiere Morgen :hammer:


      Ja die Serie spielt zeitlich in der Vergangenheit. 70er, dennoch haben es die Macher irgendwie geschafft, dies zeitlos zu Inszenieren. Und ich persönlich find es äußerst gelungen und mutig.

      Der Sinn dahinter ist klar, den Weltbestseller der neuen Generation zu zeigen. Dutzende Schulkinder, bei denem der Roman und bisher der 80er Film Pflicht waren, werden es den Machern danken.
      Denn wenn man die Nostalgie Brille ablegt, muss man sagen, dass der Film halt auch nur minimaler Durchschnitt ist.

      Er Punktet genau mit zwei Sachen. Der grandiosen Hauptdarstellerin und dem Glück , echte Kulissen und an echten original Orten zu spielen , da er ja nur wenige Jahre nach den Schilderungen von Christiane gemacht wurde . Ansonsten war der Film eher Laienschauspiel mit eben halt schlechten Laienschauspielern und 20 Minuten David bowie Konzert.


      Aber zurück zur Serie.

      Die ersten zwei Folgen nehmen sich viel Zeit für die einzelnen Personen., der Leben vor dem Absturz und das Kennenlernen der 6 Hauptfiguren.

      Die Drogen spielen erst später eine (noch) minimale Rolle.



      Spoiler anzeigen


      Wir haben Christiane, die eigentlich glaubt wohlbehütet bei ihren Eltern aufzuwachsen und bald erkennen muss, dass die Ehe längst kaputt ist. Die Mutter unglücklich und fremdgehend, der Vater ein Looser. Beide viel zu jung Eltern geworden. An Heiligabend kommt es zum großen Knall, der Christine in den Abgrund führen wird.

      Stella, die sich nach außen hin frech und taff gibt, sorgt sich um ihre Mutter, die gerade aus dem Entzug wieder kommt, die Finger aber nicht vom Alkohol lassen kann. Später wird Stella in der Kneipe, die ihrer Mutter gehört brutal vergewaltigt, während diese sich oben um die Geschwister kümmert und nebenbei heimlich betrinkt.

      Wir haben Babsi, die im reichen Haus aufwächst, aber unter der strengen Oma (und deren Schwester?) leidet. Was bei Christiane und Stella als leicht pubertärer Leichtsinn gesehen wird, legt die strenge oma als Sittenverfall aus. Erst will sie Babsi ins Kircheninternat schicken, später demütig sie ihre Enkelin vor anwesenden Gästen. Kein Wunder das die instabile Babsi, die sich immer wieder einbildet, mit ihrem Toten Vater zu reden, kurz davor ist von der Brücke zu springen.

      Auch bei den drei Jungs läuft es nicht besser. Benno, der nicht viel hat, außer seinem geliebten Hund, versucht dringend Geld für eine notwendige Operation für den Hund aufzubringen. Als alle bettelaktionen nichts bringen, geht er schließlich mit einem Typen aufs Zimmer und Prostituiert sich. Das Geld beisammen ist es jedoch zu spät für den Hund. Somit beginnt der Absturz von Benno.

      Seinen besten Freund Michi geht's vergleichsweise gut. Gut aussehend, cool. Doch eben auch fasziniert von Drogen.
      Da ist es nicht hilfreich das er und Benno schließlich auf Axel stoßen, intelligent, handwerklich begabt und bereits Besitzer einer eigenen Wohnung. Leider aber hängt er bereits an der Nadel und zieht Michi mit rein.



      All dass passiert in den ersten zwei Folgen und es lässt sich erahnen, dass es von hier aus nur noch weiter bergab gehen wird für unsere Hauptpersonen.

      Ein unverbrauchtes junges Cast überzeugt in ihren Rollen ab der ersten Sekunde, die sie auf der Bildfläche erscheinen. Die ersten zwei Folgen gehören vor allem den Frauen. Lena Urzendowsky als Stella und Lea Drinda als Babsi sind hier eindeutig die, mit den stärksten Szenen. Was vor allem daran liegt, dass Christiane hier noch unschuldig ist und die Jungs nur sporadisch auftreten.

      Etwas zwiespaltiger sieht es bei den Erwachsenen aus. Vor allem Christianes Vater, wirkt des öfteren irgendwie fremd mit seinen leicht Karikaturhaften Verhalten.

      Wo man aber große Augen bekommt, ist das Setting. 25 mio Euro, man sieht es der Serie an. Bild, Ton, Sets, special effects. Da muss man sich nicht hinter Hollywood verstecken.

      Dazu ein ziemlich guter Soundtrack, mit Songs, weit davon entfernt in den 70er angesiedelt zu sein, aber dennoch fügen diese sich perfekt ein.


      Ich bin jedenfalls gespannt was die restlichen 6 Folgen zu bieten haben und freue mich auf morgen bzw das Wochenende.

      Bisher, sehr starke Neufassung des Kultbuches.
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      KBBSNT schrieb:

      Gerade die ersten beiden Folgen bei der Weltpremiere live gesehen.

      Mir hat es gefallen, aber ich fühle und sehe den Shitstorm der alten Nostalgie-Liebhaber schon bildlich vor mir, nach der Premiere Morgen


      Dann leg ich mal los - ich habe nicht mal die Hälfte der ersten Folge durch und könnte schon mit Erbrochenem um mich werfen...
      Das man Veränderungen vornimmt am Buch ist jetzt mal geschenkt, eine recht genaue Buchverfilmung gab es ja schon...
      Aber was da alles mal so reingeballert wurde um da eine Pseudospannung aufzubauen.... und wie glattgelutscht das alles aussieht...
      Wenn die Serie später spielen würde und einen anderen Namen hätte wäre ich ja noch bereit das hinzunehmen, aber wozu dann Christiane F.?
      Gleich mit der ersten Szene hat man sich doch schon komplett vom Stil des Buches entfernt...

      Dazu noch

      Spoiler anzeigen
      Diese Sexparty-Geschichte inklusive Leiche verscharren im Wald, der komische Vater mit der Hundezucht und noch mehr.... Und das wo ich nach der obercoolen Flugzeug-Fast-Absturzszene und dem Fahrstuhl, der 11 Stockwerke abstürzt dachte sie könnten nicht noch mehr die Bodenhaftung verlieren...


      Und irgendwelche Liebesgeschichten mussten noch dazu gedichtet werden um das ganze auf die Folgen zu strecken....

      KBBSNT schrieb:

      Ja die Serie spielt zeitlich in der Vergangenheit. 70er, dennoch haben es die Macher irgendwie geschafft, dies zeitlos zu Inszenieren. Und ich persönlich find es äußerst gelungen und mutig.


      Sehe ich mal 100% anders - man serviert Pseudo-80er mit alten Songs auf Kids abgestimmt, macht das ganze auf Hochglanz, kippt die Geschichte vollkommen durcheinander und macht da irgend so einen Pseudo-coolen Schrott draus...
      Nach Folge 1 muss die Serie aber echt Gas geben sonst krieg ich ne Krise...
      Und ich kenne mich - ich werd sie wohl zu Ende schauen und mich in einer Tour aufregen warum ich so blöd bin das zu tun...

      Die Serie traut sich gar nix - die versucht sich verschiedenen internationalen Trends anzubiedern, statt sich auf die Kraft der eigentlich Geschichte zu verlassen. Das wirkt als wenn ein Werbefilmer (nicht Fincher) versucht hat ein Sozialdrama zu drehen das auf einem Skript von Uwe Boll auf Basis eines Videospieles basiert.... und das dann mit Digitaleffekten aufbereitet... (Pillen in die Luft werfen, cooles Flugzeug usw...) - wobei die nicht mal schlecht waren - nur fehl am Platz... Das Buch ist nicht ernst genommen worden... praktisch missbraucht...

      PS: Ich werd sie wohl durchschauen aber dann den Film gucken um das wieder grade zu ziehen...
      PPS: Würd mich nicht wundern, wenn sie mir am Ende noch 3 mal einblenden, dass man den Soundrack kaufen kann..... Vor allem, dass was sie in der Discothek spielen, dass weder in die Zeit noch in die Stimmung passt....
      Love is the light
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      Frankie Goes to Hollywood, The Power of Love....
      Aus aktuellem Anlass finde ich das fürs Forum passend...

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von „joerch“ ()

      Ich kann Joerch eigentlich in fast allen nur zustimmen. Trotzdem hatte ich eigentlich nicht so viel Probleme mit der Serie und habe mich gut unterhalten gefühlt. Man muss nämlich die Serie wirklich losgelöst von ihren berühmten Buch bzw. Film sehen. Ich glaube der Name wurde größtenteils bezüglich Marketing zwecken gewählt. Wir Kinder von Bahnhof Zoo hat irgendwie jeder schon mal gehört und man erhoffte sich wohl so ein größeres Publikum. Und ich habe mir schon bei den Trailern gedacht, diese Serie wird eine reine Unterhaltungsserie, während der Original Film und auch Buch eine Milieustudie sind, die wirklich ein abschreckendes Bild anhand von den Leben von Christiane F. zeigen.
      Diese Serie ist halt eine freie Interpretation anhand der berühmten Vorlage und ist einfach ein Drama das der Unterhaltung dient. Wenn man das aus den Blickwinkel sieht, dann finde ist die Serie bis jetzt ganz gut gelungen.
      @smoochy natürlich kann man die Serie losgelöst vom Buch sehen...

      Da habe ich aber das gleiche Problem wie bei ES. Selbst wenn es losgelöst funktioniert (Bei Christiane kann ich es noch nicht endgültig sagen, hab ja erst 1 Folge.... ES würde mir auch ohne Kenntnis des Buches kaum gefallen) - durch solche "Interpretationen" wird halt der Weg für eine bessere Verfilmung für eine Zeit blockiert, weil ja keiner kurz danach noch mal an den Stoff rangeht...

      Dann sollen die das Ding "Eine Drogenstory" nennen und gut ist... Zumal auf der technischen Seite ja gute Arbeit gemacht wurde... (Zu Gute....)

      Christiane F als Name verärgert die älteren, die das Buch/den ersten Film mochten....
      Bei denen, die damit noch keine Berührung hatten ist der Name dann eigentlich egal...
      65 % der Bewertungen auf Amazon haben zur Zeit 1 oder 2 Sterne..... Da hat sich Amazon einen Bärendienst erwiesen....
      Übrigens hab ich grad den Originalfilm eingelegt.... Der Film zeigt wenigstens, dass Heroin keine Hochglanzdroge ist sondern die Existenz von Menschen zerstört...

      Das ganze wirkt auf mich als wenn man unbedingt eine US-Serie machen wollte um nicht anzuecken....

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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „joerch“ ()

      Habe mir die 8 Folgen quasi als Single-Trip gegeben. Was mich neben den bereits von anderen formulierten Kritikpunkten stört, ist dieses Ergehen in Pseudo-Stilmitteln wie Zeitlupe oder einen (un)passenden Song einzuspielen, sobald es zu einer wichtigen Szene geht, das fällt besonders auf, wenn man mehrere Folgen hintereinander schaut. Die Tode werden auch eher so nebenbei abgehandelt, ohne dass beim Zuschauer Emotion aufkommt. Weiterhin stören die Zeitsprünge - abhängig, clean, gleich wieder abhängig. Oder Stella - völlig down, im nächsten Moment erfolgreiche Zuhälterin mit eigenem "Gestüt" wtf. Babsi - clean, 1 Trip, völlig hinüber und weg vom Fenster.
      Axel - Haare abgeschnitten, setzt sich den goldenen Schuss - so zumindest sieht der Zusammenhang irgendwie aus.
      Die Macher waren auch völlig mutlos, trotz volljähriger Darsteller und 16er-Freigabe (?) alles drastisch und schonungslos darzustellen. Die tatsächliche Sucht, die zerstochenen Venen auf der Suche nach einer geeignete Einstichstelle etc. - nichts wird wirklich gezeigt. Ein paar siffig hergerichtete Studiotoiletten sind das Maximum. Keiner erwartet einen Kinder-Torture-Porno, aber wenigstens eine realistische Darstellung wäre schon drin gewesen. Wahrscheinlich hat man zu viele Bilder im Kopf, wenn man das Buch liest. Das Buch ist vermutlich auch die schwerste Last, an der sich die Serie verhebt, sie kommt auf keiner Ebene da ran. Man hätte das Ganze direkt in die Gegenwart holen können, mit heutigen Drogen usw. Das Problem an sich besteht ja nach wie vor, nur die Szene hat sich vermutlich etwas geändert. Dann hätte man auch nicht den Stilmurks aus beabsichtigter Zeitlosigkeit in Kombination mit einer Handlung in den 70er/80ern.
      Am ehesten zufrieden war ich noch mit dem Ende. Das taugt als Abschluss dieses Abschnittes halbwegs. Für den Moment erstmal alles OK, aber der endlose Tunnel mit dem Vorrat für andere Zeiten deutet auch an, dass es nicht vorbei ist.
      Die Darsteller haben ihr Bestes gegeben, was jedoch nicht heißt, dass es wirklich gut war, wobei das wiederum in erster Linie an der Inszenierung lag. Irgendwie waren alle recht belanglos, man entwickelt weder großartig Sympathie noch Antipathie.
      Fazit: an den eigenen Ambitionen gescheitert bleibt eine trotz allem noch sehenswerte deutsche Serie. 6/10 Nadeln, weil die Erwartungen einfach zu hoch waren.
      Geiz ist nicht geil! Kino dafür umso mehr...

      Kinoguru schrieb:

      6/10 Nadeln, weil die Erwartungen einfach zu hoch waren.


      Genau diesen Erwartungen hätte man echt entgehen können, wenn man das Ding einfach "A Drug Story" oder so genannt hätte, weil ja eh nicht besonders viel vom Buch übrig blieb....

      Und mit diesem "losgelöst vom Buch sehen" komme ich auch nur halb klar (eigentlich nicht wirklich)....
      Gerade weil es die Verfilmung eines guten Buches war und es bereits eine gute erste Verfilmung gibt, hätte man das in 8 Folgen erheblich vertiefen können...
      Rausgekommen ist dieser oberflächliche Kram, der pseudocool sein möchte und eigentlich fast wie ein Werbefilm für "Mach was aus deinem Leben, sei angesagt, nimm Heroin" wirkt...
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      Puh, ich wollte ja wirklich mal reinschauen, aber die ersten Bewertungen, die ich bei Twitter vernommen habe, waren jetzt nicht so zuversichtlichstimmend.

      Und nachdem ich das hier gelesen habe, schaue ich eventuell mal rein. Aber wenn nicht, dann wohl eher nicht. Das klingt hier eher so, als hätten wir eine Soap, also "Gute Drogen, schlechte Drogen" oder so.

      Folge 1 teste ich demnächst aber wohl doch mal an. Einfach nur um zu sehen, ob es wirklich so schlimm ist.
      Ich persönlich bin gerade bei Folge 5 (das Wetter am. Wochenende war dann doch zu gut um Fernsehen zu gucken ), bin aber weiterhin recht zufrieden.

      Das Drehbuch hat leider Schwächen, der Look ist wie erwartet zu glatt. Da hätte Constantin film oder auch Amazon bei 27 Mio Euro deutlich mehr rausholen können.

      Ansonsten fühle ich mich aber gut unterhalten. Die Optik (abgesehen von der fehlenden Mut zu Hässlichkeit) ist weiterhin beeindruckend, Kamera, Schauspieler und soundtrack gefallen mir sehr.

      Lustig sind wie erwartet die Bewertungen. Die ältere Generation hat scheinbar Amazon direkt ausgewählt um ihren Unmut kund zu tun und den Bewertungsdurchschnitt in den Keller zu ziehen. Aber fast 70 Prozent der da geschriebenen Bewertungen kann ich nicht wirklich ernst nehmen, da sie mir einfach zu plump sind. Und wer den Weg ins Amazon Bewertungssystem nicht gefunden hat, versucht sich dann bei twitter auszukotzen.

      Die Jugend wiederum tummelt sich auf TikTok und instagram und dort schneidet die Serie, was ich so gelesen habe, deutlich besser ab.

      Von daher wie erwartet, ein Projekt was die Meinungen spaltet.

      Heute werd ich dann den rest schauen und dann Gesamtbewertung abgeben

      KBBSNT schrieb:

      Die Optik (abgesehen von der fehlenden Mut zu Hässlichkeit) ist weiterhin beeindruckend, Kamera, Schauspieler und soundtrack gefallen mir sehr.


      Also bei jedem anderen Thema hätte ich die Optik tatsächlich auch gelobt - inkl. der Effekte..... Aber zu dem Thema passt es halt nicht...

      KBBSNT schrieb:

      Ansonsten fühle ich mich aber gut unterhalten.


      Genau das ist aber, was mich persönlich daran abstößt. Eine Christiane F. - Verfilmung sollte eher weh tun als zu "unterhalten"
      Ich will dir damit deine Bewertung oder Sicht nicht kaputt machen - aber als Erklärung warum ich die Serie als Totalausfall buche - Inszenierung und Thema passen so nicht zusammen...

      KBBSNT schrieb:

      Die Jugend wiederum tummelt sich auf TikTok und instagram und dort schneidet die Serie, was ich so gelesen habe, deutlich besser ab.


      Wobei ich jetzt auch schon ein paar mal gelesen hab, dass jüngere halt die erste Verfilmung nicht kannten, diese dann, weil bei Amazon auch vorhanden, nachgeholt haben und dann die Serie abgewertet haben...

      KBBSNT schrieb:

      Aber fast 70 Prozent der da geschriebenen Bewertungen kann ich nicht wirklich ernst nehmen, da sie mir einfach zu plump sind.


      Aber das ist da ja normal - da hab ich auch bewertet (untermauert deinen "ältere machen das da" :) ) und versucht sachlich zu schreiben, warum ich es für eine verpasste Chance halte und dann waren da viele, die irgendwelche Nichtigkeiten (Nicht genug Grafiti an den Zügen usw. - wobei das tatsächlich stimmt :D ) aufgelistet haben....
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      Habe die erste Folge gestern geschaut... Also ich brauche Untertitel. Ich verstehe maximal die Hälfte. Da habe ich schon keinen Bock mehr. Theaterschauspieler sind das offenbar nicht, Tagesschausprecher werden die auch nicht mehr.

      Und was soll dieser Bowie-Overkill? Ich liebe Bowie, aber das wirkt so erzwungen. Das war zu viel. Und sollte
      Spoiler anzeigen
      ​er das zu Beginn im Flugzeug sein? Werde ich wohl noch herausfinden.


      Ansonsten ein ganz großes Problem: Die Charaktere gehen mir am Allerwertesten vorbei. Manche Dialoge zum Fremdschämen. Produktion ganz große Klasse, aber nicht unbedingt passend.

      Ich schaue mal weiter. Ist nicht sooo megaschlimm wie bei manch anderem hier, aber gut finde ich es jetzt auch nicht wirklich. Ich muss da mehr von gesehen haben. Toll werde ich es aber wohl nie finden, dafür müsste ich auch erstmal einen Großteil des Gesprochenen verstehen.
      Die Episoden 2&3 habe ich nun auch gesehen.

      Ich bin total irritiert über die Technomusik in der Disco, die in dieser Form erst Jahre später erfunden wurde. Passt auch überhaupt nicht in die Serie. Alle Bowie-Fans, da hätte man auch einfach mal Stooges, Velvet Underground oder sonstwas spielen können. Oder einfach Disco. Ist ja jetzt nicht so, dass man im Discojahrzehnt keine andere Discomusik gehabt hätte.

      Das reißt mich total raus, weil das jetzt nicht so die zu erwartende Atmosphäre schafft. Ausstattung, Kostüme usw. sind in der Serie ansonsten ja echt gut. Aber nein, in den 70ern tanzte man zu modernem Techno.

      Und dann finde ich die Charakterentwicklung misslungen. Okay, 3 Episoden, so ganz genau blicke ich nicht durch, wenn Christiane nun toll findet und wen nicht. Die Motivation, sich was zu spritzen, kommt mir auch zu kurz. Alles irgendwie zu einfach. Immerhin werden noch Motive genannt, aber das ist mir zu plakativ.
      Bei den Jungs hingegen gibt es nicht einmal Motive, die tun es einfach, was sie tun. Es ist zwar schon ewig her, dass ich das Buch gelesen habe, aber da war alles nachvollziehbarer, meine ich. Wenn man schon eine Miniserie macht und genug Platz für die Geschichte hat, sollte man es auch nutzen. Aber die Charaktere sind einfach nicht gut ausgearbeitet worden.
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      Emily schrieb:

      Ausstattung, Kostüme usw. sind in der Serie ansonsten ja echt gut. Aber nein, in den 70ern tanzte man zu modernem Techno.


      Tatsächlich (aber das fand ich jetzt nicht so schlimm) ist die Ausstattung ziemlich unecht. Das ist nicht 70er Look, sondern der Look, den sich ein 20-jähriger als 70er Look vorstellt ;)
      Also ich finds nicht so schlimm und sogar eher nachvollziehbar, weil Christiane ja durchaus versucht hat (also im Buch) sexy aufzutreten - das was in den 70ern bei jugendlichen sexy gemeint war, würde heute evtl. falsch wahrgenommen werden.... weils teilweise cheesy aussehen würde...

      Emily schrieb:

      Und dann finde ich die Charakterentwicklung misslungen. Okay, 3 Episoden, so ganz genau blicke ich nicht durch, wenn Christiane nun toll findet und wen nicht. Die Motivation, sich was zu spritzen, kommt mir auch zu kurz. Alles irgendwie zu einfach. Immerhin werden noch Motive genannt, aber das ist mir zu plakativ.


      Eigentlich war meine größte Hoffnung, dass man aufgrund des Formates die vielen Dinge, die der Film leider auslassen musste mit einbauen kann - praktisch die gesamte Zeit vor der Clique wo das Buch ja auch ein Stückweit eine Studie darüber ist, was an Grupiusstadt gut gemeint war, aber tatsächlich dazu führte, dass das gesamte Viertel sozial drastisch abbaute...

      Emily schrieb:

      Wenn man schon eine Miniserie macht und genug Platz für die Geschichte hat, sollte man es auch nutzen. Aber die Charaktere sind einfach nicht gut ausgearbeitet worden.


      Das ist für mich tatsächlich das allergrößte Minus der Serie - unabhängig vom Drogen-Hip machen und dem hochglanzstyle hat man die Möglichkeiten, die einem die Mehrzeit bot nicht ansatzweise in die Charactere investiert.... Weder Motivation noch irgendwas kommt glaubwürdig daher (Die Nehmen halt Drogen, das ist so, akzeptier das...), noch wird der Character wirklich durchleuchtet...
      Das dann das Drogennehmen (und der Entzug) praktisch noch ziemlich lässig rüber kommt ist dann halt noch das Blöde oben drauf...
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      @joerch
      Ja, grundsätzlich lässt sich festhalten, dass man hier großartig eine Sozialstudie hätte machen können. Zumal das Thema an sich ja von der Zeit losgelöst sein dürfte, da gewisse Gründe bzw. eine Suchtaffinität ja immer noch zum großen Teil sozial bedingt ist oder durch gewisse Geschehnisse ausgelöst werden kann. Und da hätte man deutlich mehr in die Tiefe gehen müssen.

      Schade eigentlich.

      Interessant aber deine Ausführungen zur Kleidung. Stimmt schon, Vokuhila (ja, eher 80er, dennoch) und Schnauzbart wären nicht so gut angekommen heute :-D.