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Gamera - Frankensteins Monster aus dem Eis

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    Es gibt 4 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Payback.

      Gamera - Frankensteins Monster aus dem Eis

      Daikaiju Gamera






      Regie:
      Noriaki Yuasa
      Drehbuch:
      Nisan Takahashi / Yonejiro Saito
      Produktion:
      Hidemasa Nagata / Yonejiro Saito / Masaichi Nagata
      Musik:
      Tadashi Yamauchi
      Kamera:
      Nobuo Munekawa
      Schnitt:
      Tatsuji Nakashizu


      Inhalt:


      Über der Arktis kommt es zu einem Zusammentreffen mehrerer Flugzeuge der Atommächte, bei dem eines mit Nuklearwaffen an Bord abstürzt.
      Die darauffolgende Explosion setzt das Monstrum Gamera frei, das seit Jahrhunderten im ewigen Eis gefangen war. Verwirrt, aufgebracht und hungrig
      beginnt es sich in Bewegung zu setzen - genau auf das japanische Festland zu.


      Besetzung:


      Eiji Funakoshi
      Michiko Sugata
      Harumi Kiritachi
      Jun Hamamura
      Kenji Oyama
      Yoshiro Uchida
      Yoshio Yoshida


      Produktionsland:
      Japan
      Veröffentlichungsdatum: 27.11.1965
      Laufzeit: 79 Min.


      Wissenswertes:

      -
      Der letzte jemals in schwarz/weiß gedrehte Kaijufilm.

      - Regisseur Noriaki Yuasa war sich einige Zeit lang unsicher, ob er das erhaltene Angebot,
      bei diesem Film Regie führen zu können, wenn er dies wolle, annehmen sollte. Er bat ein paar
      befreundete Regisseure um Rat, doch jene sagten entweder, dass er es lieber bleiben
      lassen sollte, da er damit seine Karriere gefährden könnte, während andere ihm erzählten,
      dass er, wenn er Regie führen würde, Kosten einsparen könnte, wenn er selber das Monster
      spielen würde, da man sich die Kosten für die Anfertigung eines Kostüms sparen könnte.

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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Snow“ ()

      Nachdem ich gestern einen erstellten Gamera-Thread von @Tomtec sah und die gesamte Reihe ( wie leider auch noch der Großteil der Godzilla-Reihe ) seit einiger Zeit ungesehen auf meiner Liste der noch zu sehenden Filme ein trauriges Dasein fristet, hatte ich mich gestern spontan dazu entschieden, mir einmal als Startschuss sozusagen das Original von 1965 anzuschauen.

      Zu Beginn des Films wird mir schon nach kürzester Zeit wieder ins Gedächtnis gerufen, warum man diese Art der Monsterfilme zum Teil einfach nur lieben kann. Für mich sind es unter anderem diese sichtbaren Miniaturbauten bzw. Miniaturmodelle, die unter Berücksichtigung technischer Möglichkeiten dennoch mit dem größtmöglichen Detailgrad zum Einsatz kommen, welche noch Jahrzehnte später Filmfans, die diesen Einsatz am Set zu würdigen wissen, begeistern können. Manchmal kann man sich ob den Pappmodellen ein Lächeln nicht verkneifen und im anderen Moment fragt man sich sogleich, wie sie einen anderen Effekt mit so einem Modell nur derart realistisch erzeugen konnten. Es ist der schmale Grad zwischen Amateurhaftigkeit und filmischer Genialität - genau das macht den Charme aus. Gamera selbst ist ebenfalls toll gestaltet und in Szene gesetzt. Eine riesige Schildkröte, die dem Eis der Arktis entsteigt, auf zwei Beinen geht und zudem noch
      Spoiler anzeigen
      Feuer speien und sich wie ein Düsenjet durch die Lüfte bewegen kann
      . Genial. :D

      Die Effekte, welche bei der Zerstörungsorgie von Gamera zum Einsatz kommen, überzeugen und auch wenn es mit dem geringen Budget zu tun hat, dass man hier in schwarz/weiß drehte, so muss ich doch anmerken, dass mir gerade dieser Umstand sehr zusagte. Ich kann es nicht genau spezifizieren, aber ein alter Monsterfilm, der in schwarz/weiß gedreht ist, hat auf mich nochmal eine andere Wirkung, als ein Film, welcher in Farbe gedreht ist ( siehe King Kong von 1933 oder Godzilla von 1954 ). Möglicherweise wirkt vieles "bedrohlicher" und "realer", gerade weil man es nicht in Farbe sieht und somit die Effekte nicht noch auffälliger hervorstechen. Der japanische Cast macht seine Sache gut und es gibt eigentlich keinen großen Störfaktor. Der kleine Junge - mit Namen Toshio - , sorgt zwar manchmal für ein paar Stirnfalten und auch die Story als Ganzes hat so einige Plotholes, die bereits während des anschauens zum Vorschein kommen (
      Spoiler anzeigen
      obwohl ich nicht müde war und dem Geschehen aufmerksam folgte, konnte ich bei manchen Szenen beim besten Willen nicht nachvollziehen, welche Pläne seitens des Militärs gerade verfolgt wurden bzw. warum es für sie wichtig war, dass Gamera exakt in Richtung xy geht oder nicht seinen Weg in eine andere Richtung einschlägt
      ), doch das sind Aspekte, über die man wohlwollend hinwegblicken kann.

      Außerdem fiel mir auf, dass ( wenn mich meine Erinnerung nicht im Stich lässt ) im Gegensatz zum ersten Godzillafilm, die Action hier weitaus früher beginnt, was ich doch etwas überraschend fand (
      Spoiler anzeigen
      der Film läuft erst knapp 5 Minuten und schon bricht in der Arktis die Hölle los - das kam unerwartet ^^
      ).



      Ein gelungener und unterhaltsamer Auftakt.


      7,5 /10

      Bei deinen Beitrag werden Kindheitserinnerung wach , meine Brüder und ich haben uns mit den Essentischstühlen vor den Fernseher
      breit gemacht damit wir eine großes Bild haben und voll und ganz eintauchen konnten .
      In der Tat ,der Film besitzt einige Szenen die auch noch heute verdammt gut und realistisch aussehen.




      "Ich bin der Dude! Und so sollten Sie mich auch nennen, ist das klar! Entweder so, oder seine Dudeheit, oder Duda, oder ... oder auch El Duderino, falls Ihnen das mit den Kurznamen nicht so liegt."
      Coole Kritik @Snow

      Den Film hatte ich auch letztens (glaub auf Prime) geschaut, weil ich ihn halt einfach noch nicht kannte....
      Ist bei mir genau so angekommen, wie du es beschreibst :)

      Man muss bei Gamera vielleicht noch etwas bereiter sein, dass es "crazy" wird zu akzeptieren, als z.B. beim ersten (und nur bei dem) Godzilla.....
      Und wenn ich ehrlich bin kann ich in 80% der Kaiju Filme nicht recht nachvollziehen was das Militär da vor hat... Und bei den meisten Figuren auch nicht :uglylol:

      Aber warum Kaijus generell die Gewohnheit haben in Großstädten (ok - nicht immer Tokio) an Land zu kommen und Häuser kaputt zu treten ist mir auch nie klar geworden :uglylol:
      Einer der Hauptgründe ist wohl, dass es langweilig wäre, wenn die an einem unbewohnten Eiland an Land gingen um im Wald nen Häufchen zu machen :)
      Ich darf leider nicht zu sehr ins Detail gehen....

      Aber das ist meine Signatur....

      joerch schrieb:

      wenn die an einem unbewohnten Eiland an Land gingen um im Wald nen Häufchen zu machen




      So uninteressant ist das gar nicht , stell dir vor wie sauer da ein Kaiju im seinem Gebiet werden könnte wenn er bei großen
      Geschäft zufällig von einem anderen Kaiju mit Immigration Hintergrund durch sein blödes Gestampfe und Gebrülle
      dabei gestört wird in ruhe seinen Riesen Krakauer in die ruhige Auenlandschaft zusetzen !
      Ok vielleicht endet das ganze dann doch mit einer Schlägerei in einer Großstadt ,aber hey das Ganze hat dann eine verständliche
      und nachvollziehbare Vorgeschichte :)




      "Ich bin der Dude! Und so sollten Sie mich auch nennen, ist das klar! Entweder so, oder seine Dudeheit, oder Duda, oder ... oder auch El Duderino, falls Ihnen das mit den Kurznamen nicht so liegt."